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Darmkrebs: Diese 10 Gewohnheiten können das Risiko senken
Darmkrebs lässt sich zwar nicht vollständig verhindern. Studien zeigen jedoch, dass Lebensstilfaktoren das persönliche Risiko beeinflussen können. Auch wenn genetische Veranlagung oder zufällige Zellveränderungen eine Rolle spielen, hat der Alltag einen wichtigen Einfluss auf die Entstehung der Erkrankung und den Zeitpunkt ihres Auftretens.
Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, dass Zellschäden seltener entstehen und sich veränderte Zellen langsamer weiterentwickeln. Außerdem bleibt das Immunsystem besser in der Lage, auffällige Zellen zu erkennen und zu beseitigen.
Wer einige Gewohnheiten im Alltag anpasst, kann aktiv etwas für die Darmgesundheit tun. Welche das sind, zeigt diese Bildergalerie.
Ballaststoffreiche Ernährung kann das Darmkrebsrisiko senken
Eine ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst kann das Darmkrebsrisiko senken. Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Darminhalt schneller durch den Darm transportiert wird. Dadurch haben potenziell schädliche Stoffe weniger Kontakt mit der Darmschleimhaut. Außerdem dienen Ballaststoffe den guten Darmbakterien als Nahrung. Diese bilden Stoffe, die die Darmzellen schützen und Entzündungen im Darm reduzieren können.
Lesetipp: 15 ballaststoffreiche Lebensmittel für eine gesunde Verdauung
Darmkrebs vorbeugen: Wenig rotes Fleisch und Wurst essen
Ein hoher Konsum von rotem Fleisch wie Rind oder Schwein sowie von verarbeitetem Fleisch wie Wurst erhöht nach Einschätzung des World Cancer Research Fund (WCRF) das Darmkrebsrisiko. Fachleute vermuten, dass dabei verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Dazu gehören unter anderem Hämeisen im Fleisch sowie Nitritpökelsalze in verarbeiteten Produkten. Auch beim starken Erhitzen können Stoffe entstehen, die die Darmschleimhaut schädigen und die Krebsentstehung begünstigen. Ein maßvoller Fleischkonsum gilt daher als günstig für die Darmgesundheit.
Lesetipp: Krebsrisiko senken – vermeiden Sie diese Risikofaktoren
Darmkrebs vorbeugen: Wasser statt Softdrinks trinken
Wer regelmäßig große Mengen zuckerhaltiger Getränke trinkt, nimmt viele zusätzliche Kalorien auf. Das kann Übergewicht begünstigen. Ein erhöhtes Körpergewicht gilt als wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs. Studien deuten außerdem darauf hin, dass ein hoher Konsum von zuckerhaltigen Getränken mit einem erhöhten Risiko für früh auftretenden Darmkrebs zusammenhängen könnte. Auch Getränke mit Süßstoffen sind vermutlich nicht ideal. Sie können die Darmflora möglicherweise ungünstig beeinflussen. Wasser oder ungesüßter Tee gelten daher als die beste Wahl.
Lesetipp: Diese Getränke schaden der Gesundheit
Bewegung und gesundes Körpergewicht senken das Darmkrebsrisiko
Regelmäßige körperliche Aktivität kann das Darmkrebsrisiko senken. Bewegung wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus und kann Entzündungsprozesse im Körper reduzieren. Gleichzeitig hilft ein aktiver Lebensstil dabei, ein gesundes Körpergewicht zu halten. Besonders Bauchfett steht mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs in Zusammenhang, da es Entzündungen fördern kann.
Lesetipp: Viszerales Fett messen und abbauen
Darmkrebsrisiko senken: Möglichst keinen Alkohol trinken
Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Darmkrebs. Beim Abbau von Alkohol entsteht Acetaldehyd, eine Substanz, die Zellen und Erbgut schädigen kann. Außerdem reizt Alkohol die Darmschleimhaut und beeinträchtigt wichtige Schutzmechanismen im Körper. Daher empfehlen Fachleute, Alkohol möglichst gar nicht oder nur selten und in kleinen Mengen zu trinken.
Lesetipp: Wie entsteht Krebs?
Nicht rauchen, um das Darmkrebsrisiko zu senken
Rauchen erhöht nicht nur das Risiko für Lungenkrebs, sondern auch für Darmkrebs. Tabakrauch enthält zahlreiche krebserregende Stoffe, die über das Blut in den ganzen Körper gelangen. Sie können auch die Darmschleimhaut schädigen und so die Entstehung von Krebs begünstigen. Je länger und je mehr geraucht wird, desto höher ist das Risiko.
