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6 häufige Mythen über die Grippe: Was ist dran?
Zur Grippe kursieren zahlreiche Mythen – sowohl im privaten Umfeld als auch in den Medien. Nicht alle davon sind medizinisch korrekt oder wissenschaftlich belegt.
Gerade weil sich viele dieser falschen Annahmen festgesetzt haben, fällt es oft schwer, Fakten von Irrtümern zu unterscheiden.
Die Bildergalerie nimmt 6 häufige Mythen über die Grippe unter die Lupe und ordnet sie medizinisch ein.
Mythos 1: Antiobiotika helfen bei Grippe
Der Mythos, dass Antibiotika bei Grippe helfen, hält sich hartnäckig. Die Influenza wird jedoch durch Viren verursacht. Antibiotika wirken aber gegen Bakterien. Damit sind sie bei einer Grippe wirkungslos. Sie kommen nur zum Einsatz, wenn zusätzlich eine bakterielle Infektion vorliegt.
Lesetipp: Wundermittel bei Grippe? Was wirklich bei Influenza hilft
Mythos 2: Grippe lässt sich ausschwitzen
Viele Menschen sind davon überzeugt, dass sich eine Grippe "ausschwitzen" lässt. Dabei handelt es sich um eines von Omas Hausmitteln, die nicht belegt sind. Schwitzen selbst hat keinen heilenden Effekt, da die Influenzaviren nicht über den Schweiß aus dem Körper entfernt werden. Starke Hitze, etwa durch heiße Bäder oder Saunagänge, kann den Kreislauf zusätzlich belasten und wird bei einer Grippe nicht empfohlen.
Mythos 3: Eine Grippe ist eine schwere Erkältung
Grippe und grippaler Infekt (Erkältung) werden häufig gleichgesetzt. Medizinisch handelt es sich aber um verschiedene Erkrankungen. Die Grippe wird ausschließlich durch Influenzaviren verursacht. Sie beginnt meist plötzlich mit starken Beschwerden wie Fieber, Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit. Eine Erkältung wird hingegen durch verschiedene Erkältungsviren ausgelöst. Insgesamt sind mehr als 200 Erreger bekannt. Der Verlauf ist in der Regel milder und entwickelt sich schrittweise.
Mythos 5: Ansteckungsgefahr besteht nur beim Husten oder Niesen
Ein gängiger Mythos besagt, dass eine Grippe nur dann ansteckend ist, wenn typische Symptome wie ausgeprägter Husten oder Niesen auftreten. Tatsächlich können Influenzaviren bereits übertragen werden, bevor sich erste Beschwerden zeigen. Zudem ist eine Ansteckung selbst bei milden Symptomen wie Gliederschmerzen möglich.
Lesetipp: Wie lange ist die Grippe ansteckend?
Mythos 6: Zink und Vitamin C helfen bei Grippe
Viele Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin C oder Zink, um einer Grippe vorzubeugen. Auch besteht die Annahme, dass entsprechende Präparate den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen können. Es gibt allerdings keinen eindeutigen Beleg, dass die Einnahme von Vitamin C oder Zink hier einen zusätzlichen Nutzen bringen.
Lesetipp: Schwerer Grippeverlauf – mögliche Komplikationen bei Influenza
Zur Grippe kursieren zahlreiche Mythen – sowohl im privaten Umfeld als auch in den Medien. Nicht alle davon sind medizinisch korrekt oder wissenschaftlich belegt.
Gerade weil sich viele dieser falschen Annahmen festgesetzt haben, fällt es oft schwer, Fakten von Irrtümern zu unterscheiden.
Die Bildergalerie nimmt 6 häufige Mythen über die Grippe unter die Lupe und ordnet sie medizinisch ein.
- Online-Informationen vom Deutschen Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH): Wie wird Grippe (Influenza) behandelt? https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/grippe/therapie (Abruf: 02/2026)
- Online-Informationen des Verbands Pneumologischer Kliniken e. V. (VPK): Grippe: https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/grippe/was-ist-grippe/ (Abruf: 02/2026)
- Online-Informationen vom Rober Koch-Institut: Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Grippe (Influenza): https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Influenza/FAQ_Liste.html (Abruf: 02/2026)
- Online-Informationen von Apotheker Verlag Dr. Roland Schmiedel GmbH & Co. KG: Acht Mythen über die Grippe: https://www.ptaheute.de/aktuelles/2023/12/15/acht-mythen-ueber-die-grippe (Abruf: 02/2026)
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