• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

"zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

    Vielleicht hatte A so einen Einfluss, weil du zu der Zeit dasselbe gesucht hast wie er, die Leichtigkeit des Seins.
    Das hat sich geändert und nun kann er dir nichts mehr bieten.

    V wird es auch noch begreifen und ausgesucht hast du ihn vielleicht weil er Sicherheit suggeriert, Gewohnheit und Sicherheit, das ist ein sehr starker Klebstoff auch in Beziehungen die eigentlich schon am Ende sind.

    Gute Nacht.

    Kommentar



    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

      Liebe Tired,
      das kommt mir sehr plausibel vor, was du da schreibst. Sowohl im Hinblick auf A. als auch auf V.
      Als V. und ich geheiratet haben, ging es mir mental und körperlich nicht gut und ich war dankbar für diese Geste und habe mich endlich mal angenommen gefühlt.
      Aber solche Zustände ändern sich...


      Dir auch eine gute Nacht + süße Träume )

      V

      Kommentar


      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

        Huhu Ihr Lieben!

        Mein Leben, die gemischte Tüte, ist mal wieder spannend... ich denke, ich hab einen Fortschritt gemacht, indem ich gelernt habe, meine Bedürfnisse zu artikulieren. Und das kam so:

        KF und ich waren Samstag auf einer "Kinky"-Party. Wir waren zwar beide etwas platt von der Woche und sind deshalb erst recht spät gefahren (und hätten das vielleicht ganz gelassen, wenn wir nicht schon im voraus bezahlt hätten), aber das war doch ein tolles interessantes Erlebnis! Erstaunlich viele gutaussehende Menschen in mehr oder weniger enthüllendem Lack und Latex bewegten sich zu ziemlich guter Elektro-Mucke. Das war sogar so gut, dass wir uns irgendwann in einen abschließbaren Raum zurückzogen und uns mal eine Runde vergnügten. Bzw. ich mich um ihn kümmerte (mein ausdrücklicher Wunsch und er war davon sehr angetan!). Ich hätte gar keinen extra Raum gebraucht, aber KF wollte es etwas entspannter angehen lassen. Danach - es war schon früh am Morgen - war er aber müde, und auch wenn er wegen meiner Tanzlust noch ne Weile geblieben wäre, dachte ich, es wäre nur fair, mal auf ihn Rücksicht zu nehmen. Er hatte eine harte Woche und ich will ja, dass es ihm mit mir gutgeht und nicht auch noch die knappe gemeinsame Freizeit in Stress ausartet.
        So sind wir also zu ihm gefahren und er war so groggy, dass er direkt einschlief. Ich aber nicht. Ich konnte einfach nicht schlafen, obwohl ich todmüde war. Zuviel Kaffee, zuviel "Stress"... zuwenig körperliche Verausgabung (beim Tanzen und beim Sex für mich, als dass es mir den nötigen "Rest" gegeben hätte). Ich wanderte ins Wohnzimmer, dachte, da wäre es ruhiger, konnte nicht schlafen. Bin erst um 5.30 Uhr oder so auf die Idee gekommen, eine Melatonintablette einzuwerfen. Bin dann wieder zu ihm ins Bett, weil ich Sehnsucht nach ihm bekommen habe. Dann schlief ich auch endlich ein, in KFs Armen (der übrigens gar nicht richtig wach geworden ist zwischendurch - er hat im Halbschlaf nach mir die Arme ausgestreckt und mich festgehalten). Ich wurde dann zwar bei jeder seiner "Umdrehungen" wieder wach (der Mann hat einen mega-aktiven Schlaf! Wie kann man sich so überhaupt ausruhen? Naja, wer weiß, was ich im Schlaf so alles tu - es wurde noch nicht berichtet ;o)) - aber die Situation war so rührend liebevoll, dass ich diese kleinen "Störungen" gerne in Kauf genommen habe.
        Irgendwann mittags waren wir dann beide wach... und ich fühlte mich so unbefriedigt (deshalb ja die Einschlafstörungen), dass ich ihm das mitteilte auf seine freundliche Frage, wie ich denn geschlafen hätte. Es fiel mir zunächst total schwer, darüber zu reden - aber in der begrenzten Präsenz-Zeit, die wir aus Arbeitsgründen nur miteinander haben können, ist Reden einfach der kürzeste Weg zum Ziel. Und siehe da - er hat mich nicht nur verstanden, er hat sich sofort ausgesprochen liebevoll und gründlich - und mit Genuss - um mich gekümmert!!! Der Sonntag und damit das WE war gerettet ;o)
        (Und so ganz nebenbei hat er mir später noch ne Riesenportion vom selbstgekochten Essen eingepackt für abends, damit ich nicht von Müsli leben muss...was will ich mehr, er ist einfach perfekt!)

        Abends hat mich dann meine supernette Gastgeberin noch zum 15 Jahre alten Sekt eingeladen (dabei war ich da müde und wollte eigentlich nur noch was essen und an die Arbeit, aber ich hab mich dann überreden lassen). Ziemlich gut war der, und da ich sonst nicht trinke, ist der mir auch direkt zu Kopf gestiegen. Aus einer Spendensammlung hat sie mir dann noch diverse praktische Sachen überlassen. Aber das Spannende war eher das Gesprächsthema - sie wollte von mir wissen, wie/wo sie einen netten Mann kennenlernt, der auch noch Interesse an Sex hätte ;o)) (Ich hab mich mit Tipps erstmal zurückgehalten und ihr einfach mal zugehört, weil sie offensichtlich Gesprächsbedarf hatte - sie hatte gestern Abend Besuch von einem Ex, und ich hab den gehört, er war ziemlich laut -in der Konversation ;o).) So offen hab ich wohl noch selten mit einem Menschen geredet, den ich doch gerade erst kennengelernt habe - und das nicht im einschlägigen Kreis... man muss mir wohl ansehen, wie ich drauf bin... oder jedenfalls hat sie es sofort gesehen. Sie ist 12 Jährchen älter als ich, aber die Libido ist noch jung offenbar. Na, ich hoffe, sie hat bald eine schöne Begegnung und findet wen passendes für länger, und muss nicht noch weitere Jahre warten. Wir haben gequatscht wie zwei alte Freundinnen.

