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Schuppenflechte - eure Tipps?

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  • Re: Schuppenflechte - eure Tipps?

    Liebe Leidensgenossen,

    2017 hat es mich heftig mit einer bakteriellen Meningitis erwischt.

    Aber schon lange Zeit davor fing das Thema Schuppenflechte an, mich zu beschäftigen. Während des 5-monatigen Klinikaufenthaltes ab September 2017, wurde mir anfänglich auch massiv Cortison verabreicht. Erst i.v. dann oral.

    Und auf einmal begann die Schuppenflechte plötzlich zu verschwinden. Ich wusste erst mal gar nicht was los war. Doch dann begriff ich so langsam.

    Kurze Zeit später war es aber schon vorbei mit der Freude. Cortison wurde abgesetzt und peu a peu bildete sich das altvertraute Bild der Schuppenflechte wieder aus. Bei mir ist sie an den Ellenbogen lokalisiert.

    Hatte bereits vorher schon mal Cortison-Salben eingesetzt. Die potenteren halfen gut, die schwachen weniger. Aber Cortison sollte man ja nun wirklich nicht dauerhaft anwenden, d.h. über Jahre. Besonders hochprozentige Salben nicht. Und so habe ich mich jetzt auf eine gesündere Therapie eingelassen. 2 Minuten lang bade ich täglich meine Ellenbogen im warmen Wasser, dann rubble ich mit dem Waschlappen 20 Sekunden lang die aufgeweichten Hautpartikelchen ab.

    Wenn die Haut dann wieder trocken ist, trage ich eine Fettcreme auf. Die kommt dann auch noch mal vor dem Schlafeingehen auf die betroffenen Areale. Einfach nur eine simple Fettcreme, ohne jegliche weitere Zusätze.

    Wenn man täglich 2x duscht oder badet kann man sich das Prozedere mit dem Waschbecken natürlich sparen. Je länger man Wasser an die Schuppenflechte kommen lässt, desto besser. Und danach die aufgeweichten Hautschuppen abrubbeln. Aber nicht so stark das es blutet oder richtig wund wird. Die Haut sollte nicht über die Maßen irritiert werden.

    Mit dieser Methode bin ich zur Zeit ganz glücklich. Die Schuppenflechte bleibt in ihrer Ausdehnung überschaubar und sieht auch nicht mehr so arg schlimm aus. Man muss eben auch nicht mehr fortwährend dran rumkratzen, es gibt nämlich nichts mehr zu kratzen bzw. kaum etwas.

    Ich habe auch das Gefühl das das betroffene Areal langsam kleiner wird. Aber eben nur ganz langsam. Und wenn man dann mal eine Woche pausiert, wird die Stelle wieder größer.

    Weggegangen ist die Schuppenflechte nach 2 Monaten bisher mit dieser Methode aber noch nicht. Doch ich werde weiter dran bleiben.

    Habe auch ein gutes Gefühl dabei.

    Allen eine gute Besserung

    und liebe Grüße

    meningo

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    • Re: Schuppenflechte - eure Tipps?

      Hallo,
      ich habe jetzt schon mehrmals gehört das zur inneren und äußeren Anwendung Kurkuma helfen soll. Es soll zwar eklig schmecken (wenn man es trinken möchte) aber nach einer Woche soll man schon eine Veränderungen sehen können. Hat das schon jemand von euch probiert?
      Gute Besserung an alle!
      LG

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      • Re: Schuppenflechte - eure Tipps?

        Ich habe auf gelesen, dass das Öl wohl auch helfen soll. Aber wie das so ist, kann man überall lesen, dass irgendwas helfen soll. Auf jeden Fall traue ich mich nicht ein ätherisches Öl auszuprobieren, da diese ja sehr scharf sind. Schuppenflechte an sich ist ja schon nicht angenehm, wenn ich mir jetzt vorstelle, da noch irgendwas brennendes draufzukippen... Dann lieber nicht. Oder ich versuche es mal mit Aloe vera, die hat mir zumindest bei Sonnenbrand immer sehr gut getan.
        Zuletzt geändert von Die Redaktion; 19.08.2019, 13:00. Grund: Werbung, Link entfernt

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        • Re: Schuppenflechte - eure Tipps?

