Vitamin B1

Allgemeines

Vitamin B1 wird eingesetzt, um Vitamin B1-Mangelzuständen vorzubeugen, wie sie beispielsweise bei Fehl- oder Mangelernährung, bei schweren Leberfunktionsstörungen, bei chronischem Durchfall, bei Fieber, bei einer Schilddrüsenüberfunktion oder bei gesteigerter Muskelarbeit auftreten. Das Vollbild eines Vitamin B1-Mangels wird Beri-Beri genannt. Bei Alkoholikern findet man aufgrund des Vitamin-Mangels gehäuft eine Wernicke-Enzephalopathie.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Vitamin B1-Mangel vorbeugen
  • Wernicke-Enzephalopathie behandeln
  • Beri-Beri-Krankheit behandeln
  • Vitamin B1-Mangel behandeln

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Vitamin B1 im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Vitamin B1 nicht verwendet werden?

Bei einer Überempfindlichkeit gegen Vitamin B1 darf der Wirkstoff nicht eingesetzt werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Vitamin B1 darf in der Schwangerschaft und Stillzeit am Bedarf orientiert nach ärztlichem Rat angewendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Welche Nebenwirkungen kann Vitamin B1 haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Vitamin B1. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Nebenwirkungen bei Injektion in eine Vene:
Hautausschlag, Atemnot, Kreislaufkollaps und schwere allergische Reaktionen. Diese Nebenwirkungen treten gehäuft auf, wenn Vitamin B1 schnell verabreicht wird.

Sehr seltene Nebenwirkungen bei Einnahme:
Übelkeit, Schwäche, Wärmegefühl, Schweißausbruch, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Engegefühl in der Kehle, allergische Reaktionen wie Juckreiz, Nesselsucht, Herzfrequenzanstieg, Kreislaufkollaps.

Welche Wechselwirkungen zeigt Vitamin B1?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Vitamin B1 wird durch das Zytostatikum 5-Fluorouracil (Krebsmittel) unwirksam gemacht.

Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit dem entwässernden Medikament Furosemid oder dem Genuss Sulfit-haltiger Getränke wie beispielsweise Wein wird Vitamin B1 verstärkt ausgeschieden, und es kann ein Mangel an diesem Vitamin entstehen.

Alkohol, schwarzer Tee und säurebindende Mittel vermindern die Aufnahme von Vitamin B1 aus dem Darm und können so zu einem Mangel führen.

Allergische Reaktionen auf Medikamente

Manchmal lösen Arzneimittel allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Vitamin B1 wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.


So wirkt Vitamin B1

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Vitamin B1. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Vitamine, zu welcher der Wirkstoff Vitamin B1 gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Vitamin B1

Vitamin B1 wird eingesetzt, um Vitamin B1-Mangelzuständen vorzubeugen, wie sie beispielsweise bei Fehl- oder Mangelernährung, bei schweren Leberfunktionsstörungen, bei chronischem Durchfall, bei Fieber, bei einer Schilddrüsenüberfunktion oder bei gesteigerter Muskelarbeit auftreten. Das Vollbild eines Vitamin B1-Mangels wird Beri-Beri genannt. Bei Alkoholikern findet man aufgrund des Vitamin-Mangels gehäuft eine Wernicke-Enzephalopathie.

Ein Vitamin B1-Mangel tritt sehr selten isoliert auf. In der Regel liegt zusätzlich ein Vitamin B6-Mangel vor.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Vitamin B1 sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Vitamin B1

    Vitamin B1 ist als Bestandteil des zentralen Nervensystems (Gehirn) an der Nervenerregbarkeit und der Reizübertragung beteiligt.
    Es ist ebenfalls am Abbau bestimmter Aminosäuren beteiligt und wirkt regulierend im Kohlenhydratstoffwechsel. Das bedeutet, es ist ein wichtiges Vitamin zur Steuerung des Energiehaushalts im menschlichen Organismus.

    Disclaimer:
    Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.