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PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung

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  • PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung

    Sehr geehrter Herr Dr, Kahmann,
    meine Op war am 12.06.06, Die Diagnosen bei der Entlassung am 28.06.06 waren
    -Prostatakarzinom pT4, pN1, pMx,pL1, pVo, R1/G3 C61
    -postoperative Lymphozele im linken Unterbauch I89.8
    -postoperative Belastungsinkontinenz Grad I N39.3
    Nebendiagnosen
    -Diabetes mellitus Typ II
    -Hyperurikämie
    -hypertensive Herzkrankheit ohne Herzinsuffizienz
    -chonisches Vorhofflimmern
    Nach der OP und AHB wunden 40 Bestahlungen durchgeführt. der PSA-Wert ist wieder ansteigend 11.10.07 PSA 1,9 seitden stetig ansteigend.Szintigraphisch gab es keinen Hinweis auf das Vorliegen einer ossären Metastasierung, die die Erhöhung der Tumormarker erklären könnte,
    Welche Behandlungsmöglichkeiten wären jetzt möglich ? Derzeit mache ich eine Reha nach einer Bypass-OP.

    Vielen Dank im Voraus
    Winni

  • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


    Die nächste Option wäre eine hormonelle Therapie, falls diese noch nicht eingesetzt wurde.

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    • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


      Vielen Dank für die schnelle Antwort,
      die Hormontherapie mit Flutamid 250mg 3*1 und Eligard 22,5 vierteljährlich erfolgt seit der OP durchgängig.
      Gruß Winni

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      • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


        Der steigende PSA zeigt, dass der Tumor hormonunabhängig wird. Wurde auch der Testosteronspiegel gemessen?

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        • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


          Vielen Dank für die schnelle Antwort. Aus den Unterlagen der Laborwerte kann ich nicht erkennen, ob etwas über den Testesteronspiegel ausgesagt wird. Mit welcher Bezeichnung wird der Testesteronspiegel angegeben?
          Welche Therapien sind noch möglich und wie ist die Vertäglichkeit (inbezug auf die Herz-OP)?
          Ich habe gelesen, dass die Hormonbehandlung das Herz belastet. Mein Urologe sagte mir, dass eine Chemo noch nicht angedacht ist.
          Gruß Winni

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          • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


            Hallo Winni,

            der Testosteronwert wird normalerweise nicht rotinemäßig vom Urologen gemessen.

            Er ist aber für bei Ihrem Großvater wichtig, um zu erkennen, ob die Hormonblockade wirkt und er vielleicht schon auf dem Weg zum hormonrefraktären Prostatakrebs ist.

            Es kann aber auch sein, dass die Spritze nicht wirkt und das Fabrikat gewechselt werden sollte.

            Der Testosteronwert sollte auf Kastrationsniveau sein. Wenn unter dieser Bedinung der PSA-Wert steigt, ist der PK hormonrefraktär. Ist der Testosteronwert nicht auf Kastrationsniveau, dann wirkt die Spritze nicht.

            Hier noch eine Definition:

            Was versteht man unter einem hormonrefraktäre Prostatakarzinom (HRPCA) und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

            Per Definition spricht man von einem hormonrefraktären Prostatakrebs, wenn das Testosteron im Bereich von <0,20 – 0,50 ng/ml liegt. Außerdem müssen drei aufeinander folgende PSA-Anstiege im Abstand von 2 Wochen vorliegen, von denen 2 x ein Anstieg von über 50% über dem Nadir zu verzeichnen ist. Ein Antiandrogenentzug von mindestens 4 Wochen und ein PSA-Progress trotz sekundärer Hormonmanipulation müssen dem vorausgegangen sein.

            Gruß

            Hansjörg Burger
            Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.