        Trotzdem hatte ich heute den ganzen Tag über Spannungskopfschmerz von all dem Arbeitsstress/Zeitdruck. Ich konnte heute gar nix machen, kann jetzt erst anfangen.... meine Gastgeberin hat mir Limetten geschenkt, damit ich mir nen Kaffee damit machen kann gegen die Kopfschmerzen.
        Ich habe außerdem Haarausfall, Zahnfleischbluten, Augenentzündung und bin dauernd müde. Dabei hab ich meine Vitamintabletten alle mitgenommen und nehme die auch täglich. Habe aber auch keine Zeit mehr für Sport und Yoga, weil ich von hier aus überall hin so weit fahren muss und in meinen Zimmer nicht gut Videos (mit Sound) nachturnen kann, weil's die Zimmernachbarn stört. Bzw. weil ich mich noch nicht so weit hier eingelebt habe, dass ich einfach alleine auf der Matte turne. Ich kann das ja auch ohne Vorturn-Video. Naja, alles keine "echten" Probleme. Arzttermine mache ich nach den Prüfungen. (Ich vermute, die meisten Störungen sind wirklich einfach stressbedingt. Die Augenprobleme kommen zB von der vielen Bildschirmarbeit.)
        Und dann mach ich ab übernächster Woche auch wieder Sport und Yoga. Es ist einfach eine anstrengende Phase - und ich hab bei jeder negativen Kritik meiner Arbeit plötzlich Riesenangst, mein "Kreativ-Mojo" verloren zu haben. Beispielsweise hab ich V. den Entwurf meines Pressetextes für die Ausstellung meiner Freundin geschickt und er hat ihn total verrissen. Nicht aus Bösartigkeit, sondern weil er nix damit anfangen konnte. War ihm zu poetisch. Meine Freundin fand den Text "spontan richtig gut". Ich fand ihn selber zu lang und hatte ausdrücklich um kritische Durchsicht gebeten, aber so ein Komplettverrriss wie der von V. hat mich dann doch verunsichert, zumal ich mit den Kopfschmerzen auch nicht sofort an die Überarbeitung gehen konnte.
        Das ist das Blöde bei mir - ich vertrage keinerlei Schmerzmittel und so bleibt mir bei Kopfschmerzen nix anderes übrig als Hausmittelchen wie Kaffee mit Zitronensaft und Schlaf und Spazierengehen an frischer Luft, wenn nicht mehr jeder Schritt wie eine Gehirnerschütterung wirkt. Und das dauert halt. Und auch wenn Zeit relativ ist, fühlt es sich oft so an, als hätte ich keine. Jetzt is aber wieder gut mit dem Kopf und ich kann anfangen zu arbeiten. Bis Mitternacht/0100 werde ich wohl durchhalten.

        Drückt mir die Daumen, ich hab's nötig...!!! Am 18. und 21. hab ich Abgabefristen und am 19. noch ein wichtiges Interview für die Prüfungsleistung, die am 21. fällig wird. Ich brauche ein bißchen Erleuchtung und keine Kopfschmerzen mehr bis übernächste Woche! Und auch dann nicht... und auch sonst keine Beeinträchtigungen bitte...

        GLG, V

        Kommentar


        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

          Hm, vielleicht solltest du mal ein Blutbild machen lassen.
          Die zweithäufigste Ursache für z.B. Leberschäden, sind Nahrungsergänzungsmittel, also lieber nur was nehmen wenn wirklich ein Mangel da ist, oder für kurze Zeit versuchsweise, aber nicht für länger, gegen einen Mangel können die ohnehin nicht helfen und das mit der Dauereinnahme zur Vorbeugung ist eben auch nicht unbedingt gesund.

          Ja, Männer haben es meist gerne direkt, Ansagen die sie verstehen statt subtile Botschaften die sie verstehen sollen wenn ihnen was an Frau liegt.
          Das große Kommunikationsproblem zwischen Mann und Frau, dabei kann es manchmal so einfach sein.

          Kommentar



          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

            Liebe Tired,

            das Blutbild wäre wohl mal wieder fällig. Ich nehme die Ergänzungsmittel seit der Zeit, als meine Autoimmunerkrankung sich durchsetzte. Die haben immer gut geholfen. Aber irgendwas ist ja jetzt aus der Balance. Könnten natürlich auch die Geschlechtshormone sein in meinem Alter, wer weiß. Vielleicht pegelt sich aber auch alles wieder ein, wenn ich die Fristen hinter mir habe. Wäre nicht das erste Mal.

            Das mit der klaren Ansage behaupten meiner Erfahrung nach viele, aber dann kommen manche doch nicht damit klar. Aber ich praktiziere die Deutlichkeit ja auch noch nicht so lange, musste das auch erst lernen. Mit KF ist es das erste Mal, dass die Klartext-Kommunikation so gut gelingt, und ich musste mich dazu auch erstmal überwinden.
            Das hab ich meiner Gastgeberin auch gesagt - lass die subtilen Botschaften stecken, die werden nicht verstanden. Es hat ja keinen Sinn, sich darüber zu ärgern, wenn man stattdessen mit Klartext ganz leicht zum Ziel käme.Obwohl ich absolut nichts von dieser dualistischen Idee von Frauensprache/Männersprache halte, muss ich aber zugeben, dass ich aus einer Generation stamme, wo die Sozialisierung uns diese Trennung sehr wohl noch mitgegeben hat. Das Schöne ist: einfach sagen zu können, was man meint und möchte, ist viel entspannter. Und es ist auch "wissenschaftlich" und kommt so meiner Arbeitsweise nahe - so geht man ja in der Forschung auch vor: ich schreibe, was ich machen will und wozu und mit welcher Methode und warum ich denke, dass das wichtig sei, damit meine Leserschaft kapiert, was der Plan ist, und sich für das Thema interessiert.
            Aber jetzt kann ich glaub ich nicht mehr weiterarbeiten und mache doch erstmal Feierabend für heute.

            Gute Nacht und süße Träume

            V


            Kommentar


            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

              Liebe Venus, du hast dich schon länger nicht mehr gemeldet.
              Wie geht es dir?
              Wie sind deine Prüfungen/Arbeiten gelaufen?
              Wie ist der Status bei KF und V?
              Wohnst du noch in der Ferienwohnung?
              LG Leo

              Kommentar


              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                Lieber Leo,

                wie lieb, dass du fragst!
                Ich hatte einen Mordsstress wg. dieser Prüfung und den Ausstellungsvorbereitungen. Die Ausstellung läuft nun, die Prüfung ist fristgerecht abgegeben. Mit der Prüfungsleistung (Kooperation mit einer Kommilitonin) bin ich überhaupt nicht zufrieden, die Arbeitsstile meiner Kommilitonin und mir sind wirklich nicht kompatibel, so dass es darauf hinauslief, dass ich 80% der Arbeit selber gemacht habe. Nach 10 Jahren Studium (2 BA-Abschlüsse) kann sie noch nicht einmal bibliographieren, und das war noch das geringste "Problem". Trotzdem ist sie menschlich sehr in Ordnung. Deshalb hab ich ihr auch das Ticket zur Choy Ka Fai-Show spendiert, denn seine Arbeit war Teil unserer Forschung, und da hat sie mal den Hauptanteil gehabt. Und trotz ihres Jobs hat ihr Geld nicht gereicht, weil wir studentischen Aushilfen alle krass unterbezahlt werden. Sie hat sich total gefreut, die Show war auch sehr interessant und spannend.
                A propos unterbezahlt - sie hat mir mitgeteilt, dass beim Architekturmagazin, für das sie arbeitet, dringend eine Assistentin/Sekretärin gesucht wird. Große Lust hab ich nicht, aber das Geld könnte ich brauchen. Ich denke, wenn die bis Oktober aushalten können, würde ich das machen. Ich schau mal, was bei denen so geht...
                Es würde vielleicht die Miete zahlen, irgendwo, wo ich dann auch ein eigenes Bad und Küche habe und meine Freunde einladen kann!
                Die Ausstellungseröffnung ist auch ganz gut gelaufen, wobei ich mich gerne etwas besser auf meine kurze Rede vorbereitet hätte und auch gerne ein Presseecho gehabt hätte. Aber egal, ich habe wochenlang 14-h-Tage gearbeitet für alles und mehr kann ich einfach nicht. Bin nah am Limit. Jetzt bau ich mich erstmal wieder auf mit Sport und Yoga und mach mich bereit für die nächste Prüfungsleistung. Die ist dann Ende September fällig.
                Ich wohne deshalb auch noch in diesem Gästezimmer, wo ich mir das Bad mit anderen Menschen teile und keinen Besuch empfangen und auch nichts kochen kann, was unangenehm ist. Aber ich kann hier zumindest ungestört arbeiten, und das ist mein Hauptanliegen.

