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Was tue ich meinem Körper an??

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  • Was tue ich meinem Körper an??

    An alle...

    Das ich ein ernstes Problem mit meiner Ernährung habe, das weiß ich bereits. Es ist eine rein fachbezogenen Frage...

    Wie reagiert ein weiblicher Körper (21J./173cm/54KG) auf eine Nahrungsaufnahme unter 500 Kalorien am Tag bei ausreichender Flüssigkeitsaufnahme? Vitamine und Mineralien werden teilweise durch Tabletten aufgenommen.
    Ansonsten gibt es nur Kaffe, Wasser, Tomatensaft, Honigmelone, Orangen, Jogurt und ab und zu mal Reis mit Soße(-pulver) oder Kartoffelbrei (-pulver).

    Es wird kein Sport getrieben und die Arbeitstätigkeit ist im Büro -sitzend- und nicht gerade körperlich anstrengend. Müdigkeit, ständiges frieren und Konzentrationsschwäche sind mir bekannt, das sind alles Symptome, die ich kenne. Aber was tue ich meinem Körper damit genau an? Birgt diese Verhalten eventuell Langzeitschäden?

    Ich bitte wirklich ganz dringend um eine Antwort....

    Ganz liebe Grüße,

    annexia


  • RE: Was tue ich meinem Körper an??


    Liebe Annexia,

    dein Körper wird zunehmend deine Muskeln abbauen, um daraus lebensnotwendige Nährstoffe zu erhalten, die du ihm mit der Nahrung nicht zuführst. Das äußert sich in körperlicher Schwäche, aber was besonders gefährlich ist: auch dein Herzmuskel wird abgebaut. Da du noch sehr jung bist, hält der Körper das eine Zeit lang durch, aber du kannst dir damit längerfristig ernsthafte Schäden zufügen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind.

    Außerdem wird die Hormonproduktion zur Stimulierung der Eierstöcke früher oder später eingestellt, das äußert sich im Ausbleiben der Regel. Der Körper versucht zu überleben und schaltet alle "Programme" ab, die nicht unbedingt lebensnotwendig sind. Der menschliche Körper ist sozusagen mit einem Schutzmechanismus ausgestattet, das auf Hungerzeiten eingestellt ist.

    Deine Konzentrationsprobleme gehen einher mit einer beminderten Intelligenzleistung, denn das Gehirn braucht zur vollen Funktion ausreichende Nährstoffe (z. B. Kohlenhydrate). Da über das Gehirn die gesamten Kontrollvorgänge für den Körper ablaufen, versucht der Körper, der aktuell gegen den Hungertod kämpft, nur die lebensnotwendigen Funktionen aufrecht zu erhalten.

    Auf Dauer wirst du mit der geringen Nahrungsmittelzufuhr verhungern. Vitamine und Mineralstoffe kommen nur in Zusammenhang mit ausgewogener Ernährung zum vollen Einsatz, die Zufuhr über Tabletten ohne die entsprechende Nahrung ist also keinesfalls ausreichend.

    Du schreibst zu Anfang, dass du bereits weißt, welches Problem du hast. Vielleicht ist es dir bisher nur in der Theorie bewusst und du hast es noch nicht ausreichend verinnerlicht. Dünnsein erscheint dir noch zu verlockend. Wo möchtest du hin? Du kennst schon den einzig richtigen Ratschlag: Therapie. Dort lernst du, dich und deinen Körper zu lieben und gut für dich zu sorgen. Das wünsche ich dir von Herzen.

    Alles Gute für dich,
    Sina

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    • RE: Was tue ich meinem Körper an??


      Dieser Beitrag regt wirklich zum Nachdenken an!

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      • RE: Was tue ich meinem Körper an??


        er stirbt,
        allerdings ganz langsam, wenn du die Luft anhältst, geht es schneller.
        Aber das wußtest du doch schon, warum fragst du?
        MfG
        Paul

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        • RE: Was tue ich meinem Körper an??


          Mich interessiert eigentlich nur, ob es dabei zu Langzeitschaeden fuehren kann...

          Angenommen ich koennte die ganze Sache beenden und wuerde (sobald ich mein Ziel erreicht habe) versuchen, dieses Gewicht auf normale Weise zu halten. Was ist dann? Bleiben koerperliche Schaeden zurueck?

          Bisher sind´s schon 6Kilo auf diesen Weg ....
          Das ich meinem Koerper schade, das weiss ich! Aber dieses Gefuehl der Muedigkeit und der Schwindel gibt mir bestaetigung und ich falle in´s Bett und bin rundherum zufrieden mit der Welt und meinem "erfolgreichen" Tag.

          Kommentar


          • RE: Was tue ich meinem Körper an??


            Hallo Sina, danke fuer deine Antwort!