          Hallo Ihr Lieben,

          ich heiße Ralf und bin neu im Forum.
          Auch ich leide seit einigen Jahren an der Krankheit Psoriasis.
          Ich wollte euch deshalb mal ganz pauschal nach euren Tipps und Erfahrungen während der Behandlung fragen.

          Ich würde mich über ein paar Beiträge sehr freuen.
          Liebe Grüße
          Ralf
          Viele denken, dass Schuppenflechte nur eine Hautkrankheit ist. Dabei ist der ganze Körper davon betroffen. Ich habe seit ich 18 bin Schuppenflechte und einen Leidensweg hinter mir kann ich euch sagen. Die Krankheit ist nicht heilbar und wird es auch nicht sein bis man die Gene in irgendeiner Form so beeinflussen kann, dass sie funktionieren. Jeder Mensch hat ca vier defekte Gene. Kann man nichts machen. Man kann die Schuppenflechte lindern mit Birkencreme, MSM, OPC und vegetarischer Ernährung. Die Birkencreme kriegt man natürlich nicht verschrieben. Sie ist aber nicht teuer zum Glück. Gibts online. MSM ist auch nicht teuer. Man kann sich einen ganzen Sack davon kaufen und jeden Tag morgens und mittags eine Messerspitze davon nehmen. Ist ein körpereigener Stoff, nämlich Schwefel, von dem wir zu wenig haben. Er wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd, mein Mittel der Wahl wenn die Gelenkschmerzen mich killen. OPC ist auch natürlich. Das ist Traubenkernextrakt, der für eine gute Durchblutung sorgt. Ist auch nicht teuer. Es ist leider so, dass wirksame alternative Heilmittel immer noch nicht von den Krankenkassen akzeptiert werden, weil die Pharmaindustrie den Daumen drauf hält. Wir alle, die wir unter Schuppenflechte leiden, egal ob über die Haut, körperlich über die Gelenke, das Herz, die Lunge oder seelisch wissen, das kein schulmedizinisches Mittel bis jetzt einen Heilerfolg gebracht hat. Bei dieser Gelegenheit rate ich jedem von Cortison ab - der Killer schlechthin. Im Notfall ist das ein gutes Medikament, weil es dann das Leben retten kann. Aber eine dauerhafte Einnahme macht alles nur noch schlimmer.

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          • Re: Schuppenflechte - eure Tipps?

            Hallo Januvia,

            bezüglich des Cortisons möchte ich Dir doch vehement widersprechen. Im Arthritis-Schub ist das Zeug meine einzige Rettung. Da Du offenbar ebenfalls an PSA leidest, weißt Du ja, wovon ich schreibe. Bei mir sind im stärkeren Schub an die 20-30 Gelenke betroffen. Sie werden innerhalb von 1-2 Stunden heiß, tun abartig weh und schwellen am nächsten Tag unförmig an. Ebenfalls bekomme ich Fieber. Der Alltag ist dann schlicht nicht mehr zu bewältigen. Ich kann froh sein, wenn ich in einem solchen Schub überhaupt aus dem Bett komme. Und ich bin gewiss nicht wehleidig.

            Ich habe seit meinem 8. Lebensjahr eine Psoriasis und seit knapp 30 Jahren auch eine sehr aktive, RA-ähnliche Psoriasis-Polyarthritis. Alternative Heilmittel hatte ich über sehr viele Jahre versucht - leider ohne jede Wirkung. Auch eine Ernährungsumstellung (vegetarisch) änderte rein gar nichts. Es wurde immer schlimmer.

            Das erste Mal war ich zwischen 2004 und 2008 unter dem Immunsuppressivum Leflunomid so beschwerdefrei, dass ich schon überglücklich dachte, die PSA hätte sich vertschüsst. Falsch gedacht. Sie kam von einem Tag zum nächsten ganz brutal zurück. Seitdem werde ich mit Biologika bzw. niedermolukelaren Wirkstoffen therapiert. Ohne niedrig dosiertem Cortison ginge aber trotzdem nichts.

            Damit will ich sagen, dass Du nicht verallgemeinern solltest. Erfährst Du unter alternativen Heilmitteln eine Linderung, so freut es mich sehr. Möge es auch so bleiben. Gehe aber bitte davon aus, dass Deine Erfahrungen halt nur Deine sind.

            LG Monsti

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            • Re: Schuppenflechte - eure Tipps?

