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Unterschied Typ 1 und Typ 2

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  • Unterschied Typ 1 und Typ 2

    Was ist der Unterschied zwischen Diabetes Typ 2 und Typ 1? Meine Oma hat Diabetes Typ 2 und muss total auf Zucker achten etc. eine Kommilitonin hat Typ 1 und muss überhaupt keine Diät einhalten, nur Insulin spritzen, wenn sie was isst. Muss Typ 1 immer spritzen oder geht es auch mit Tabletten.

  • RE: Unterschied Typ 1 und Typ 2


    Typ 1 und Typ 2 sind zwei völlig verschiedene Krankheiten. Typ 1 ist eine Autoimmunkrankheit, Typ 2 eher eine Wohlstandskrankheit, bei beiden spielt Vereerbung eine gewisse Rolle, bei Typ 2 eine größere.

    Gut geschulte und therapierte Diabetiker können alles essen, es muß der Therapie angepaßt sein. Wer mit Tabletten behandelt wird, ist da nicht so flexibel. So mancher Hausarzt hat von Diabetes wenig Ahnung. Am besten einen Diabetologen aufsuchen. Insulin ist auf längere Sicht die bessere Behandlung.

    Typ 1 würde ohne Insulin bald sterben, da der Körper kein Insulin mehr herstellt nach einer geiwsssen Übergangszeit.

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    • RE: Unterschied Typ 1 und Typ 2


      Die ärztliche Qualifizierung zum Diabetologen (DDG) ist noch nicht so alt. Bis dahin haben Internisten und Hausärzte ausschließlich Diabetiker behandelt. Sicherlich ist nicht jeder Hausarzt über das riesige Insulinangebot oder eine Pumpentherapie ausreichend informiert. Dennoch würde ich nicht generell behaupten, daß ein Diabetiker nicht auch gut bei seinem Hausarzt aufgehoben ist. Ich selbst bin seit 43 Jahren nie beim Diabetologen, sondern ausschließlich in hausärztlicher Behandlung gewesen, auch während der Schwangerschaften. Ich weiß, welche Insuline für mich am Besten verträglich sind . Der Typ II Diabetes (90% aller Diabetiker) ist zunächst weniger durch einen absoluten Insulinmangel gekennzeichnet, als vielmehr durch eine erhöhte Insulinresistenz (=geringe Wirkung des Insulins) des Organismus. Dies bedeutet, daß die Körperzellen des Typ II Diabetikers auf das mit dem Blut anströmende Insulin schwächer reagieren als beim Gesunden, es kommt zu einer gestörten Glukoseaufnahme in die Zellen. Es besteht also ein relativer Insulinmangel, der Blutzuckerspiegel ist trotz eines normalen Insulinspiegels überhöht. Behandelt wird der Typ 2 Diabetes in der Regel mit Medikamenten, aber auch mit Insulin.
      Der Typ I Diabetes entsteht als Autoimmunerkrankung durch einen Gendefekt, der die Abwehrmechanismen im Immunsystem beeinflußt. So kann ein viraler Infekt Diabetes auslösen. Seit Dezember 1921 wird der Typ 1 Diabetes erfolgreich mit Insulin behandelt. Nur unter der Insulinbehandlung ist Überleben möglich. Wird kein Insulin zugeführt, steigt der Blutzucker, der Körper übersäuert und es kommt zum ketoazidotischen Koma, das ohne Insulin tötlich verläuft. Das gilt auch für stark erhöhte Werte beim Typ II Diabetes. Mit Insulin, das adäquat zum Körpergewicht und den verbrauchten Kohlenhydraten berechnet wird, können die Blutzuckerwerte im Normbereich gehalten werden, um eventuellen Begleiterkrankungen vorbeugen zu können. Das ist bei der Tablettentherapie schwieriger, hier kann der Wert nur über kontrollierte Diät beeinflußt werden.

