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Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

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  • Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

    Hallo Herr Dr.,

    ich bin männlich, 32 Jahre alt, 1,80m Groß und wiege aktuell 73 Kg.

    Angefangen hat alles bei mir ende Juli als ich eine Erkältung mit Halsschmerzen hatte und mir die Vertretung meiner Hausärztin ein 3 Tage Antibiotika verschrieb.
    Ein paar Tage danach war mein Appetit schon nicht mehr der, der einmal war.
    Ca. 14 Tage später kam die nächste Erkältung als wir im Ostseeurlaub waren.
    Mein kleiner Sohn 1,5 Jahre lag auch flach.
    Habe zwar immer gegessen aber eigentlich nie so wie vorher.
    Wieder 3 Wochen später ist mein Sohn an der Hand-Mund -Fuß Krankheit erkrankt und hat mich damit dann auch angesteckt.
    Diese Krankheit geht ja auch unter anderem mit Appetitlosigkeit einher. Hatte auch hohes Fieber.
    Habe dann während dieser Krankheit kaum etwas gegessen, habe mich damit etwa 3 Wochen rumgeschlagen...
    Während dieser Zeit bin ich von ca 82 KG auf 75 KG runter.
    Mein Appetit wurde dann wieder besser aber nicht mehr so wie er vorher eimal war.
    Jetzt hatte ich wieder eine Erkältung mit Fieber...bin jetzt auf 73 Kg.

    Leider ist mir jetzt erst aufgefallen das ich eigentlich seitdem das Ende Juni losging, keinen normalen Stuhlgang mehr hatte.
    Am Morgen immer breiig und danach noch 2-3 mal dünn, das letzte ist dann meistens wässrig.
    Schwarz war der Stuhl nie, eigentlich meistens dunkelbraun oder auch mal heller.
    Bauchschmerzen in dem Sinne habe ich keine aber Darmgeräusche.

    Morgens hab ich fast garkeinen Appetit ich muss mir regelrecht was reinwürgen was sehr unangenehm ist.
    Hab mich nach den Infekten auch lange schlapp gefühlt was jetzt aktuell auch wieder so ist.

    Abends esse ich dann meistens ganz ordentlich.
    Aber es ist einfach nicht mehr so wie vor ein paar Monaten.
    Meine Hausärztin hat schon ein Ultraschall von den Organen im Bauch gemacht ein großes Blutbild.
    2 Stuhlproben musste ich abgeben, einmal auf Helicobacter glaub ich und einmal auf Bakterien.
    Jetzt soll ich so einen Test machen mit Briefchen wegen Blut im Stuhl.
    Habe gestern nämlich hellrotes Blut auf dem Stuhl feststellen können.

    Heute konnte ich im Stuhl nichts erkennen.
    Aber wiegesagt meist breiig oder in dünner Form.

    Ich bin langsam echt verzweifelt und habe nun doch ein wenig Angst ob das Darmkrebs sein könnte.

    In meiner Familie gab es keinen Darmkrebs.

    Danke vorab für Ihre Einschätzung.

  • Re: Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

    Nachtrag: manchmal ist der Stuhl auch ein wenig schlemig

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    • Re: Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

      Ihre Symptome sprechen nicht für einen Darmkrebs.
      Eher für eine Verdauungsstörung oder Entzündung. Da Sie nun aber Blut beobachtet haben wird Ihnen der Brieftest nicht weiterhelfen, er hat eine 40%-ige Genauigkeit und Ihre Beobachtungen sind daher wegweisender als ein Briefergebnis. Grundsätzlich gehört eine Blutung abgeklärt mittels Darmspiegelung, Sie können aber beruhigt dorthin gehen denn die Wahrscheinlichkeit eines Darmkrebses scheint sehr gering zu sein.

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      • Re: Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

        Hallo Herr Doctor,

        habe gerade den Anruf bekommen, dass der Hämoccult Test negativ war...

        Meine Hausärztin will mich später diesbezüglich nochmal anrufen.

        Allerdings hat das meine Angst nicht verkleinert, ich bin teilweise starr vor Angst.

        Ich habe seit gestern noch ein nicht aufhörendes Völlegefühl dazu bekommen...

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        • Re: Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

          Hallo Herr Doktor,

          hatte heute meinenMagennjnd Darmspiegelung.
          Es ist zum Glück kein Darmkrebs!
          Es wurden nicht einmal Polypen gefunden!