              Hallo Olaf,

              warum so verbittert?

              Auch ich habe meine Psoriasis schon seit vielen Jahrzehnten, ganz genau seit meinem 7. Lebensjahr. Inzwischen bin ich fast 63.

              Mit Deiner These, die Psoriasis sei rein psychisch bedingt, gehe ich nicht konform. Korrekter wäre die Aussage, dass die Psyche eine nicht unbedeutende Rolle spielt - wie im übrigen bei nahezu allen Erkrankungen. Die Psoriasis ist eine Autoimmunerkrankung, d.h. der Körper agiert gegen sich selbst.

              Du magst rangieren können, dafür hast Du von Medizin keine Ahnung. Ich finde es klasse, wenn jeder sein persönliches Fach beherrscht. Ganz sicher verherrliche ich keine Ärzte, dafür habe ich zu viele Erfahrungen gesammelt, darunter auch extrem negative. Es ist aber wie in anderen Berufen auch: Es gibt großartige Ärzte, und es gibt vollkommene Nieten, die besser einer anderen Tätigkeit nachgehen sollten. Das dürfte in Deinem Beruf nicht anders sein.

              Auch Dir wünsche ich einen schönen Abend!

              LG Monsti
              Ist länger her der Beitrag, aber ich habe mit meiner kleinen Schwester mal eine Zugreise in die Schweiz angetreten wegen der Schuppenflechte, dort haben sie Therapien mit ihr gemacht wochen, monatelang. ( blieben erfolglos).
              Angefangen hat es bei ihr ganz bestimmt psychisch. Unsere Mutter hatte einen Kollaps, sehr dramatisch, die Kleine hat sich sehr, sehr gefürchtet- in der gleichen Nacht schrie meine kleine Schwester ständig" Ameisen, Ameisen!" und am Tag drauf hatte sie Flecken und Schuppenflechte erstmals.
              Ich habe übrigens auch Psoriasis. Mal ganz wenig, mal etwas mehr. Jahrelang hatte ich nicht ein Fleckchen, dann hat mich mal meine Katze am Knie gekratzt und aus der Wunde wurde Schuppenflechte und hat sich zentimeter für zentimeter ausgebreitet und ungefähr ein Jahr drauf war der Spuck weg.
              Zehn, zwanzig Jahre gar nichts und nach einem Umzug fings am Ellbogen an, am linken, dann auch am rechten, genau gleich groß, genau gleich rund. Dann beide Knie, genau gleich groß, genau gleich im Umfang und witzigerweise an den beiden Waden- wie Zwillinge. Sonst nirgends.
              Ich doktere gern mit Hausmittel herum und bei den Ellenbogen ist alles weg. Ich weiß aber nicht, was jetzt genau geholfen hat, weil ich dauernd was anders versucht habe, innerlich, wie äußerlich. ( Schwedenbitter, Propolis, Steinsalbe, Penaten, Honig, Salz etc.- irgendwas davon hat gewirkt).
              Was den Juckreiz abstellt, das ist bei mir eindeutig das Bienenprodukt Propolis. Nach dem Auftragen kommt mir immer vor, das tut richtig gut und weil Propolis braun ist, versteckt es auch die weißen Stellen.
              Bei meiner kleinen Schwester, die inzwischen auch schon gut fünfzig ist, verlief diese Psoriasis mal im Sande, mal tauchte sie wieder massiv auf, immer nach schlimmen Erlebnissen mehr, nach Erholungsphasen weniger.
              Ich glaub, das ist im Erbgut bei uns drin, weil unser Vater auch kleine Fleckchen hatte. Aber das hat halt geschlummert.

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              • Re: Schuppenflechte - eure Tipps?

                Hei Ralf,

                Ich leide selbst auch schon eine ganze Weile an Psoriasis und habe mittlerweile auch schon einiges ausprobiert. Am besten geholfen hat es mir, wenn ich die betroffenen Stellen mit der Salbe von Mavena eingecremt habe. Dadurch hat der Juckreiz nachgelassen und die Haut hat wieder mehr Feuchtigkeit bekommen. Die Salbe kann man je nach Bedarf auch mehrmals am Tag auftragen. Bei mir hält die Wirkung aber immer recht lange an, sodass es meist ausreicht wenn ich sie 1-2 Mal am Tag auftrage.
                Bekannte haben mir auch schon empfohlen, Quarkwickel oder Aloe Vera Umschläge zu machen. Habe es selbst noch nicht ausprobiert, da mir die Salbe bereits sehr gut hilft - evtl. ist das ja aber etwas für dich. Ein Versuch wäre es allemal wert..
                Ich hoffe, du findest bald etwas gegen deine Psoriasis, das dir eine Linderung verschafft.
                Viele Grüße & alles Gute!

