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Krank aber niemand hilft?

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  • Krank aber niemand hilft?

    Hallo.
    Ich hoffe mir kann jemand helfen bzw. mir einen Rat geben.
    Ich arbeite seit 9 Jahren in der Pflege. Vor ca. 5 Jahren fing alles an. Ich hatte die Arbeitsstelle gewechselt, der Druck stieg immer mehr an und das Personal wurde weniger. Ich bin eine Person, die am liebsten von allen gemocht werden soll, rege mich schnell auf wenn bestimmte Dinge arbeitstechnisch nicht gut laufen.
    Es fing an mit epileptischen Anfällen, mit Muskelzuckungen. Epilepsie ist bekannt, Medikamte wurden erhöht. Ich kann den ganzen Tag schlafen und würde am liebsten nur noch auf dem Sofa liegen und weinen. Ich möchte einfach nur "normal" leben können. Seit 1 Jahr stressbedingten Bluthochdruck sowie seit 3 Jahren Würgereize (ca. 3x täglich, Magenspiegelung war in Ordnung).
    Ich weiss einfach nicht mehr weiter, ich kann über Probleme nicht reden weil mich auch niemand ernst nehmen kann. Der Arzt sagt "machen Sie Sport" und die Psychologin sagte "Sie müssen einfach nur was ändern"
    Das Arbeitsamt würde keine Umschulung zahlen, alles schon probiert.

  • Re: Krank aber niemand hilft?

    Mir ist klar, das ich viele Dinge ändern muss. Arbeitsstelle wurde sogar schon 2x gewechselt, um zu hoffen, das alles besser wird.

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    • Re: Krank aber niemand hilft?

      Hi,
      der beste Weg wäre zu einem Psychiater zu gehen, das ist auch derjenige der dir Bescheinigen kann das der Beruf nicht mehr ausübbar ist und somit wären die Chancen auf eine Umschulung besser.
      Du solltest auch eine Psychotherapie machen, um zu lernen mit den Begebenheiten besser umgehen zu können.

      Ansonsten, vielleicht mal einem Kurs beitreten, für Entspannungstechniken, oder ähnliches.
      Sport hilft auch die Dinge wieder zu relativieren und schüttet die dringend benötigten Glückshormone aus.
      Es wäre auch gut wenn du in deinem Umfeld jemanden zum Reden hättest, eine Person der du vertraust und der du wichtig bist, neben einem Therapeuten.

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      • Re: Krank aber niemand hilft?

        Hallo,

        es spricht alles dafür, dass deine gesundheitlichen Probleme von den Problemen im Job kommen. Speziell Stress ist ja ein häufiger Auslöser für epileptische Anfälle. Und die Antiepileptika haben leider oft Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Depression.

        Wenn dein Therapeut dich nicht ausreichend unterstützt, such dir einen anderen - manchmal braucht es mehrere Versuche, bis man den richtigen findet. Vielleicht gibt es in deiner Stadt auch eine Beratungsstelle oder eine Selbsthilfegruppe. Es ist auf jeden Fall gut, über die Probleme zu sprechen.

        Und sprich mal mit deinem Neurologen, ob es noch andere Möglichkeiten für die Medikation gibt - die probieren meist als erstes die alten Medikamente mit vielen Nebenwirkungen. Ich habe eine Freundin, die musste 8 Antiepileptika ausprobieren, bis ihr eins geholfen hat.

        Alles Gute!

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        • Re: Krank aber niemand hilft?

          die probieren meist als erstes die alten Medikamente
          Das stimmt definitiv nicht, die alten Medikamente kommen meist nur noch zum Einsatz wenn die neue Generation nicht gut wirkt, oder eine NW vorhanden ist auf die der Arzt setzt.
          Antiepileptika sind keine gängigen Antidepressiva, auch wenn sie bei bestimmten psychischen Erkrankungen eingesetzt werden.
          Ich denke mal deine Freundin wurde etwas diagnostiziert wo Neuroleptika besser helfen, wegen der stabilisierenden Wirkung.
          Man darf aber nicht alle psychischen Erkrankungen in einen Topf werfen, auch nicht bei der Medikation.

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          • Re: Krank aber niemand hilft?


            Das stimmt definitiv nicht, die alten Medikamente kommen meist nur noch zum Einsatz wenn die neue Generation nicht gut wirkt, oder eine NW vorhanden ist auf die der Arzt setzt.
            Hängt offenbar vom Arzt ab, es ging um eine reine Epilepsie und die Therapie begann mit einem Medikament aus den 50er Jahren. Bei Epilepsie dauert es manchmal lange, bis man ein Medikament findet, das die Anfälle unterdrückt und gleichzeitig nebenwirkungsarm ist. Daher würde ich Lena raten, mit ihrem Neurologen zu sprechen und zu prüfen, ob ein Teil ihrer Probleme auf Nebenwirkungen der Medikamente zurückzuführen sind.

