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Antidepressiva immer die erste Wahl?

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  • Antidepressiva immer die erste Wahl?

    Hallo,

    sind Antidepressiva immer die erste Wahl bei Depressionen? Ich leide seit einer gefühlten Ewigkeit unter Depression. Komme morgens sehr schwer aus dem Bett, bin immer müde, schwer wie Blei, antriebslos, muss viel Energie für die leichtesten Tätigkeiten aufbringen.

    Vor Antidepressiva habe ich Angst. Mein Stoffwechsel arbeitet schon sehr langsam, habe keine Schilddrüse mehr, leide an Lipödem.


  • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?

    "Mein Stoffwechsel arbeitet schon sehr langsam, habe keine Schilddrüse mehr"

    Hier liegt der Hauptansatz.

    Ist denn die körperliche Seite richtig abgeklärt?

    Das sollte gründlich geschehen, ehe die Frage nach Antidepressiva gestellt wird.

    Kommentar


    • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?

      Laut meinem Facharzt kann das nicht an der SD Einstellung liegen. Da ist alles in Ordnung.

      Kommentar


      • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?

        Hallo Dana

        Warum sollst du nicht Antidepressiva nehmen, wenn sie mithelfen können, dass es dir besser geht? Ein Diabetiker kriegt Insulin und ein Depressiver Serotonin.

        Ich komme auch immer wieder in solche Phasen der Schwere und Niedergedrücktheit, aber bei mir hängt das eindeutig zusammen mit meiner Lebensführung.

        Nichts ist so leicht, wie in depressive Befindlichkeit zu geraten. Dafür brauchts bei mir nur, dass ich keinen sehen will, nicht mehr aufstehen will, mich mit nichts mehr beschäftigen will, mich schwer zu machen und vorbeizuleben am Leben. Weißt eh, Leben ist aktiv sein, teilhaben, dabei sein, mitmachen, etwas machen.

        Runter sinken ist weit leichter, als aufzustehen und zu gehen.

        Du liegst also jetzt da und dir fehlt die Kraft aufzustehen. Du bist nicht mehr fähig dich zu wenden, dich aufzuraffen, dich zu bewegen. Deine "Muskel" haben sich aufgelöst, Fettgewebe überwiegt...

        Das lässt sich ändern. Bei Tabletteneinnahme bist du jedenfalls schon mal auf der richtigen Spur. Da kommt wieder Motivation in dich, du spürst und fühlst dich dann schon ganz anders und für einen Ruck, dich wieder in die andere Richtung zu verfrachten reichts allemal.

        Geh mal davon aus, jede winzigste Anstrengung und Überwindung baut Muskelgewebe auf. Je mehr du davon hast, umso mehr Sauerstoff ist in deinen Zellen und Blut wird auch mehr gebildet und in Folge spürst du dich kräftiger und lebendiger.

        Ich habe mir mal eine Fitness-Uhr gekauft und mitgeschaut, mitverfolgt, wie oft ich mich wirklich anstrenge und bewege. Es dauert, bis man seine acht, bis zehntausend Schritte zusammenkriegt täglich, oder bis man wirklich zehnmal ein Stockwerk hinauf gekraxelt ist und wieder runter, oder sich tatsächlich den Puls länger als zwanzig Minuten auf Höchstleistung gestellt hat.
        Leiste dir so eine Uhr, eine, die sich darum kümmert, dass du siehst, wie viele Erfolge du nachweislich machst, wenn du einmal anfängst und dabei bleibst.
        Ich habe täglich mehr Kraft gekriegt, immer leichter ist mir gefallen, mein Pensum entweder zu erreichen, oder es sogar zu überschreiten.
        Meine Uhr gratuliert mir, wenn ich besser war als gestern.

        Wage es, deiner Depression zu entkommen. BEWEGE dich aus diesem Loch heraus.
        Wer liegen bleibt, der hat verloren.

        Wenn ich ehrlich bin, liegen ist aber auch schön von Zeit zu Zeit und daher, ich kanns mir verzeihen, immer wieder in Depri zu verfallen. Aber natürlich kann andersrum auch sehr lustig sein.
        Nett ist es, wenn du beides gut verkraften kannst.

        Ich umarme dich und wünsch dir gute Besserung

        Lieben Gruß

        Elektraa, derzeit extreeeem faul und trääääge...

        Kommentar



        • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?

          "Laut meinem Facharzt kann das nicht an der SD Einstellung liegen. Da ist alles in Ordnung."

          Und die anderen Parameter - Blutdruck, Blutzuckerspiegel, Eisenspiegel, Erys und Hb.?

          Sie berichten, dass es morgens besonders ausgeprägt ist.
          Fühlen Sie sich nachmittags und abends deutlich besser?

          Kommentar


          • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?

            Es ist eigentlich den Tag gleichbleibend.

            Eisen ist zu wenig, nehme daher ein Präparat dafür ein. Blutzucker ist morgens leicht erhöht, tagsüber ist er in Ordnung. Blutdruck ist immer nur bei der Messung bei Ärzten zu hoch. Zu Hause ist er in Ordnung.

            Kommentar


            • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?




              Wage es, deiner Depression zu entkommen. BEWEGE dich aus diesem Loch heraus.
              Wer liegen bleibt, der hat verloren.
              .
              Ich bleibe ja nicht liegen, ich habe ja auch Familie und Verpflichtungen. Es ist nur jeden Morgen ein Kraftakt für mich aufzustehen.

