Nonacog gamma

Allgemeines

Nonacog gamma kann bei Bluter-Patienten aller Altersgruppen zum Einsatz kommen. Mit diesem Wirkstoff behandelt der Arzt Blutungen bei Patienten mit Hämophilie B, dem Mangel an dem Gerinnungsfaktor IX). Außerdem beugt er damit neuen Blutungen vor.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • fehlenden Gerinnungsfaktor IX ersetzen
  • Blutungen zum Stehen bringen
  • Blutungshäufigkeit verringern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Nonacog gamma im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Nonacog gamma nicht verwendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen Nonacog gamma darf der Wirkstoff nicht angewendet werden. Schon bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion wie Quaddeln, allgemeine Nesselsucht, Engegefühl in der Brust, Keuchen, Blutdruckabfall und allergischem Schock ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

Nach wiederholter Gabe von Produkten mit Nonacog gamma muss der Arzt die Patienten auf die Bildung neutralisierender Antikörper hin untersuchen. Solche sogenannten Inhibitoren könnten eine weitere Behandlung unwirksam machen.

Nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt und unter seiner Kontrolle darf der Wirkstoff angewendet werden bei
  • bestehenden Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weil sich durch die Ersatztherapie mit Faktor IX das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöht
  • älteren Menschen, weil an den klinischen Studien keine Patienten über 65 Jahre teilgenommen haben
  • Patienten mit Lebererkrankungen, nach Operationen, bei Neugeborenen oder Patienten mit Risiko für Blutgefäßverstopfungen, da diese durch Nonacog gamma ein erhöhtes Risiko für Verstopfungen von Venen und Arterien haben.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Mit Faktor IX wurden keine Tierstudien bezüglich Schwangerschaft und Jungenaufzucht durchgeführt. Bedingt durch das seltene Auftreten von Hämophilie B bei Frauen liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Faktor IX während Schwangerschaft und Stillzeit vor. Daher darf Faktor IX während der Schwangerschaft und der Stillzeit nur angewendet werden, wenn der Arzt es für unbedingt nötig erachtet.

Zur Auswirkung von Noncog gamma auf die männliche Fruchtbarkeit gibt es keine Studien und Erkenntnisse.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Der Wirkstoff kann bei Patienten jeden Lebensalters angewendet werden.

Welche Nebenwirkungen kann Nonacog gamma haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Nonacog gamma. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Geschmacksstörung, Schmerzen in Armen und Beinen.

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:
Überempfindlichkeit.

Besonderheiten:
Bei Hämophilie-B-Patienten mit Antikörpern gegen Faktor-IX kann es zum Auftreten eines nephrotischen Syndroms, also einer Nierenschädigung, kommen.

Welche Wechselwirkungen zeigt Nonacog gamma?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Für den Wirkstoff sind keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt.

Allergische Reaktionen auf Medikamente

Manchmal lösen Arzneimittel allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Nonacog gamma wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.


Welche Medikamente beinhalten Nonacog gamma?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Nonacog gamma enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

So wirkt Nonacog gamma

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Nonacog gamma. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen , zu welcher der Wirkstoff Nonacog gamma gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Nonacog gamma

Nonacog gamma kann bei Bluter-Patienten aller Altersgruppen zum Einsatz kommen. Mit diesem Wirkstoff behandelt der Arzt Blutungen bei Patienten mit Hämophilie B, dem Mangel an dem Gerinnungsfaktor IX). Außerdem beugt er damit neuen Blutungen vor.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Nonacog gamma sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Nonacog gamma

    Bei sogenannten Blutern ist die Gerinnung des Blutes gestört, sodass selbst geringste Verletzungen zu großen Blutverlusten und zum Tode führen können.

    Die Blutgerinnung ist in Form einer Kaskade organisiert. Eine verletzungsbedingte Blutung ruft den ersten Faktor auf den Plan, der, in seine aktive Form überführt, die Bildung eines weiteren Faktors verursacht und so fort.

    Der besonders weit verbreiteten Gerinnungsstörung Hämophilie B liegt ein Mangel an dem Gerinnungsfaktor IX zugrunde. Dieser Mangel ist eine an das männliche Geschlecht gebundene, erbliche Störung. Sie führt, entweder spontan oder in Folge unfallbedingter oder chirurgischer Verletzungen zu starken Blutungen in Gelenken, Muskeln oder inneren Organen. Ein berühmter Bluter mit diesem Mangel war der Zarewitsch, der Sohn des letzten Zaren Nikolaus II von Russland.

    Durch den Ersatz mit Nonacog gamma wird die Konzentration an Faktor IX im Blut erhöht, wodurch eine vorübergehende Korrektur des Faktor-IX-Mangels und der Blutungsneigung erfolgt.

    Disclaimer:
    Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.