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            • Re: Krank aber niemand hilft?

              Es gibt ältere Medikamente die trotzdem für bestimmte Symptome, Erkrankungen, bessere Wirkung versprechen als die neuen.
              Gerade bei Neuroleptika sind auch viele ältere Medikamente in der Psychiatrie an der Tagesordnung, aufgrund der Erfahrungswerte.
              Kommt wohl meist auf das Gesamtbild an, vor allem auch welche von den NW zusätzlich erwünscht sind.

              Generell ist es bei Psychopharmaka/Neuroleptika so, das viel mehr probiert werden muss als bei anderen, leider.
              Denn über unser Gehirn ist immer noch zu wenig bekannt um gezielt das richtige Mittel bereit zu haben, da wird viel öfter auf Erfahrungswerte zurückgegriffen, auch ohne wissenschaftliche Erklärung dafür warum etwas wirkt oder nicht wirkt, als bei anderen Erkrankungen.

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              • Re: Krank aber niemand hilft?

                Ich nehme das Medikament gegen die epileptischen Anfälle schon ca. 10 Jahre. Hatte nach der Einstellung nie Probleme gehabt. Die "Muskelzuckungen" kamen, nachdem die körperlichen sowie psychischen Problemen anfingen. Wird wohl durch den Bluthochdruck sein. Der Arzt hatte aber nie eine Ursache gesucht sondern die Medikamente einfach erhöht. Der Blutdruck ist noch nicht 100% eingestellt. Wenn es hektisch wird und der Blutdruck erhöht ist, habe ich halt die Zuckungen. Die Diastole ist halt das Problem, die ist viel zu hoch. Und nein, ich bin nicht übergewichtig. 56kg bei 1.70m Ich nehme Lamotrigin ein, wenn die Müdigkeit davon kommt, müsste ich wohl damit "leben". Ist einer der verträglichsten Medikamente und auch am Besten bei Kinderwunsch, was auch mal passieren sollte.

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                • Re: Krank aber niemand hilft?

                  Sport ist tatsächlich hilfreich, da es Glückshormone ausschüttet. Auch wenn das Arbeitsamt eine Umschulung nicht bezahlt, solltest du den Job wechseln, da es deine Gesundheit ist und die ist mit keinem Geld zu bezahlen

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                  • Re: Krank aber niemand hilft?

                    Hi Lena,
                    die Müdigkeit kann von Lamotrigin kommen, muss aber nicht, normalerweise gewöhnt sich der Organismus daran.

                    Ich habe das auch mehrere Jahre genommen und gefühlt nie so große Probleme damit gehabt.
                    Erst als ich es abgesetzt habe, bemerkte ich das es mich doch eingeschränkt hatte, besonders emotional.
                    Ich denk mal genau diese Wirkung war gewollt, aber für mich persönlich nicht gut.

                    Wenn du das Mittel verträgst und es hilft solltest du natürlich auch dabei bleiben, wäre ja nicht sinnvoll dann was anderes zu versuchen.

                    Es wäre aber wichtig einen Psychiater im Hintergrund zu haben, einmal die Arbeitsfähigkeit und ggf. den Jobwechsel betreffend und zum anderen kennen die sich auch gut mit diesem Medikament aus, wissen ob es ein Kombinationspräparat gibt mit dem es dir besser gehen könnte.

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                    • Re: Krank aber niemand hilft?

                      Hallo.
                      Vielen Dank für eure Hilfe. Habe einen Termin gemacht, der ist nur leider erst im März
                      Habe das Gefühl, dass ich immer tiefer falle. Mein Lebensgefährte hat sich nach 6 Jahren Beziehung von heute auf morgen getrennt.
                      Ich bin mir mittlerweile auch ganz sicher, dass die Würgereize psychisch bedingt sind. Hatte diese in den ersten 4 Tagen nach der Trennung ganz schlimm. Bestimmt bis zu 20x am Tag.

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                      • Re: Krank aber niemand hilft?

                        Auch wenn es dir schwer fällt würde ich dir empfehlen den Job zu wechseln, deine Gesundheit geht einfach vor.

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                        • Re: Krank aber niemand hilft?