              Kommentar



              • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?

                Du bist müde, du bist schrecklich müde, dir fallen die Augen zu, du kannst dich nicht mehr bewegen, du wirst jetzt tieeef schlafen und ganz laut gäähnen...

                Bei drei bist du wieder wach, ich zähle bis drei... eins, .........zwei.......... drei....

                Du fühlst dich frisch und wie neugeboren.


                Oder: ich komme nicht aus dem Bett, mir ist so schwer, ich habe so ein Gefühl der Benommenheit, mein Kreislauf kommt nicht in Gang, meine Lider sind Blei....alles ist so anstrengend, ich kann nicht mehr...

                Wecke dich, liebe Dana. Mach dir Affirmationen zurecht.

                Mir geht es gut, ich bin gesund, mein Kreislauf ist stabil, ich kann leicht aufstehen, meine Arbeit macht Spaß und ich fühl mich rundherum wohl...

                Fühle dich umarmt von deinem Leben.

                Google mal Emile Cuée

                Kommentar


                • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?

                  Wie wirken die AD auf den Körper? Was bewirken sie genau? Wie nehmen die Einfluss auf die Symptome einer Depression, wie ständiges Grübeln, Hoffnungslosigkeit, Konzentrationsschwäche, überfordert sein in Entscheidungen treffen zu müssen?

                  Kommentar


                  • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?

                    Kommt auf das AD an, manche wirken auch beruhigend, wenn das gewollt ist.
                    Sie wirken auf den Hirnstoffwechsel und man versucht damit ein Ungleichgewicht zu regulieren und steigern somit den Antrieb.

                    Die Wirkung ist auch noch nicht bis ins Letzte klar.

                    Vielleicht interessiert dich dieser Artikel, wo auch die Wirkung beschrieben ist:

                    https://www.netdoktor.at/therapie/antidepressiva-8588

                    Kommentar



                    • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?

                      "Was bewirken sie genau?"

                      Sie regulieren das Ungleichgewicht bestimmter Transmitter.

                      Allerdings muss die Stoffgruppe genau auf die Symptomatik abgestimmt werden.
                      Das bedeutet, dass Sie ziemlich genau Ihre Beschwerden schildern müssen. Am besten ist immer, wenn man Aufzeichnungen hat, aus denen auch der zeitliche Zusammenhang (Dauer, Tagesschwankungen u.a.) in bezug auf die Symptomatik enthalten ist.

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                      • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?

                        Ist es auch ein Symptom, dass ich ständig an Sex denken muss? Alles kreist sich irgendwie darum, wie es das nächste Mal mit meinem Mann sein wird und so weiter. In der fruchtbaren Zeit ganz besonders, dann schau ich auch mehr über dieses Thema im Internet nach. Ich möchte aber nicht ständig daran denken. Ich mache auch fast jeden 2. Tag Selbstbefriedigung, nur des Gefühls wegen.

                        Ich habe immer gedacht, wenn man depressiv ist, hat man kaum noch sexuelles Interesse.

                        Deshalb habe ich immer noch Respekt vor den AD, weil da immer als NW steht, dass die Libido verschwindet. Bzw. Sexuelle Funktionsstörungen auftreten. Das kann ich gar nicht gebrauchen.

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                        • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?

                          Wie ist das zu verstehen?
                          Du hast Lust auf Sex und willst diese nicht verlieren, als Folge möglicher NW?

                          Ja, Depressionen können sexuelle Unlust zur Folge haben, aber es gibt tausende von unterschiedlichen Ursachen für eine Depression und jede dieser Möglichkeiten kann den Verlauf der Depression beeinflussen.
                          Da Depressionen auch irgendwo eine hormonelle Sache sind und auch eine Folge von Erfahrungen, ist es nicht vorauszusehen wie sich eine Depression auf das sexuelle Verhalten oder Verlangen auswirkt.

                          Mit Ursachen meine ich z.B. absoluten Stillstand, dann ist die sexuelle Lust weg ,oder Folge einer PTBS, dann kann sie sogar gesteigert werden aber oft nicht im eigentlichen sexuellen Sinn sondern mehr als Ventil, dazwischen gibt es noch einiges mehr was zwischen Lust und Unlust pendelt.

                          Nicht immer sinkt die sexuelle Lust wenn man Antidepressiva nimmt, genauso wie sie nicht immer sinkt wenn man Depressionen hat, das muss halt versucht werden.
                          Sexuelle Unlust zählt als mögliche NW, manchen erwischt es, viele andere nicht, das kann man nicht vorhersehen.
                          Nur, wenn es dich erwischt, dann wirst du wahrscheinlich nicht unbedingt den Sex oder die SB vermissen, weil es einfach kein Verlangen danach gibt, meist sind es dann die Partner die leiden und man selber leidet weil der/die PartnerIn leidet.

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                          • Re: Antidepressiva immer die erste Wahl?

                            "weil da immer als NW steht, dass die Libido verschwindet."

                            Einige SSRI haben diese NW, andere nicht.
                            Z.T. tritt eine sexuelle Funktionsstörung nur bei Männern auf.

                            Das Thema Libido ist als kein Grund, alle AD generell zu verteufeln.

                            Kommentar