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HA und Internist sehen es ganz locker

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  • HA und Internist sehen es ganz locker

    Guten Tag,

    vorab, ich bin Refluxkrank und nehme Pantoprazol.
    Zu meiner Person: 30 Jahre, 183 groß, 154 kg schwer, seit fast 1 Jahr trockener Alkoholiker, vorher starker Alkoholabusus.

    Vor etwa 8 Wochen hatte ich für ca. 1 Woche Verstopfung, vom HA bekam ich Lactulose AL, was auch recht gut half, nach der besagten Woche war die Verstopfung weg.
    Vor etwa 4 Wochen bekam ich wieder Verstopfung und wieder das gleiche Medikament.
    Diesmal half es nicht mehr so gut.
    Nach etwa 1 weiteren Woche bekam ich starke Magenschmerzen.
    Ich habe keine Übelkeit und kein Erbrechen, aber oft einen Brechreiz, muss dann aufstoßen und habe das Gefühl das immer Essen mit hochkommt.
    Aber essen geht schon fast garnicht mehr.
    Ohne Essen habe ich einen punktionellen Schmerz im linken Oberbauch unterhalb der Rippen.
    Mit wenig essen bleibt der Schmerz und es gesellen sich Magenkrämpfe hinzu (keine Übelkeit).
    Mit normal gefüllten Magen verschwinden die punktionellen Schmerzen, aber ich bekomme sehr starke Magenschmerzen, einen Blähbauch, ein Völlegefühl, Atemnot, ständigen Aufstossen mit besagtem Gefühl das Essen mit hoch kommt.
    Dazu habe ich eine ständige allgemeine Abgeschlagenheit, bin ständig müde und konzentrationslos.

    Ich bin wie in der Einleitung erklärt stark übergewichtigt.
    ABER, trotzdem meines ungesunden Lebenstils nehme ich seit ein paar Wochen immer weiter ab, ohne das ich eine Diät mache oder sowas.

    Mein HA meinte *Ist im Moment ein Mageninfekt unterwegs*.
    Der Internist meinte nur *hat man schonmal*
    Ja toll?!
    Wielange soll ich denn noch mit den Schmerzen herumlaufen bis mir endlich jemand etwas spezifisches sagt?!
    Ich mache mir echt große Sorgen weil ich so absolut garnicht weiss was Sache ist.

    Habe nun noch MCP Tropfen bekommen, mehr nicht.
    Fühle mich richtig unsicher und habe Angst. :-/



    MfG Skatch


  • Re: HA und Internist sehen es ganz locker


    Irgendwie vertrage ich seit neusten keinen Kaffee mehr.
    Habe heute morgen wie jeden Tag auf der Arbeit einen Kaffee getrunken, etwa 15 Minuten später musste ich mich übergeben.
    Es kam aber nur der Kaffee wieder raus, danach ging es mir besser, wurde jedoch nachhause geschickt.

    Am Donnerstag habe ich einen Termin zum MAgen Ultraschall.
    Mache mir echt Sorgen.
    Warum vertrage ich auf einmal keinen Kaffee mehr?!
    Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir sagen was es bei ihm war?!

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    • Re: HA und Internist sehen es ganz locker


      Hallo Skatch,
      du hast ja bereits erwähnt, dass du wegen Reflux Pantoprazol einnimmst.
      Also solltest du alles meiden, was Reflux fördert - dazu zählt auch Kaffee. Weiterhin z.B. Alkohol, Nikotin, scharfes essen......

      Besser als ein Magen-US wäre vielleicht eine Gastroskopie - aber das wird der Arzt entscheiden.

      Evtl.hast du ein Magengeschwür, welches jetzt größere Probleme macht?
      Bis zur Klärung Deiner Beschwerden rate ich Dir, keine zu großen Portionen zu Essen, nichts blähendes od.reizendes.
      Gut ist Joghurt, Haferflockensuppe, Fenchel-od.Kamillentee, Banane, Kartoffelmus, usw.

      Gute Besserung und für Donnerstag Toi, toi, toi..
      LG schildi

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      • Re: HA und Internist sehen es ganz locker


        Ich war nun beim Bauch US, die Internistin meinte es wäre alles soweit in Ordnung.
        Meine Leber ist durch mein Übergewicht etwas verfettet.
        Was mich allerdings sehr beunruhigt ist, dass meine Milz vergrößert war.
        Die Ärztin meinte es wäre noch im Rahmen, aber die Aussage hat mir so garnicht zugesagt.

