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Was versteht man unter Vorderhornerkrankung?

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  • Was versteht man unter Vorderhornerkrankung?

    Auf der Suche nach Ursachen für die plötzliche Steh- und Gangunfähigkeit meines an M.Alzheimer erkrankten Vaters, stieß ich auf die Möglichkeit sogenannter "Vorderhornerkrankungen", die sich offenbar auf den Muskelapparat auswirken und zu Lähmungen führen.

    Was genau versteht man aber unter "Vorderhornerkrankungen"? Ich finde im Netz nichts Eindeutiges und tappe im Dunkeln. Wer weiß hierüber Bescheid und kann mir Genaueres sagen?

    Vorab Danke für Hilfe und Rat!
    Leona


  • Re: Was versteht man unter Vorderhornerkranku


    Leider hat sich noch niemand zu den "Vorderhörnern" geäußert - im Modell konnte ich sehen, dass es sich um einen Teil des Wirbelkanals handelt - aber was man unter Vorderhornerkrankungen genau versteht (Beispiele), konnte ich noch nicht herausfinden.
    Kann jemand helfen?

    Leona

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    • Re: Was versteht man unter Vorderhornerkrankung?


      Sehr geehrte Leona,

      geben Sie bei Google oder einer x-beliebigen Suchmaschine statt "Vorderhornerkrankungen" den Begriff "Motoneuronerkrankungen" ein.

      Mit freundlichen Grüssen,

      Spruth

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      • Re: Was versteht man unter Vorderhornerkranku


        Liebe Leona,

        nachdem Herr Dr. Spruth sich schon geäußert hatte, dass er bei den beschriebenen Symptomen nicht diese Erkrankungsform vermutet, und wir schon länger nichts gehört haben wollte ich nachfragen, wie es inzwischen Deinem Vater geht? Konnte etwas gefunden werden, hat es sich verbessert? Untersuchungen? Konntest Du Dich bezüglich Physiotherapie etc. durchsetzen?
        Viele Grüße, Flieder

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        • Re: Was versteht man unter Vorderhornerkranku


          Hallo Flieder,
          Vater hatte heute Geburtstag und war sehr schlecht drauf - die Hitze und zu wenig Flüssigkeit!
          Ich bin erst seit Kurzem wieder zu Hause, verbrachte fast den ganzen Tag in der WG. Mit der Bewegung ist das ein stetes Auf und Ab, so dass ich - als gebranntes Kind - schon wieder Neuroleptika vermute. - Zumal die Leitung mich erneut ansprach, diesmal mit dem Ansinnen Tiaprit zu geben...(es wird bei Tourette-Syndrom und Corea Huntington eingesetzt...) Mein Glaube an ein menschliches Pflegesystem ist mittlerweile gänzlich dahin. Es ist alles nur furchtbar und in keinster Weise lebenswert.

          Mit vielen Kniefällen und dem Ausdruck von Dr.Spruths Beitrag habe ich den Hausarzt dazu bewegen können, wenigstens mal 6 physiotherapeutische Behandlungen aufzuschreiben (Was ich mir denn davon verspräche, fragte er mit hochmütigem Blick...) Die Behandlungen fangen erst in Kürze an, wegen der Urlaubszeit waren vorher keine Termine möglich.

          Ich bin heute ziemlich fertig und K.O. und melde mich demnächst wieder.

          Herzlichen Gruß
          Leona

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          • Re: Was versteht man unter Vorderhornerkrankung?


