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Frage zu Diabetes Typ 2

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  • Frage zu Diabetes Typ 2

    Hallo Zusammen,

    ich möchte euch was fragen. Zuvor gebe ich euch jedoch ein paar Infos über mich, damit meine Gedanken besser eingeschätzt werden könnnen

    September 2016:
    Rauchen aufgehört

    Dezember 2016:
    Größe 170cm, Ernährung ausschließlich Fast Food, sehr wenig Bewegung, 92 Kilo
    Hausarzt sagt bei Routinekontrolle, dass meine Zuckerwerte erhöht sind (ich kenne die Zahlen von damals nicht mehr), dass ich aufpassen und in 3 Monaten einen neuen Termin machen soll

    März 2017:
    Gewicht abgenommen auf 76 Kilo, da ich die obligatorischen täglichen Chips und Süssigkeiten weggelassen habe. Allerdings habe ich weiterhin sehr ungesund gegessen und noch weniger Bewegung gehabt. HBA1C 12,9. Hausarzt tendiert zu Typ1 und überweist mich zum Diabetologen.
    Diabetologe will mich auf Insulin setzen, da der HBA1C Wert sehr hoch ist. Auch er tendiert zu Typ 1. Ich weigere mich, bis finale Blutergebnisse da sind, die Typ 1 beweisen. Ich beharre darauf, dass durch mein Verhalten zu ändern. Ich fange an, mich über Diabetes zu informieren. Ändere Ernährung radikal (fettarm, kein Brot mehr, viel Grünzeug), Nüchternblutzucker sinkt von 300 auf 120, 2h nach Essen von 350 auf 130-140 (alles innerhalb von 14 Tagen, täglich mehrmals selber gemessen)
    Beim nächsten Termin beim Diabetologen (ca. 14 Tage später) sagt er mir, dass es doch kein Typ1 ist und da meine Daten sich extrem verbessert haben, dass ich es mit Velmetia (50/1000 2 mal täglich) probieren soll. Eigentlich möchte ich keine Tabletten, da ich in den 2 Wochen nur durch mein Verhalten ein Rückgang der Werte bewiesen habe, aber ich will diesmal auf den Arzt hören.

    Mai 2017:
    Seit März Ernährung umgestellt + 2 mal täglich Velmetia = HBA1C ist auf 7,7 gesunken

    Jetzt (August 2017):
    Ernährungsumstellung konsequent beibehalten, Gewicht 69KG, ich fühle mich frisch und vital. Weiterhin 2 mal täglich Velmetia, HBA1C aktuell 5,0 (fünf komma null!!!) Arzt empfiehlt mir weiterhin Velmetia einzunehmen,

    Jetzt meine Frage:
    Wäre nicht die Zeit gekommen, die Tabletten abzusetzen und zu schauen, wie sich der Körper ohne Tabletten entwickelt?! Ich behalte natürlich meinen Lebenswandel bei allerdings geht ja HBA1C kaum besser als 5,0 und ich frage mich, warum der Arzt weiterhin will, dass ich 2 mal täglich so starke Tabletten nehmen soll?!

    Meine Hauptbedenken gelten dabei nicht dem Metformin in Velmetia, sondern dem Sitagliptin (viel schlechtes darüber gelesen, das macht schon Angst)

    Danke für eure Meinung

  • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

    Hallo Dersim,

    Glückwunsch zu dem was du erreicht hast.

    Ich finde auch deine Einstellung sehr gut, zunächst so viel wie möglich mit der Ernährungsumstellung zu erreichen und nur so viel Medikamente zu nehmen, wie dann ergänzend noch nötig sind.

    In der Tat wird vermutlich der DPP4-Hemmer bei deinem niedrigen HbA1c von 5,0% sehr wahrscheinlich nicht mehr nötig sein. Langfristig würde ich an deiner Stelle auch probieren, ob du ohne das Sitagliptin auskommst. Aber ob das nun sofort oder im nächsten Quartal passiert, ist nicht so wichtig. Die schlechten Sachen, die du von Sitagliptin gelesen haben könntest, waren lediglich Vermutungen, die sich als unterdessen unbegründet herausgestellt haben. Insofern kannst du ganz ruhig bleiben und dein Vorhaben langfristig in Angriff nehmen.

