Kava-Pyrone

Allgemeines

Der Wirkstoff wird bei Angst-, Spannungs- und Unruhezuständen eingesetzt.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Angst lösen
  • Anspannung lockern
  • Unruhe dämpfen

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Kava-Pyrone im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Kava-Pyrone nicht verwendet werden?

Kava-Pyrone dürfen nicht angewendet werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • vorbestehender Leberschädigung
  • erheblichem Alkoholkonsum
  • depressiven Erkrankungen
Halten die Angst-, Spannungs- und/oder Unruhezustände länger an, sollte ein Arzt aufgesucht werden, da es sich um Erkrankungen handeln kann, die nicht durch Selbstmedikation zu bessern sind.

Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt und unter seiner Kontrolle sollte der Wirkstoff eingesetzt werden bei Patienten mit
  • Asthma
  • Schuppenflechte
  • Parkinson-Krankheit

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Der Wirkstoff darf weder in der Schwangerschaft noch in der Stillzeit verwendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Der Wirkstoff darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Welche Nebenwirkungen kann Kava-Pyrone haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Kava-Pyrone. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Seltene Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Beschwerden

Sehr seltene Nebenwirkungen:
allergische Reaktionen (wie Hautrötung, Kontaktekzem, Haut- und Schleimhautschwellung, Juckreiz, Atembeschwerden), Schmerzen hinter dem Brustbein, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Sehstörungen durch Pupillenerweiterung, Störungen des Nahsehens, Störungen der Augenbewegungen

Besonderheiten:
Sehr selten kann es auch zum Auftreten ungewollter Bewegungen beispielsweise des Mundes, der Zunge oder anderer Körperteile kommen. Der ursächliche Zusammenhang mit der Einnahme von Kava-Pyronen ist allerdings nicht gesichert.

In Einzelfällen kann es bei der Einnahme von Kava-Pyronen zu Leberschäden bis hin zu Leberversagen mit lebensbedrohlichem Ausgang (auch Todesfällen) kommen. Auch hier ist der Zusammenhang nicht gänzlich erwiesen. Es wird empfohlen, die Leberwerte vor Beginn der Behandlung, währenddessen einmal wöchentlich und am Ende der Behandlung ärztlich bestimmen zu lassen.

Welche Wechselwirkungen zeigt Kava-Pyrone?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Es ist möglich, dass Kava-Pyrone die Wirkung von Alkohol und anderen auf das Gehirn wirkenden Substanzen wie Schlafmittel, Antiepileptika, Psychopharmaka und Muskelrelaxanzien verstärken.

Eine Verstärkung der Leberschädlichkeit anderer Substanzen durch zeitnahe Einnahme von Kava-Pyronen kann nicht ausgeschlossen werden. Besonders sollte auf den Genuss alkoholhaltiger Getränke während der Behandlung verzichtet werden.

Es gibt einen Bericht über einen Fall von Schläfrigkeit und Verwirrtheit, die nach gleichzeitiger Einnahme des Psychopharmakons Alprazolam, des Magensäureblockers Cimetidin und des Blutdrucksenkers Terazosin sowie eines nicht näher beschriebenen Kava-Präparats aufgetreten waren. Die genannten Beschwerden könnten bereits auf die Neben- beziehungsweise Wechselwirkungen von Alprazolam, Cimetidin und Terazosin zurückgeführt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Vor der Therapie, einmal wöchentlich währenddessen und danach sollten die Leberwerte ärztlich kontrolliert werden.
  • Während der Behandlung mit dem Medikament darf kein Alkohol getrunken werden.
  • Das Medikament kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Sehleistung und das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr oder bei der Bedienung von Maschinen beeinträchtigen.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Kava-Pyrone?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Kava-Pyrone enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Kava-Pyrone

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Kava-Pyrone. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen , zu welcher der Wirkstoff Kava-Pyrone gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Kava-Pyrone

Der Wirkstoff wird bei Angst-, Spannungs- und Unruhezuständen eingesetzt.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Kava-Pyrone sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Kava-Pyrone

Kava-Pyrone sind der eigentliche Wirkstoff des Kava-Kava-Wurzelstocks. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus Neuguinea, ist heute aber auf vielen Inseln im pazifischen Ozean verbreitet.

Der Gebrauch des Wurzelstocks in Form von Extrakten und damit der Kava-Pyrone gegen Angst-, Spannungs- und Unruhezustände beruht auf einer rein volksmedizinischen Erfahrung.

Der Wirkmechanismus ist wissenschaftlich noch nicht endgültig aufgeklärt. Man vermutet, dass die Kava-Pyrone im Gehirn in die Regulation der Nervenbotenstoffe Gamma-Aminobuttersäure (GABA) und Serotonin eingreifen und die Nervenleitfähigkeit beeinflussen, wie es auf ähnliche Weise die chemischen Antiepileptika und Mittel zur örtlichen Betäubung tun.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.