                V. versucht immer wieder sein Bestes und war auch zwischendurch wirklich hilfreich. Aber an meiner Einstellung zu ihm hat das nix geändert. Ich will nicht wieder mit ihm zusammen leben.

                KF stößt mich gerade auch etwas ab - wir sehen uns ja ohnehin nur am WE, waren/sind beide völlig überarbeitet... er hat mich die letzten beiden WE sogar abends an meiner Adresse abgeholt, damit wir die Nacht miteinander verbringen konnten, aber danach hat er nur noch re-agiert: auf meine "Verführungskünste" (keine Initiative von ihm), auf meine Gesprächsversuche (er könnte einfach nur vorm TV abhängen und versacken)... dann ist er jedesmal auf der Couch eingeschlafen und ich hab "Iron Fist" geschaut. Naja. Nicht so meine Idee von einem entspannten heißen WE. Ich brauche zum Runterkommen körperliche Verausgabung in Form von Sport (das konnte ich nicht organisieren wg. Testterminen und Fahrerei und Prüfungs-/Ausstellungsvorbereitungen) oder Sex (und das konnte ER dann nicht so "organisieren"). Das Blöde ist, ich kann sonst wirklich überhaupt nicht schlafen. Mit Melatonin geht es ca 5 h und dann bin ich auch wieder "wach" (aber nicht fit). Und davon habe ich auch nicht mehr so viel und gerade Nachschub-Probleme.
                Mir geht's also körperlich nicht besonders, ich muss mich erst wieder fit machen. KF kann dabei offensichtlich nicht helfen, er ist selber am Limit. Ich kann ihm auch nicht helfen, hab mir da viel Mühe gegeben, aber ich hab auch nicht endlos Energie, die ich da investieren kann, wenn ich nix zurückbekomme. Er schnarcht leider wie ein Tier und wechselt gefühlt alle 5 Minuten seine Schlafposition, so dass ich neben ihm nicht zur Ruhe komme ohne die o.e. "Hilfsmittel".
                Eigentlich hatten wir für dieses WE vorgehabt, dass ich Sa und So-Nacht bei ihm bleibe. Ich habe ja freitags/samstags 16-20 Uhr "Ausstellungsdienst", da hat er mich abgeholt, ich hab ihm noch eine kurze Führung gegeben und wir sind los. Nach einer fast durchwachten Nacht bei ihm, wo ich auch versucht habe, im Wohnzimmer zu schlafen (ging nicht, da hab ich Zigarettenrauch gerochen, pfui Spinne - außerdem ist es viel zu hell, er hat keine Rollos o.ä.) haben wir den Sonntag (er hata 13 h geschlafen!) noch zusammen verbracht mit Frühstück, dann Spaziergang (4 km haben ihm schon Muskelkater gemacht...) und dann nach dem Abendessen wieder auf der Couch verbracht. Ihm tat nur noch alles weh, er war zu nichts mehr in der Lage. Zu gar nichts. Ich dachte an meine Künstlerfreundin, die vor lauter Stress 1 Woche vor ihrer Ausstellungseröffnung einen Hexenschuss bekommen hatte und durch die Ankunft ihres besten Freundes 2 Tage vor der Eröffnung tatsächlich eine Art Spontanheilung erlebte und bin dann zu dem Schluss gekommen, dass es bei KF und mir genau andersherum sein könnte.
                Offenbar ist unsere Libido nicht kompatibel und vermutlich auch die körperliche Ausdauer ganz allgemein nicht. Er hat ja gerade erst das (Ketten-)Rauchen aufgegeben und dampft jetzt nur noch Nikotin, aber immer mal wieder wird er "rückfällig" und hat danach gelbe Finger, d.h. da geht's nicht um 1, 2 Zigarettchen, sondern um 1, 2 Päckchen/Tag.
                Er ist in meinem Alter, wenn er so weiter macht, ist er entweder auf dem Weg ins frühe Grab oder in die Frührente, weil er eigentlich dringend mal Physiotherapie oder wenigstens etwas leichten gezielten Ausgleichssport bräuchte.
                Ich muss selber auf mich achten, weil ich sonst Krankheitssschübe provoziere, ich hab schon wieder einige Symptome und muss jetzt dringend kürzer treten. Aber das erkenne ich und halte dagegen. KF meint, es würde noch reichen, wenn er im November (!) mal ein paar Tage frei macht. So lange möchte ich nicht auf ihn warten und sehen, wie er sich kaputtmacht. (Und ganz nebenbei auch meine eigenen Bedürfnisse unerfüllt lassen...) Für ihn sorgen kann ich nicht, ich tu schon alles, wenn ich da bin, aber dann komm ich mir vor wie ne langjährige Ehefrau, die sexuell unattraktiv und langweilig geworden ist -jedenfalls erlebe ich das so durch seine Passivität. (Dabei hatten wir sexuell noch so viel vor... er hat ne ganze Schublade voller Zeug, das noch nie zum Einsatz kam und mich sehr neugierig macht...;o) aber an mir liegt das nicht!!!)
                Außerdem erzählt er mir wirklich bei jeder Gelegenheit von seiner Ex und wie mies sie ihn behandelt hat. So langsam mach ich mir Gedanken, ob er mich (unbewußt?) für ihre Taten "bestraft". Schließlich bin ich noch verheiratet und er kann meiner auch nicht "sicher" sein, außerdem hab ich in den Augen vieler Männer damit eine eingebaute Rückzugsmöglichkeit - auch wenn ich das gar nicht mehr will. Die denken doch, ich "gehöre" zu dem...)
                Gestern Abend wollte ich nur noch weg von KF, das zögerliche und irgendwie "schuldbewußte" Streicheln, als ich neben ihm auf der Couch lag und "Ironfist" schaute, habe ich nicht mehr ausgehalten. Ihm ging es so schlecht, dass mir schon klar war, heute Abend "passiert" nix mehr, und wenn das so ist, dann schlafe ich wieder nicht, und das konnte ich mir in meinem eigenen Erschöpfungszustand nicht antun. Ich hab mich angezogen und er hat mich zurückgefahren, weil ich eh keine Bahnverbindung mehr bekommen hätte.
                Dummerweise hab ich in der Eile und mit meinem müden Kopp mein Smartphone bei ihm liegengelassen, so dass ich das heute Abend, wenn er mit der Arbeit fertig ist, irgendwie wieder bekommen muss. Er ist sogar letzte Nacht noch direkt losgefahren, um mir das zu bringen, aber das habe ich nicht mitbekommen, weil ich schon eingeschlafen war. Er ist also igs eine Stunde durch die Gegend gefahren mit dem Teil. Wäre er nicht selber so platt gewesen, wäre es ihm vielleicht eingefallen zu warten, bis er von mir feedback bekommt, dass ich überhaupt noch wach bin und das Gerät in Empfang nehmen kann. (Die Kommunikation zwischen uns erfolgte über die Chat-Funktion auf unserem Profil auf der Website, über die ich ihn damals gefunden habe.) Naja, er wollte die Sache erledigen. Und jetzt bin ich doch den ganzen Tag ohne das Teil. Aber heute ist es mir noch relativ egal, ich habe keine Termine und kann auch per Mail kommunizieren.

                Zwischenfazit: Fazit kommt im nächsten Post, ich hab die Zeichenzahl überschritten... (OMG)



                GLG und nen guten Wochenstart!

