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Neue Ergebnisse vom Diabetologen

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  • Neue Ergebnisse vom Diabetologen

    Hallo zusammen,

    ich war die Woche beim Diabetologen und falls es euch interessiert, wollte ich euch mal mitteilen, wie es gelaufen ist. Für die, die nicht im Diabetes-Forum sind.

    Also meine Diabetologin hat sich wahnsinnig viel Zeit genommen, halbe Stunde trotz vollen Wartezimmer, und wir haben einiges besprechen können. Den Reha-Antrag füllt sie mir auch aus.

    Als Medikament wird, wenn überhaupt Basalinsulin eingesetzt werden, wenn ich es hinbekommen würde, es zu spritzen. Da hat sie so ihre Zweifel..
    Aber bevor ich Insulin bekomme, muss ich mich selbst blutig messen können. Das ist ihre Voraussetzung.
    klausdn du hast es ja schon gesagt, dass es notwendig ist. Ich habe irgendwie immer gedacht, es gäbe noch eine andere Möglichkeit und wollte es nicht wahrhaben. Aber du hattest natürlich recht und es tut mir leid, dass ich dir nicht glauben wollte/konnte.

    Mit Pen spritzen habe ich mich jetzt vom Gedanken her, schon irgendwie anfreunden können. Oder besser gesagt, an den Gedanken gewöhnen können. Wie es dann wirklich aussieht, wenn ich das erste Mal spritzen soll, ist wieder ein anderes Thema.
    Das blutige Messen wird aber nochmal eine größere Herausforderung. Es erstmal nur im Kopf akzeptieren zu können, dass es notwendig ist. Ich habe es erstmal wieder verweigert.

    Sie hat es akzeptiert und hat auch meine Angst vor dem Essen verstanden, wenn ich nicht weiß, wie hoch ich nach einem Nahrungsmittel gehe, dass ich da aus Angst lieber gar nicht esse.
    Um mir etwas die Angst zu nehmen, dass der Blutzucker nicht weiter gestiegen ist, hat sie mir angeboten nochmal den HbA1C überprüfen (normal wäre es erst im April gewesen). Wollte ich dann auch.

    Leider ist die Blutabnahme wieder ziemlich eskaliert, sogar heftiger als das letzte Mal, dreimal stechen ohne Erfolg, dass mich dann die Arzthelferinnen genervt heimgeschickt haben. Ich solle im April wieder kommen und wenn es dann wieder nicht klappt, wird kein Blut mehr abgenommen.

    Jetzt stehe ich natürlich da. Wobei ich mittlerweile nicht denke, dass die Arzthelferinnen es bestimmen dürfen. Wenn sich die beiden weigern, gibt es noch andere oder die Ärztin. Jedenfalls hoffe ich es. Sonst hätte ich echt ein Problem.

    Und um Missverständnisse vorzubeugen, in der Praxis ist es nicht möglich den HbA1C per Fingerpieks zu bestimmen. Die müssen das per Blutabnahme machen. Und ich bin mit der Ärztin jetzt total zufrieden, nachdem wir endlich wirklich offen mal geredet haben. Was so meine Probleme sind. Deshalb möchte ich deswegen auch nicht die Praxis wechseln. Wobei es bei uns auch keine Alternativen gibt. Habe extra nochmal gegoogled.


  • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

    Hallo zusammen,

    ich war die Woche beim Diabetologen und falls es euch interessiert, wollte ich euch mal mitteilen, wie es gelaufen ist. Für die, die nicht im Diabetes-Forum sind.

    Also meine Diabetologin hat sich wahnsinnig viel Zeit genommen, halbe Stunde trotz vollen Wartezimmer, und wir haben einiges besprechen können. Den Reha-Antrag füllt sie mir auch aus.

    Als Medikament wird, wenn überhaupt Basalinsulin eingesetzt werden, wenn ich es hinbekommen würde, es zu spritzen. Da hat sie so ihre Zweifel..
    Aber bevor ich Insulin bekomme, muss ich mich selbst blutig messen können. Das ist ihre Voraussetzung.
    klausdn du hast es ja schon gesagt, dass es notwendig ist. Ich habe irgendwie immer gedacht, es gäbe noch eine andere Möglichkeit und wollte es nicht wahrhaben. Aber du hattest natürlich recht und es tut mir leid, dass ich dir nicht glauben wollte/konnte.

