• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Verdacht auf Glukosetoleranzstörung / Rauchstopp / Hirnchemie

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Verdacht auf Glukosetoleranzstörung / Rauchstopp / Hirnchemie

    Hallo Herr Dr. Keuthage,

    Ich habe Ihre vielen guten Ratschläge in Bezug auf Diabetes gelesen und vielleicht können Sie mir bei meinem Problem weiterhelfen, das mich mittlerweile seit 4 Jahren stark beeinträchtigt und zur wirklichen Qual geworden ist.


    Es würde mich sehr freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen würden, und sich meinen Fall anhören, um mir helfen zu können.

    Ich bin 33 Jahre alt und habe vor 4 Jahren mit dem Rauchen aufgehört und über 13 Jahre eine Packung pro Tag geraucht. Ich habe in mehreren Studien gelesen, dass die Mao-Hemmer in den Zusatzstoffen der Zigaretten so stark auf die Botenstoffe im Gehirn einwirken, dass nach einem Rauchstopp bei vielen Menschen schwere Depressionen ausgelöst, begünstigt oder wieder aktiviert werden können.

    In einigen Studien wurde dieser Zusammenhang als sehr gravierend dargestellt, da viele Menschen anscheinend unbewusst ihre depressiven Symptome durch das Rauchen über Jahre „behandelt“ haben, und sie deshalb nach einem Rauchstopp erst stark ausbrechen können. Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt, Zyban mit dem Wirkstoff Bupropion auszuprobieren, da es positiv auf die Dopaminrezeptoren wirkt, mir haben aber die möglichen Nebenwirkungen bis jetzt zu viel Angst gemacht. Hier ein kurzer Auszug über Zyban:
    "Der Zyban-Wirkstoff Bupropion (auch Amfebutamon) ist schon seit Jahren als Antidepressivum bekannt. Seine Wirkung als Entwöhnungsmedikament wurde durch Zufall entdeckt als depressive Patienten, die mit Amfebutamon behandelt wurden, plötzlich aufhörten zu rauchen. Dieser Mechanismus wurde weiter erforscht, bis Zyban® entwickelt wurde.

    Amfebutamon, greift in einen komplizierten körpereigenen Wirkmechanimus ein: Nikotin setzt sich im Körper an bestimmte Bindungsstellen der Nervenzellen. In der Folge erhöhen sich die Konzentrationen der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin im Gehirn. Dopamin ist für den Genusseffekt, aber auch für die Sucht verantwortlich. Noradrenalin steigert die Aufmerksamkeit und die Leistungsfähigkeit des Körpers. Durch ständigen Zigaretten- bzw. Tabakgenuss gewöhnt sich der Körper an die erhöhte Konzentration dieser Botenstoffe.

    Gibt jemand das Rauchen auf, fehlt dem Körper das gewohnte Nikotin. Der Anteil an Dopamin und Noradrenalin sinkt, und der Körper reagiert mit Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und "Heißhunger" nach der Droge.
    Hier setzt die Wirkung von Amfebutamon ein. Es hält die Konzentration der beiden Botenstoffe im Gehirn konstant und verhindert damit die Entzugssymptome und das starke Verlangen nach der Zigarette. Der große Vorteil des Amfebutamon ist, dass es selbst nicht an den gleichen Bindungsstellen wie das Nikotin ansetzt und daher nicht dessen Sucht auslösende Wirkung hat."

    Nach jeder Mahlzeit bekomme ich sehr starke und schwerwiegende Symptome, die mich so stark beeinträchtigen, dass ich diese Symptome als eine Art Hirnblockade bezeichnen würde. Ich habe sehr viel recherchiert und vermute einen Zusammenhang mit der Hirnchemie und den Nahrungsmitteln. Die Symptome äussern sich jeweils unmittelbar nach jeder Mahlzeit, so dass es sich so anfühlt, als würden alle Botenstoffe im Gehirn heruntergefahren werden, und durch irgendetwas blockiert werden. Ich habe viel zum Thema Serotoninmangel recherchiert und L-Tryptophan und 5-HTP ausprobiert. Ich gehe in meinem Fall davon aus, dass es einen Zusammenhang zu dem Nichtrauchen gibt, das evtl. eine Art Allergie ausgelöst haben könnte. Ich möchte mich auf eine Glukosetoleranzstörung testen lassen, da ich aufgrund des Rauchstopps zugenommen habe und trotz viel Sport diese heftigen Symptome habe.

