Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide)

Allgemeines

Ein Einsatzgebiet für die Kombination ist die Scheidenentzündung bei Frauen nach den Wechseljahren, welche durch einen Abbau der Scheidenhaut verursacht ist.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • örtlich saures Milieu schaffen
  • Entzündungen hemmen
  • geschädigte Scheidenhaut heilen

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide) im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide) nicht verwendet werden?

Lactobacillus + Estriol sollte nicht bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe eingesetzt werden.

Die Anwendung verbietet sich auch bei
  • Endometriose oder einem diesbezüglichen Verdacht
  • Krebsformen (Brustkrebs, an Gebärmutter und Scheide), deren Wachstum durch die Zufuhr von weiblichen Geschlechtshormonen gefördert wird
  • Blutungen aus den Geschlechtsteilen ohne festgestellte Ursache
  • Mädchen vor der Geschlechtsreife.


Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Es liegen begrenzte Erfahrungen aus Studien zur örtlichen Anwendung der Kombination in der Scheide bei Schwangeren vor. Sie liefern keine Hinweise auf schädliche Auswirkungen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Kindes. Lactobacillus + Estriol kann während der Schwangerschaft nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung örtlich angewendet werden.

Estriol geht zwar in die Muttermilch über. Bei der örtlichen Anwendung in der Scheide und in niedrigen Konzentrationen besteht diese Gefahr jedoch kaum. Daher kann die Kombination bei örtlichem Einsatz während der Stillzeit angewendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Kombination ist nicht zum Einsatz bei Kindern gedacht und die Anwendung derselben in dieser Altersgruppe ist verboten.

Welche Nebenwirkungen können Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide) haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide). Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Brennen.

Seltene Nebenwirkungen:
Juckreiz, Rötung.

In einem Einzelfall wurde eine allergische Reaktion gegen Lactobacillus-acidophilus nachgewiesen.

Auch bei versehentlicher Einahme sind keine weiteren schädlichen Wirkungen zu
erwarten.

Welche Wechselwirkungen zeigen Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide)?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Das Bakterium Lactobacillus acidophilus ist gegen zahlreiche Antibiotika und Chemotherapeutika empfindlich. Werden diese Wirkstoffgruppen örtlich angewendet, gespritzt oder eingenommen, kann dies zur verminderten Wirksamkeit der Kombination führen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Das Medikament darf nicht gleichzeitig mit Antibiotika eingesetzt werden, da diese die Wirkung mindern.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide)?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide) enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Vaginaltabletten

So wirkt Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide)

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide). Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen , zu welcher die Wirkstoffkombination Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide) gehört.

Anwendungsgebiete der Wirkstoffkombination Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide)

Ein Einsatzgebiet für die Kombination ist die Scheidenentzündung bei Frauen nach den Wechseljahren, welche durch einen Abbau der Scheidenhaut verursacht ist.

Eine weitere Anwendung erfolgt zur Nachbehandlung von Scheideninfektionen durch Bakterien, Parasiten wie beispielsweise Trichomonaden und Pilze wie Hefen. Nach der Therapie mit Antibiotika bleiben oft Beschwerden wie Ausfluss zurück, die man dann mit der Kombination behandelt.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide) sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Lactobacillus + Estriol (zur Anwendung in der Scheide)

    Die Bakterien des Stammes Lactobacillus acidophilus gehören eigentlich zur natürlichen bakteriellen Besiedelung der Scheide. Bei manchen krankhaften Zuständen oder nach einer Antibiotikabehandlung ist ihre Zahl ebenfalls vermindert, was zu Reizungen und Entzündungen führen kann. Die örtliche Zufuhr von Laktobazillen und ihre Vermehrung verdrängt schädliche Keime. Außerdem sorgen die Stoffwechselprodukte der Laktobazillen für eine Ansäuerung der Scheide, welche für andere Bakterien schlecht verträglich ist.

    Estriol ist ein weibliches Geschlechtshormon. Auf dieses Hormon reagiert die Scheidenhaut mit einer Vermehrung abgeschilferter Zellen und damit der Freisetzung von Glykogen. Mit dem zusätzlichen Glykogen steht eine wichtige Nahrungsbasis für die Laktobazillen zur Verfügung.

    Disclaimer:
    Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.