    Mit Pen spritzen habe ich mich jetzt vom Gedanken her, schon irgendwie anfreunden können. Oder besser gesagt, an den Gedanken gewöhnen können. Wie es dann wirklich aussieht, wenn ich das erste Mal spritzen soll, ist wieder ein anderes Thema.
    Das blutige Messen wird aber nochmal eine größere Herausforderung. Es erstmal nur im Kopf akzeptieren zu können, dass es notwendig ist. Ich habe es erstmal wieder verweigert.

    Sie hat es akzeptiert und hat auch meine Angst vor dem Essen verstanden, wenn ich nicht weiß, wie hoch ich nach einem Nahrungsmittel gehe, dass ich da aus Angst lieber gar nicht esse.
    Um mir etwas die Angst zu nehmen, dass der Blutzucker nicht weiter gestiegen ist, hat sie mir angeboten nochmal den HbA1C überprüfen (normal wäre es erst im April gewesen). Wollte ich dann auch.

    Leider ist die Blutabnahme wieder ziemlich eskaliert, sogar heftiger als das letzte Mal, dreimal stechen ohne Erfolg, dass mich dann die Arzthelferinnen genervt heimgeschickt haben. Ich solle im April wieder kommen und wenn es dann wieder nicht klappt, wird kein Blut mehr abgenommen.

    Jetzt stehe ich natürlich da. Wobei ich mittlerweile nicht denke, dass die Arzthelferinnen es bestimmen dürfen. Wenn sich die beiden weigern, gibt es noch andere oder die Ärztin. Jedenfalls hoffe ich es. Sonst hätte ich echt ein Problem.

    Und um Missverständnisse vorzubeugen, in der Praxis ist es nicht möglich den HbA1C per Fingerpieks zu bestimmen. Die müssen das per Blutabnahme machen. Und ich bin mit der Ärztin jetzt total zufrieden, nachdem wir endlich wirklich offen mal geredet haben. Was so meine Probleme sind. Deshalb möchte ich deswegen auch nicht die Praxis wechseln. Wobei es bei uns auch keine Alternativen gibt. Habe extra nochmal gegoogled.
    Danke für den ausführlichen Bericht. Die Ärztin hört sich witrklich gut an.

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    • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

      Hallo July,

      ich denke Du hast eine starke Angststörung. Könntest Du Dir keine Psychologin und jemanden Deines Vertrauens suchen, der doch mit Dir gemeinsam das Blutzuckermessen üben könnte?
      Ich finde das Messen nicht schlimm und denke es ist auch für die anderen Diabetiker hier nicht schlimm. Du kannst das schaffen. Ich war meine gesamte Jungend wegen einer Sozialen Phobie in Psychotherapie und nichts half. Jetzt wo ich älter bin, an mir gearbeitet habe, sind die Ängste viel besser und ich kann mit vielen Situationen gut umgehen. Im Gegensatz zu früher bin ich jetzt wegen einer therapieresistenten Epilepsie und schwerem Asthma mit Folgeerkrankungen noch schwerer krank.
      Ich komme bald wieder wegen dem Asthma ins Krankenhaus. Du kannst mir ja die Daumen drücken, dass man einen Weg findet, dass die Lungenprobleme mal besser werden.
      Immer positiv denken habe ich nach jahrelanger Depression gelernt und seitdem ist auch der Umgang mit den körperlichen Krankheiten viel leichter.

      Viele Grüße

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      • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

        Lufti82 Ganz lieben Dank für deine Antwort.

        Ich habe eine starke Angststörung, das weiß ich auch. Eigentlich war ich schon an einem Punkt, dass ich mir gesagt habe, ich lasse mir das nächste Mal ein Messgerät, Streifen und Stechhilfe verschreiben/geben, wie auch immer. Und wenn ich mal wieder zuhause sitze und mich nicht traue etwas zu essen, dass ich es dann vielleicht schaffe es auszuprobieren. Solange ich es nicht daheim habe, werde ich es nie machen. Es gibt immer mehr Momente, wo ich mir denke, es wäre jetzt viel einfacher, ich wüsste meinen BZ. Gerade heute nachmittag wieder. Er ist zu hoch, aber wie hoch und wann er so gesunken ist, dass ich problemlos etwas essen kann, weiß ich ja nicht.
        Der Leidensdruck ist ja auch schon ziemlich groß.

        Leider ist jetzt auch noch die letzte Infusion bei meiner Gastroenterologin so extrem eskaliert, dass ich erstmal nicht die Kraft/Mut habe. Eigentlich stände ja jetzt im April die nächste Blutabnahme beim Diabetologen an. Aber ich fürchte, ich werde erstmal nicht hingehen. Dann erledigt sich das Thema momentan sowieso.

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        • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

          Wollte mal wieder Rückmeldung geben.