    Alles Gute, Rainer

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    • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

      Hallo Rainer,

      vielen Dank für die Antwort. Welche Variante würdest du (bei 859 Beiträgen gehe ich davon aus, dass du Erfahrung hast:-)) wählen?! Ich habe im November meinen nächsten Termin. Wenn der HBA1C Wert dann weiterhin besser als 5,5 wäre,

      Variante 1:
      ....reduziere ich Velmetia auf 1 Tablette pro Tag (50/1000)

      Variante 2:
      Ich lasse Sitagliptin komplett weg und mache nur mit Metformin weiter

      Variante 3:
      Ich reduziere Velmetia auf 1 Tablette pro Tag und nehme dann abends noch zusätzlich eine 500 oder 1000er Metformin

      Variante 4:
      Besserer Vorschlag von Euch?!

      Danke und Grüße

      Kommentar


      • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

        Hallo Dersim,

        Variante 2, ich würde versuchen. ob du nur mit Metformin auskommst. Falls nicht, dann gäbe es die Möglichkeit, Januvia in der kleineren 25er Dosis dazu zu nehmen. Aber ich sehe gute Chancen, dass du nur mit Metformin hinkommst.

        Ich würde alledings nicht die Tabletten reduzieren und dann 3 Monate auf den nächsten HbA1c-Wert warten. Du solltest dazu deinen BZ messen und kontrollieren. Wahrscheinlich verschreibt dir dein Arzt dafür keine Teststreifen oder maximal 50 Stück. Die weiteren Streifen müusstest du alleine kaufen, aber das sollte dir deine Gesundheit wert sein. Wenn du deinen BZ kontrollierst, dann erfährst du zeitnah, wie dein BZ ohne Sitagliptin verläuft und kannst handeln, falls es notwendig ist.

        Beste Grüße, Rainer

        Kommentar


        • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

          Danke für die Anregung. Ich werde mir das die möglichen Alternativen nochmal durch den Kopf gehen lassen. Hab ja noch 3 Monate bis zum nächsten HBA1C Test. Bzgl. Teststreifen: Ich messe regelmäßig:-) Mittlerweile "nur" noch 1-2 mal am Tag, am Anfang mehr. Das war aber auch wichtig, um meinen Körper besser kennenzulernen, was er verträgt, was ihm gut tut, was schadet etc. Das Geld ist dabei nicht das Problem, da ich mittlerweile sehr viel Geld spare (Zigaretten, jeden Tag Cola, Chips usw:-)). Schönen Abend

          Kommentar


          • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

            Hallo, ich muss nochmal nachhaken. Ich habe jetzt nochmal recherchiert und auch bei vielen gelesen, dass Sitagliptin den Blutzucker senkt. Jetzt meine Frage: ist die Senkung von 12,9 auf 5,0 in 5 Monaten primär auf das Sitagliptin zurückzuführen oder eher auf meine veränderter Lebensweise? Weil es ja keinen Sinn ergeben würde mit sitagliptin aufzuhören wenn das der Hauptgrund für die Verbesserung war?! Natürlich kann Man die Frage nicht pauschal beantworten aber eure Tendenzen würden mich schon interessieren. Danke

            Kommentar


            • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

              Das ist primär auf die Lebensstiländerungen zurückzuführen. So eine positive Entwicklung ist bei neudiagnostiziertem Diabetes nicht selten, durchaus auch ohne Medikamente oder nur mit Metformin.

              Bei einem langjährigen Diabetes mit einem HbA1c von 12,9% kann man mit ein bisschen Metformin + Sitagliptin nicht mehr viel erreichen.

              Kommentar


              • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

                Danke Rainer. Ist eine blöde Angewohnheit von mir. Statt sich über das Jetzt zu freuen, mache ich mir Gedanken über Hätte Wenn und Aber. Ich gelobe Besserung

                Kommentar


                • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

                  Hallo Rainer,

                  vielen Dank für die Antwort. Welche Variante würdest du (bei 859 Beiträgen gehe ich davon aus, dass du Erfahrung hast:-)) wählen?! Ich habe im November meinen nächsten Termin. Wenn der HBA1C Wert dann weiterhin besser als 5,5 wäre,

                  Variante 1:
                  ....reduziere ich Velmetia auf 1 Tablette pro Tag (50/1000)

                  Variante 2:
                  Ich lasse Sitagliptin komplett weg und mache nur mit Metformin weiter

                  Variante 3:
                  Ich reduziere Velmetia auf 1 Tablette pro Tag und nehme dann abends noch zusätzlich eine 500 oder 1000er Metformin

                  Variante 4:
                  Besserer Vorschlag von Euch?!