    Ich habe mich ausserdem auf eine Histamin-Intoleranz testen lassen, wobei das Ergebnis negativ ausgefallen ist, und diese von einem Labor in Heidelberg ausgeschlossen wurde.

    Ich war ausserdem bei einem Neurologen, der mir leider auch nicht weiterhelfen konnte.

    Im Endokrinologikum habe ich alle Hormone testen lassen und es wurde ein Vitamin-D-Mangel festgestellt sowie eine latente Schilddrüsenunterfunktion, die aber noch im Normbereich liegt und nicht unbedingt behandelt werden muss.

    Ich leide sehr stark unter den vorhandenen Symptomen, da sie eine komplette Blockade nach der Nahrungsmittelaufnahme verursachen.

    Das klingt jetzt vielleicht etwas seltsam, aber damit Sie die Problematik verstehen können, muss ich Ihnen das erzählen. Die einzige Möglichkeit, um gegen diese Symptome anzugehen besteht darin, nach jeder Mahlzeit zu onanieren, um Glücksbotenstoffe ausschütten zu können. Danach ist diese Blockade tatsächlich verschwunden und es hält bis zur nächsten Mahlzeit an. Deshalb gehe ich davon aus, dass das ausgeschüttete Oxytocin dem durcheinandergebrachten Hirnstoffwechsel positiv entgegenwirkt, bzw. das ausgeschüttete Dopamin die depressiven Symptome vertreibt, die durch das Nichtrauchen und den dadurch vermutlich entstandenen Dopaminmangel vorhanden sind.

    Ich war ausserdem bei einem Psychiater, der mir einen selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer (Escitalopram) verschrieben hat, das ich ausprobieren könnte, da seine Kollegin zum Thema Rauchstopp und Serotoninmangel wohl auch ein paar Fälle kannte. Ich habe das starke Antidepressivum bisher aber bewusst gemieden, da die Nebenwirkungen sehr stark sein können und ich zunächst unbedingt eine Nahrungsmittelallergie oder Unverträglichkeit ausschliessen muss.

    Da sowohl bei Zyban als auch bei Escitalopram starke Nebenwirkungen eintreten können, bleibt als andere Alternative nur wieder mit dem Rauchen anzufangen, da ich diese Symptome nicht mehr länger ertragen kann.


    Aus diesen Gründen habe ich Sie angeschrieben, und hoffe sehr, dass Sie mir evtl. weiterhelfen könnten. Ich bin Ihnen für Ihre Zeit und Aufmerksamkeit sehr dankbar und hoffe von Ihnen zu hören.



    Mit freundlichen Grüssen,

    David


  • Re: Verdacht auf Glukosetoleranzstörung / Rauchstopp / Hirnchemie

    Danke für keine Antwort.

    Kommentar


    • Re: Verdacht auf Glukosetoleranzstörung / Rauchstopp / Hirnchemie

      bitte beantworte dir folgende fragen selbst.
      1. du rennst von arzt zu arzt, und wenn dir einer etwas verschreibt dann nimmst du es nicht. ist das normal ?
      2. du fragst hier einen diabetologen über sachen die mit diabetes nichts zu tun haben, ist das fair ?
      3. da das gehirn auf glucoseenergiebasis ohne insulinbedarf funktioniert,
      gibt es die von dir erfundene glucoseunverträglichkeit nicht. mal drüber nachgedacht ?
      daher frage dich bitte selbst, ob es nicht sehr vermessen ist nach einer antwort zu fragen.
      mfg. klaus

      Kommentar


      • Re: Verdacht auf Glukosetoleranzstörung / Rauchstopp / Hirnchemie

        1. Da das Antidepressiva sehr starke Nebenwirkungen hat, wurde es mir als Option verschrieben, so dass ich selbst entscheiden kann, ob es mir das Risiko wert ist.

        2. Da ich die starke Vermutung habe, dass es mit einer Verwertungsstörung der Nahrungsaufnahme zu tun hat, ist die Fragestellung an einen Diabetologen völlig legitim. War ausserdem ein Versuch, jemandem vom Fach einen Fall zu schildern, dem evtl. etwas dazu hätte einfallen können, da ich ja einige Dinge aufgezählt habe. Also mit Fairness hat das meiner Meinung nach nichts zu tun. Ich habe meinen Fall detailliert geschildert und auf eine Antwort gehofft. Das wäre fair.