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      • RE: Unterschied Typ 1 und Typ 2


        Der Diabetis Typ 1 muss immer spritzen, da ein absoluter Insulinmagel vorliegt. Das heisst die Zellen können kein Insulin mehr bilden.
        Bei dem Typ 2 besteht ein geringer Insulinmangel. Das heisst die Zellen bilden noch geringfügig Insulin. Dies kann man mit einer Diät, Sport, oder mit einer gesunden Ernährung beheben. Ist dies erfoglos, wird erst Insulin als Hilfsmittel angewendet

        Karaline schrieb:
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        Was ist der Unterschied zwischen Diabetes Typ 2 und Typ 1? Meine Oma hat Diabetes Typ 2 und muss total auf Zucker achten etc. eine Kommilitonin hat Typ 1 und muss überhaupt keine Diät einhalten, nur Insulin spritzen, wenn sie was isst. Muss Typ 1 immer spritzen oder geht es auch mit Tabletten.

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        • RE: Unterschied Typ 1 und Typ 2


          Wer nicht mal weiß, wie Diabetes geschrieben wird, sollte sich zurückhalten.

          Typ 2 haben keinen Insulinmangel, im Gegenteil, ihr Körper produziert zuviel Insulin. Es besteht aber eine Insulnresistenz.

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          • RE: Unterschied Typ 1 und Typ 2


            Der Körper produziert beim Typ 2 Diabetes mehr Insulin um den erhöhten Blutzuckerspiegel zu kompensieren.

            Diese Überproduktion an Insulin kann die Bauchspeicheldrüse nur eine geraume Zeit durchhalten, danach stellt sie die Produktion von Insulin ein, ein insulinpflichtiger Diabetes entsteht.

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            • RE: Unterschied Typ 1 und Typ 2


              Das tritt erst nach 10/12 Jahren ein, wiie ich soeben noch im Buch einer Diabetologin gelesen habe.

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              • RE: Unterschied Typ 1 und Typ 2


                Hallo Buschfrau

                Du kennst Dich ja ziemlich gut aus, stelle ich fest. Bin seit 25 Jahren Typ II und habe lange Zeit mit Tabletten gelebt, aber ausser den regelmässigen BZ-Kontrollen beim Arzt nicht besonders auf meinen BZ geachtet. Seit ein paar Jahren messe ich meinen BZ mehrfach täglich und achte auch sehr auf die Ernährung. Vor etwa eineinhalb Jahren brachten meine Tabletten trotz Mehreinnahme nicht mehr niedrige BZ-Werte. Der Arzt gab mir zusätzlich Metformin und alles war wie zuvor. Ein Jahr später kam dann für mich der totale Zusammenbruch, Blutanämie, wie in meinem Forum-Beitrag zu Metformin beschrieben. Nun spritze ich Levemir, ein "menschliches Insulin-Analogon", bei Bedarf nehme ich zu den Mahlzeiten NovoNorm, das sind kurzzeitig wirkende Tabletten mit dem Wirkstoff Repaglinide. Wenn ich mir am Abend etwas zum Naschen gönne, dann habe ich zusätzlich noch das NovoRapid, ein schnellwirkendes Insulin (nur bei Bedarf). So habe ich meine BZ-Werte sehr gut im Griff.
                Nun kenne ich mich bei den verschiedenen Insulinsorten noch nicht so gut aus. Ich beobachte in letzter Zeit, dass ich zugenommen habe und zunehmend öfters mal zwischendurch verschwommen sehe. Kann das mit dem Insulin zu tun haben?

                Grüsse, Micha

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                • RE: Unterschied Typ 1 und Typ 2


                  Hallo Micha,

                  Analoginsulinen wie Lantus (Levemir ist noch etwas neuer) werden seit Auftauchen auf dem Markt neben Krebsgefährdung auch schädliche Auswirkungen auf die Netzhaut nachgesagt (Retinopathie). Bewiesen ist es wohl noch nicht, und so mancher Arzt stellt das in Abrede, aber vorsichtig sollte man dennoch sein. Ich nutze zum Glück keine Analoginsuline.

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