          Also ich war heute mal wieder bei meiner Diabetologin. Sie hat mir meinen Reha-Antrag ausgefüllt zurückgegeben und gemeint bei meiner Kombi Diabetes, Crohn und Angststörung würde sicher eine Reha genehmigt. ich hoffe es so sehr.

          Was sie mit Freude registriert hat, dass ich jetzt das BZ messen wenigstens versuchen möchte, bzw. wenigstens schon mal ein Messgerät daheim haben möchte ohne Messgerät komme ich ja nie einen Schritt weiter. Sie hat mir dann gleich ein Starterpaket mitgeben wollen. Es war aber von Beuer?? oder so und das wollte ich nicht, wollte das Akku Chek Guide. Weil ich über das Gerät und speziell über die FastClix Stechhilfe viel positives gelesen habe. Dann hat sie gemeint, dass ich mir online bei Akku-Chek ein kostenloses Messgerät bestellen kann. Dann gäbe es auch keine Probleme mit der Krankenkasse, sollte ich das Messen nicht schaffen. So kann ich es unverbindlich erstmal ausprobieren.
          Ich habe jetzt heute nachmittag auf der Website eins bestellt. Bin mal gespannt, wenn es ankommt.

          Eine Frage hätte ich jedoch, wurde euch vom Diabetologen/Diabetesberater erklärt oder gezeigt, wie genau das Stechen und Messen geht oder ist das wirklich so einfach, dass man das einfach so machen kann ohne groß Fehler zu machen??


          Und dann wurde noch Blut abgenommen, auch Schilddrüsenwerte also TSH, T4 und Antikörper auf Hashimoto. Im Gespräch hat sie es vorsichtig angesprochen, dass es unbedingt klappen sollte und sie die Werte unbedingt braucht. Wusste ich ja auch.

          Das Blutabnehmen hat dieses Mal das erste Mal in der DiaPraxis echt gut hingehauen. Sie lernen dazu anscheinend.

          Ich musste überhaupt nicht wirklich warten, damit ich mich nicht wieder in Panik reinsteigern kann. Und dann hat mich dieses Mal auch eine andere Arzthelferin festgehalten. Eine ältere/erfahrene, die es echt super gemacht hat, so fest, dass ich nicht wegziehen konnte und die mich auch die ganze Zeit abgelenkt hat. Sonst hat es ja eine sehr junge versucht, die aber einfach nicht die Kraft hatte meinen Arm wirklich festzuhalten und sich auch nicht getraut hat. Und da ich wusste, dass sie es nicht schafft mich richtig festzuhalten, hatte ich dann noch mehr Angst.


          Nächste Woche muss ich nochmal hin um die Blutergebnisse zu besprechen. Dann muss ich aber lange Warten, weil ich natürlich dafür keinen Termin habe. Der heutige wäre ja dafür gewesen. Und sie keine freien Termine mehr die nächsten Zeit haben. Und dann erfahre ich auch, wie es jetzt bei mir weitergeht mit Medikamenten oder ob doch eine Möglichkeit besteht neben dem blutigen Messen auch ein Libre zu bekommen. Will ich unbedingt fragen.


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          • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

            Ich lese da Fortschritt, gratuliere onmeda.de/forum/core/images/smilies/smile.png" border="0" alt="" title="Smile" smilieid="1" class="inlineimg" />

            Gut, dass Dich diesmal eine erfahrenere Arzthelferin festgehalten hat. Wenn Du wieder mal an ne unerfahrenere kommst, ist es Deine Aufgabe, ihr die Angst vorm Festhalten zu nehmen. Denn im normalen zivilisierten Leben lernen wir halt von klein auf, dass man niemanden so fest wie in den Schraubstock zwingt, schon gar nicht als Frau.

            Da hilft nur, wenn Du Deine Situation möglichst locker erklärst und dann erstmal zum Probefesthalten einlädtst und dabei kräftig zuckst: Wetten, dass da bei der 2. Probe dann schon sehr viel fester gehalten wird? Und bei der 3. Probe reicht dann auch die neue Erfahrung bei der jungen Kraft für's ausreichende Festhalten für den Zapfpieks

            Im anderen Forum hattest Du nach umfassenderer Info zu Diabetes gefragt. Du weißt, dass hier auf onmeda im Kranheiten-Teil schon einiges steht. Und ne noch viel größere für Nicht-Typ2 auf diabetesinfo.de

            Kommentar


            • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

              Ich lese da Fortschritt, gratuliere Onmeda.de/forum/core/images/smilies/smile.png" border="0" alt="" title="Smile" smilieid="1" class="inlineimg" />

              Gut, dass Dich diesmal eine erfahrenere Arzthelferin festgehalten hat. Wenn Du wieder mal an ne unerfahrenere kommst, ist es Deine Aufgabe, ihr die Angst vorm Festhalten zu nehmen. Denn im normalen zivilisierten Leben lernen wir halt von klein auf, dass man niemanden so fest wie in den Schraubstock zwingt, schon gar nicht als Frau.