                V













                Kommentar



                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                  ...hier kommt das Fazit

                  Fazit: wir sind (aktuell oder generell?) inkompatibel - bzgl. Libido, bzgl. Interessengebieten, bzgl. politischer Einstellung etc.... ihm ist es sehr wichtig, immer überall gut integriert zu sein und nicht anzuecken, er hat keinen widerständigen Knochen im Leibe und auch wenig Energie/Neigung, Dinge mal kritisch in Frage zu stellen. (Fairerweise muss ich aber zugeben, dass wir doch in einigen Punkten gleicher Meinung sind... aber so ganz sicher bin ich bei ihm irgendwie nicht...er wird immer den Weg des geringsten Widerstands gehen, das ist mein Eindruck...)
                  Beziehungstechnisch scheint er irgendwie immer noch nicht über die Ex hinweg zu sein. Und ich sage dir/euch, wenn ich von der mal ein Foto sehe oder sie gar persönlich, könnte es sein, dass mich der Ekel vor KF überkommt. Ist mir schon mal mit jemandem passiert.
                  Ich bin ne Gelegenheits-Aktivistin und Medienkritikerin und Gelegenheits-Künstlerin. Dazu bin ich in einer total instabilen Wohn- und Ehesituation.
                  Ich bin ich sehr offen in meiner Kommunikation und zeige auch meine Gefühle. Und letzte Nacht, als KF mich an meinem Interims-Wohnort abgesetzt hat, habe ich zu dem Wunsch, dass er mal seine Gefühle ausdrückt, dazu nix weiter bekommen als einen höhnisch-überheblichen leicht hasserfüllten Blick. Allerdings ist das meine Interpretation seines Blickes, und es war einfach zu spät und wir viel zu erschöpft, das noch zu diskutieren. Wir müssten vielleicht mal in Ruhe miteinander reden und sehen, ob es Sinn hat, unsere "Beziehung" noch fortzusetzen. Ob/welche Entwicklungsmöglichkeiten es überhaupt noch gibt.
                  Oder noch besser - ich seh (weiterhin) zu, dass ich mein Leben auf die Reihe bekomme, meine Ziele erreiche und "Heimat" finde. Bei/in mir selber. Dann ficht mich nicht mehr an, was ein V. oder ein KF so anstellt - ihr (von mir gefühlter) Einfluss auf mein Leben wäre weniger gravierend. Es würde mir auch sofort viel besser gehen, wenn ich einen eigenen Rückzugsort hätte, da bin ich mir sicher. Aktuell wäre das aber nicht so eine spirituelle Vorstellung von mir als Wandernonne, die überall zuhause ist, weil Heimat im Herzen blabla, sondern einfach eine kleine Wohnung, wo meine 500 Bücher, mein wunderschöner Schreibtisch, mein 20 Jahre alter Gummibaum, meine 2 Kleiderschränke voll Klamotten und alle meine Schuhe reinpassen und wo ich trotzdem noch Platz zum Tanzen habe... ist doch kein unmöglicher Wunsch, oder?

                  Kommentar


                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                    Liebe Venus, da hat sich ja einiges getan.

                    sie hat mir mitgeteilt, dass beim Architekturmagazin, für das sie arbeitet, dringend eine Assistentin/Sekretärin gesucht wird. Große Lust hab ich nicht, aber das Geld könnte ich brauchen. Ich denke, wenn die bis Oktober aushalten können, würde ich das machen. Ich schau mal, was bei denen so geht...
                    Hört sich ok an. Kann sich auch entwickeln. Wenn Preis/Leistung stimmt, warum nicht.

                    Hm, das mit KF sieht nicht mehr so vielversprechend aus. Ich bin mir sicher, dass es an seiner Arbeit liegt. Wenn der Körper leistungsmäßig am Ende ist, dann geht leider auch nicht mehr viel…außer schlafen. Das kann man auch an den 13h!!!???? erkennen. So wie du schreibst, hört sich da auch nach dauerhaftem Zustand an.

                    Schließlich bin ich noch verheiratet und er kann meiner auch nicht "sicher" sein, außerdem hab ich in den Augen vieler Männer damit eine eingebaute Rückzugsmöglichkeit - auch wenn ich das gar nicht mehr will. Die denken doch, ich "gehöre" zu dem...)
                    Kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Meiner Meinung nach kann sich ein Mann nie sicher sein. Du kannst immer gehen, ob verheiratet (mit V) oder nicht. Und gerade die „Beziehung“ mit KF ist doch eine sehr, sehr lockere.

                    Trotzdem finde ich es eine tolle Geste, dass er dir das Smartphone hinterhergefahren hat, auch wenn es etwas unüberlegt war.

                    Und letzte Nacht, als KF mich an meinem Interims-Wohnort abgesetzt hat, habe ich zu dem Wunsch, dass er mal seine Gefühle ausdrückt,
                    Da tun sich Männer bekanntlich sehr schwer.

                    dazu nix weiter bekommen als einen höhnisch-überheblichen leicht hasserfüllten Blick. Allerdings ist das meine Interpretation seines Blickes,
                    Da bin ich froh, dass du es als reine Interpretation erkennst und nicht als Tatsache ansiehst. Ich wüsste nicht wieso jemand auf eine solche Bitte „höhnisch-überheblich“ und „leicht hasserfüllt“ sein sollte. Genau so wie du schreibst: definitiv zu erschöpft um darauf einzugehen.

                    Aber ingesamt nachvollziehbar, dass du einen anderen Takt hast und er – zumindest dauerhaft – Probleme haben wird mitzuhalten. Ja, rede mit ihm, erläutere deine Sichtweise, deine Wünsche und Vorstellungen und hör dir seine an. Dann könnt ihr sehen wie ihr weiter macht.

                    ... ist doch kein unmöglicher Wunsch, oder?
                    Nein, wird sich bald erfüllen. Hab noch ein bisschen Geduld.
                    LG Leo

                    Kommentar


                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                      Lieber Leo,

                      danke für deine einfühlsamen Worte!
                      Mit der Bewerbung für den Job beschäftige ich mich morgen + Donnerstag.

                      KF ist ein toller Mann. Keine Frage (mehr). Er hat nur offenbar ne Tendenz, sich (für andere) völlig zu verausgaben, und das auch manchmal ohne Not. Ich kenne das ähnlich auch von mir selber, hat wohl was mit einem eigenartigen "Schuldgefühl" zu tun, mit dem man aufgewachsen ist... man denkt immer, was man getan hat, war noch nicht (gut) genug, und dass es "ehrenhaft" ist, noch ein bißchen was dazuzugeben, gratis, wie Karma-Yoga oder sowas... ist ja auch alles ok, wenn man Maß hält und sich nicht kaputt macht. Es dankt einem doch keiner, im Gegenteil. Sowas ist völlig sinnlos.

                      Ich glaube ehrlich gesagt, dass er sehr wohl mit mir mithalten könnte. Er muss nur mal - endlich!!! - seine Batterien aufladen. Der hält ganz schön was aus, ich wäre bei seinem Arbeitspensum schon vor Monaten in die Knie gegangen (wenn man das jetzt nicht 1:1 vergleicht, denn was er körperlich schafft, dazu bin ich trotz viel Sport überhaupt nicht in der Lage, nicht mal einen Tag lang).

                      Dem würde es sehr gut tun, wenn ihn wer betüteln würde - sowas Simples wie Brote schmieren für die Arbeit und was zu essen fertig haben, wenn er heimkommt. Aber da er dafür niemanden hat, muss er sich selber drum kümmern, und das kommt manchmal zu kurz. Da gibt's dann erst nach der Arbeit abends irgendwas von der Pommesbude, weil er zu groggy ist, sich noch was zu kochen. Wenn ich bei ihm bin, haben wir bis auf eine einzige Ausnahme immer frisch gekocht. Er kann das auch sehr gut. Und ich kann das auch...