        3. Ich weiß nicht inwieweit Sie selbst fundiertes Wissen über Medizin haben, aber ich habe bestimmt nichts erfunden, da meine Probleme viel zu ernst sind, um mir solche Vorwürfe von Ihnen anhören zu müssen. Und das als Moderator dieser Seite. Ganz toll. Super Arbeit!

        Auf einem Hilfe-Forum ist es überhaupt nicht vermessen, bei meinen Problemen nach einer Antwort zu fragen.

        Es ist vermessen, so auf einen Hilfesuchenden zu reagieren. Spricht nicht für Sie, und nicht für dieses Forum, wovor ich sowieso sehr skeptisch gewesen bin.

        Kommentar



        • Re: Verdacht auf Glukosetoleranzstörung / Rauchstopp / Hirnchemie

          http://www.medicoconsult.de/Gestoerte_Glukosetoleranz/

          Kommentar


          • Re: Verdacht auf Glukosetoleranzstörung / Rauchstopp / Hirnchemie

            Insulinresistenz wäre auch ein Thema, das garantiert nicht erfunden ist. http://www.aerztezeitung.de/medizin/...daechtnis.html

            Kommentar


            • Re: Verdacht auf Glukosetoleranzstörung / Rauchstopp / Hirnchemie

              "Wie sich regelmäßige postprandiale Blutzuckerspitzen, die zwar meist nicht so hoch ausfallen, sich aber ständig wiederholen, auf die Gehirnfunktion auswirken, haben finnische Ärzte geprüft. Sie erhoben dreieinhalb Jahre lang Daten bei 500 Teilnehmern mit normaler Glukosetoleranz und bei 80 mit gestörter Glukosetoleranz (IGT). Bei IGT steigt der Zwei-Stundenwert des Blutzuckers im oralen Glukosetoleranztest auf 140 bis 199 mg / dl. Ergebnis: Die Patienten mit IGT hatten ein schlechteres Gedächtnis als die Vergleichsgruppe. Im Mini-Mental-Status-Test zur Kognitionsprüfung schnitt die IGT-Gruppe schlechter ab.
              Offenbar ist aber auch die Insulinkonzentration von großer Bedeutung. Denn Insulin gelangt durch aktiven Transport über die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn. Hippocampus, der für die Gedächtnisbildung wichtig ist, und Hirnrinde sind mit Insulinrezeptoren gut bestückt. Steigt der Insulinspiegel im Blut, dann steigt er auch im Liquor. Tierversuchen zufolge nimmt dann auch die Gedächtnisleistung zu.
              Anders jedoch verändern sich die Insulinspiegel im Blut und im Liquor bei Insulinresistenz. Als Kern bei Probanden die Insulinkonzentration prüfte, entdeckte er: Mit Zunahme von Gewicht und Fettmasse stieg der Insulinspiegel im Plasma - im Liquor dagegen war es umgekehrt. "Der Anteil des Insulins, das in den Liquor transportiert wird, nahm ab. Übergewichtige, insulinresistente Menschen haben also nicht zuviel, sondern zu wenig Insulin im Gehirn", betonte der Diabetologe bei einem Symposium von LifeScan. Die Beziehung ist linear: Je dicker ein Mensch ist, um so weniger Insulin ist im Gehirn. Eine verminderte Insulinkonzentration im Gehirn wurde auch bei Alzheimer-Patienten beobachtet.



              FAZIT


              Insulinrezeptoren gibt es auch im Gehirn. Besonders viele finden sich zum Beispiel im Hippocampus, der für die Gedächtnisbildung wichtig ist. Bei Insulinresistenz ist jedoch der Transport des Insulins über die Blut-Hirn-Schranke gestört: Übergewichtige, insulinresistente Patienten haben einen verringerten Insulinspiegel im Gehirn. Das könnte mit ein Grund sein, warum Typ-2-Diabetiker und Menschen mit erhöhten postprandialen Blutzucker-Werten häufiger kognitive Defizite oder eine Demenz entwickeln. Intranasal verabreichtes Insulin gelangt direkt ins Gehirn und verbessert kognitive Fähigkeiten und die Gedächtnisleistung. (hbr)"

              Kommentar



              • Re: Verdacht auf Glukosetoleranzstörung / Rauchstopp / Hirnchemie

                Hallo Gast,

                du führst hier ein Studie an, die in aufwändigen Untersuchungen festgestellt hat, dass Insulinresistenz auch eine winzige Auswirkung auf das Gehirn haben kann. Wenn es sich um eine starke und sichtbare Auswirkung handeln würde, dann wäre das bei den Milionen von Typ2-Diabetikern mit treilweise starker IR schon längst im Alltag aufgefallen.