                  Danke und Grüße
                  Sie wünschen konkrete Therapievorschläge. Solche sind in Deutschland den behandelnden Ärzten vorbehalten.
                  Sie haben wohl erst kürzlich mit Ihrem Arzt das weitere vorgehen besprochen.

                  Kommentar


                  • Re: Frage zu Diabetes Typ 2


                    Sie wünschen konkrete Therapievorschläge. Solche sind in Deutschland den behandelnden Ärzten vorbehalten.
                    Sie haben wohl erst kürzlich mit Ihrem Arzt das weitere vorgehen besprochen.
                    Hallo Dr. Keuthage,

                    ich hole mir nur Anregungen über mögliche Alternativen, damit ich diese beim nächsten Mal mit meinem Arzt besprechen kann. Ich würde gerne vorbereitet in das Gespräch gehen und daher bereits im Vorfeld mögliche Alternativen abwägen. Beim allem Respekt gegenüber Ärzten darf sich ein Patient nicht nur blind auf die Aussagen von Ärzten verlassen, sondern der Patient muss auch selber mitdenken, denn nur wenn dieser hinter der Vorgehensweise steht, kann er diese auch konsequent umsetzen. Hätte ich z.B. vor 5 Monaten Blind auf meinen Arzt gehört, würde ich heute Insulin spritzen. Stattdessen habe ich nun das Glück, mir Gedanken darum zu machen, ob ich die Medikamente reduzieren kann.

                    Mit meinem Arzt war übrigens abgemacht, dass ich die nächsten 3 Monate die Tabletten weiter nehme (ich sitze gerade an meiner Abschlussarbeit, sodass ich im worst case ohne Tabletten und mit steigendem Blutzucker mich ungern ablenken lassen will) und beim nächsten Mal wir bei weiteren guten HBA1C Werten die weitere Vorgehensweise besprechen werden. Mein persönliches Ziel ist weg vom Sitagliptin (mit Metformin habe ich weniger ein Problem). Wobei ich mittelfristig komplett ohne Tabletten auskommen will.

                    MFG
                    Dersim

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                    • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

                      Deine proaktive Betroffenen-Haltung finde ich super! Deinen bisherigen Erfolg, der ohne diese Haltung allein nach der gewissenhaften ordentlichen Behandlungs-
                      Vorgabe jedes guten Diabetologen völlig unmöglich gewesen wäre, ebenso. Und damit sitzen wir schon mitten im Dilemma-Fettnapf unserer medizinischen Versorgung.



                      Diagnostizieren und Therapieren darf nur der Arzt. Und der ist mit immer mehr Patienten pro Arbeitsstunde und mit immer mehr juristischer Bewertung seiner Arbeit immer mehr auf allgemein vereinbarte Standards auf der Grundlage allgemein vereinbarter Evaluation/Überprüfung existenziell angewiesen.

                      Goldstandard für das Spiel ist die doppelt blinde Studie, in der weder die Betroffenen selbst noch die Behandler die jeweils aktuellen Behandlungs-Größen kennen und so eben auch nicht verfälschend beeinflussen können.

                      Vorteil: Alles ist in jeder Hinsicht nachprüfbar.


                      Aus meiner Sicht kostet dieser Vorteil der Medizin viele von uns die Möglichkeit, unseren Blutzucker gezielt mit dem für uns jeweils situativ möglichen Maximum an essens- und bewegungsmäßigem Verhaltenseinsatz und dem entsprechend situativ möglichen Minimum an Medis wenigstens im HBA1c Rahmen unterhalb der Behandlungsschwelle von 6,5 so gesund zu steuern, wie wir das jeweils wollen.

                      Wenn’s irgend machbar ist, sogar mit dem BZ 24/7 im völlig gesunden Bereich mit HBA1c 5,7 und besser und Spitzen so um 1 Stunde nach dem Essen für wenige Minuten bei 140-160mg/dl.


