• *** Aus aktuellem Anlass ***

    Haben Sie Fragen zum Coronavirus, die Sie gerne von einem Experten beantworten lassen würden? In unserem neuen Corona-Forum beantwortet unsere Expertin Frau Dr. med. Athanassiou kostenlos all Ihre Fragen zum Thema!

  • Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Diabetes nach Schwangerschaftsdiabetes

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Diabetes nach Schwangerschaftsdiabetes

    Hallo,

    ich hatte in meiner letzten Schwangerschaft einen Diabetes und der war am Ende auch insulinpflichtig. Leider ist der Diabetes nach der Geburt geblieben und ich nehme jetzt seit 3 Monaten 2x1000mg Metformin. Nun ist der Hba1c trotz Tabletteneinnahme nicht gesunken. Er ist immer noch gut, bei 6,2% aber hätte er nicht runter gehen müssen? Habe mich gleich ernährt und sogar noch 3kg abgenommen. was kann ich tun? Möchte nicht mein Leben lang jetzt Medikamente nehmen. bin erst 33 und bis jetzt immer gesund gewesen!!!

    Viele Grüße
    Jonga


  • Re: Diabetes nach Schwangerschaftsdiabetes


    Hallo Jonga,

    die wirksamste Maßnahme für eine gute BZ-Führung und gegen die permanente Verschärfung deines Diabetes ist eine Diabetes-gerechte Ernährung mit der Reduzierung der KH. Anleitungen und Anregungen dazu gibt es z.B. hier http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf, hier http://forum.logi-methode.de/ oder hier http://lchf.de/.

    Das Metformin wirst du wahrscheinlich nicht mehr loswerden, das ist aber eine wirkungsvolle und (bis auf gelegentliche Magen- und Darmprobleme) harmlose Droge. Ich kann verstehen, dass du so wenig wie möglich Medikamente dauerhaft einnehmen willst. Viel wichtiger als das ist aber ein gesunde BZ-Führung und wenn du die mit der KH-reduzierten Ernährung alleine nicht hinbekommst, dann musst du unbedingt geeignete Medikamente dazu nehmen. Mit Herauszögern erreichst du nur, dass du später noch mehr davon nehmen musst.

    LG Rainer

    Kommentar


    • Re: Diabetes nach Schwangerschaftsdiabetes


      Hallo Rainer,
      danke für deine schnelle Antwort. Also selbst mit Metformin schaffe ich trotz z.B. höchstens 3-4 BE zum Frühstück meist nicht unter 140mg/dl nach einer Std. zu bleiben. Aber mein Diabetologe meint, dass ist egal, es zählt nur der 2 Std. Wert?!?! Ich dachte, dass ich evtl. den Diabetes noch loswerden könnte???

      LG Jonga

      Kommentar


      • Re: Diabetes nach Schwangerschaftsdiabetes


        [quote Jonga78]Hallo,

        ich hatte in meiner letzten Schwangerschaft einen Diabetes und der war am Ende auch insulinpflichtig. Leider ist der Diabetes nach der Geburt geblieben und ich nehme jetzt seit 3 Monaten 2x1000mg Metformin. Nun ist der Hba1c trotz Tabletteneinnahme nicht gesunken. Er ist immer noch gut, bei 6,2% aber hätte er nicht runter gehen müssen? Habe mich gleich ernährt und sogar noch 3kg abgenommen. was kann ich tun? Möchte nicht mein Leben lang jetzt Medikamente nehmen. bin erst 33 und bis jetzt immer gesund gewesen!!!

        Viele Grüße
        Jonga[/quote]

        Sind Typ-1-Diabetes-Antikörper bestimmt worden?

        Kommentar



        • Re: Diabetes nach Schwangerschaftsdiabetes


          So weit ich weiß sind keine Antikörper bestimmt worden. Müssten nicht bei einemTyp1 die BZ Werte viel höher sein? Ich dachte den bekommen nur Kinder- und Jugendliche??? Frage mich allerdings auch, warum ich den Diabetes behalten habe. Kenne niemanden dem es auch so ging. Habe auch keine Risikofaktoren wie Übergewicht.

          LG Jonga

          Kommentar


          • Re: Diabetes nach Schwangerschaftsdiabetes


            Moin Jonga,

            Risiko-Faktoren heißen nicht nur dann so, wenn sie zu Risiko beitragen, sondern wenn sie häufiger mit dem Risiko zusammen beobachtet werden. Dick und Tyxp2 kommt häufiger vor, wobei ein ursächlicher Zusammenhang bis heute nirgendwo geklärt ist und nach allen bisherigen Erkenntnissen wahrscheinlicher scheint, dass Typ2 in seiner Vorlaufentwicklung die Gewichtzunahme begünstigt. Der weitaus größte Teil aller Dicken entwickelt nie einen Diabetes, und auch unter den Dicken gibt es Typ1, genau so, wie es auch unter den Dünnen Typ2 gibt. Typ1 tritt zwar meistens bei Kindern und Jugendlichen auf, kommt aber auch bei Erwachsenen vor und heißt dann meistens LADA. Zu den Typen schaust Du vielleicht auch mal hier

            Dass der HBA1c-Wert nach einem Schwangerschafts-Diabetes wieder unter die Gesund-Obergrenze von 5,5 sinkt, kommt eher selten vor, ebenso der völlig gesunde BZ-Verlauf nüchtern bis maximal 85mg/dl und etwa 1 Stunde nach dem Einfüllen von viel Glukose für wenige Minuten bis maximal 140.
            Dass die meisten Mütter nach der Entbindung als gesund entlassen werden, liegt zu einem großen Teil daran, dass der BZ mit der geringeren Belastung des Organismus unter die Diagnose-Schwellen absinkt und dass ohne Schwangerschaft noch lange nicht Diabetes heißt, was mit Baby im Bauch behandelt werden musste.

            Für die Behandlung ist der Typ allerdings völlig zweitrangig. Erstrangig ist mit jeder Form von Diabetes mellitus, dass wir Betroffene unseren Blutzucker möglichst alltäglich im möglichst gesunden Rahmen steuern http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php Die weltweit bewährte einfachste Basis-Anleitung dafür findest Du hier http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf

            Bisdann, Jürgen

            Kommentar


            • Re: Diabetes nach Schwangerschaftsdiabetes


              Hallo Jürgen,
              danke für deine ausführliche Antwort. Was du zu den Typen schreibst trifft wirklich den Nagel auf den Kopf. Ich habe auch immer das Gefühl, wenn ich beim Diabetologen bin, dass man das Gefühl vermittelt bekommt, dass man "selber schuld" ist und wenn der Hba1c nicht besser wird man zu wenig an Lifestyle Intervention (wie das heute ja so schön heißt) betreibt. Werde mal das mit den 140-120-100 versuchen und gucken, was in 3 Monaten ist.

              LG
              Jonga

              Kommentar