                Möglich, dass Dr. Keuthage sich neben seiner praktischen Arbeit auch mit solchen ganz speziellen wissenschaftlichen Fragen auseinandersetzt. Davon ausgehen kannst du aber nicht, weil es für seine Arbeit als Diabetologe von geringer Bedeutung ist. Außerdem kannst du deine starken akuten Probleme nicht mit den kaum feststellbaren Auswirkungen aus dieser Studie gleich setzen.

                Klar darfst du deine Frage im Forum stellen. Dein ausführlicher Erfahrungsbericht könnte vielleicht sogar für den einen oder anderen mal interessant sein. Es gibt aber keinen Grund für dich, sauer zu sein, wenn dir Dr. Keuthage und auch sonst niemand hier im Forum darauf eine zufriedenstellende Antwort geben kann.

                Kommentar


                • Re: Verdacht auf Glukosetoleranzstörung / Rauchstopp / Hirnchemie

                  Hallo Herr Dr. Keuthage,

                  Ich habe Ihre vielen guten Ratschläge in Bezug auf Diabetes gelesen und vielleicht können Sie mir bei meinem Problem weiterhelfen, das mich mittlerweile seit 4 Jahren stark beeinträchtigt und zur wirklichen Qual geworden ist.


                  Es würde mich sehr freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen würden, und sich meinen Fall anhören, um mir helfen zu können.

                  Ich bin 33 Jahre alt und habe vor 4 Jahren mit dem Rauchen aufgehört und über 13 Jahre eine Packung pro Tag geraucht. Ich habe in mehreren Studien gelesen, dass die Mao-Hemmer in den Zusatzstoffen der Zigaretten so stark auf die Botenstoffe im Gehirn einwirken, dass nach einem Rauchstopp bei vielen Menschen schwere Depressionen ausgelöst, begünstigt oder wieder aktiviert werden können.

                  In einigen Studien wurde dieser Zusammenhang als sehr gravierend dargestellt, da viele Menschen anscheinend unbewusst ihre depressiven Symptome durch das Rauchen über Jahre „behandelt“ haben, und sie deshalb nach einem Rauchstopp erst stark ausbrechen können. Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt, Zyban mit dem Wirkstoff Bupropion auszuprobieren, da es positiv auf die Dopaminrezeptoren wirkt, mir haben aber die möglichen Nebenwirkungen bis jetzt zu viel Angst gemacht. Hier ein kurzer Auszug über Zyban:
                  "Der Zyban-Wirkstoff Bupropion (auch Amfebutamon) ist schon seit Jahren als Antidepressivum bekannt. Seine Wirkung als Entwöhnungsmedikament wurde durch Zufall entdeckt als depressive Patienten, die mit Amfebutamon behandelt wurden, plötzlich aufhörten zu rauchen. Dieser Mechanismus wurde weiter erforscht, bis Zyban® entwickelt wurde.

                  Amfebutamon, greift in einen komplizierten körpereigenen Wirkmechanimus ein: Nikotin setzt sich im Körper an bestimmte Bindungsstellen der Nervenzellen. In der Folge erhöhen sich die Konzentrationen der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin im Gehirn. Dopamin ist für den Genusseffekt, aber auch für die Sucht verantwortlich. Noradrenalin steigert die Aufmerksamkeit und die Leistungsfähigkeit des Körpers. Durch ständigen Zigaretten- bzw. Tabakgenuss gewöhnt sich der Körper an die erhöhte Konzentration dieser Botenstoffe.