                      Wie locker das mit ihm ist, weiß ich gar nicht. Irgendwie hab ich mich im Herzen schon ziemlich fest mit ihm verbunden. (Sonst würde ich an dieser Stelle wohl gehen...) Ich glaube, er sich auch mit mir, aber sicher bin ich da nicht. Auch wenn ich noch mit V. verheiratet bin, sieht KF das, was wir da gerade präsentieren, als eine "feste Beziehung" an - aus Mangel an einer besseren Bezeichnung. So stehen wir in unserem Profil auf der Website. Zur Auswahl hätte auch gestanden "single" oder "offene Beziehung", "polyamor" etc.
                      (Dieser krasse Blick von ihm in der Nacht, wo ich meine Zelte bei ihm spontan abgebrochen habe, war eine Mischung aus all seinen Gefühlen (für mich) - und auch die Gefühle, die er speziell in der Situation hatte. Er hatte sich bemüht und war erschöpft und ich mach auch noch Druck, so kam das für ihn rüber. Haben wir geklärt gestern.)

                      Währenddessen hofft V., dass ich zu ihm zurückkehre. Am Samstag hat sein Trauzeuge 50. Geburtstag, da soll ich unbedingt mit. Wobei ich denke, dass ich da auch mitgehen würde, wenn wir offiziell getrennt wären, falls er mich dann eingeladen hätte, denn ich kenn ihn so lange wie V. und wir sind auch schon so lange befreundet. Und ich will ja keine böse Trennung von V., die dazu führt, dass man sich unbedingt aus dem Weg gehen will.

                      In der Zwischenzeit sage ich mir immer: erstmal bis Ende September die nächste Prüfung eintüten (dieses Mal mit besserem Erfolg) und dann anfangen mit Wohnungssuche. Der Besitzer des Ausstellungsraum, wo die Ausstellung meiner Fotokünstler-Freundin stattfindet, die ich mitkuratiert habe, ist Immobilienverwalter. Vielleicht kann der mir weiterhelfen. Ja, ich hoffe, du hast recht mit deiner positiven Sichtweise auf diese Angelegenheit...!

                      GLG
                      V

                      Kommentar



                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                        Liebe Venus,

                        ich dachte, dass seine extrem körperlich anstrengende Arbeit ihn so müde macht. Meinst du, dass er es schafft die darüber hinausgehende zusätzliche Mehrarbeit sein zu lassen? Meist ist das eine Charaktereigenschaft, die man nicht einfach abschütteln kann. Und meinst du, dass das Weglassen ausreicht, dass er nicht mehr so abgeschlagen ist?

                        Wenn ich Mehrarbeit leiste, dann eigentlich nie aufgrund eines Schuldgefühls, sondern weil ich jemandem helfen möchte, der mir wichtig ist. Warum bringst du das bei dir (und auch bei KF) mit Schuld in Verbindung? Das taucht immer wieder mal in deinen Beiträgen auf und ich frage mich wieso du das Gefühl in Situationen hast, die ich nicht nachvollziehen kann? Und dann stelle dir mal die Frage, ob du das Gefühl als richtig ansiehst.

                        Wie locker das mit ihm ist, weiß ich gar nicht. Irgendwie hab ich mich im Herzen schon ziemlich fest mit ihm verbunden
                        Oh….Ok, das hatte ich jetzt nicht erwartet. Da überraschst du mich. Klar, dass du Gefühle hast, aber ich dachte, dass es eine recht lose Verbindung ist, mit Fokus auf dem Sexuellen.

                        Du bist auf der Zielgerade deines Studiums. Und siehe da es tun sich immer wieder Türen auf. So wie Elektraa es bei sich auch immer festgestellt hatte. Das ist aus meiner Sicht keine positive, sondern eine realistische Sichtweise. Du findest einen Job, eine Wohnung und einen KF oder wen auch immer. Sieht vielleicht am Anfang nicht immer perfekt aus, kann sich aber plötzlich als Traumjob, Traumwohnung oder Traumtyp entpuppen. Wartes es ab und sei entspannt.

                        LG Leo

                        Kommentar


                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                          Lieber Leo,

                          KF und ich haben als Kinder beide erlebt, dass wir als "Klotz am Bein" gesehen wurden. Er wuchs bei seiner Großmutter auf, die wohl sehr ängtlich besorgt um ihn und deshalb sehr streng war und ihm vermittelte, dass er gehorchen und den Mund halten sollte. Er fühlte sich dadurch sehr unterdrückt.
                          Mir wurde immer wieder die Schuld daran gegeben, das Leben meiner Mutter ruiniert zu haben (von ihr selber). Ich bin zudem sehr religiös erzogen worden, da kam auch noch einiges hinzu. Schonmal was von Erbsünde gehört? Ein irrer Quatsch, wenn man das irgendwann mal kapiert, zeigt sich die Machtpolitik dahinter. Aber als Kind hat man keine Chance, das zu durchschauen.
                          Letztlich hatte ich immer das Gefühl, für alles verantwortlich zu sein und an allem, das "schief" ging, schuldig zu sein. Paradoxerweise ist das auch wie eine Form von Größenwahn - wenn man die Geschicke anderer so beeinflussen kann, muss man ja irgendwie "wichtig" sein oder besondere Fähigkeiten besitzen /
                          Diese emotionale Komponente, die dazu führen kann, dass man alle möglichen Aufgaben übernimmt, obwohl man gar nicht müsste und obwohl man nicht wirklich dafür in irgendeiner Form entlohnt wird, ist das Schuldgefühl. Schuld an allem zu sen. Am Leid der Welt. Lächerlich, ich weiß, aber gar nicht so selten.

                          Ob KF seineVielarbeit abstellen kann oder wirklich will, weiß ich nicht. So lange = so gut kenne ich ihn noch nicht, um zu verstehen, was seine wahren Gründe dafür sind, sich so plattzuarbeiten. Dass er Schwierigkeiten hat, mal nein zu sagen, hab ich schon mitbekommen. Ich fürchte, das ist auch im Umgang mit mir der Fall. Da sagt er ein Treffen zu, obwohl er überhaupt keine Reserven mehr hat.
                          Heute schreibt er mir wieder, er müsse bis 22 Uhr arbeiten (3 h Verzug wg. anderer Gewerke, die nicht fertig wurden, also wohl nicht planbar von seiner Seite). Aber nebenbei soll ich mit irgendwelchen Paaren, die uns auf unserem Profil anschreiben (und uns auch beiden durchaus gefallen würden), den Kontakt ausbauen für Treffen. Da frag ich mich, in welcher Wirklichkeit der Mann eigentlich lebt. Das müssen wir mal am WE besprechen, wie in der aktuellen Situation mit diesen Neigungen umgegangen werden kann.

