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Divertikulitis: 6 Tipps für die richtige Ernährung
Plötzliche Schmerzen im Unterbauch, Fieber oder Verdauungsprobleme sind typisch für eine Divertikulitis. Dabei entzünden sich kleine Ausstülpungen der Darmwand, sogenannte Divertikel.
Die Ernährung spielt jetzt eine entscheidende Rolle: Im akuten Schub braucht der Darm vor allem Entlastung. Später kann die richtige Kost helfen, neuen Beschwerden vorzubeugen.
Welche Lebensmittel in den verschiedenen Phasen empfehlenswert sind, was eher gemieden werden sollte und welche Tipps den Darm zusätzlich unterstützen können, zeigt diese Bildergalerie.
Divertikulitis: Ernährung im akuten Schub
Ein akuter Schub bei Divertikulitis ist oft schmerzhaft und belastend. Je nach Schweregrad kann es sinnvoll sein, vorübergehend auf feste Nahrung zu verzichten und stattdessen nur flüssige Kost zu sich zu nehmen, um den Darm zu entlasten. Dazu zählen etwa klare Brühen, Suppen, Tee oder elektrolythaltige Getränke. Ob und wie lange dieser Verzicht notwendig ist, sollte ärztlich abgeklärt werden.
Was essen bei Divertikulitis? Schonkost kann helfen
Ist die Entzündung am Abklingen, erfolgt nach ärztlicher Anordnung die Umstellung auf eine leichte Schonkost. Zunächst stehen kleine Mengen und ballaststoffarme Speisen im Vordergrund. Geeignet sind etwa helle Getreideprodukte, Reis oder gekochte Kartoffeln ohne Schale, um den Darm zu schonen.
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Divertikulitis: Welche Lebensmittel gut vertragen werden
Aufbauend auf den ersten gut verträglichen Lebensmitteln lässt sich der Speiseplan nach und nach erweitern. Neben Weißbrot, Reis oder Kartoffeln kommen jetzt auch fettarme Milchprodukte wie Joghurt oder Quark sowie weich gegartes Gemüse infrage. Auch geschältes oder gekochtes Obst, etwa Apfelmus, kann probiert werden. Entscheidend ist, neue Lebensmittel schrittweise einzuführen und die eigene Verträglichkeit zu prüfen.
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Divertikulitis: Zubereitung der Lebensmittel ist wichtig
Bei Divertikulitis sollte man nicht nur darauf achten, welche Lebensmittel man isst, sondern auch, wie sie zubereitet werden. Generell gilt: Gekochte, gedünstete oder gedämpfte Nahrungsmittel belasten den Darm weniger als stark angebratene oder frittierte Speisen. Auch beim Würzen ist Zurückhaltung gefragt: Milde Kräuter sind meist besser geeignet als scharfe Gewürze oder stark gesalzene Speisen.
Ernährung bei Divertikulitis: Die Rolle der Ballaststoffe
Nach einem Divertikulitis-Schub sollten Ballaststoffe zunächst vorsichtig wieder in die Ernährung integriert werden. Langfristig spielen sie jedoch eine entscheidende Rolle: Sie machen den Stuhl weicher und fördern die Darmbewegung. Dadurch lässt sich Verstopfung vermeiden und der Druck im Darm sinkt. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann so laut Fachleuten dazu beitragen, neuen Entzündungen vorzubeugen.
Ballaststoffreiche Ernährung: Ausreichend trinken ist wichtig
Eine ballaststoffreiche Ernährung entfaltet ihre Wirkung am besten, wenn gleichzeitig ausreichend getrunken wird. Ballaststoffe binden Wasser im Darm und quellen auf. Fehlt Flüssigkeit, kann der Stuhl hart werden, was wiederum Verstopfungen begünstigt. Empfehlenswert sind etwa zwei Liter Wasser oder ungesüßter Tee pro Tag, um die Darmfunktion zu unterstützen.
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Plötzliche Schmerzen im Unterbauch, Fieber oder Verdauungsprobleme sind typisch für eine Divertikulitis. Dabei entzünden sich kleine Ausstülpungen der Darmwand, sogenannte Divertikel.
Die Ernährung spielt jetzt eine entscheidende Rolle: Im akuten Schub braucht der Darm vor allem Entlastung. Später kann die richtige Kost helfen, neuen Beschwerden vorzubeugen.
Welche Lebensmittel in den verschiedenen Phasen empfehlenswert sind, was eher gemieden werden sollte und welche Tipps den Darm zusätzlich unterstützen können, zeigt diese Bildergalerie.
- Online-Informationen der Internistischen Gemeinschaftspraxis: Ernährungsempfehlungen bei Divertikel Erkrankung (Divertikulose / Divertikulitis): https://ifz-langen.de/files/uploads/dokumente/patienteninfos/Ern%C3%A4hrung%20Divertikulose.pdf (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen des Universitäts Spitals Zürich: Divertikelkrankheit Behandlung: https://www.usz.ch/fachbereich/viszeral-und-transplantationschirurgie/angebot/divertikelkrankheit-therapie/ (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen der AOK: Symptome und Therapie bei einer Divertikulitis: https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/verdauungssystem/divertikulitis-ursachen-symptome-und-therapie/ (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen der Deutschen Apotheker Zeitung: Die richtige Ernährung bei Divertikeln: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2022/12/02/ernaehrung-bei-divertikeln-worauf-ist-zu-achten (Abruf: 04/2026)
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