                  Gibt jemand das Rauchen auf, fehlt dem Körper das gewohnte Nikotin. Der Anteil an Dopamin und Noradrenalin sinkt, und der Körper reagiert mit Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und "Heißhunger" nach der Droge.
                  Hier setzt die Wirkung von Amfebutamon ein. Es hält die Konzentration der beiden Botenstoffe im Gehirn konstant und verhindert damit die Entzugssymptome und das starke Verlangen nach der Zigarette. Der große Vorteil des Amfebutamon ist, dass es selbst nicht an den gleichen Bindungsstellen wie das Nikotin ansetzt und daher nicht dessen Sucht auslösende Wirkung hat."

                  Nach jeder Mahlzeit bekomme ich sehr starke und schwerwiegende Symptome, die mich so stark beeinträchtigen, dass ich diese Symptome als eine Art Hirnblockade bezeichnen würde. Ich habe sehr viel recherchiert und vermute einen Zusammenhang mit der Hirnchemie und den Nahrungsmitteln. Die Symptome äussern sich jeweils unmittelbar nach jeder Mahlzeit, so dass es sich so anfühlt, als würden alle Botenstoffe im Gehirn heruntergefahren werden, und durch irgendetwas blockiert werden. Ich habe viel zum Thema Serotoninmangel recherchiert und L-Tryptophan und 5-HTP ausprobiert. Ich gehe in meinem Fall davon aus, dass es einen Zusammenhang zu dem Nichtrauchen gibt, das evtl. eine Art Allergie ausgelöst haben könnte. Ich möchte mich auf eine Glukosetoleranzstörung testen lassen, da ich aufgrund des Rauchstopps zugenommen habe und trotz viel Sport diese heftigen Symptome habe.

                  Ich habe mich ausserdem auf eine Histamin-Intoleranz testen lassen, wobei das Ergebnis negativ ausgefallen ist, und diese von einem Labor in Heidelberg ausgeschlossen wurde.

                  Ich war ausserdem bei einem Neurologen, der mir leider auch nicht weiterhelfen konnte.

                  Im Endokrinologikum habe ich alle Hormone testen lassen und es wurde ein Vitamin-D-Mangel festgestellt sowie eine latente Schilddrüsenunterfunktion, die aber noch im Normbereich liegt und nicht unbedingt behandelt werden muss.

                  Ich leide sehr stark unter den vorhandenen Symptomen, da sie eine komplette Blockade nach der Nahrungsmittelaufnahme verursachen.

                  Das klingt jetzt vielleicht etwas seltsam, aber damit Sie die Problematik verstehen können, muss ich Ihnen das erzählen. Die einzige Möglichkeit, um gegen diese Symptome anzugehen besteht darin, nach jeder Mahlzeit zu onanieren, um Glücksbotenstoffe ausschütten zu können. Danach ist diese Blockade tatsächlich verschwunden und es hält bis zur nächsten Mahlzeit an. Deshalb gehe ich davon aus, dass das ausgeschüttete Oxytocin dem durcheinandergebrachten Hirnstoffwechsel positiv entgegenwirkt, bzw. das ausgeschüttete Dopamin die depressiven Symptome vertreibt, die durch das Nichtrauchen und den dadurch vermutlich entstandenen Dopaminmangel vorhanden sind.

                  Ich war ausserdem bei einem Psychiater, der mir einen selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer (Escitalopram) verschrieben hat, das ich ausprobieren könnte, da seine Kollegin zum Thema Rauchstopp und Serotoninmangel wohl auch ein paar Fälle kannte. Ich habe das starke Antidepressivum bisher aber bewusst gemieden, da die Nebenwirkungen sehr stark sein können und ich zunächst unbedingt eine Nahrungsmittelallergie oder Unverträglichkeit ausschliessen muss.

                  Da sowohl bei Zyban als auch bei Escitalopram starke Nebenwirkungen eintreten können, bleibt als andere Alternative nur wieder mit dem Rauchen anzufangen, da ich diese Symptome nicht mehr länger ertragen kann.


                  Aus diesen Gründen habe ich Sie angeschrieben, und hoffe sehr, dass Sie mir evtl. weiterhelfen könnten. Ich bin Ihnen für Ihre Zeit und Aufmerksamkeit sehr dankbar und hoffe von Ihnen zu hören.



                  Mit freundlichen Grüssen,

                  David

                  Die Nebenwirkungen und Risiken des Rauchens sind mit Sicherheit schlimmer als die von Zyban oder Citalopram, zumal Zyban nur kurzzeitig gegeben wird.