Lesetipp: Welchen Krebs kann man durch Rauchen und Alkohol bekommen?
Darmkrebs vorbeugen: Auf ausreichende Calciumzufuhr achten
Eine ausreichende Calciumzufuhr wird mit einem geringeren Darmkrebsrisiko in Verbindung gebracht. Calcium kann im Darm nämlich bestimmte Stoffe binden, die die Darmschleimhaut reizen oder schädigen. Dadurch gelangen diese weniger leicht in Kontakt mit den Darmzellen. Gute Calciumquellen sind zum Beispiel Milchprodukte, einige Gemüsesorten und Nüsse. Nahrungsergänzungsmittel sollten dagegen nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.
Lesetipp: Calcium – 17 Lebensmittel, die besonders viel enthalten
Darmkrebsrisiko senken: Für ausreichend Vitamin D sorgen
Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel wird in Studien häufiger bei Menschen mit Darmkrebs beobachtet. Vitamin D spielt unter anderem eine Rolle bei der Zellteilung und beim Immunsystem. Es kann dazu beitragen, dass beschädigte Zellen leichter erkannt werden. Der Körper bildet Vitamin D vor allem durch Sonnenlicht auf der Haut. Kleinere Mengen liefern auch einige Lebensmittel.
Lesetipp: 9 Lebensmittel, die Vitamin D enthalten
Darmkrebs vorbeugen: Frisch kochen statt Fertiggerichte essen
Eine Ernährung mit vielen hochverarbeiteten Lebensmitteln wird in Studien mit einem höheren Darmkrebsrisiko in Verbindung gebracht. Solche Produkte enthalten oft wenig Ballaststoffe, dafür viel Zucker, Fett und Zusatzstoffe. Das kann die Darmflora verändern, Entzündungen fördern und sich ungünstig auf die Darmgesundheit auswirken.
Lesetipp: Nicht immer der Tumor – woran Menschen bei Krebs sterben
Darmkrebsrisiko senken: Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
Mithilfe einer Darmspiegelung oder Stuhltests lassen sich Darmkrebs-Vorstufen wie Polypen oft frühzeitig erkennen und entfernen, bevor Krebs entsteht. Ab dem Alter von 50 Jahren können Frauen und Männer die gesetzliche Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen, bei Beschwerden auch schon früher.
Lesetipp: Darmkrebsvorsorge – welche Untersuchungen ab wann?
Kann Acetylsalicylsäure (ASS) das Darmkrebsrisiko senken?
Manche Studien zeigen, dass Acetylsalicylsäure (ASS) womöglich das Darmkrebsrisiko senkt, weil der Wirkstoff Entzündungsprozesse und das Wachstum von Darmpolypen hemmen kann. Wegen möglicher Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Blutungen raten Fachleute jedoch davon ab, ASS ohne ärztliche Empfehlung zur Vorbeugung einzunehmen.
Lesetipp: Darmkrebs – diese Symptome sind wichtige Warnzeichen
Darmkrebs lässt sich zwar nicht vollständig verhindern. Studien zeigen jedoch, dass Lebensstilfaktoren das persönliche Risiko beeinflussen können. Auch wenn genetische Veranlagung oder zufällige Zellveränderungen eine Rolle spielen, hat der Alltag einen wichtigen Einfluss auf die Entstehung der Erkrankung und den Zeitpunkt ihres Auftretens.
Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, dass Zellschäden seltener entstehen und sich veränderte Zellen langsamer weiterentwickeln. Außerdem bleibt das Immunsystem besser in der Lage, auffällige Zellen zu erkennen und zu beseitigen.
Wer einige Gewohnheiten im Alltag anpasst, kann aktiv etwas für die Darmgesundheit tun. Welche das sind, zeigt diese Bildergalerie.
- Online-Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums: Darmkrebs: Risikofaktoren und Vorbeugung: https://www.krebsinformationsdienst.de/darmkrebs/risikofaktoren (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen des Digimed-Verlags: Darmkrebs – Vorbeugung: https://www.onko-portal.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/darmkrebs/vorbeugung.html (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen des deutschen Ärzteblatts: Studie: Zuckerhaltige Getränke könnten Risiko auf frühen Darmkrebs erhöhen: https://www.aerzteblatt.de/news/studie-zuckerhaltige-getraenke-koennten-risiko-auf-fruehen-darmkrebs-erhoehen-b207210d-1cbe-4658-8324-3370b9cba092 (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen des World Cancer Research Fund: Meat and cancer: https://www.wcrf.org/preventing-cancer/topics/meat-and-cancer/ (Abruf: 03/2026)
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