        Die Magenschmerzen und das Völlegefühl ist weniger geworden, dennoch habe ich schmerzen im linken Oberbauch.
        Werde wohl noch zu einem anderen Internisten gehen der mir von mehreren Leuten empfohlen wurde,

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        • Re: HA und Internist sehen es ganz locker


          Hallo,
          nachdem ich so viele Berichte über Sodbrennen und Refluxleiden gelesen habe, möchte ich ebenfalls einen Beitrag leisten mit der Erläuterung meines Leidensweges.
          In April 2009 fing ich an unter der Refluxkrankheit zu leiden. Was mich im Nachhinein nicht wundert.
          Ich arbeite als selbstständiger Unternehmer weit mehr als 8 Stunden pro Tag. Der Stress ist wie bei jedem ein alltägliches Phänomen. Ich sitze den ganzen Tag am Computer, mehrere Stunden ohne zu Essen, mein Magen knurrt, dies will ich noch erledigen, das möchte ich noch nachsehen, … Und dann plötzlich, innerhalb einer Minute, ohne zu kauen, verschlinge ich die Hälfte der täglichen Menge, da das essen ja eine Zeitverschwendung bedeutet. Natürlich starre ich sitzend beim Essen, nach vorne auf vollen Magen beugend, auf den Computer.
          Im Laufe des Tages habe ich nicht auf die Einhaltung der Mahlzeiten geachtet. Dafür abends, als ich nach Hause ging, musste ich meinen Hunger durch große Nahrungsmengen stillen. Nach einem anschließenden Glas Sprudel, überrollte mich die Müdigkeit und ich ging schlafen.
          Ich hatte Albträume in der Nacht. Wachte oft mit einem brennenden Gefühl im Magen und einen sauren, metallischen Geschmack im Mund auf. Jetzt weiß ich, dass dieses Gefühl bei der Entstehung einer Schleimhautentzündung der Speiseröhre bzw. einer Refluxösophagitis erscheint.
          Mehrmals legte ich mich nicht mehr zurück, sondern setzte mich am Bettrand. Ich befand mich in einem sozusagen Komazustand, ein schreckliches Gefühl, begleitet von saurem Geschmack im Mund, raue Zungenoberfläche, und hatte mit Krächzen, Räuspern, Husten zu kämpfen.
          Den ganzen Tag kämpfte ich mit einer dumpfen Müdigkeit, eine konstante Schläfrigkeit, und wurde mit einem Rückgang meiner Aufmerksamkeit und Konzentration konfrontiert. Die Autofahrten waren durch konstanten Schlafdruck bzw. Dumpfheit die Hölle.
          Der Konsum von bestimmten Lebensmitteln wie z.B. Kaffe, Tomaten, Schokolade, führte anschließend zu einem brennenden Gefühl im Magen. Dies verstärkte meine schlechte Stimmung und eine starke Mundtrockenheit trat zusätzlich auf.
          Ich ging zum Arzt, der mich auf der Grundlage der Symptome zu einer Magenspiegelung schickte, wo eine Refluxkrankheit diagnostiziert wurde. Es folgte ein halbes Jahr lang eine medikamentöse Behandlung. Meine Ernährungsgewohnheiten musste ich ändern. Ich esse mehrmals kleinere Portionen auf den ganzen Tag verteilt, damit mein Magen sich nicht ausdehnt.
          Ich habe versucht, alles gegen die Refluxkrankheit zu unternehmen, und habe mich an die ärztlichen Anweisungen gehalten:
          *Ich nahm die Medikamente ein.
          *Ich änderte meine Essgewohnheiten, verteilte die Menge, die ich früher auf einmal aß auf 5-6 Mahlzeiten über den ganzen Tag.
          *Körpergewichtsabnahme: Ich wog 120 kg, und da ich bis heute nicht gerne laufe, ging ich 1-1,5 Stunden täglich spazieren. Es half mir sehr viel.
          *2-3 Stunden vor dem Schlafengehen esse ich nichts mehr. (Manchmal passiert es schon).
          Diese Maßnahmen führten bald zum gewünschten Erfolg.
          - Die Reflux-Symptome wurden durch die Medikamente verringert.
          - Mein Magen ist durch die Ernährungsänderung nicht mehr gestresst, und mein Empfindungszustand hat sich mit einer Reflux-Diät verbessert.
          - Innerhalb eines Jahres habe ich 30 kg verloren, wiege so unter 90 kg und behalte dieses Gewicht heute auch bei. Leider konnten die Medikamente nur während des Tages helfen, da sie nicht in der Lage waren die Schwerkraft zu überwinden. Somit floss in der Nacht die Magensäure ununterbrochen zurück in die Speiseröhre. So leidete ich nur noch unter nächtlichen Reflux.

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