Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison

Allgemeines

Die Kombination wird bei akuten bakteriellen Entzündungen des äußeren Gehörgangs eingesetzt. Voraussetzung ist, dass eine örtliche Behandlung mit Hydrocortison nötig ist und gleichzeitig eine oberflächliche Infektion mit Erregern besteht, die gegen Polymyxin-B-Sulfat oder Bacitracin empfindlich sind.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • Erreger der Ohrentzündung abtöten
  • Entzündungsbeschwerden lindern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison nicht verwendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile oder Beschwerden aufgrund einer Impfreaktion darf die Kombination nicht eingesetzt werden. Gleiches gilt für den Einsatz auf offenen Wunden. Auch bei Pilzinfektionen ist die Kombination nicht geeignet, es sei denn, gegen die Pilze wird eine zusätzliche Therapie eingesetzt.

Ist das Trommelfell gerissen, darf die Kombination nur unter strenger ärztlicher Überwachung und nicht länger als zehn Tage angewendet werden, um mögliche Schädigungen des Ohres zu vermeiden.

Auch bei der örtlichen Anwendung von Hydrocortison können Sehstörungen auftreten. Diese umfassen unter anderem Linsentrübung, Grünen Star oder andere seltenere Erkrankungen. Wenn Sie verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen bemerken, sollten Sie schnellstmöglich einen Augenarzt aufsuchen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Gesicherte Erkenntnisse über die äußerliche Anwendung der Kombination während Schwangerschaft und Stillzeit liegen noch nicht vor. Gegebenenfalls wird der Arzt eine Behandlung nur unter strengster Abwägung aller Risiken befürworten.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Auch Kinder können mit der Kombination behandelt werden.

Welche Nebenwirkungen können Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

In seltenen Fällen können allergische Hautreaktionen auftreten. Wenn sich die Entzündung verstärkt oder wenn allergische Reaktionen auftreten (Brennen, Jucken, Schwellung), wird der Arzt die Behandlung mit der Kombination sofort beenden.

Die länger dauernde, hochdosierte oder großflächige Anwendung kann zu Nebenwirkungen wie Hautverdünnung, Blutgefäßerweiterungen, Hautstreifen, Akne, Hautentzündungen um den Mund herum und Überbehaarung führen.

Wie häufig es zu verschwommenem Sehen kommt, ist nicht bekannt.

Welche Wechselwirkungen zeigen Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Um den Therapieerfolg nicht zu beeinträchtigen, dürfen nicht mehrere Präparate gleichzeitig mit der Kombination am Ohr angewendet werden. Sollte während der Behandlung zusätzlich noch eine örtliche Anwendung weiterer Medikamente erforderlich sein, wird der Arzt empfehlen, diese in einem größeren zeitlichen Abstand vorzunehmen. In jedem Fall ist die vom Arzt vorgegebene Wartezeit einzuhalten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Kommt es zu verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen, sollte ein Augenarzt verständigt werden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Entzündungshemmer, Antibiotika, zu welcher die Wirkstoffkombination Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison gehört.

Anwendungsgebiete der Wirkstoffkombination Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison

Die Kombination wird bei akuten bakteriellen Entzündungen des äußeren Gehörgangs eingesetzt. Voraussetzung ist, dass eine örtliche Behandlung mit Hydrocortison nötig ist und gleichzeitig eine oberflächliche Infektion mit Erregern besteht, die gegen Polymyxin-B-Sulfat oder Bacitracin empfindlich sind.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Bacitracin + Polymyxin-B-Sulfat + Hydrocortison

    Die Kombination besteht aus einem Glukokortikoid (Hydrocortison) und zwei Antibiotika (Polymyxin-B-Sulfat und Bacitracin.

    Hydrocortison wirkt entzündungshemmend und heilungsfördernd. Polymyxin-B stört die Funktion der Bakterienzellwand. Die Erreger verlieren lebenswichtige Bestandteile ihres Zellinneren und sterben dadurch ab. Die Wirkung erstreckt sich nur auf gramnegative Keime. Ergänzend dazu tötet Bacitracin vor allem grampositive Keime ab. Der Wirkstoff hemmt den Aufbau eines wichtigen Bestandteils der Bakterienzellwand.

    Disclaimer:
    Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.