            Hallo Leona,
            geht es Ihrem Vater wieder besser - was das Gehen usw. betrifft?
            Meine Mutter hatte auch einemal von einem Tag auf den anderen einen "Komplettausfall". Sie konnte auch nicht mehr auf Ihren Beinen stehen und war auch sonst v´öllig apathisch. Sie kam ins Krankenhaus. Dort diagnostizierte man einen Flüssigkeitsmangel und zudem einen Harnwegsinfekt.
            Im Krankenhaus lag sie dann nur im Bett und bekam Flüssigkeit und ein Antibiotikum. Außerdem hätte man aus mir damals unverständlichen Gründern auch noch gerne eine Magenspiegelung gemacht.
            Sie hat dann das Krankenhaus in sehr schlechter Verfassung verlassen. Unfähig zu gehen, zu stehen, selbständig zu essen usw. Ich dachte damals wirklich, sie würde sterben. Nach Wochen hat sie sich wieder aufgerappelt und mit viel Mühe auch das Gehen wieder gelernt.
            Ich weiß natürlich nicht, ob die vom Krankenhaus diagnostizierten Gründe wirklich verantwortlich für ihren schrecklichen Zustand waren, aber wenn ein alter Mensch durch Flüssigkeitsmangel und zusätzlichen Infekt derart umgehaun werden kann, könnte das doch vielleicht auch bei Ihrem Vater so sein.
            Grüße von Adelheid

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            • Re: Was versteht man unter Vorderhornerkranku


              Hallo Adelheid und vielen Dank für Ihre Hinweise.
              Es ging Vater innerhalb von 3-4 Tagen wieder deutlich besser, ohne dass medikamentös eingegriffen wurde. Möglicherweise war es ein Flüssigkeitsmangel oder ein Beruhigungsmittel-Missbrauch - das ist, wenn man selbst nicht immer dabei ist - sehr schwer zu ermessen. In den letzten sehr schwülen Tagen war sein Befinden wieder schlechter, er war sehr desorientiert, sehr schläfrig und auch bewegungsunsicher. Dies würde den Verdacht auf Flüssigkeitsmangel stärken. Leider nehmen die unterschiedlichen Betreuer in der WG ihre Aufgaben nicht gleich ernst - einige sind sehr umsichtig und pflichtbewusst und haben sich auch ein gewisses Wissen über Demenzerkrankungen drauf geschafft - andere sehen es mehr als Job zum Nebenerwerb, arbeiten aushilfsweise und sagen auch ganz offen, dass sie an zusätzlicher "Arbeit" - wie Weiterbildung und sei es nur das Lesen einer Broschüre - nicht interessiert sind und dafür nicht auch noch Zeit erübrigen möchten. Offenbar ist es sehr schwer wirklich qualifiziertes Personal zu finden, möglicherweise auch eine Frage der Bezahlung, ich verstehe es noch nicht ganz. - Beschwerden brachten bisher nur wenig - selbst über die Mitarbeiterin, die frech ihr Desinteresse bekundete, legt man schützend seine Hand, weil eine weitere Familienangehörige schon sehr lange für die Station arbeitet...

              Auch muss ich damit rechnen,dass der Unmut, der durch meine Kritik entsteht, am Vater ausgetragen wird, so dass ich bislang eher zurück haltend bin. Aber so kann es natürlich nicht bleiben, ich grüble, wie ich diese Mauer falscher Solidarität durchbrechen kann. Die Voraussetzungen für ein gutes Miteinander wären eigentlich gegeben - es hängt m.E. in diesem Fall an einigen sehr unqualifizierten Mitarbeitern. Es gibt aber Gott-sei-Dank auch das Gegenteil davon - nur muss ja jeder auch einmal Freizeit haben und im Bereich der Alten- und Demenzbetreuung sind die Erholungsphasen besonders wichtig.

              Sie merken aus meinen Worten, dass ich noch immer nicht glücklich mit der Lösung bin.Vieles wurde versprochen und bislang nicht eingelöst, Vieles hatte ich mir anders, demenzgerechter vorgestellt. Aber ich kann Vater ja auch nicht ständig umziehen lassen - ich erinnere mich, Sie hatten erst beim 3. Mal Erfolg. Aber ich will der WG noch eine Zeit lang eine Chance geben.

              Hinderlich ist auch meine eigene Erschöpfung, die viele Vorhaben meinerseits in die Länge streckt, die mich nicht recht in die Gänge kommen lässt. Dazu kommen immer wieder Depressionen, Ängste, Zweifel . . .

              Ich weiß nicht, was passieren muss, bis ich endlich wieder so bin, wie vor Vaters Erkrankung und vor all der Verantwortung.

              Für heute herzlichen Gruß
              Leona

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