            Ja, ich weiss das alles schadet ungemein...
            aber ich wollte mir halt nur nochmal darueber im klaren sein, was ich da tue! Ich habe keine Lust, meinen Koerper langfristig zu schaedigen oder eine verminderte Lebenserwartung zu haben. Und Magersucht oder Bullemie habe ich auch nicht.

            Ich bin nur gerade dabei, innerhalb kuerzester Zeit recht viel abzunehmen und finde das Gefuehl, die Kraft ueber meinen Koerper zu haben, obwohl dieser total geschwaecht ist einfach nur sehr schoen!

            Aber ich denke, das wenn ich mein Ziel (46KG as soon as possible) erreicht habe, ich dieses Gewicht auch auf normale Weise halten kann und mich auf eine gesunde, aber ausreichende Kost umstellen kann.

            Danke nochmals,

            annexia

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            • RE: Was tue ich meinem Körper an??


              Hi!

              Also rein zahlenmässig gesehen bist Du doch jetzt schon untergewichtig (hast Du schonmal Deinen BMI ausgerechnet?!). Wohin willst Du denn noch?

              Abgesehen davon ist Dir doch sicherlich auch der Jojo-Effekt bekannt, oder? Wenn Du jetzt so superwenig isst, wie wenig willst Du denn dann essen, um Dein Gewicht zu halten?

              Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass das Gewicht um so schneller wieder raufgeht, je mehr Du Dir während der Diät verbietest. Oder willst Du nie wieder normal essen? Klingt für mich ziemlich grauenhaft.

              Naja, ich hoffe, Du tust Dir mit dieser "Diät" nichts allzu schlimmes an.

              Alles Gute,
              Andrea

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              • RE: Was tue ich meinem Körper an??


                meine liebe, liebe annexia mit deinem BMI von 18 hast du gerade die Grenze zur Gesundheitsschädigung schon überschritten. Viele Mädchen und Frauen beneiden dich dich um deine jetzige Figur (vielleicht gerade noch). Ich bin kein Psychologe oder Psychiater um deine Störung im Kopf fachgerecht anzusprechen, aber ich bin Vater mehrerer Töchter und mir krampft sich wirklich das Herz zusammen wenn sich ein so junges Mädchen selbst zerstören will. Du kannst nicht zufrieden sein mit der Welt, du kehrst der Welt, die so schön ist, wenn man Augen dafür hat, den Rücken. Es ist ein Rückzugsmaneuver, eine Abkapselung, was du machst, es ist der Weg in den Tod. Du bist wie ein Alkoholiker der der Realität durch Alkoholrausch entflieht.
                Und nun zu deiner Frage:
                Ein Großteil der Schäden ist bleibend, das weiss man von den Unterernährten in Afrika etc., die Schäden sind echte Substanzverluste, die bei ausreichender Ernährung eben n i c h t einfach wieder neu gebildet werden können. Also die dort geretteten unterernährten Kinder werden nie wieder ganz gesund und leistungsfähig. Ein Beispiel, was du selbst bei dir testen kannst, ist das energiehungrige Gehirn. Um einen wichtigen Gedanken, einen neuen Sinneseindruck, oder sagen wir eine neue Englisch-Vokabel zu lernen, ist ein komplizierter primär elektrischer Erregungsvorgang ervorderlich, der vom sensorischen Gedächtnis über das Kurzzeitgedächtnis schließlich ins Langzeitgedächtnis übergeben wird und über RNS Signale zu einer definitiven stofflich-chemischen Veränderung führt. Gerade für den letzten Schritt weis man recht genau, wieviel Energie er benötigt. Und bei deinen 500kcal pro Tag reicht es für diese Gedächtnisbildung nicht mehr aus. Du kannst also heute schon nicht mehr vernünftig Vokabeln lernen. Es gibt jetzt schon unwiederbringliche strukturelle Defizite in deinem wunderbaren Gehirn, es ist wirklich ein Wunderwerk der Natur, du bist selbst dieses Wunderwerk. Wie kannst du nur so grausam zum Leben sein?
                MfG
                Paul

                Kommentar


                • RE: Was tue ich meinem Körper an??


                  Liebe Annexia,
                  da ich einige Zeit auch so gedacht habe wie Du kann ich sehr gut nachvollziehen, wie Du Dich fühlst. Allerdings habe ich mittlerweile verstanden, dass es die Hungerei und das ständige Frieren nicht wert ist, sich selbst zu kasteien. Eigentlich solltest Du doch lieber froh sein, dass Du gesund bist... schliesslich ist das Leben doch wirklich zu kurz, um sich ständig Gedanken um Kalorien, Kilos etc. zu machen.
                  Ich wünsche Dir Alles Gute und vor allem, dass Du damit aufhörst, Deinen Körper langsam aber sicher kaputt zu machen.

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                  • RE: Was tue ich meinem Körper an??


