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Was darf man bei Gürtelrose nicht machen?
Jeder Mensch, der schon einmal die Windpocken hatte, kann eine Gürtelrose (Herpes Zoster) bekommen. Denn die auslösenden Varizella-Zoster-Viren bleiben nach der Windpocken-Infektion im Körper. Sie können viele Jahre später wieder aktiv werden und sich in einem meist gürtelförmigen Hautausschlag mit oft schmerzhaften Bläschen zeigen.
Bei dieser Erkrankung ist das richtige Verhalten wichtig, um den Verlauf nicht zu verschlimmern oder das Risiko für Komplikationen zu erhöhen. Auch gegenüber den Mitmenschen gibt es einige Regeln zu beachten, um niemanden zu gefährden.
Diese Bildergalerie zeigt, welche Fehler Betroffene vermeiden sollten.
Zu spät ärztliche Hilfe aufsuchen steigert das Risiko für Komplikationen
Gürtelrose sollte so früh wie möglich behandelt werden. Wird die Therapie innerhalb der ersten 72 Stunden begonnen, kann sie die Virusvermehrung hemmen, die Schwere der Erkrankung reduzieren und das Risiko für Komplikationen senken. Nach diesem Zeitraum ist die Behandlung meist weniger wirksam, da sich die Viren dann bereits stark vermehrt haben.
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Bläschen bei Gürtelrose aufkratzen: Bloß nicht!
Auch wenn die Bläschen stark jucken, sollten Betroffene sie auf keinen Fall aufkratzen. Dabei entstehen offene Wunden, in die Bakterien eindringen und Entzündungen verursachen können. Durch das Aufkratzen wird zudem die infektiöse Flüssigkeit freigesetzt und andere Menschen können sich dadurch leichter anstecken. Die Wunden können nach dem Abheilen Narben hinterlassen.
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Gürtelrose: Kontakt zu bestimmten Personen meiden
Für Menschen, die noch keine Windpocken hatten oder nicht dagegen geimpft sind, ist Gürtelrose ansteckend und kann bei ihnen die Windpocken auslösen. Solange die Bläschen noch nicht verheilt sind, sollten Betroffene daher engen körperlichen Kontakt zu Personen meiden, von denen sie nicht sicher wissen, dass diese geschützt sind. Das gilt insbesondere für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Babys und Kleinkinder, Ältere sowie Schwangere.
Was darf man bei Gürtelrose nicht machen? Schmerzen ignorieren
Schmerzen sind bei einer Gürtelrose normal. Sie sollten jedoch nicht ignoriert werden. Die Einnahme von Schmerzmitteln kann dazu beitragen, das Risiko für chronische Schmerzen zu verringern. Häufig sind spezielle, verschreibungspflichtige Medikamente erforderlich, da herkömmliche Mittel oft nicht ausreichen. Sind die Schmerzen sehr stark oder bestehen sie auch nach dem Abheilen der Bläschen weiter, kann das auf Nervenschäden und Komplikationen wie eine Post-Zoster-Neuralgie hinweisen. In solchen Fällen kommen spezielle Therapien zum Einsatz.
Wichtig bei Gürtelrose: Stress vermeiden
Stress und starke körperliche Belastung können den Körper zusätzlich belasten, die Heilung verzögern und Beschwerden verstärken. Ruhe und Schonung helfen dem Immunsystem, besser gegen das Virus vorzugehen. Deshalb sollten sich Menschen mit Gürtelrose Ruhe gönnen und Stress vermeiden. Wer krankgeschrieben ist, sollte sich diese Zeit auch wirklich nehmen und sich schonen.
Sport bei Gürtelrose? Lieber pausieren!
Körperliche Belastung kann den Heilungsprozess verzögern und Beschwerden verstärken. Der Körper braucht bei einer Gürtelrose vor allem Ruhe, um das Virus zu bekämpfen. Deshalb sollte auf Sport verzichtet werden, bis die Erkrankung abgeklungen ist.
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Gürtelrose: Auf Alkohol besser verzichten
Auch Alkohol kann das Immunsystem zusätzlich belasten und die Heilung verzögern. Außerdem sind Wechselwirkungen mit Medikamenten möglich, etwa mit antiviralen Mitteln oder Schmerzmitteln. Deshalb ist es ratsam, während einer Gürtelrose möglichst auf Alkohol zu verzichten.
Baden, Schwimmen oder Saunagänge: Nicht mit Gürtelrose
Baden, Schwimmen oder Saunagänge reizen die Haut zusätzlich und verzögern die Heilung. Wärme und Wasser können etwa Juckreiz und Schmerzen verstärken. Vom Wasser aus können zudem Keime in die geschädigte Haut eindringen. Außerdem besteht beim Schwimmen oder in der Sauna die Gefahr, dass andere Menschen sich über die virushaltige Flüssigkeit aus den Bläschen anstecken.
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Besser nicht bei Gürtelrose: Enge und kratzige Kleidung tragen
Kleidung, die eng anliegt und kratzt, kann die geschädigte Haut bei Gürtelrose zusätzlich reizen und Schmerzen verstärken. Auch synthetische, luftundurchlässige Materialien, die Schwitzen verstärken, sind ungeeignet und können die Heilung verzögern. Besser geeignet sind weiche und atmungsaktive Stoffe und weite Kleidung.
Fehler bei Gürtelrose: Symptome im Gesicht nicht ernst nehmen
Treten Symptome wie Schmerzen, Rötungen oder Bläschen im Gesicht auf, sollte das unbedingt ernst genommen werden. Besonders bei Befall von Auge oder Ohr können Komplikationen wie Lähmungen sowie Seh- oder Hörstörungen drohen. Eine frühzeitige ärztliche Behandlung ist wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden.
Lesetipp: Gesichtsrose – Gürtelrose im Gesicht
Jeder Mensch, der schon einmal die Windpocken hatte, kann eine Gürtelrose (Herpes Zoster) bekommen. Denn die auslösenden Varizella-Zoster-Viren bleiben nach der Windpocken-Infektion im Körper. Sie können viele Jahre später wieder aktiv werden und sich in einem meist gürtelförmigen Hautausschlag mit oft schmerzhaften Bläschen zeigen.
Bei dieser Erkrankung ist das richtige Verhalten wichtig, um den Verlauf nicht zu verschlimmern oder das Risiko für Komplikationen zu erhöhen. Auch gegenüber den Mitmenschen gibt es einige Regeln zu beachten, um niemanden zu gefährden.
Diese Bildergalerie zeigt, welche Fehler Betroffene vermeiden sollten.
- Online-Informationen der Deutschen Hirnstiftung e. V.: Gürtelrose: https://hirnstiftung.org/erkrankung/guertelrose/ (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen von Deximed: Post-Zoster-Neuralgie (Nervenschmerzen nach Gürtelrose): https://deximed.de/home/klinische-themen/haut/patienteninformationen/blasen-und-blaeschen/post-zoster-neuralgie-nerveschmerzen-nach-guertelrose (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen des Berufsverbands Deutscher Internistinnen und Internisten: Was ist eine Gürtelrose? https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/guertelrose/behandlung-der-guertelrose.html (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG):Gürtelrose: https://www.gesundheitsinformation.de/guertelrose.html (Abruf: 03/2026)
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