              Da hilft nur, wenn Du Deine Situation möglichst locker erklärst und dann erstmal zum Probefesthalten einlädtst und dabei kräftig zuckst: Wetten, dass da bei der 2. Probe dann schon sehr viel fester gehalten wird? Und bei der 3. Probe reicht dann auch die neue Erfahrung bei der jungen Kraft für's ausreichende Festhalten für den Zapfpieks onmeda.de/forum/core/images/smilies/smile.png" border="0" alt="" title="Smile" smilieid="1" class="inlineimg" />

              Im anderen Forum hattest Du nach umfassenderer Info zu Diabetes gefragt. Du weißt, dass hier auf onmeda im Kranheiten-Teil schon einiges steht. Und ne noch viel größere für Nicht-Typ2 auf diabetesinfo.de
              Danke.
              Deine Idee mit dem Probe-Festhalten würde in so einer Situation nicht helfen. Die Hemmungen sind einfach zu hoch bei den jungen und wenn sie sich nicht trauen, dann trauen sie sich nicht. Und sie würden definitiv nicht beim zweiten Mal fester halten. Das war ja auch das Problem bei der letzten Blutabnahme. Erstes Stechen nicht richtig gehalten, so dass ich komplett wegziehen kann. Beim zweiten Stechen sage ich noch, gescheid fest halten. Sie hält genauso wieder fest wie beim ersten Mal. Es klappt natürlich wieder nicht. Beim dritten Mal sagt schon die andere Arzthelferin sie soll bitte fester halten, so kann es nicht klappen. Sie hält wieder nicht gescheid fest und es klappt wieder nicht...
              Und von einem Patienten lassen sich die meisten sowieso nichts sagen

              Die Onmeda-Diabetes-Artikel habe ich schon längst durch. Aber da hat mir immer noch viel für mich gefehlt. Bzw. ist unklar geblieben. Für den Anfang aber ein guter Einstieg. Diabetesinfo.de ist dagegen schon tiefergehend, das ist genau das Niveau wo ich gerade bin

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              • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                Ich hätte noch eine weitere Frage, hier sind ja die meisten T2 und auch von den Regelungen der Krankenkasse betroffen.
                Ich habe ja jetzt ein Blutzuckermessgerät bestellt. Ob ich es schaffe mit dem Messen ist nochmal eine andere Geschichte. Aber was mich jetzt interessiert, die Kasse zahlt ja bei mir keine Blutzuckermessstreifen, solange ich kein Insulin spritze, wie bei T2. Wie sieht es denn mit diesen Lanzetten aus? Zahlt die auch nicht die Krankenkasse?

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                • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                  Du kannst ja deine Ärztin mal fragen, aber normalerweise bekommst du die Lanzetten auch nicht auf Rezept. Gegenüber den Teststeifen machen die das Kraut aber auch nicht fett.

                  Mein Tipp: Kaufe die Streifen und Lanzetten nicht in der örtlichen Apotheke. In Internetapotheken kannst du sie preiswerter bekommen. Gute Angebote kannst du über Preisportale für Medikamente suchen. Noch preiswerter, damit bin ich bisher immer gut gefahren, wäre eb.y.

                  Alles Gute, Rainer

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                  • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                    So ich war jetzt nochmal beim Diabetologen mit meinem neuen BZ Messgerät.

                    HbA1C ist wieder auf 6,3 gesunken. Es sind aber auch die Werte, wo ich fast nichts gegessen habe mit darunter. Deshalb ist er wenig aussagekräftig.. Bin jetzt im DMP eingetragen, habe ein Rezept mit 50 Streifen und eins mit 204 Lanzetten bekommen und ein Blutzucker-Tagebuch.

                    Ich habe jetzt mit der Diabetesberaterin das erste Mal gemessen bzw. sie hat gemessen. Am Vortag habe ich mit der Stechhilfe OHNE Nadel schonmal geübt. Es hat schon ohne Nadel 3 Std gedauert bis ich mich getraut habe, den Auslöser zu drücken Als das aber geschafft war, habe ich ca. 200 Mal einfach so probiert und die Angst etwas verloren.

