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Lungenfibrose: Diese Ursachen können die Erkrankung auslösen
Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen ist derzeit häufig in den Medien, weil sich ihr Gesundheitszustand aufgrund ihrer Lungenfibrose immer weiter verschlechtert. Bei dieser Erkrankung wird gesundes Lungengewebe infolge einer chronischen Entzündung nach und nach durch Bindegewebe ersetzt und verliert seine Funktion.
Schreitet diese Vernarbung fort, versteift die Lunge und die Atmung fällt zunehmend schwerer. Die Lungenfibrose ist nicht heilbar. Im Endstadium kann eine Lungentransplantation notwendig werden.
Aber wie entsteht die Erkrankung überhaupt? Welche Ursachen und Risikofaktoren infrage kommen, zeigt diese Bildergalerie.
Idiopathische Lungenfibrose: Wenn die Ursache unklar bleibt
Von einer idiopathischen Lungenfibrose sprechen Fachleute, wenn die genaue Ursache der Erkrankung nicht bekannt ist. Das ist bei etwa der Hälfte aller Betroffenen der Fall. Weil sich diese Form der Lungenfibrose oft in Familien häuft, ist eine genetische Komponente wahrscheinlich. Auch eine mögliche Autoimmunreaktion wird als Ursache diskutiert. Rauchen ist der einzig gesicherte Risikofaktor bei einer idiopathischen Lungenfibrose. Vermutlich verstärken aber noch weitere Schadstoffe das Auftreten der Erkrankung. Die idiopathische Form tritt meist nach dem 50. Lebensjahr auf.
Schadstoffe und Stäube: Unsichtbare Auslöser einer Lungenfibrose
Bestimmte eingeatmete Stoffe können das Lungengewebe dauerhaft schädigen. Dazu zählen vor allem Stäube wie Quarz- oder Asbeststaub, die häufig im beruflichen Umfeld vorkommen. Bleibt die Belastung über längere Zeit bestehen, sind chronische Entzündungen und Vernarbungen möglich. Auch reizende Gase und Dämpfe können die Atemwege schädigen und langfristig eine Lungenfibrose begünstigen.
Ursachen bei Lungenfibrose: Rauchen als Risikofaktor
Tabakrauch kann das Lungengewebe schädigen und fibrotische Prozesse begünstigen. Vor allem bei der idiopathischen Lungenfibrose gilt Rauchen als wichtiger Risikofaktor. Auch bei anderen Formen spielt es vermutlich eine Rolle. Dort ist es jedoch weniger eindeutig belegt.
Autoimmunerkrankungen: Das Immunsystem greift die Lunge an
Bestimmte Autoimmunerkrankungen können eine Lungenfibrose zur Folge haben. Dazu gehören etwa rheumatoide Arthritis, Sklerodermie, Sjögren-Syndrom oder Polymyositis. Bei diesen Erkrankungen greift das Immunsystem fälschlicherweise den eigenen Körper an, mitunter auch die Lunge. Auch andere entzündliche Erkrankungen wie Sarkoidose können die Lunge betreffen und langfristig zu Vernarbungen führen.
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Medikamente können eine Lungenfibrose auslösen
Bestimmte Medikamente können das Lungengewebe schädigen und langfristig eine Fibrose begünstigen. Dazu zählen vor allem einige Krebsmedikamente, aber auch bestimmte Antibiotika oder Mittel gegen Epilepsie. Besonders bekannt ist dieser Effekt bei Bleomycin, das in der Chemotherapie eingesetzt wird.
Strahlentherapie: Wenn Krebsbehandlung die Lunge schädigt
Auch die Strahlentherapie bei einer Krebsbehandlung kann eine Lungenfibrose zur Folge haben. Die ionisierenden Strahlen können die Zellen des Lungengewebes schädigen und Entzündungsprozesse auslösen. Besonders bei Lungenkrebs und Brustkrebs besteht dieses Risiko. Es kommt jedoch darauf an, wie stark die Strahlung ist und ob begleitend eine Chemotherapie erfolgt, die das Risiko noch einmal erhöht.
Mögliche Ursachen einer Lungenfibrose: Infektionen
Bestimmte Erreger können die Lunge befallen und dort Entzündungsreaktionen hervorrufen. Dazu gehören etwa der Schimmelpilz Aspergillus, aber auch Bakterien wie bestimmte Streptokokken oder Viren wie das Adeno- oder Grippevirus. Bei schweren oder chronischen Verläufen sowie wiederholten Infektionen kann es zu einer Lungenfibrose kommen.
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Überempfindlichkeitsreaktionen: Wenn das Immunsystem auf eingeatmete Stoffe reagiert
Bestimmte eingeatmete Partikel wie Schimmelsporen oder feinste Bestandteile aus Tiermaterialien, etwa Federstaub oder getrockneter Tierkot, können eine allergieähnliche Reaktion des Immunsystems in der Lunge auslösen. Fachleute sprechen von einer Hypersensitivitätspneumonitis, auch Farmerlunge oder Vogelhalterlunge genannt. Die Reaktion führt zu einer Entzündung in der Lunge. Wird die Erkrankung nicht behandelt, kann sie in eine Lungenfibrose übergehen.
Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen ist derzeit häufig in den Medien, weil sich ihr Gesundheitszustand aufgrund ihrer Lungenfibrose immer weiter verschlechtert. Bei dieser Erkrankung wird gesundes Lungengewebe infolge einer chronischen Entzündung nach und nach durch Bindegewebe ersetzt und verliert seine Funktion.
Schreitet diese Vernarbung fort, versteift die Lunge und die Atmung fällt zunehmend schwerer. Die Lungenfibrose ist nicht heilbar. Im Endstadium kann eine Lungentransplantation notwendig werden.
Aber wie entsteht die Erkrankung überhaupt? Welche Ursachen und Risikofaktoren infrage kommen, zeigt diese Bildergalerie.
- Online-Informationen des Verbands Pneumologischer Kliniken e. V.: Was ist eine Lungenfibrose? https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/lungenfibrose/ (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen des Helmholtz-Zentrums München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH): Lungenfibrose: Risikofaktoren: https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/lungenfibrose/ (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen von Deximed: Lungenfibrose: https://deximed.de/home/klinische-themen/lunge-atemwege/patienteninformationen/verschiedene-lungenkrankheiten/lungenfibrose (Abruf: 03/2026)
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