                          Und das führt zum nächsten Thema: Das Sexuelle kann nicht im Fokus einer Beziehung stehen, wo Sexuelles (für mich!) nicht ausreichend stattfindet. Ich bekomme in der Hinsicht nicht "genug". Ich weiß gar nicht, wie ich mich so emotional mit ihm verstricken konnte, obwohl ich eigentlich vordergründig Sex wollte. Jetzt hab ich eine "Problembeziehung" mit einem im Grunde wundervollen Mann, der kurz vorm Burn-out ist, und ganz nebenbei bin ich auch noch verheiratet. Immerhin achtet V. (ohne mich!) sehr gut auf sich. Er hat aber auch die Zeit und das Geld durch den "ruhige-Kugel-Job", den er in der Firma, wo wir uns kennenlernten vor 20 Jahren, sicher hat bis zur Rente nächstes Jahr. Und seit ich ausgezogen bin, geht er täglich zum Sport und hat schon 7 kg abgenommen. Er kümmert sich um gute Ernährung. Für sein Alter ist V. sehr fit. Er hängt am Leben, aber bei KF bin ich mir da manchmal nicht so sicher.
                          Natürlich muss ich auch bei mir nachschauen, wie es dazu kommt, dass ich mich mit KF so tief verbunden habe. Seh ich ihn wirklich als den, der er ist? Passen wir wirklich zusammen oder quälen wir uns nur? Können wir einander nützlich sein oder ist das Gegenteil der Fall? Im Grunde gibt es sehr viele Zeichen von Liebe. Aber meinerseits ist da auch neben sehr viel Mitgefühl für ihn auch ne Menge unerfüllter Sehnsucht. Wo bleib ich mit meiner Lust? Mal sehen, was wir aus allem machen. Beziehungen sind Lernfelder und alles ist ein Prozess mit Wandlungspotenzial...

                          Entspannung ist eine Kunst, die ich leider immer noch nicht beherrsche. Dazu brauche ich Hilfe. Und genau die suche ich schon lange und finde sie einfach nicht. Ich denke manchmal, ich kann erst zur Ruhe kommen, wenn ich mein Ziel erreicht habe. Aber dann kommt auch schon das nächste. Will gar nicht drüber nachdenken, was das im Endeffekt bedeutet.


                          GLG
                          V








                          Kommentar


                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                            Ich habe mir vorgenommen, mich nicht mehr zu euch an den Stammtisch zu setzen, ab da, wo ihr euch mauschelnd und tuschelnd unterm Tisch unterhalten habt, statt weiter bewusst redlichen und OFFENEN Meinungsaustausch zu pflegen und weil nie weitere Postings folgten, dachte ich, ihr seid halt nur mehr per PN am Reden.
                            Nun seh ich aber, so ist es gar nicht.

                            Kommentar


                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                              Hi Elektraa,

                              willkommen zuruck!
                              ...nö, das ist hier nicht nötig. Hier steht alles offen zur Diskussion und das mag auch gerne so bleiben!

                              GLG
                              V

                              Kommentar


                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                ...ich hatte einfach keine Zeit zwischendurch. Prüfung und Ausstellungsvorbereitung haben mich 24/7 in Beschlag genommen. Leider sehr viel mehr als KF ....

                                Kommentar


                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                  Hallo liebe Forumsgemeinde, speziell diese kleine Runde hier, servus zur späten Stunde !

                                  Ich habe mein Komfortleben derzeit eingetauscht und bin nun seit etwa zwei Monaten wieder ins Berufsleben eigetreten, samt Dienstvertrag und reellem Gehalt. Das ist eine witzige Sache, denn am selben Tag, als ich wieder eingestiegen bin in die Frohnarbeit, ist meine ehemalige Klassenkameradin in Pension gegangen. Ich bin praktisch ein Spätberufener. Mir fehlen noch an die zwei Jahre, bis ich die volle Pensions-Leistung beanspruchen kann, die hol ich noch ein, dann aber, dann stürze ich mich ins Vergnügen, bin nur mehr am Bumsen, nur mehr am Urlauben, nur mehr im Luxusleben, hab immer Zeit für alles, vor allem immer Lust.

                                  Venussi, ich glaub, den Mann gibt es nicht, der während Beruf und Maloche, also während Dauerpflicht, nicht zurückstecken muss bei der Kür. Ich sehe es gerade bei mir- obwohl dieser Job extrem lustig ist und mir sehr gefällt, ich bin hundemüde immer wieder, regelrecht rausgeworfen aus allem, was sonst noch schön wär, es wird alles geschluckt vom Job. DER ist nun dran und daher halte ich das locker aus, dass ich zurückstecken muss.

                                  Ist es nicht so, dass Lust, besonders Erotik ( ich verstehe unter Erotik genüsslichen, bewussten, sinnlichen Austausch, mit viel Zeit dafür) dass das einer bestimmten Laune bedarf? Die ist, meiner Meinung nach nicht da, sobald man kämpft. KF kämpft ums Überleben, das sieht man doch, das hört man doch heraus, bei dem, wie du alles beschreibst. Ihm könnten pünklich zahlende Kunden und weniger sorgenvolle Stunden helfen, sich wieder zu entspannen, meinst du nicht?

                                  Kommentar


                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                    Mein Kerli ist derzeit wieder sexuell unzureichend, nicht befriedigend, er weiß das, aber keinem von uns fällt deshalb ein, da nachzujustieren, das passt schon so, das ist okay, so wird es schon richtig sein. Alles zu seiner Zeit. Die ist im Moment nicht gegeben, wie auch im Moment nicht machbar ist, tagelang zu träumen, in die Luft zu gucken und in Trance zu sein vor lauter zufriedener Seligkeit. Diese Stimmung kommt bei mir auf, wenn es nur nach meinem Tempo geht, nur nach meinem Kopf, ausschließlich nur nach meinem Ansinnen- also wenn ich alles andere wegblende und ausgeklinkt bin aus der Welt da draussen. Es wird wieder möglich sein, diese Seligkeit einfangen zu können, das weiß ich, darauf vertraue ich, also ist es kein Problem, mich mal anderen Dingen zu widmen. Bei dir hört man heraus, ich halte es so nicht aus! Das geht nicht!....dabei, du hast es ja xmal schon gesehen, es geht sehr wohl, mal nicht in Üppigkeit zu fröhnen, was Gelüste betrifft und Co.

                                    Ich glaub, man hätte keine Probleme, wenn man nicht immer anders haben möchte, als "gerade da ist"- dazu gehören auch angebliche Fehler, die andere machen. Es hat sich zum Beispiel heute nicht ergeben, dass unsere geplante Mädelrunde stattfand, das ist kein Fehler, das ist sinnvoll, wegen dem ist Zeit für etwas, das auch gut ist. Eigentlich ist alles gut, auch angebliche Leerzeiten, oder angeblich mangelnde Befriedigung sexueller Gelüste. Wenn man dieses Loch zu hält, dann pfeifft es halt wo anders heraus und wer sagt, dass das nicht auch gut ist, wenns so kommt mal.

                                    Kommentar


                                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                      Hi Elektraa,

                                      willkommen zuruck!
                                      ...nö, das ist hier nicht nötig. Hier steht alles offen zur Diskussion und das mag auch gerne so bleiben!

                                      GLG
                                      V
                                      Diesen Eindruck hatte ich nicht, dass alles offen zur Diskussion steht, obwohl und gerade wegen deiner Grundehrlichkeit pausenlos dazu aufgerufen ist. Das hat so eine Qualität, so ein Austausch, wo nichts verschwiegen wird, auch nicht klammheimliche Gedanken und "Bewegungen im Kopf ". Wegen dieser Transparenz geschieht hier sprichwörtlich Therapie, für jeden Beteiligten. Sich auseinandersetzen mit Belangen anderer ist doch irgendwie wie Eigenbelange einsehen können, sich diese bewusst zu machen und auch mal drauf zu sehen. Oder nicht?
                                      Ich hatte das Gefühl, das ist ähnlich, als ob man auftaucht bei Menschen, denen man vertraut und die reden nicht mehr mit dir, nur mehr mit vorgehaltener Hand. Mich hat das betroffen gemacht: hab dir eine PN geschickt...wie: bleib draussen, wir haben etwas zu besprechen, du bist da störend.