                    Heute in der DiaPraxis wurde es mir genau erklärt und dann einfach gepiekst. Stufe 3 Aber es ging ich hatte keine Panik, aber es war schon sehr unangenehm, jedoch nicht wirklich schmerzhaft.
                    Ergebnis nüchtern 147 mg/dl ca. 8 Uhr also doch deutlich zu hoch. Die Ärztin will jetzt erstmal drei-vier Wochen ein Tagebuch geführt haben mit BZ-Werten 4x am Tag (nüchtern und jeweils 2 Std nach der Mahlzeit). Wenn nicht geht, dann weniger. Da soll ich mir nicht so einen Stress machen.

                    Jetzt habe ich daheim gemessen, nach ca. 2 Stunden nach dem Essen. Erster Versuch FastClix 0,5 kam gar nichts. Zweiter Versuch mit 1,5 kam ein kleiner Tropfen. Ich habe dann vorsichtig so ausgestrichen, dass ein größerer Tropfen kommt, nicht gedrückt oder so, hofffe das ist okay?
                    Dabei ist aber das Messgerät ausgegangen, ich nicht gemerkt, aufgetragen. Wieder eingeschalten, Ergebnis: zu frühe Blut Auftragung...
                    Zum Glück war das Blut noch vorhanden. Deshalb mit einem zweiten Streifen gemessen. Ergebnis 124. Das kann jetzt entweder nicht hinhauen. Oder mein Darm braucht einfach länger um das Essen zu verdauen?? Weil 147->124 und dazwischen zwei Std vorher Mittag. Da fehlt mir entschieden der Anstieg. Der Wert müsste viel höher sein. Würde es Sinn machen, einfach später zu messen als nach zwei Stunden? Ich soll eigentlich nach zwei Stunden messen, aber das bringt ja echt nichts..

                    Kommentar



                    • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                      Du kannst ja stichprobenweise mal 3 Stunden nach einer Mahlzeit messen, aber deine Werte sehen stimmig aus. Die 120 ... 130 zwischen den Mahlzeiten würden auch ganz gut zum 6,3er HbA1c passen.

                      Der Nüchternwert kann tatsächlich höher sein, als der Wert nach dem Frühstück. Außerdem stellen manche fest, dass der BZ morgens so lange weiter ansteigt, bis sie eine Kleinigkeit gegessen haben. Zusätzlich kann dein Wert auch noch durch den Stress in der Arztpraxis beeinflusst worden sein.

                      Alles Gute, Rainer

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                      • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                        Hallo July,

                        ich bin zwar nicht so erfahren wie viele hier, aber ich wollte Dich einfach mal loben. Du gibst Dir viel Mühe und merkst sicher, dass das Messen nicht schlimm ist. Wenn es notwendig ist, kannst Du das mit dem Insulin sicher auch schaffen. Du sollst zwar sicher nicht "Unmengen" Zucker und Kohlenhydrahte essen, aber Angst vor dem Essen ist sicher auch nicht gut.

                        Liebe Grüße

                        Kommentar


                        • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                          So ich habe es jetzt mit den 10 bzw. 8 Teststreifen alle Stunde gemessen, weil die Werte nicht stimmig waren. Auch wenn es sehr schwer gefallen ist. Aber so habe ich jetzt einmal einen vermutliche klassischen Verlauf von mir, nur leider im höchsten Anstieg habe ich fast eine Stunde Sport gemacht, sonst hätte ich sicher gesehen, wie es normal weitergeht, weil die typischen Symptome sind gekommen. Bloß normalerweise bleiben sie viel viel länger erhalten. Also ich gebe jetzt mal chronologisch meine Werte: mySugr sei Dank

                          12.30 Uhr 1 Teller Nudeln (nicht Vollkorn) mit Tomatensauce, wenig Fett, 1 TL körniger Frischkäse, Dauer vom Essen ca. 1/2 Stunde
                          15.15 Uhr also ca. 2 Stunden später 126
                          16.15 Uhr also ca. 3 Stunden später 143
                          17.15 Uhr also ca. 4 Stunden später 171!
                          so wäre es weiter gegangen, habe dann auch starken Harndrang bekommen. Also nach ca. 4 Stunden war das Essen dort, wo es ins Blut kommt, irgendwie komisch...

                          ab 17.45 Uhr- 18.30 Uhr Sport, erste halbe Stunde geringe Belastung, Zunahme Beschwerden, hab da aber nicht gemessen
                          letzte 15 Min extremes Ausdauer/Krafttraining -> ich würde das jetzt mal als leichte Hyposymptome einschätzen, Zittern, Müdigkeit, Schlappheit, Frieren, etc.
                          18.30 Gemessen nach dem Training 131
                          19.30 stärkere "Hyposymptome" 115

                          Frage an euch, können trotz der gemessenen normalen 131 und 115 wirklich Hyposymptome auftreten, oder ist das von irgendwas anderem?
                          Kann es sein, wenn ich wirklich weiter gestiegen bin auf über 200 und dann plötzlich wahnsinnig Sport mache, dass ich dann schnell runterkrache und deshalb die Hyposymptome habe?