          Allerdings Anzeichen einer abklingenden Entzündung , desweiteren hat er was von Divertikuose erzählt, wäre aber nichts schlimmes.

          Muss ich jetzt irgendwas beachten oder können Sie ein Statement dazu abgeben?

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          • Re: Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

            Das ist doch beruhigend. Und Ihre Beobachtung war offenbar auch nicht falsch denn Divertikel (das sind gutartige, ballonartige Ausstülpungen der Darmwand) sind die häufigste Blutungsquelle im Darm. Kommt es nicht gehäuft zu Darmentzünungen oder größeren Blutungen können Sie mit Divertikeln problemlos weiterleben, eine OP ist nur in Ausnahmen notwendig.

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            • Re: Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

              Achso, es ist gut daß Sie die Spiegelung gemacht haben, der unauffällige Blut-im-Stuhl-Test hatte keinerlei Aussagekraft mehr wenn man Blut bereits wie durch Sie selber gesichtet hat.

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              • Re: Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

                Hallo Herr Doktor,

                habe leider immer noch das Problem mit dem Nachtschweiss...Heute Nacht bin ich wieder schweiss gebadet aufgewacht und konnte danach nicht mehr schlafen.
                Was sollte ich diesbezüglich tun? Das geht ja jetzt schon länger so.
                Kann das auch von der Psyche kommen?

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                • Re: Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

                  Wie oft haben Sie denn Nachtschweiss? Dieser definiert sich dadurch daß man die Wäsche wechseln muß was sich bei Ihnen fast so anhört. In diesem Fall sollte man mal nach Schwellungen an Lymphknoten schauen, das haben Sie ja mittels Ultraschall gemacht, auch die Milzgröße erscheint nicht vergrößert. Ihre Hausärztin geht scheinbar von einer Infektion aus was plausibel klingt.

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                  • Re: Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

                    Hallo Herr Doctor,

                    ziemlich oft in den letzten Wochen.

                    War die Tage bei einem Allgemeinmediziner der meine Lymphknoten abgetastet hat und sagte diese wären unauffällig.

                    Dieser hat mir dann ein Präparat aus Baldrian und johanniskraut gegeben.
                    Dieses habe ich gestern Abend genommen und hatte dann keinen Nachtschweiss und konnte einigermaßen durchschlafen.

                    Ich bin aber immernich so schlapp und fühl mich so kraftlos.
                    Kann das immernoch an dem wenigen Schlaf in letzter Zeit liegen?

                    Würden Sie ein röntgen vom Thorax empfehlen?
                    Diese sogenannten B-Symptome sollten doch weiter abgeklärt werden oder wie sehen Sie die ganze Sache?

                    Danke für Ihre Mühe

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                    • Re: Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

                      Nicht jedes B-Symptom (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust) hängt mit einer Erkrankung zusammen, manchmal sind es auch einfach die von Ihnen beschriebenen Faktoren die das beeinflussen. Und wenn ein Tumor dahintersteckt ist ein B-Symptom meist das erste Anzeichen, ein Vorläufer, aber der Tumor zeigt sich dann oft kurze Zeit später. Insofern klingen der zeitliche Verlauf (seit Juli!) und die jetzt durch Ihren Arzt erhobenen Befunde in Hinblick auf einen Tumor eher beruhigend sodaß ich das Vorgehen Ihres Arztes durchaus nachvollziehen kann.

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                      • Re: Angst vor Darmkrebs, bin verzweifelt

                        Hallo Herr Doktor,

                        also ich glaube ich habe den Nachtschweiss mit einer dünneren Decke verbannen können, wobei ich es trotzdem nicht verstehe, da der Raum kühl ist und ich früher auch keine Probleme hatte.
                        Dafür wache ich aber jede Nacht nach ca. 3-4 std. Schlaf auf und kann nicht mehr schlafen.

                        Jetzt habe ich seit einigen Tagen trocjenen Husten und Rückenschmerzen.

                        Sagen Sie ist eine Durchschlafstörung auch ein B-Symptom oder ist man bei Krebs eher schläfriger.

                        Durch den wenigen Schlaf fühle ich mich total schwach, matt und gerädert.

                        Könnten Sie hierzu nochmal eine Aussage treffen?

                        Vielen Dank vorab

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