                          hallo

                          ich habe sehr viel erfahrung mit dem thema, ich war selber seit aug schwer depressiv. 2te episode, mein bruder hat bereits suizid gemacht
                          erstmal ist es wichtig zu verstehen das man einfach eine auszeit benötigt. zu privatarzt gehen ist wichtig ich war da, alle 2 wochen, neuer medikamentenplan, 2 moante lang hat nix angeschlagen,
                          sozusagen war ich hilflos, ich stand vor dem privatazrt konnte mir alles leisten (geldreserve 60000 euro), doch war ich auf mich alleine gestellt,
                          wichtig ist medikamente zu nehmen, es kann aber sein das nicht jedes wirkt.
                          was war also zu tun? ich musste mir also selbst helfen. ich bin jeden tag wie verrückt gelaufen bis ich zusammengebrochen war,
                          dann habe ich an einem see jeden tag die enten gefütter, bin viel motorrad fahren gegeangen usw.
                          wann u wie es besser wurde wüsste ich nicht, ich wusste nur eins dass ich zw 1.8 und 20.10 immer starke suizidgedanken hatte. heute geht
                          es mir auch nicht so gut, es gibt immer wieder ups.
                          das mit den medis ist bei mir auch nicht einfach, senke ich die medis, gehts mir einemal besser einmal nicht, ich verstehe das nicht
                          wichtig ist du musst kämpfen machst du das nicht hast du jetzt schon verloren, wünsche dir alles gute
                          verlasse dich nicht zu viel auf ärzte sie können nur tabeltten durchprobieren mehr nicht. helfen die medis nicht ausreichend muss man selbst aktiv werden.
                          und auch eines ist klar, 20% der stark depressiven schaffen es nicht, mein bruder hat es auch nicht geschafft, meine cousine ist auch tot.
                          ich weiss nur eins ich kämpfe, ob ich es die nächsten jahre noch schaffe oder nicht, weiss ich auch nicht.
                          ich weiss nur eins ich werde kämpfen es gibt sonst keine lösung, ausser suizdi

                          alles gute

                          LG aus tirol
                          kater34

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                          • Re: Krank aber niemand hilft?

                            Ich finde es mutig Kater das du so offen schreibst. Danke das du das mit uns teilst!

                            LG

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                            • Re: Krank aber niemand hilft?

                              @ krisi ich nehme es als komplement auf.
                              was ich auf jeden fall noch empfeheln kann ist folgende therapievariante: Katathym Imaginative Psychotherapie

                              Das katathyme Bilderleben ist eine tiefenpsychologisch orientierte Therapiemethode (Griech. katha = gemäß, Thymus = Seele). Zusätzlich zur gesprächsorientierten Therapie ermöglicht diese Technik, schneller und leichter an verdrängtes bzw. unbewusstes Konfliktmaterial heranzukommen.

                              Nach einer kurzen Entspannung machen sie eine Tagtraumreise, bei der ich Sie begleiten darf. Dabei geben Ihnen die symbolträchtigen Bilder Einblicke in Ihr Unbewusstes, in verdrängte Inhalte und Konflikte. Während der Traumreise werden Ihre Selbstheilungskräfte angeregt und gleichzeitig können neue Wege aufgezeigt werden, auch die Möglichkeit des Problembehandelns besteht bei der katathym imaginativen Psychotherapie.

                              Im psychotherapeutischen Gespräch wird dann die symbolische Bedeutung der imaginären Bilder nach psychoanalytischen Grundsätzen erarbeitet. Ziel ist die Bewusstmachung und das Wiedererleben frühkindlicher Erfahrungen im Hinblick auf die Auflösung aktueller Problemmuster.

                              Schon nach wenigen Sitzungen stellt sich oft bereits eine Besserung der Symptomatik ein.

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                              • Re: Krank aber niemand hilft?

                                der see und meine enten ..... https://www.youtube.com/watch?v=dKSaxa48Hmo
                                geschichte dazu eines tages war ich schwer depressiv u beschloss enten zu füttern. es gab 2 enten, eine davon ist am 24.12 gestorben (fux) ich habe dann 2 neue enten dazu gekauft, jetzt sind sie wieder zu tritt. warum habe ich sie gefüttert? ich dachte der einzige sinn in meinem leben war an diesen tagen nur mehr, diese tiere zu füttern, suizid konnte ich nicht machen denn wer füttert sie dann?

                                https://www.youtube.com/watch?v=dKSaxa48Hmo

                                Kommentar


                                • Re: Krank aber niemand hilft?

                                  Mir ist klar, das ich viele Dinge ändern muss. Arbeitsstelle wurde sogar schon 2x gewechselt, um zu hoffen, das alles besser wird.

                                  Kommentar


                                  • Re: Krank aber niemand hilft?

                                    Haben Sie schon mit ihrer Ärztin darüber geredet was evtl. machen könnte?

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