Salmonella-typhi-Polysaccharid

Allgemeines

Der Wirkstoff dient der Schutzimpfung gegen Typhus bei Erwachsenen und Kindern ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr.

Welchem Zweck dient dieser Wirkstoff?

  • körpereigene Abwehr gegehn Infektionen mit dem Keim Salmonella typhi erzeugen

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Salmonella-typhi-Polysaccharid im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Salmonella-typhi-Polysaccharid nicht verwendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder Überempfindlichkeitsreaktionen nach einer früheren Verabreichung darf der Impfstoff nicht benutzt werden.

Wie bei anderen Impfstoffen auch sollte die Impfung mit dem Wirkstoff bei Personen, die an einer akuten, fieberhaften Erkrankung leiden, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Eine leichte Infektion verbietet die Anwendung jedoch nicht.

Nur nach Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt und unter seiner Kontrolle darf Salmonella-typhi-Polysaccharid verabreicht werden an Patienten mit Mangel an Blutplättchen oder Störungen der Blutgerinnung. In diesen Fällen kann es bei Injektion in die Muskeln zu starken Blutergüssen kommen. Man vermeidet dies, indem man auf die Injektionsstelle nach der Spritze für mindestens zwei Minuten festen Druck ausübt.

Es ist zu erwarten, dass bei Patienten, die eine Therapie zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr erhalten oder Patienten mit einem geschwächten Immunsystem möglicherweise keine ausreichende Wirkung erzielt wird.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Samonella-typhi-Polysaccharid sollte während der Schwangerschaft nur bei einem hohen Risiko für eine Typhuserkrankung angewendet werden.

Gleiches gilt für die Stillzeit. Die Auswirkungen einer Impfung von stillenden Müttern auf den gestillten Säugling ist nicht untersucht worden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Es liegen keine Untersuchungen mit Salmonella-typhi-Polysaccharid bei Kindern unter zwei Jahren vor. Ähnliche Impfstoffe zeigen bei dieser Altersgruppe im Allgemeinen eine abgeschwächte Wirkung und damit einen unvollständigen Schutz.

Welche Nebenwirkungen kann Salmonella-typhi-Polysaccharid haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Salmonella-typhi-Polysaccharid. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Übelkeit, Juckreiz, Fieber, unspezifische Schmerzen, Unwohlsein

Sehr seltene Nebenwirkungen:
allergische Reaktionen einschließlich allergischem Schock, Nesselsucht

Besonderheiten:
Im Falle einer zweiten Impfung kommt es bei mehr als jedem zehnten Patienten zu einer Zunahme der Häufigkeit örtlicher Reaktionen wir Schmerzen und Rötung.

Welche Wechselwirkungen zeigt Salmonella-typhi-Polysaccharid?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bis heute sind keine Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen bekannt. Bei gleichzeitiger Anwendung verschiedener Impfstoffe wird der Arzt die Injektionen an unterschiedlichen Körperstellen vornehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Wie bei allen Impfstoffen sollte nach der Injektion die Möglichkeit zur Behandlung eines eventuellen allergischen Schocks gegeben sein.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Salmonella-typhi-Polysaccharid?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Salmonella-typhi-Polysaccharid enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Salmonella-typhi-Polysaccharid

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Salmonella-typhi-Polysaccharid. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Impfstoffe, zu welcher der Wirkstoff Salmonella-typhi-Polysaccharid gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Salmonella-typhi-Polysaccharid

Der Wirkstoff dient der Schutzimpfung gegen Typhus bei Erwachsenen und Kindern ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr.

Der Impfstoff schützt vor Typhuserkrankungen, die durch den Keim Salmonella typhi verursacht werden. Er schützt nicht vor Paratyphus oder Erkrankungen, die nicht durch Salmonella typhi hervorgerufen werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Salmonella-typhi-Polysaccharid sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Salmonella-typhi-Polysaccharid

    Salmonella-typhi-Polysaccharid gehört zur Wirkstoffgruppe der Impfstoffe.

    Der Wirkstoff besteht aus Bruchstücken der Bakterienhülle des Erregers der Typhuserkrankung. Diese Bruchstücke, chemisch Teile einer Zuckerkette (Polysaccharid), sind selbst nicht mehr ansteckend. Sie regen jedoch die körpereigene Abwehr dazu an, gegen die Typhus-Bakterien Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen zu bilden. Deshalb nennt man diese Form der Impfung auch "aktive" Immunisierung.

    Erfolgt nun nach der Impfung eine Infektion mit Typhus, heften sich die vorher gebildeten Antikörper an die Erreger. So markiert, werden sie von der körpereigenen Abwehr leicht erkannt und vernichtet.

    Disclaimer:
    Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.