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                • Re: Schuppenflechte - eure Tipps?

                  Hallo liebe Schuppies, ich hoffe es geht allen gut und aktuell wegen Corona keiner betroffen. Ich habe seit über 10 Jahren Schuppenflechte und je nach Saison schwächer und stärker. Mein Problem war meist die Winterzeit mit wenig Sonne. Urlaub am Meer und Sonne im Sommer waren immer hilfreich. Die Cortisonsalben hatten die Haut sehr dünn werden lassen und Zeugs wie Fumadermsäure hatten so starke Nebenwirkungen, dass ich sie wieder absetzen musste. Viele Salben waren extrem fetthaltig und ohne die Körperstelle einwickeln in Folie wurde alles im mich herum auch eingecremt, von Sofa, Auto etc... Ich hatte irgendwann dann mal mir eine AloeVera Pflanze besorgt und die Stellen mit dem Saft eingerieben, das kann helfen. Ich versuche viel Sport zu treiben und halbwegs bio zu ernähren. Mein Problem war immer wie ich die Schuppen losbekomme und da bin ich auf Salzpeelings gestoßen und ausprobiert. Vor dem Baden/Duschen einreiben und die Schuppen gehen deutlich leichter ab. Nach dem Peeling sollte später eingecremt werden aber das muss man ja eh täglich. Hat hier auch jemand positive Erfahrungen machen können?
                  Grüße
                  Lara

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                  • Re: Schuppenflechte - eure Tipps?

                    Hallo Ralf,

                    ich leide selber auch seit ein paar Jahren an Schuppenflechte und habe schon einiges ausprobiert. Von Cremen, bis hin zu natürlichen Mitteln war nahezu alles dabei. Es ist wirklich schwierig etwas zu finden, das einem auf Dauer hilft. Viele Präparate waren bei mir am Anfang super und mit der Zeit hat die Wirkung leider nachgelassen. Nicht nur nervenaufreibend auch sehr kostspielig, wenn man ständig neue Produkte kaufen muss. Ohne halte ich es leider nicht aus, da der Juckreiz unerträglich ist.
                    Die beste Erfahrung habe ich bisher mit der B12 Salbe von Mavena gemacht. Ich benutze sie seit 7 Monaten, bin nach wie vor sehr zufrieden damit und die Wirkung tritt noch immer ein. Da ich nun nicht mehr so viel kratze, sieht meine Haut auch schon viel besser aus und ist nicht mehr so gerötet. Bislang kann ich die Salbe nur wärmstens empfehlen.
                    Ebenso empfehlen kann ich Aloe Vera. Tolle, kühlende Wirkung. Sehr angenehm auf der Haut!

                    Liebe Grüße

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                    • Re: Schuppenflechte - eure Tipps?

                      Hallo zusammen,
                      ich bin nun auch schon das ein oder andere Jahr dabei und würde mich trauriger Weise auch schon fast als alter Hase mit Schuppenflechte bezeichnen...
                      Bei mir hat die Ernährung super großen Einfluss. Ich habe eine zeitlang das Autoimmunprotokoll ausprobiert und damit ganz gute Erfolge erzielt. Seit einigen Monaten lebe ich dazu vegan und meine Haut wird immer besser... Klar, Stress, Alkohol, rauchen etc. haben auch starken Einfluss, weshalb ich da mittlerweile gut aufpasse und meine Haut mit Babycreme pflege. Alles in allem gibt es wohl nicht die eine Möglichkeit, aber wer ein bißchen das große Ganze sieht, hat gute Chancen. Anfangen würden ich tatsächlich von innen mit der Ernährung (hier ist ein guter Artikel zum Start: Die Ernährung bei Schuppenflechte – was kann ich tun?).
                      Herzliche Grüße allen Mitleidenden - es ist und bleibt nicht einfach

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