Moxaverin

Allgemeines

Moxaverin kann aufgrund seiner durchblutungsfördernden Eigenschaften bei allen Formen arterieller Durchblutungsstörungen eingesetzt werden. Hierzu gehören in erster Linie die arteriosklerotisch bedingten Gefäßverengungen, die vor allem Herzkranzgefäße, Beine sowie das Gehirn betreffen. So können beispielsweise Hirnleistungsstörungen mit typischen Symptomen wie Vergesslichkeit, Konzentrationsmangel, Gedächtnisschwäche, Unausgeglichenheit, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Orientierungsstörungen sowie Sehstörungen und Hörstörungen verbessert werden.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Durchblutung fördern
  • durch Zuckerkrankheit bedingte Durchblutungsstörungen mildern
  • Entzündungen der Gefäßwände lindern
  • Gefäßfehlregulationen und Gefäßkrämpfe verringern
  • Gefäßverengungen bei Arteriosklerose behandeln
  • Orientierungs-, Seh- und Hörstörungen bei Mangeldurchblutung vermindern
  • Ohrensausen und Schwindelgefühl mildern
  • Kopfschmerzen lindern
  • Hirnleistungsstörungen bessern
  • Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit steigern
  • Herzmuskelschwäche behandeln
  • Behandlung von Herzinfarkten unterstützen
  • Brustenge und Brustbeklemmungsgefühle mildern
  • Winiwarter-Buerger-Syndrom behandeln
  • Raynaud-Syndrom lindern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Moxaverin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Moxaverin nicht verwendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Moxaverin sollte es nicht erneut eingesetzt werden. Akute Magenblutungen schließen eine Behandlung mit diesem Wirkstoff ebenfalls aus. Das Gleiche gilt für Schlaganfall mit starken Einblutungen ins Gehirn.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Über die Anwendung von Moxaverin während der Schwangerschaft und in der Stillzeit liegen bisher keine ausreichenden Erfahrungen vor. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass Moxaverin den Mutterkuchen durchdringt. Der Wirkstoff kann ebenfalls in die Muttermilch übergehen.

Eine Anwendung von Moxaverin während der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollte deshalb nur nach gründlicher ärztlicher Abwägung von Nutzen und Risiko erfolgen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Moxaverin ist für die Behandlung von Kindern nicht geeignet.

Welche Nebenwirkungen kann Moxaverin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Moxaverin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt geworden.

Welche Wechselwirkungen zeigt Moxaverin?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wechselwirkungen sind bisher nicht bekannt geworden.

Allergische Reaktionen auf Medikamente

Manchmal lösen Arzneimittel allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Moxaverin wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.


So wirkt Moxaverin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Moxaverin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen durchblutungsfördernde Mittel, Antidementiva, zu welcher der Wirkstoff Moxaverin gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Moxaverin

Moxaverin kann aufgrund seiner durchblutungsfördernden Eigenschaften bei allen Formen arterieller Durchblutungsstörungen eingesetzt werden. Hierzu gehören in erster Linie die arteriosklerotisch bedingten Gefäßverengungen, die vor allem Herzkranzgefäße, Beine sowie das Gehirn betreffen. So können beispielsweise Hirnleistungsstörungen mit typischen Symptomen wie Vergesslichkeit, Konzentrationsmangel, Gedächtnisschwäche, Unausgeglichenheit, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Orientierungsstörungen sowie Sehstörungen und Hörstörungen verbessert werden.

Bei arteriellen Durchblutungsstörungen wird Moxaverin in Stadium zwei, drei und vier eingesetzt. Im Stadium zwei treten die Beschwerden nach kurzen Gehstrecken auf. Im Stadium drei kommen noch Schmerzen in Ruhe dazu. Stadium vier zeichnet sich durch spontane Gewebeschäden aus. Hierbei entstehen Geschwüre an den Beinen und es kann zum Absterben der Haut kommen.

Durchblutungsstörungen der großen und kleinen Arterien bei Zuckerkrankheit (diabetische Angiopathie) können durch Moxaverin ebenfalls verringert werden.

Daneben wird dieser Wirkstoff auch bei arteriellen Durchblutungsstörungen, die durch eine Fehlregulation der Gefäßweite bedingt sind, angewendet. Hierzu gehören das Raynaud-Syndrom sowie das Winiwarter-Buerger-Syndrom. Unter Raynaud-Syndrom versteht man Gefäßkrämpfe ohne erkennbare Ursache. Dadurch treten anfallsweise arterielle Durchblutungsstörungen an Händen und Füßen auf. Das Winiwarter-Buerger-Syndrom ist eine meist bei Rauchern auftretende arterielle Verschlusskrankheit der kleinen und mittelgroßen Arterien von Armen und Beinen. Bevorzugt sind hiervon Männer zwischen 20 und 40 Jahren betroffen.

Weiterhin kann der Wirkstoff bei Gefäßwandentzündungen, Brustengebeschwerden (Angina Pectoris), Herzinfarkt und Herzmuskelschwäche zur Symptomlinderung verabreicht werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Moxaverin sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Moxaverin

    Moxaverin gehört zu den gefäßerweiternden durchblutungsfördernden Mitteln für die innerliche Anwendung. Weiterhin ist Moxaverin ein Alpha 1- und Alpha 2-Rezeptorantagonist (Andockstellenbesetzer).

    Die Wirkung für alle Anwendungsgebiete erklärt sich wie folgt: Verschiedene Mechanismen führen zu einer Erschlaffung der Gefäßwandmuskulatur. Zum einen geschieht dies durch eine Hemmung des Enzyms Phosphodiesterase. Enzyme sind Funktionseiweiße, die biochemische Reaktionen ankurbeln. Das Enzym Phosphodiesterase baut den in Körperzellen vorhandenen Botenstoff (cAMP) ab. Dieser Botenstoff lässt die Muskelzellen der Gefäßwände erschlaffen. Wenn also Phosphodiesterase beispielsweise durch Moxaverin gehemmt wird, kann der Botenstoff cAMP länger wirken. Dadurch bleiben die Gefäße länger weit und es fließt mehr Blut hindurch.

    Zum anderen besetzt Moxaverin Bindungsstellen im Körper, an denen normalerweise der Botenstoff Noradrenalin andockt. Wenn diese Stellen besetzt sind, kann Noradrenalin nicht mehr seine gefäßverengende Wirkung entfalten und die Gefäße bleiben weit. So wird zusätzlich der Blutfluss und dadurch auch die Sauerstoffversorgung gesteigert.

    Außerdem verbessert Moxaverin die Fließeigenschaften des Blutes. Das geschieht, indem die krankhafte Versteifung der Außenhaut von roten Blutkörperchen normalisiert wird. Rote Blutkörperchen sind scheibenförmige, kernlose Blutzellen. Sie enthalten den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) und transportieren den Sauerstoff von der Lunge zu den Geweben. Wenn die Versteifung durch Moxaverin wieder reguliert wird, verbessert sich auch die Verformbarkeit der roten Blutkörperchen. Besser verformbare rote Blutkörperchen können auch enge Blutgefäße schneller und effektiver durchströmen und die Sauerstoffversorgung wird optimiert. Außerdem verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich die roten Blutkörperchen zusammenballen. So verklumpt das Blut deutlich weniger, Durchblutungsstörungen werden also minimiert.

    Nachgewiesen wurde weiterhin, dass Moxaverin eine erhebliche Steigerung der Hirndurchblutung zur Folge hat. Eine Herzkraftsteigerung ist ebenfalls festgestellt worden.

    Disclaimer:
    Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.