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Wundermittel bei Grippe? Was wirklich bei Influenza hilft
Husten, Schnupfen und Fieber: Eine Grippe kann mit teils schweren Symptomen einhergehen. Viele Betroffene wünschen sich in dieser Situation eine schnelle und einfache Lösung, um die Beschwerden rasch loszuwerden.
Ein Wundermittel gegen Grippe gibt es jedoch nicht. Stattdessen stehen unterschiedliche Tipps und Hausmittel zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen und Beschwerden lindern können. Andere Maßnahmen gelten dagegen als wenig wirksam oder werden überschätzt.
Die Bildergalerie zeigt, welche Hausmittel und Tipps bei einer Grippe sinnvoll sind und was man selbst tun kann, um die Genesung zu unterstützen.
Medikamente: Wundermittel bei Grippe?
Viele Menschen fragen sich, ob es ein Wundermittel gegen Grippe in Form von Medikamenten gibt. Doch die meisten frei verkäuflichen Präparate aus der Apotheke zielen vor allem auf die Linderung von Symptomen wie Fieber oder Schmerzen ab. Dazu gehören insbesondere Präparate mit Wirkstoffen wie Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (ASS). Diese Mittel können das Allgemeinbefinden vorübergehend verbessern, bekämpfen jedoch nicht die Influenzaviren selbst. Medikamente sind stets in der empfohlenen Dosierung einzunehmen.
Lesetipp: Paracetamol oder Ibuprofen – welches Mittel hilft wann?
Grippe: Welche Rolle Antibiotika spielen
Auch Antibiotika sind kein Wundermittel gegen Grippen. Sie wirken ausschließlich gegen bakterielle Erreger, während die Influenza durch Viren verursacht wird. Entsprechend haben Antibiotika keinen Effekt auf die eigentliche Ursache der Erkrankung. Zum Einsatz kommen sie nur dann, wenn zusätzlich eine bakterielle Infektion vorliegt, etwa eine bakterielle Lungenentzündung als Folge der Grippe. Ob eine solche Behandlung notwendig ist, wird ärztlich entschieden.
Lesetipp: Schwerer Grippeverlauf – mögliche Komplikationen bei Influenza
Grippe: Wann antivirale Medikamente sinnvoll sein können
Antivirale Medikamente richten sich direkt gegen Influenzaviren und sind daher von Antibiotika abzugrenzen. Ein Wundermittel bei Grippe sind sie jedoch nicht. Ihr Nutzen ist begrenzt: Sie können die Krankheitsdauer meist nur geringfügig verkürzen und wirken vor allem dann, wenn sie sehr früh im Krankheitsverlauf eingesetzt werden. Antivirale Medikamente gegen Grippe sind in der Regel rezeptpflichtig und werden in erster Linie Menschen mit erhöhtem Risiko für Komplikationen verordnet.
Wundermittel bei Grippe? Zink und Vitamine
Häufig wird die Einnahme von Vitaminen oder Spurenelementen wie Zink als Unterstützung bei Grippe empfohlen. Für die Influenza gibt es bislang keine eindeutigen Belege dafür, dass sich der Verlauf der Krankheit dadurch deutlich verkürzen lässt. Entsprechende Präparate sind daher keine Wundermittel. In der Regel versorgt eine ausgewogene Ernährung den Körper mit ausreichend Nährstoffen. Ob eine zusätzliche Zufuhr sinnvoll ist, sollte ärztlich besprochen werden.
Lesetipp: Zink-Überdosierung – diese Symptome sind Warnsignale
Was tun bei Grippe: Ausreichend trinken
Wer an einer Grippe erkrankt ist, kann dennoch ein paar Dinge tun, um den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen. Dazu gehört vor allem, ausreichend zu trinken. Der Körper benötigt Flüssigkeit, um Verluste auszugleichen, etwa durch Fieber oder starkes Schwitzen. Zudem hilft eine gute Flüssigkeitszufuhr, die Schleimhäute in Nase und Atemwegen feucht zu halten. Dadurch bleibt der Schleim dünnflüssiger, was das Abhusten und Schnäuzen erleichtern kann. Als grober Richtwert werden häufig zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag empfohlen. Geeignet sind vor allem Wasser, ungesüßter Tee sowie klare Brühen.