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                          • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                            Hallo July,

                            ich bin zwar nicht so erfahren wie viele hier, aber ich wollte Dich einfach mal loben. Du gibst Dir viel Mühe und merkst sicher, dass das Messen nicht schlimm ist. Wenn es notwendig ist, kannst Du das mit dem Insulin sicher auch schaffen. Du sollst zwar sicher nicht "Unmengen" Zucker und Kohlenhydrahte Essen, aber Angst vor dem essen ist sicher auch nicht gut.

                            Liebe Grüße
                            Ganz lieben Dank dir.
                            Das Stechen ist immer eine Überwindung, aber ich war jetzt einmal tapfer und habe jetzt wenigstens einen wahrscheinlich typischen Verlauf (wenigstens den Anfang der Kurve), durch Sport ist sie ja jetzt verfälscht, bzw. eher runtergegangen.

                            Kommentar


                            • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                              Der beschriebene BZ-Verlauf ist möglichweise nur eine Anomalie von Nudeln. Die sind bekannt dafür, dass sie, besonders al dente, den BZ viel später ansteigen lassen.

                              Gretchen Becker, eine bekannte Diabetesbloggerin, berichtet z.B. hier darüber:
                              https://www.healthcentral.com/article/the-pasta-effect

                              Betrachte deshalb lieber diesen Verlauf erst mal nicht als typisch und warte weitere Messreihen ab.

                              Kommentar


                              • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                                Der beschriebene BZ-Verlauf ist möglichweise nur eine Anomalie von Nudeln. Die sind bekannt dafür, dass sie, besonders al dente, den BZ viel später ansteigen lassen.

                                Gretchen Becker, eine bekannte Diabetesbloggerin, berichtet z.B. hier darüber:
                                https://www.healthcentral.com/article/the-pasta-effect

                                Betrachte deshalb lieber diesen Verlauf erst mal nicht als typisch und warte weitere Messreihen ab.
                                Meine Nahrungsgrundlage sind aber besonders Nudeln. Die gibt es fast jeden Tag. Schnell gemacht und vertrage ich super. Und gibt es auch in Mensa etc. immer zu kaufen. Und ich mag sie voll gerne.
                                Von dem her kann ich das schon als einen sehr klassischen Verlauf bei mir sehen, unter dem Hintergrund das es halt von den Nudeln kommen kann und wenn ich ausnahmsweise mal keine Nudeln esse, ich anders vorgehen muss mit Messen, oder würdest du was anderes empfehlen?

                                Ich rufe mal nächste Woche nochmal in der DiaPraxis an, hoffe die Diabetesberaterin ist wenigstens da. Diabetologin hat nämlich Urlaub. Weil 2-Std Werte machen keinen Sinn bei mir, jedenfalls nicht bei Nudeln

                                Kommentar


                                • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                                  Generell späteres Messen ist nicht sinnvoll, weil die Ärztin für die Wahl der Therapie bzw. der Insulindosis wahrscheinlich die 2-Stunden-Werte benötigt. In der Tat werden solche späten und langsamen Anstiege oft bereits durch das Basalinsulin abgefangen.

                                  Um der Ärztin genügend von ihren Werten zu liefern und ohne Mehrverbrauch von Teststreifen auch mögliche späte Anstiege zu beobachten, könntest du vielleicht aller 2 Tage bei wechselnden Mahlzeiten den 2-Stunden-Wert bei einer Mahlzeit weglassen und dafür bei einer anderen zusätzlich einen späteren Wert messen, etwa so:
                                  - früh, mittag, abend
                                  - mittag, abend 2*
                                  - früh, mittag, abend
                                  - früh 2*, abend
                                  - früh, mittag, abend
                                  - früh, mittag 2*
                                  - früh, mittag, abend
                                  - ...
                                  Dann bekommst auch raus, ob diese späten Anstiege nur bei bestimmten Speisen auftreten oder generell.

                                  Viel Erfolg, Rainer

                                  Kommentar


                                  • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                                    Generell späteres Messen ist nicht sinnvoll, weil die Ärztin für die Wahl der Therapie bzw. der Insulindosis wahrscheinlich die 2-Stunden-Werte benötigt. In der Tat werden solche späten und langsamen Anstiege oft bereits durch das Basalinsulin abgefangen.