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            • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


              Vielen Dank für die Info, werde mich mit meinem Urologen in Verbindung setzen.
              Viele Grüße
              Winni

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              • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


                Sehr geehrter Herr Kahmann,
                mein Urologe meinte gestern im nächsten Jahr müßte eine Chemo gemacht werden. Wie ist die Verträglichkeit in Bezug auf meine Bypass-OP, oder gibt es vieleicht noch Alternativen.
                Freundliche Grüße
                Winni

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                • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


                  Die Chemo ist eine Therapie mit einem Medikament names Taxotere.Vor Beginn der Chemo sollte der Kardiologe befragt werden, wie er die Risiken sieht. Taxotere ist in der Regel gut verträglich, sollte aber nur von erfahrenen Urologen angewandt werden.

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                  • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


                    Hallo, heute war ich bei meinem Urologen. Mein PSA-Wert liegt bei 20. Kann dieser Wert u. U.auch im Zusammenhang mit Herz- bzw. Diabetis-Mellitus-Medikamenten entstehen?
                    Mein Testostoronwert liegt bei Null.
                    Gruß Winni

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                    • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


                      Der steigende PSA Wert bei einem Testosteronspiegel von 0 zeigt, dass bei guter Hormonunterdrückung der Tumor dennoch wächst, man nennt dies hormonrefraktär. Insofern wird auch das Umsetzen auf ein anderes Hormonpräparat keine Besserung bringen. Der nächste Schritt ist dann tatsächlich die Chemo. Die von Ihnen genannten Medikamente sollten den PSA Wert nicht beeinflussen.

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                      • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


                        Hallo,
                        nach einer gestern durchgeführten Szinti wurden Knochenmetastasen festgestellt, Am Montag beginnt meine Chemo stationär. (Voraussichtlich 3 Tage). Ich habe oft gelesen, dass eine Chemo zu schlechten Blutwerten führt. Auf welche Werte muss ich besonders achten und in welchen Bereichen durfen diese liegen?
                        Wird bei der Verabreichung von Taxotere gleichzeitig Zometa verabreicht , um die Knochen zu schonen?
                        Bei der evtl. Gabe von Zometa - wie verträgt sich das mit meiner Bypass-OP?
                        Herzliche Grüße und Ihnen ein schönes Wochenende
                        Winni

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                        • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


                          Sie müssen das Blutbild, Nieren und Leberwerte beachten. Bei den Knochenmetatstasen empfiehlt sich die gleichzeitige Gabe von Zometa. Bezüglich der Bypass Op ist mir nichts bekannt. Ich werde mich aber nochmals informieren.

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                          • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


                            Ich habe auf der Homepage von Zometa nachgesehen, es wurden keine Kontraindikationen bei Bypass-OPs angegeben.

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                            • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


                              Sehr geehrter Herr Dr. Kahmann, Vielen Dank für Ihre Antworten, sie waren doch eine gewisse Beruhigung für mich. Ich habe die ersten 3 Chemos gut überstanden. Jetzt stellte mein Herzspetzialist fest, dass ich an Blutarmut leide. Fühle mich immer sehr schlapp. Es ist evtl. vorgesehen, dass vor der nächsten Chemo eine Bluttransfusion gemacht wird. Ich habe allerdings gelesen, dass eine Bluttransfusion das Immunsystem schwächt. Gibt es vieleich Alternativen, die besser verträglich sind?

                              Viele Grüße Winni

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                              • Re: PSA-Wert-Anstieg nach OP und Bestrahlung


                                Das hängt etwas davon ab, wie niedrig der Hb-Wert ist. Ist er lediglich mäßig erniedrigt, so kannman durch gute Ernährung ggf. NAhrungsergänzung und ausreichendem Eisen eine Erhöhung des Hb durch körpereigene Mittel erzielen. Ich glaube jedoch, dass Ihnen die Kollegen eine Bluttransfusion nur anbieten, wenn der Hb sehr stark erniedrigt ist und dann ist eine Transfusion wahrscheinlich die schnellste Möglichkeit, Sie wieder kräftiger zu bekommen.

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