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Kopf-,Hals-,Tumor ?

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  • Kopf-,Hals-,Tumor ?

    Hallo,
    ich habe seit voriges Jahr Oktober immer wiederkehrende Schmerzen im Bereich Hals, Zunge und Schmerzen beim Schlucken. Man diagnostizierte Neuralgie, ich bekam Carbamazepin, mein Zustand verbesserte sich. Von Nov. 12 bis Anfang August 13 hatte ich ein Provisorium als Krone. Ich habe zunehmende Schmerzen beim Schlucken sowie Schmerzen beim Bewegen der Zunge. Zahnarzt meinte, dass ein Provisorium Allergien auslösen kann. Obwohl ich Allergiker bin, verstehe ich nicht, warum dieses Provisorium so lange drin bleiben musste.
    Ich laufe z.Zt. von Arzt zu Arzt, da die Schmerzen im Hals, der Zunge furchtbar sind. Ich habe ständig das Gefühl, am Zungengrund und am Hals etwas drin zu haben, was dort nicht hin gehört. Alles ist linksseitig. CMD Therapie brachte keinen Erfolg. Sono der Halsweichteile wurde gemacht, kein Befund! Sonst wurden keine weiteren Untersuchungen vorgenommen. Meine Mutter hatte Plattenephitelkarzinom, Ösophaguskarzinom. Großvater Zungenkrebs. Ich mache mir große Sorgen, da der Druck bzw. die Schmerzen in den o.g. Regionen unerträglich sind.
    Meine Frage: Wohin kann ich mich in Berlin wenden, damit schnellstmöglich eine Diagnose gestellt werden kann. Sollte ich auf ein MRT drängen? Die Terminvergabe ist zum Oktober zu erwarten. Wie schnell sollte eine Behandlung erfolgen?
    Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen.
    Frdl. Grüße.......nehle62

  • Re: Kopf-,Hals-,Tumor ?


    Aus Ihren Angaben kann ich nicht sicher entnehmen, ob schon eine zuverlässige HNO-Untersuchung (Spiegelung) erfolgte. Eventuell ist der Bereich Zungengrund, Hypopharynx schwer einsehbar. Dann müsste eine Panendoskopie in Narkose erfolgen. Die HNO-ärztliche Abklärung scheint mir wichtiger als ein MRT, obwohl ein MRT sicher auch hilfreich wäre, um eine Raumforderung in diesem Bereich auszuschließen. Um eine HNO-ärztliche Abklärung zu bekommen, müssen Sie in ein Krankenhaus mit HNO-Klinik gehen, z.B. Charité (Mitte oder Virchow), Gertrauden-Krkhs. oder Klinikum im Friedrichshain u.a. Möglicherweise ist das schon gelaufen, aber Sie haben nichts darüber berichtet.

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    • Re: Kopf-,Hals-,Tumor ?


      Sehr geehrter Prof. Wust,
      herzlichen Dank für Ihre Antwort. Inzwischen habe ich mehrere Ärzte aufgesucht, sogar eine Heilpraktikerin. Sie stellte Dauerstrom im Mundbereich durch die Metallkronen fest und Pilze im Körper. Untersuchung erfolgte mittels Vega-Test.
      HNO-Ärzte überweisen mich leider nicht weiter, da sie nichts feststellen können. Man untersuchte mich normal mit Abtasten und einem kurzen Blick mit Licht. Die Schluckbeschwerden sind weiterhin, tun teilweise stark weh. Ich habe immer wieder das Gefühl, dass es bei bestimmten Bewegungen noch stärker wird und der Druck sowie Schmerz im Hals unerträglich ist.Alles ist nur linksseitig. Am Dienstag hab ich bei einem Orthopäden einen Termin, da ich auch evtl. HWS ect. ausschließen möchte. Wenn dort auch kein Befund ist, weiß ich wirklich nicht, wohin ich mich noch wenden könnte, denn in ein Krankenhaus komme ich nur mit Überweisung. Ein akuter Notfall liegt ja nun nach dieser langen Zeit nicht mehr vor.
      Nochmals DANKE für Ihre Bemühungen.