                                    Um der Ärztin genügend von ihren Werten zu liefern und ohne Mehrverbrauch von Teststreifen auch mögliche späte Anstiege zu beobachten, könntest du vielleicht aller 2 Tage bei wechselnden Mahlzeiten den 2-Stunden-Wert bei einer Mahlzeit weglassen und dafür bei einer anderen zusätzlich einen späteren Wert messen, etwa so:
                                    - früh, mittag, abend
                                    - mittag, abend 2*
                                    - früh, mittag, abend
                                    - früh 2*, abend
                                    - früh, mittag, abend
                                    - früh, mittag 2*
                                    - früh, mittag, abend
                                    - ...
                                    Dann bekommst auch raus, ob diese späten Anstiege nur bei bestimmten Speisen auftreten oder generell.

                                    Viel Erfolg, Rainer
                                    Okay. Also doch auch 2-Std-Werte.
                                    Ich habe jetzt vor, dass ich nächste Woche, sollten die neuen Teststreifen angekommen sein, mal nochmal eine komplette Messreihe ohne Sport mit Käsetortellini mache, mein zweites Lieblingsgericht und dort habe ich immer hinterher Beschwerden. Und dann wirklich vorm Essen, 2 Std. 3, 4 und 5. Mal schauen vllt. auch nochmal nach 7, je nachdem wie die Werte dann sind. Zusätzlich noch ein paar Nüchternwerte und dann die 2-Stunden bzw. späteren Werte wie du mir vorgeschlagen hast. Hoffe dass dies dann der Ärztin so passt.

                                    Ich habe dadurch schon generell ein wenig an Messstreifen eingespart, da ich ja morgens nie esse und deshalb auch dort keinen 2-Stunden Wert habe.

                                    Wie sieht es eigentlich bei T2 aus, bekommt man schon mit "Nur" Basalinsulin die Teststreifen auf Rezept verordnet? Oder nur wenn man auch Bolus spritzt?

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                                    • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                                      Ich habe jetzt vor, dass ich nächste Woche, sollten die neuen Teststreifen angekommen sein, mal nochmal eine komplette Messreihe ohne Sport mit Käsetortellini mache, mein zweites Lieblingsgericht und dort habe ich immer hinterher Beschwerden. Und dann wirklich vorm Essen, 2 Std. 3, 4 und 5. Mal schauen vllt. auch nochmal nach 7, je nachdem wie die Werte dann sind.
                                      Aus purer Neugier oder würdest du dann dein Lieblingsgericht weglassen, wenn es den BZ besonders hoch antreibt?

                                      Eine wichtige Regel bei der BZ-Selbstkontrolle mit begrenzten Streifen und begrenztem Budget ist, nur Werte zu messen, mit denen man den BZ auch wirklich beeinflussen kann. So eine Messreihe könnte interessant sein, wenn du eine Therapie hast und überprüfen willst, ob die richtig wirkt. Du bekommst aber noch gar keine Diabetesmedikamente, also produzierst du die Messwerte nur für deine persönliche Statistik. Für deiner Ärztin könnte noch interessant sein, dass dein BZ nach 4 Stunden einmalig oder nicht einmalig - das bekommst du ja noch raus - sehr hoch ist. Aus dem genauen Verlauf über 7 Stunden kann sie aber keine tieferen Schlüsse ziehen und du auch nicht.

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                                      • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                                        Aus purer Neugier oder würdest du dann dein Lieblingsgericht weglassen, wenn es den BZ besonders hoch antreibt?

                                        Eine wichtige Regel bei der BZ-Selbstkontrolle mit begrenzten Streifen und begrenztem Budget ist, nur Werte zu messen, mit denen man den BZ auch wirklich beeinflussen kann. So eine Messreihe könnte interessant sein, wenn du eine Therapie hast und überprüfen willst, ob die richtig wirkt. Du bekommst aber noch gar keine Diabetesmedikamente, also produzierst du die Messwerte nur für deine persönliche Statistik. Für deiner Ärztin könnte noch interessant sein, dass dein BZ nach 4 Stunden einmalig oder nicht einmalig - das bekommst du ja noch raus - sehr hoch ist. Aus dem genauen Verlauf über 7 Stunden kann sie aber keine tieferen Schlüsse ziehen und du auch nicht.
                                        Ich dachte, es ist auch wichtig für den Diabetologen zu sehen, wie lange der Blutzucker oben ist, bis er wieder runtergeht. Es ist ja dann ein Unterschied, ob ich nach dem Essen 4 Stunden lang langsam auf 180-200 steige und dann oben bleibe oder gleich langsam wieder runtergehe. Ich habe Angst stundenlang mit Werten um die 200 durch die Gegend zu rennen.
                                        Da hilft meiner Meinung ein super 2-Stunden Wert gar nichts.
                                        Oder liege ich damit falsch.