                    Hallo "Annexia",,
                    ich nehme an der Name ist bewusst gewählt ? Klingt für mich sehr nach anorexia..und nach deiner Erzählung bist Du auf dem besten Weg zu einem massiven Problem. Ich möchte Dir jetzt nicht die Üblichen Dinge sagen, ala: "Was tust Du Deinem Körper an"...die medizinischen Konsequenzen aus Deinem Essverhalten sind allen Betroffenen hinreichend bekannt..vielmehr möchte ich Dir ein wenig von meinem jahrelangen Kampf erzählen, den ich bis heute nicht gewonnen habe. Ich habe mal so wie Du angefangen, habe zwar gegessen, aber nach einem strengen Kalorienplan, nur dabei blieb es leider nicht. Wann immer Du an einem vermeintlichen Ziel angekommen sein wirst, an dem Du Dir vornimmst, wieder "normal" zu essen, wird sich Dein Ziel weiter in einem niedrigeren Gewichtsbereich verlagern. Das alles führte bei mir zu einem Gewicht von 25 kg bei 1, 70 m..und einem längeren Aufenthalt in einer Klinik, zahlreichen Psychotherapien und schiesslich einer immensen Gewichtszunahme auf ca. 75 kg. Mein Gewich stagnierte, und ich war todunglücklich. Wir definieren unser Glücksgefühl über eine Zahl auf einer Blechkiste, oder einer Kleidergröße.. daraufhin kamen gute Jahre, in denen ich kein Problem mehr hatte..mein Körper gewöhnte sich langsam wieder an die normale Nahrungszufuhr.. es pendelte sich alles bei 54 kg ein und dabei blieb es auch längere Zeit. Aber der Stachel kam wieder, und so fing ich wieder an mich zu dick zu fühlen, das schlechte Gewissen zu verspüren..der Teufelskreis setzte wieder ein..seitdem schwankte ich in einer Bandbreite von 47 bis 55 kg.. seit einigen Monaten geht es mir wieder immer schlechter, ich befinde mich rein gewichtsmässig auf dem absteigenden Ast, konsumiere wenig Nahrung, viele Laxativa, kann meine Beziehung aus diesem Grund kaum aufrechterhalten, das gespaltene Verhältnis zu mir selbst ist nicht zu übersehen. Ich dachte mal, ich hätte es geschafft. Das war einer meiner grössten Wünsche und es macht mich stinksauer, dass ich wieder rückfällig werde. Derzeit habe ich noch 44 kg, meine Gedanken kreisen ums Nichtessen, und so manches Mal wünschte ich, ich wäre NIE auf den Trichter gekommen. Ob Therapien der richtige Weg aus dem Problem sind.. ich entschuldige mich bei der Moderatorin dieses Forums (aber das Forum ist super!) wage ich zumindest für mich zu bezweifeln. Ich denke, nur man selbst kann versuchen, den gordischen Knoten zu entwirren, aber der Wille muss wie bei jeder Sucht da sein. Und das vermeitnliche Glücksgefühl ist dabei unser grösstes Hindernis.
                    Ich weiss nicht, was du tun kannst. Du weisst selbst, wie ungesund Du vorgehst. und das allein ist leider für unsereins noch kein Grund, aus der Sucht auszusteigen.
                    Bitte sieh an meiner Geschichte, wie es laufen kann. Ich habe alles erzählt, um zu zeigen, wohin Dein Verhalten führen wird. Wenn Du noch eine kleine Chance siehst, die Rückkehr aus dem Problem anzutreten, dann nutze sie. Ich befürchte, ab einem gewissen Punkt wird man dieses Problem nie wieder gänzlich loswerden können.. und das ist furchtbar.

                    Alles Gute

                    Gruß

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                    • RE: Was tue ich meinem Körper an??


                      Liebe Leser und Schreiber!
                      Ich möchte an dieser Stelle auch mal ein großes Lob an alle hier aussprechen. Sie haben "Annexia" mit großer Sorgfalt und Fürsorge versucht zu antworten.
                      Liebe Annexia, es bleibt hier eigentlich nichts hinzuzufügen! Alle haben Ihnen gesagt wo Sie stehen und auf was Sie zugehen.
                      Sie sind schon jetzt untergewichtig! Ein erster Schritt könnte sein - versuchen Sie jetzt durch gezielten Aufbau Ihres tätglichen Speisenplanes Ihr Gewicht zu halten, bzw. tolerieren sie eine Gewichtszunahme von 2 -3 Kilo.
                      Wenn Sie dieses schaffen können Sie stolzer auf sich sein, als wenn Sie die Flucht in die Magersucht suchen. Es wird Sie keiner mehr bewundern, wenn Sie weiter abnehmen.
                      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg - handeln Sie klug!
                      Viele Grüße
                      G. Walter-Friedrich (m-ww.de)

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