                      Während sich der Diabetes Typ 2 im Rahmen der fachoffiziell ordentlichen Behandlung immer weiter dreht, also für den gleichbleibenden BZ-Rahmen mit den Jahren immer mehr Medis erfordert, auch schließlich immer mehr Insulin, zeigen viele tausend Einzelfälle jeden Tag, dass der Typ 2 mit dem 24/7 gesunden Blutzucker häufig sogar zurück zu drehen geht, also zu weniger Medis für den gesunden Blutzucker, oft sogar zu gar keinen. Und wo ohne Medis nicht geht, immerhin mit keinem oder nur einem seeehr stark verlangsamten Anstieg des Bedarfs. Daumendrück für weiterhin gutes Gelingen!

                      Mal zur Kontrolle; den Test oben hab ich unfett einkopiert und kann ihn im Editor nicht wie diesen hier verändern

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                      • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

                        Hallo Zusammen,

                        ich wollte mich nur nochmal kurz für eure Beiträge bedanken. Heute habe ich die Ergebnisse meiner letzten HBA1C Messung bekommen, leider gab es eine Verschlechterung. 5.0 auf 5,1 :-) Der Arzt meinte darauf hin sogar, dass ich Tabletten erstmal komplett absetzen kann, sofern ich meinen gesunden Lebensstil beibehalte. Das ging mir dann doch ein bisschen zu schnell, insbesondere da ich jetzt auch Abschlussarbeit habe. Wir haben uns dann darauf geeinigt, abends vor dem Schlafen gehen 1 Metformin 1000er zu nehmen. Mal schauen, wie es die nächsten Wochen ohne Sitagliptin wird.

                        Danke und Grüße
                        Dersim62

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                        • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

                          Hallo Dersim,
                          ich habe einen ähnlichen Weg hinter mir, allerdings nicht ganz so extrem. In deiner Situation würde ich versuchen, so wenig Medikamente wie möglich zu nehmen, aber keinesfalls sie von heute auf morgen abzusetzen. Bei einer langsamen Reduzierung sollte man auf jeden Fall regelmässig messen, eine Achterbahnfahrt ist unbedingt zu vermeiden.

                          Kommentar


                          • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

                            HHeute habe ich die Ergebnisse meiner letzten HbA1c Messung bekommen, leider gab es eine Verschlechterung. 5.0 auf 5,1 :-)
                            Hallo Dersim,

                            ich sehe bei deinem HbA1c keine Verschlechterung. Die 0,1%-Punkte können normal auftretende Schwankungen oder auch nur zufällige Messabweichungen sein, über die du dir wirklich keine Gedanken machen musst.

                            Ich halte den Kompromiss für gut, den du mit deinem Arzt gefunden hast und wünsche dir weiter viel Erfolg.

                            Alles Gute, Rainer

                            Kommentar


                            • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

                              Hallo Rainer,

                              das war nicht ganz ernst gemeint, daher auch der Smiley:-). Danke insbesondere dir für deine stets schnellen und kompetenten Antworten.

                              VG
                              Dersim

                              Kommentar


                              • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

                                Hallo Zusammen,

                                ich wollte mich nur nochmal kurz für eure Beiträge bedanken. Heute habe ich die Ergebnisse meiner letzten HBA1C Messung bekommen, leider gab es eine Verschlechterung. 5.0 auf 5,1 :-) Der Arzt meinte darauf hin sogar, dass ich Tabletten erstmal komplett absetzen kann, sofern ich meinen gesunden Lebensstil beibehalte. Das ging mir dann doch ein bisschen zu schnell, insbesondere da ich jetzt auch Abschlussarbeit habe. Wir haben uns dann darauf geeinigt, abends vor dem Schlafen gehen 1 Metformin 1000er zu nehmen. Mal schauen, wie es die nächsten Wochen ohne Sitagliptin wird.

                                Danke und Grüße
                                Dersim62
                                ..da bin ich gespannt optimistisch....

                                Kommentar


                                • Re: Frage zu Diabetes Typ 2

                                  Hallo Dersim,
                                  ich habe einen ähnlichen Weg hinter mir, allerdings nicht ganz so extrem. In deiner Situation würde ich versuchen, so wenig Medikamente wie möglich zu nehmen, aber keinesfalls sie von heute auf morgen abzusetzen. Bei einer langsamen Reduzierung sollte man auf jeden Fall regelmässig messen, eine Achterbahnfahrt ist unbedingt zu vermeiden.
                                  ..das klingt für mich gut...

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                                  Forum-Archive: 2017-08 2017-11
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