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                                        • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                                          Ich dachte, es ist auch wichtig für den Diabetologen zu sehen, wie lange der Blutzucker oben ist, bis er wieder runtergeht. Es ist ja dann ein Unterschied, ob ich nach dem Essen 4 Stunden lang langsam auf 180-200 steige und dann oben bleibe oder gleich langsam wieder runtergehe.
                                          Wenn du so misst, wie ich es dir vorgeschlagen habe, dann bekommt deine Diabetologin die Info, dass dein BZ nach 4 Stunden noch sehr hoch ist und die Zusatzinfo, ob das nur einmalig oder bei bestimmten Speisen bzw. Mahlzeiten der Fall ist oder generell. Ihre Schlussfolgerung ist vermutlich, dass du dringend Basalinsulin spritzen musst.

                                          Den genauen Wert z.B.nach 5,7354 Stunden zu kennen, nützt weder dir noch der Diabetologin etwas.

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                                          • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                                            Wenn du so misst, wie ich es dir vorgeschlagen habe, dann bekommt deine Diabetologin die Info, dass dein BZ nach 4 Stunden noch sehr hoch ist und die Zusatzinfo, ob das nur einmalig oder bei bestimmten Speisen bzw. Mahlzeiten der Fall ist oder generell. Ihre Schlussfolgerung ist vermutlich, dass du dringend Basalinsulin spritzen musst.

                                            Den genauen Wert z.B.nach 5,7354 Stunden zu kennen, nützt weder dir noch der Diabetologin etwas.
                                            Okay. Danke, dass du dir so viel Zeit nimmst.
                                            Ich habe jetzt überlegt, dass ich die Messung mit den Tortellini nach 2 Stunden und 4 sowie 5 Stunden mache um zu sehen, welcher Wert jetzt der höhere ist. Und dann nehme ich entweder als zweiten Wert 4 oder halt 5 Stunden.

                                            Regelmäßig messen wird allerdings echt so eine Sache. Hatte ja jetzt keine Messstreifen mehr und musste die Tage auf die Lieferung von DiaExpert warten. Jetzt waren sie endlich da und zeitgleich ist auch die Angst wieder gekommen. Ich saß über eine Stunde da, bis ich es geschafft habe, eher ausversehen, mich zu pieksen. Und dann habe ich noch, durchs Wegziehen, so eine dumme Stelle direkt an der Vorderseite neben dem Fingernagel erwischt. AUAAA sage ich nur.

                                            Aber wenn ich nur alle 2-3 Tage messe, wird es hoffentlich auch reichen und aussagekräftig sein. Hoffe ich jetzt jedenfalls.

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                                            • Re: Neue Ergebnisse vom Diabetologen

                                              Lufti82 Ganz lieben Dank für deine Antwort.

                                              Ich habe eine starke Angststörung, das weiß ich auch. Eigentlich war ich schon an einem Punkt, dass ich mir gesagt habe, ich lasse mir das nächste Mal ein Messgerät, Streifen und Stechhilfe verschreiben/geben, wie auch immer. Und wenn ich mal wieder zuhause sitze und mich nicht traue etwas zu essen, dass ich es dann vielleicht schaffe es auszuprobieren. Solange ich es nicht daheim habe, werde ich es nie machen. Es gibt immer mehr Momente, wo ich mir denke, es wäre jetzt viel einfacher, ich wüsste meinen BZ. Gerade heute nachmittag wieder. Er ist zu hoch, aber wie hoch und wann er so gesunken ist, dass ich problemlos etwas essen kann, weiß ich ja nicht.
                                              Der Leidensdruck ist ja auch schon ziemlich groß.

                                              Leider ist jetzt auch noch die letzte Infusion bei meiner Gastroenterologin so extrem eskaliert, dass ich erstmal nicht die Kraft/Mut habe. Eigentlich stände ja jetzt im April die nächste Blutabnahme beim Diabetologen an. Aber ich fürchte, ich werde erstmal nicht hingehen. Dann erledigt sich das Thema momentan sowieso.
                                              Wenn Sie nicht zum Arzt gehen, kann Ihre Erkrankung nicht richtig behandelt werden. Ursache scheint - wie nach Ihrer Aussage - die Angststörung. Daher muß die Angststörung behandelt werden. Haben Sie medizinische Hilfe?!

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