                  Kommentar


                  • Re: Verdacht auf Glukosetoleranzstörung / Rauchstopp / Hirnchemie

                    bitte beantworte dir folgende fragen selbst.
                    1. du rennst von arzt zu arzt, und wenn dir einer etwas verschreibt dann nimmst du es nicht. ist das normal ?
                    2. du fragst hier einen diabetologen über sachen die mit Diabetes nichts zu tun haben, ist das fair ?
                    3. da das gehirn auf glucoseenergiebasis ohne insulinbedarf funktioniert,
                    gibt es die von dir erfundene glucoseunverträglichkeit nicht. mal drüber nachgedacht ?
                    daher frage dich bitte selbst, ob es nicht sehr vermessen ist nach einer antwort zu fragen.
                    mfg. klaus
                    Einen Diabetologen (wie auch jeden anderen Internisten oder Allgemeinmediziner) zu fragen, ist schon ok. Allerdings kann auch ich einen Zusammenhang zum Diabetes nicht erkennen.

                    Kommentar



                    • Re: Verdacht auf Glukosetoleranzstörung / Rauchstopp / Hirnchemie

                      "Wie sich regelmäßige postprandiale Blutzuckerspitzen, die zwar meist nicht so hoch ausfallen, sich aber ständig wiederholen, auf die Gehirnfunktion auswirken, haben finnische Ärzte geprüft. Sie erhoben dreieinhalb Jahre lang Daten bei 500 Teilnehmern mit normaler Glukosetoleranz und bei 80 mit gestörter Glukosetoleranz (IGT). Bei IGT steigt der Zwei-Stundenwert des Blutzuckers im oralen Glukosetoleranztest auf 140 bis 199 mg / dl. Ergebnis: Die Patienten mit IGT hatten ein schlechteres Gedächtnis als die Vergleichsgruppe. Im Mini-Mental-Status-Test zur Kognitionsprüfung schnitt die IGT-Gruppe schlechter ab.
                      Offenbar ist aber auch die Insulinkonzentration von großer Bedeutung. Denn Insulin gelangt durch aktiven Transport über die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn. Hippocampus, der für die Gedächtnisbildung wichtig ist, und Hirnrinde sind mit Insulinrezeptoren gut bestückt. Steigt der Insulinspiegel im Blut, dann steigt er auch im Liquor. Tierversuchen zufolge nimmt dann auch die Gedächtnisleistung zu.
                      Anders jedoch verändern sich die Insulinspiegel im Blut und im Liquor bei Insulinresistenz. Als Kern bei Probanden die Insulinkonzentration prüfte, entdeckte er: Mit Zunahme von Gewicht und Fettmasse stieg der Insulinspiegel im Plasma - im Liquor dagegen war es umgekehrt. "Der Anteil des Insulins, das in den Liquor transportiert wird, nahm ab. Übergewichtige, insulinresistente Menschen haben also nicht zuviel, sondern zu wenig Insulin im Gehirn", betonte der Diabetologe bei einem Symposium von LifeScan. Die Beziehung ist linear: Je dicker ein Mensch ist, um so weniger Insulin ist im Gehirn. Eine verminderte Insulinkonzentration im Gehirn wurde auch bei Alzheimer-Patienten beobachtet.



                      FAZIT


                      Insulinrezeptoren gibt es auch im Gehirn. Besonders viele finden sich zum Beispiel im Hippocampus, der für die Gedächtnisbildung wichtig ist. Bei Insulinresistenz ist jedoch der Transport des Insulins über die Blut-Hirn-Schranke gestört: Übergewichtige, insulinresistente Patienten haben einen verringerten Insulinspiegel im Gehirn. Das könnte mit ein Grund sein, warum Typ-2-Diabetiker und Menschen mit erhöhten postprandialen Blutzucker-Werten häufiger kognitive Defizite oder eine Demenz entwickeln. Intranasal verabreichtes Insulin gelangt direkt ins Gehirn und verbessert kognitive Fähigkeiten und die Gedächtnisleistung. (hbr)"


                      Der MMST ist ein recht "grober" Score zur Ermittlung einer Demenz, und wohl kaum geeignet in der kurzen Zeitspanne von drei Jahren und nur eines vergleichsweise winzigen Einflussgröße wie einer Glukosetoleranzstörung zu einem verwertbaren Ergebnis beizutragen. Ich halte das Studiendesign für verfehlt.

                      Kommentar