Sumavel DosePro 6mg Injektionslösung in nadelfreiem Injektor

Hersteller: Desitin Arzneimittel GmbH
Wirkstoff: Sumatriptan
Darreichnungsform: Injektionslösung
Rezeptpflichtig

Wirkung

Sumavel DosePro 6mg Injektionslösung in nadelfreiem Injektor enthält den Wirkstoff Sumatriptan. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Sumavel DosePro 6mg Injektionslösung in nadelfreiem Injektor.

Sumatriptan wird bei Kopfschmerzen während einer Migräne-Attacke eingesetzt. Als Injektionslösung ist es auch beim Cluster-Kopfschmerz wirksam. Diese Form des Kopfschmerzes ist stark bis sehr stark und tritt typischerweise in eng umschriebenen Gebieten des Schädels auf.

Der Wirkstoff ist in Form von Tabletten, Nasenspray, Zäpfchen und als Injektionslösung im Handel. Die Zäpfchen eignen sich gut für Patienten, die während eines Anfalls an Übelkeit und Erbrechen leiden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Sumatriptan sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Triptane, Migränemittel, zu welcher der Wirkstoff Sumatriptan gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Migräneattacken mit und ohne vorausgehende Wahrnehmungsstörungen (Aura)
  • starke bis stärkste Kopfschmerzen in einem einzelnen Gebiet des Schädels

Dosierung

Die empfohlene Dosis für Erwachsene bei Migräne und Cluster-Kopfschmerzen ist eine Spritze als Einzelgabe unter die Haut. Bei Anwendung höherer Dosen durch mehrfache Gaben verbessert sich das Behandlungsergebnis nicht. Nur wenn bereits abgeklungene Beschwerden wieder auftreten, kann frühestens zwei Stunden nach der ersten Dosis eine weitere Dosis angewendet werden. Die Tageshöchstdosis beträgt zwei Spritzen.

Wenden Sie die Behandlung bei den ersten Anzeichen eines Migränekopfschmerzes an oder beim Auftreten von Anzeichen, die üblicherweise mit Migräneattacken verbunden sind, wie Übelkeit und Erbrechen oder Lichtscheu. Die Anwendung von Sumatriptan während der sogenannten Aura (der Migräne vorausgehende Wahrnehmungsstörungen), kann möglicherweise die Entwicklung von Kopfschmerzen nicht verhindern. Das Medikament ist aber gleichermaßen wirksam, wenn es zu einem späteren Zeitpunkt während der Migräneattacke angewendet wird.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen:
Übelkeit und Erbrechen, Kribbeln, Schmerzen, Hitzegefühl, Schweregefühl, Druckgefühl, Engegefühl.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Nackensteifigkeit, Rötung und Hitzegefühl am Kopf, Benommenheit, Schwindel, Schwächegefühl, Müdigkeit, Schläfrigkeit, vorübergehender Blutdruckanstieg.

Seltene Nebenwirkungen:
Blutdruckabfall, verlangsamter Herzschlag, Herzrasen, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, EKG-Veränderungen, Krämpfe der Blutgefäße am Herzen, Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen der Finger oder des Darms, Krampfanfälle, Augenflimmern, Doppeltsehen, Augenzittern, Gesichtsfeldeinschränkungen, Überempfindlichkeitsreaktionen.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Sehverlust, bleibende Sehstörungen, Veränderung der Leberwerte.

Zusätzliche Nebenwirkungen beim Nasenspray: unangenehmer Geschmack, Reizung, brennendes Gefühl in Nase oder Hals, Nasenbluten.

Besonderheiten:
Bei übermäßiger Anwendung von Sumatriptan besteht die Gefahr täglich auftretender Kopfschmerzen und einer Verstärkung der Kopfschmerzen.

In Einzelfällen ist es bisher bei hochdosierter Dauertherapie (mehrere Monate täglich 200 Milligramm statt einmalig 100 Milligramm) zu einer Fehlbildung des roten Blutfarbstoffes (Sulfhämoglobinbildung) gekommen. Sie äußert sich in einer Blaufärbung von Händen, Zehen und Gesicht. Bei Auftreten solcher Zeichen ist der Arzt zu befragen.

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme von Mutterkornalkaloiden besteht die Gefahr von Krämpfen der Blutgefäße am Herzen.

Sumatriptan soll nicht zusammen mit MAO-Hemmern oder selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern eingenommen werden. Auch zusammen mit Johanniskraut können Nebenwirkungen verstärkt auftreten.

Gegenanzeigen

Sumatriptan darf nicht angewendet werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Patienten, die in der Vergangenheit einen Herzinfarkt erlitten haben oder an anderen Krankheiten leiden, die mit einer Verengung oder Verstopfung von Blutgefäßen zusammenhängen wie beispielsweise Schlaganfall, die Angina pectoris oder arterielle Durchblutungsstörungen (Schaufensterkrankheit)
  • schweren Leberfunktionsstörungen
  • Formen der Migräne, die von einer Durchblutungsstörung herrühren (Basilarismigräne), die im Zusammenhang mit einer Augenmuskellähmung (Opthalmoplegie) oder einer halbseitigen Lähmung (hemiplegische Migräne) stehen
  • mittelschwerem bis schwerem Bluthochdruck und leichtem unkontrolliertem Bluthochdruck.
Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Bewertung durch einen Arzt darf die Anwendung bei ernsthaften Nervenerkrankungen, bei Patienten, die möglicherweise an einer nicht ärztlich festgestellten Angina pectoris leiden (Raucher, Männer über 40 Jahre, Frauen in und nach den Wechseljahren), bei Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide sowie bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion erfolgen. Weiterhin sollen Patienten, die zu Krampfanfällen neigen, und Personen, bei denen die Aufnahme oder Ausscheidung von Arzneimitteln verändert ist, den Wirkstoff nur nach sorgsamer Abwägung durch den Arzt einsetzen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

In der Schwangerschaft darf Sumatriptan nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch einen Arzt eingesetzt werden.

Während der Stillzeit sollte 24 Stunden nach der Einnahme nicht gestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder unter 18 Jahren sollen kein Sumatriptan nehmen.

Eine Ausnahme stellt das Nasenspray dar, das auch von Kindern ab zwölf Jahren unter ärztlicher Kontrolle verwendet werden darf.

Warnhinweise

  • Das Reaktionsvermögen kann durch das Medikament beeinträchtigt werden.
  • Bei Blaufärbung von Händen, Zehen und Gesicht während der Behandlung ist der Arzt zu befragen.
  • Das Medikament darf nur unter die Haut, nicht in Venen oder Muskeln gespritzt werden.
  • Das Medikament darf nicht wärmer als 30 Grad gelagert, aber auch nicht eingefroren werden.
  • Bei fehlender Wirkung der ersten Dosis darf bei demselben Migräne-Anfall keine zweite Dosis des Medikaments angewendet werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Spritzampulle Injektionslösung)
2 Spritzampulle Injektionslösung
6 Milligramm Sumatriptan
6 Spritzampulle Injektionslösung
6 Milligramm Sumatriptan

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Sumavel DosePro 6mg Injektionslösung in nadelfreiem Injektor sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Sumatriptan (ggf. auch Generika).


Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.