                                      Kommentar


                                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                        ...ich hatte einfach keine Zeit zwischendurch. Prüfung und Ausstellungsvorbereitung haben mich 24/7 in Beschlag genommen. Leider sehr viel mehr als KF ....
                                        So wird es schon richtig sein, dass er sich zeitweise distanziert benimmt und verhält,.... wie bestellt... er hat sicher seine Früste über sich und dich auszutragen immer wieder, vielleicht ist das brauchbar für sein Allgemeinbefinden, dass er sich mal kühl geben darf. Etwa wie Dampf ablassen- irgendwie nicht persönlich gemeint, aber dennoch ein Zeichen, dass er mit Frauen noch keinen wirklichen Frieden hat- wie du auch nicht mit Männern.
                                        Hier findet Selbstreinigung statt ( Frust abbauen, indem man ihn auslebt) und nebenher, zugleich ergibt sich freie Zeit für Eigenbelange, weil wieder Distanz da ist. Ist doch super geregelt alles, oder nicht?
                                        Ich habe auch lachen müssen, als du beschrieben hast, dass V sich wieder recht oft sportlich verausgibt, mha, super, das ist der Beweis- du hast ihn davon abgehalten mit deiner ständigen Präsenz von seinem Eigenleben- das schlupft jetzt wieder hervor, nachdem du zur Tür raus bist.
                                        Heute bin ich in meiner Hütte, ich wette, das nutzt mein Freund zum Loslassen und sich selbst mal wieder aufstehen lassen, garantiert macht er SB- in jeder Linie, nicht bloß sexuell. Das kommt nicht auf, wenn man immer im WIR-Stadium ist und nicht im ICH-Modus. Er will ja gefallen, mir zuliebe macht er viel anders, als wenn er alleine ist.
                                        Mir gehts auch so- ich fühle direkt wie zig Augen sich endlich schließen können, weil mal keiner da ist, auf den man stets achtet, naturgemäss. Keiner kann da was dafür, wir sind einfach so gestrickt. Neben wem ist nicht gleichzusetzen wie soli. Kommt euch das bekannt vor?

                                        Kommentar


                                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                          Venus gerät immer an die falschen Männer, mit denen sie nur Probleme hat. Mögliche Alternativen prüft sie gar nicht ernsthaft und verschanzt sich lieber hinter ihrem vollen Terminkalender.

                                          g.

                                          Kommentar


                                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                            Aloha! <3<3<3

                                            Liebe Elektraa,

                                            in deinen Worten finde ich vieles, was mir weiterhelfen könnte...
                                            ob KF Existenzängste hat, weiß ich nicht, aber abwegig ist das natürlich nicht. Wir haben beide schon am Existenzminimum gelebt, das prägt. Ich glaube, er denkt wirklich er kann durchziehen bis November, dann lässt er sich gg Covid19 impfen und rechtfertigt damit eine Pause. Da diese Impfung aber für den Körper in den meisten Fällen "kein Spaziergang" ist, mach ich mir da schon Gedanken, wenn er sich dem Impfstoff körperlich völlig erschöpft aussetzt. Ich hatte ihm geraten, vorher zum Arzt zu gehen und sich mal durchchecken zu lassen, damit er im bestmöglichen Zustand ist für die Impfung. Ich werde das nochmal ganz gezielt ansprechen am Sonntag, wenn wir uns wiedersehen. Wenn es ihm selbst egal ist, wie's ihm geht, dann kann ich auch nix mehr für ihn tun.
                                            Es ist auch mein Eindruck, dass KF noch keinen Frieden mit den Frauen geschlossen hat und ich nicht mit den Männern. Hab ich ihm sogar auch mal so ähnlich gesagt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir uns da gegenseitig helfen können. Kommt drauf an, ob/wie wir durchhalten.
                                            Das Alleinsein/der Rückzug ist für mich schon immer sehr wichtig gewesen, deshalb möchte ich auch nicht mehr auf Dauer mit jemandem eng zusammenwohnen. Ich finde es besser, wenn jede/r eine Rückzugsmöglichkeit hat bei Bedarf.

                                            golem
                                            Du immer mit deinem "richtig und falsch". Schwarz-Weiß-Denken beschränkt, finde ich. Eigentlich sollte man das Wort "Problem" vermeiden mit all seinen blöden Konnotationen. "Herausforderung" ist vielleicht ein gutes Synonym.
                                            Aber ich "kenn" dich ja - du provozierst halt gerne und möchtest außerdem auch dein Stück vom Kuchen, gelle? ;o)


                                            Ich muss jetzt gleich los, hier ist "Kehraus" von 11 - 14 Uhr, da muss ich mir nen anderen Arbeitsplatz suchen.
                                            GLG
                                            V

                                            Kommentar


                                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                              Liebe Elektraa, es ist schade, dass du die Situation so falsch eingeschätzt hast aber schön , dass du dich wieder meldest. Ich habe dich vermisst . Ich hoffe du wirst uns noch mehr über deinen neuen Job berichten.
                                              LG Leo

                                              Kommentar


                                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                Liebe Venus,
                                                du weißt doch sicherlich, dass du 700 Jahre Ablass durch den Kuss des Fußabdruckes von Maria erhältst .
                                                Du bist kein Kind mehr und weißt, dass es Quatsch ist, warum hast du immer noch das Schuldgefühl bzw. hat dein Verstand nicht die Hoheit? Ich finde es ehrenwert, wenn jemand uneigennützig Mehrarbeit leistet. Das habe ich bislang nicht mit Schuld in Verbindung gebracht. Solche Leute sind mir sehr sympathisch. Ich fasse das als Hilfsbereitschaft auf. Natürlich muss das in Maßen bleiben und man darf nicht ausgenutzt werden. Das ist hier wohl das Problem.

                                                Du hattest sinngemäß mal geschrieben, dass du frei sein wolltest, eigenen Job, eine eigene Wohnung, einen Sexualpartner und Freunde für deine Hobbies und Gespräche. Habe ich das in etwa richtig wiedergegeben und ist das noch der aktuelle Stand? Bislang war ich der Auffassung, dass KF der derzeitige Sexualpartner ist und ihr – mal abgesehen von der Häufigkeit – eigentlich ganz gut harmoniert. Dass du zu kurz kommst, hast du sicher schon kommuniziert und da gibt es bestimmt auch eine einfache Lösung.

                                                KF hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um dich geworben, dich auf Händen getragen, dich zu seiner Göttin gemacht. Jeder liebt solch eine Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Kommen noch ein, zwei weitere Komponenten dazu z.B. guter Sex, dann kann es einem schnell warm ums Herz werden. Aus meiner Sicht wird sich an seiner Arbeitssituation nichts ändern. Man ist der Typ, der so hart und aufopfernd arbeitet oder nicht. In einigen Punkten sehe ich auch weitere Inkompatibilitäten. Ich denke ihr könnt euch auf sexueller Ebene noch viel geben und voneinander profitieren. Bei dir ist so viel im Fluss, dass sowieso irgendwann der Zeitpunkt kommt sich von ihm zu trennen. Bis dahin sammle weiter Erfahrungen mit ihm.