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      • Re: Kopf-,Hals-,Tumor ?

        Dann bleibt ja eventuell die von Ihnen am Anfang genannte Diagnose „Neuralgie“, die natürlich erst nach Ausschluss anderer Störungen gestellt werden kann. Am bekanntesten ist die Trigeminusneuralgie (V. Hirnnerv). Allerdings können auch andere Hirnnerven betroffen sein (z.B. der N. glossopharyngeus). Bei der Glossopharyngeus-Neuralgie treten Schmerzen beim Schlucken auf. Typisch ist, dass es bestimmte Auslöser für Schmerzattacken gibt (Trigger). Vielleicht ist hier noch eine Beratung beim Neurologen hilfreich, um die Diagnose abzusichern und die (in erster Linie) medikamentöse Therapie zu optimieren. Wenn man Bildgebung (z.B. MRT) einsetzen will, sollte man vor allem im Bereich der Schädelbasis nachsehen, wo der Nerv austritt.

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        • Re: Kopf-,Hals-,Tumor ?

          Sehr geehrter Herr Dr. Wust!
          Dankefür Ihre Antwort im September 2013! Erst jetzt habe ich wieder die Möglichkeit mich hier im Forum anzumelden.
          Noch immer habe ich mit starken Schluckbeschwerden zu tun. Im Sept.2013 wurde eine Panendoskopie durchgeführt, zum Glück ohne Befund. Weiterhin gehe ich in Abständen zu verschiedenen Ärzten, aber nichts hilft mir. Inzwischen sind Schmerzen beim Bewegen des Kopfes drastisch und das Schlucken tut nun ständig weh. Das EBV wurde im Nov. 13 festgestellt,daher waren wohl die geschwollenen Lymphknoten. Nachts werde ich ständig wach,weil beim Bewegen des Kopfes ein beklemmende s Gefühl im Hals auftritt. Kann dieses beklemmende Gefühl bzw,der Druckschmerz im Bereich des Kehlkopfes und des Halses auch d. Glossopharyngeus Neuralgie auslösen? Denn wenn ich auch nur meinen Kopf nach hinten beuge,schmerzt es am Zungengrund und verstärkt beim Schlucken. Man sagte mir,eine Neuralgie ist immer mit einer Attacke verbunden..bei mir sind die Schmerzen, wie erwähnt, dauerhaft bzw,bei Bewegungen des Kopfes.
          Herzlichen Dank im voraus für Ihre Bemühungen.
          Mit freundlichen Grüßen...... nehle62

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          • Re: Kopf-,Hals-,Tumor ?

            Die Hirnnerven ziehen durch die Schädelbasis und die darunter gelegenen anatomischen Räume. Durch Kopfbewegungen kann natürlich ein Druck oder Zug auf einen dieser Nerven ausgeübt werden, was zur Verstärkung der Beschwerden (Nervenreizung) führt. Nachdem eine Ursache im HNO-Bereich jetzt ausgeschlossen wurde, sollte man jetzt die Schädelbasis und die HWS genauer untersuchen, am besten mittels MRT, aber auch die CT kann zusätzliche Informationen liefern (insbesondere was knöcherne Prozesse anbelangt). Man sollte nach Einengungen, Raumforderungen etc auf der betroffenen Seite suchen. Ich will auch nicht ausschließen, dass ein Virus (EBV) bei einer solchen Neuralgie beteiligt ist. Eine Neuralgie kann auch mit einer dauernden Reizung einhergehen. Wie der Schmerz bzw. die Missempfindungen (Parästhesien) verstärkt werden, beschreiben Sie ja selbst.

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            • Re: Kopf-,Hals-,Tumor ?

              Sehr geehrter Herr Dr. Wust,
              wieder einmal muss ich mich bei Ihnen ganz herzlich für Ihre Antwort bedanken. Ich habe am kommenden Mittwoch einen Termin bei meiner Ärztin zur Auswertung der Blutbefunde. Ich werde Ihre Empfehlungen ansprechen.
              Herzl. Dank und freundliche Grüße an Sie.
              nehle 62

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