Wundermittel bei Grippe: Ruhe und Schonung
Ruhe gilt als eine der wichtigsten Maßnahmen, wenn es darum geht, den Heilungsprozess zu unterstützen. Bei einer Grippe braucht der Körper vor allem Zeit, um die Influenzaviren selbst zu bekämpfen. Körperliche Anstrengung kann den Krankheitsverlauf verlängern und das Risiko für Komplikationen erhöhen. Fachleute empfehlen deshalb, sich konsequent zu schonen, bis Fieber und ausgeprägte Symptome wie starke Erschöpfung oder Gliederschmerzen abgeklungen sind.
Lesetipp: Was hilft gegen Gliederschmerzen? Tipps und Hausmittel
Grippe: Wie Hausmittel helfen können
Zudem stehen zahlreiche Hausmittel gegen Influenza zur Verfügung. Auch hierbei handelt es sich jedoch nicht um Wundermittel, sondern um Maßnahmen, die dazu beitragen können, die Symptome der Erkrankung zu lindern. Häufig angewendet werden beispielsweise Inhalationen mit warmem Wasserdampf oder Nasenspülungen mit Kochsalzlösung. Beide Maßnahmen befeuchten die Schleimhäute in Nase und Atemwegen und können dabei helfen, festsitzenden Schleim zu lösen.
Was tun bei Grippe? Wärmeanwendungen
Zu den weiteren Hausmitteln bei Grippe gehören Wärmeanwendungen wie Wärmflaschen, Kirschkernkissen oder Wickel sowie Kompressen. Sie werden von vielen Betroffenen als angenehm empfunden, insbesondere bei Frösteln sowie Muskel- und Gliederschmerzen.
Lesetipp: Was hilft gegen Gliederschmerzen? Tipps und Hausmittel
Hausmittel bei Grippe: Honig und Ingwer
Bei Husten oder Halsschmerzen greifen manche Betroffene auf Honig zurück. Honig kann den Hustenreiz dämpfen und wird häufig abends vor dem Schlafengehen eingesetzt. Auch andere Hausmittel wie Aufgüsse mit Ingwer oder Zitrone sowie warme Kräutertees tragen mitunter zur Linderung von Halsbeschwerden bei.
Grippe vorbeugen: Impfung als Wundermittel?
Die Impfung gegen Grippe gilt als wirksame Maßnahme, um einer Influenza vorzubeugen. Ein Wundermittel ist sie jedoch nicht, da sie keinen vollständigen Schutz vor einer Ansteckung bietet. Sie senkt jedoch deutlich das Risiko für schwere Erkrankungen und Komplikationen. Besonders empfohlen wird die Grippeimpfung für Menschen mit erhöhtem Risiko. Dazu zählen etwa ältere oder chronisch kranke Personen sowie Schwangere. Da sich Grippeviren ständig verändern, sollte die Impfung jährlich erneuert werden.
Lesetipp: Grippeimpfung – wann sie sinnvoll ist und mögliche Nebenwirkungen
Husten, Schnupfen und Fieber: Eine Grippe kann mit teils schweren Symptomen einhergehen. Viele Betroffene wünschen sich in dieser Situation eine schnelle und einfache Lösung, um die Beschwerden rasch loszuwerden.
Ein Wundermittel gegen Grippe gibt es jedoch nicht. Stattdessen stehen unterschiedliche Tipps und Hausmittel zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen und Beschwerden lindern können. Andere Maßnahmen gelten dagegen als wenig wirksam oder werden überschätzt.
Die Bildergalerie zeigt, welche Hausmittel und Tipps bei einer Grippe sinnvoll sind und was man selbst tun kann, um die Genesung zu unterstützen.
- Online-Informationen vom Deutschen Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH): Wie wird Grippe (Influenza) behandelt? https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/grippe/therapie (Abruf: 02/2026)
- Online-Informationen vom Norddeutschen Rundfunk: Grippe, Erkältung, Corona, RS-Virus: Hausmittel gegen Symptome: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Grippe-Erkaeltung-Corona-RS-Virus-Hausmittel-gegen-Symptome,erkaeltung330.html (Abruf: 02/2026)
- Online-Informationen vom Rober Koch-Institut: Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Grippe (Influenza): https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Influenza/FAQ_Liste.html (Abruf: 02/2026)
- Online-Informationen des Verbands Pneumologischer Kliniken e. V. (VPK): Grippe: https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/grippe/was-ist-grippe/ (Abruf: 02/2026)
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