                                                Entspannung ist eine Kunst, die ich leider immer noch nicht beherrsche….
                                                Du kämpfst noch mit vielen Dämonen aus deiner Vergangenheit. Ich bin mir sicher, dass du mehr Gelassenheit, innere Ruhe und Zufriedenheit erhältst, wenn du dein Traum, das Kunststudium zu beenden und eine Anstellung zu finden, erfüllt hast. Dann bist du an deinem richtigen Platz angekommen. Deine weiteren Ziele solltest du deutlich niedriger aufhängen und der Druck sollte raus sein. Das kann man und musst du unbedingt lernen.
                                                LG Leo

                                                Kommentar


                                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                  Lieber Leo,

                                                  nö, ich bin ja protestantisch aufgewachsen, da gibt es keine solchen Tricks und ob dir deine Sünden verziehen wurden, erfährst du erst, wenn du auf dem Sterbebett liegst bzw. hinüber bist ;o) Aber ich bin ja eh aus der Kirche ausgetreten vor inzwischen 26 Jahren. Dennoch sind Prägungen selbst durch den Verstand nicht so einfach aufzuheben. Man meint, man hätte sich im Griff, um dann festzustellen, dass man rückfällig wurde.

                                                  Welche Inkompatibilitäten siehst du denn noch? Welche Kompatibilitäten braucht man eigentlich für eine Partnerschaft? Da mir noch nie eine "gelungen" ist, wo es mir längere Zeit gut ging, hab ich davon einfach keine Ahnung.

                                                  Man kann doch auch eine Partnerschaft in Freiheit führen? Bzw. kann man es überhaupt anders? Jede/r braucht doch Freiraum, manche mehr, manche weniger.

                                                  Heute war ich in der gemeinsamen Wohnung mit V., weil ich meinen Scanner benutzen musste für die Bewerbungsunterlagen. Er lud mich dann noch zum Kaffee ein und ich ihn noch zum Burger. Und es wurde immer angespannter und er hat mir wieder klargemacht, dass er eine Entscheidung von mir erwartet. Er hat vermutet, ich käme Anfang Oktober wieder zurück, aber ich bin mir da nicht sicher. Ich will ja weg, ich hab es auch schon anklingen lassen, aber er will das nicht glauben und macht Druck. Da verschanze ich mich mal tatsächlich hinter meinem vollen Terminkalender, denn dieses "finale Gespräch" mit V. kann ich jetzt noch nicht führen. Dazu fühle ich mich emotional/mental überhaupt nicht in der Lage.
                                                  Und kaum war ich wieder in meinem Gastzimmer hier, fiel dieser Druck von mir ab und ich fühlte mich besser. Mit V. bin ich immer mega-angespannt. Das war auch in den "guten Phasen" fast immer so, es gab wenig entspannte Momente mit ihm.

                                                  Da ich vorhabe, im Oktober Wohnung und Job zu suchen/finden, könnte ich zwar theoretisch zurückgehen. Aber dann bekommt V. alles live und in Farbe mit und ich habe wahrscheinlich täglich Stress (und er leider auch). Also wohl noch nen Monat oder so Gastzimmer und dann hoffentlich ne Wohnung, wo ich mein Zeug und mich und ab und zu Gäste unterbringen kann. Das Studium (übrigens Medienkulturanalyse mit Schwerpunkten in Kunstwissenschaft, Bildwissenschaft, visueller Kommunikation, Medienkunst) kann ich erst nächstes Jahr abschließen, weil ich erst dann meine letzte Prüfung machen kann. Die hab ich ja verschoben, nachdem ich monatelang vergeblich auf den Termin gewartet habe. Die Masterarbeit werde ich aber im Herbst schon anfangen und dann im Winter anmelden und bis zum Frühjahr fertigmachen, wenn alles gut läuft.

                                                  Entspannung muss ich wirklich mit mir selber finden. Naja, morgen früh geh ich zum Kundalini-Yoga. Das hilft meist eine Weile ;o)

                                                  LG und gute Nacht
                                                  V



                                                  Kommentar


                                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                    Liebe Venus,

                                                    Man kann doch auch eine Partnerschaft in Freiheit führen?
                                                    Nein, das geht ziemlich sicher nicht. „Die Freiheit des einen hört da auf, wo die des anderen anfängt“ (Immanuel Kant). Bislang hatte ich KF rein als dein Sexpartner angesehen. Er kann deiner Erwartung/Wünsche aber nicht ausreichend erfüllen (deine Worte). Damit er dir genügt, muss er also öfter (zwei, drei Mal die Woche?) Zeit für dich aufbringen. Du schränkst damit seine Freiheit ein. Das Ziel einer guten, funktionierenden Partnerschaft ist, dass man nicht merkt unfrei zu sein. In meinem Beispiel also: auch KF will (und kann das auch ohne Stress managen) zwei, drei Mal die Woche Sex mit dir = 100 % kompatibel. Mach dir aber keinen Kopf. Er wird gerne für dich mehr Zeit aufbringen und öfter Sex mit dir haben. Aber er wird dafür mehr Stress haben.

                                                    Mir scheint das Wort „Freiheit“ für dich viel zu bedeutend zu sein. Ich tausche meine Freiheit gegen etwas ein, das mir mehr Wert ist. Für mich ist Freiheit untergeordnet. Ich bekomme eine Gegenleistung. Stimmt die nicht mehr, dann bin ich trotzdem frei die Beziehung aufzulösen und den Partner zu verlassen. Ich fühle mich nicht unfrei. Daher kann ich nicht nachvollziehen wieso du so sehr auf der Ehe mit V herumreitest. Die existiert nicht mehr, nur noch auf dem Papier. Für mich spielt die überhaupt keine Rolle in einer Beziehung zu dir.

                                                    Welche Kompatibilitäten braucht man eigentlich für eine Partnerschaft?
                                                    Das hängt von dir ab. Welche Vorstellung hast du von der Partnerschaft (sexuell, geistig, WG, eheähnlich)? Je nachdem wirst du unterschiedlichen Wünsche haben. Willst du einen devoten Tom, der das Essen für dich schon gekocht hat, die Wäsche gewaschen und gebügelt in deiner Schublade gelegt hat, keine Probleme damit hat, dass du diverse Liebschaften führst und dir keine Widerworte gibt? Oder willst du den spießigen Banker, gut angezogen und ausreichend Kohle? Oder den Kumpeltyp, bei dem du nach seiner Arbeit, seine besten Freunden, mit denen er jedes WE die Bundesliga schaut, erst an dritter Stelle liegst? Das sind natürlich nur Stereotype für bestimmte Charaktereigenschaften. Welche für dich wichtig sind und welche Priorität du welcher zuordnest, musst du wissen. Also den Deckel zu deinem Topf und für den Deckel musst du natürlich auch der richtige Topf sein.

                                                    Für mich ist es natürlich schwer KF und dich richtig einzuschätzen. So wie du KF gezeichnet hast ist er ein schwer schuftender Selbstständiger mit Interesse an Sport (Formel 1), der gerne mehr Zeit mit dir verbringen würde, aber aufgrund seines Jobs das nicht schaffen wird. Du bist der vielseitig interessierte, sehr fordernde, auch kritisch hinterfragende, unternehmungslustige Typ. Also sehr aktiv. Also sexuell passt es ganz gut – denke ich, aber eine eheähnliche Partnerschaft könnte ich mir bei euch nicht vorstellen. Dazwischen gibt es aber noch viele andere „Beziehungsabstufungen“ und ihr beide entscheidet, welche die richtige für euch ist.

                                                    Ich will und könnte noch viel mehr schreiben, muss jetzt aber leider abbrechen. Nur weil meine Ehe schon sehr lange hält, bin ich aber auch nicht besonders qualifiziert. Ich denke auch die anderen Forenmitglieder können da ihre Sichtweise darlegen.

                                                    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.
                                                    LG Leo

                                                    Kommentar