NEURAPAS balance

Von: Andrea Lubliner (Pharmazeutin und Fachtexterin für medizinische Fachtexte)
Letzte Aktualisierung: 03.12.2013
Hersteller: PASCOE pharmazeutische Präparate GmbH
Wirkstoffkombination: Johanniskraut + Baldrianwurzel + Passionsblumenkraut
Darreichnungsform: Filmtablette
Rezeptfrei

Wirkung

NEURAPAS balance enthält die Wirkstoffkombination Johanniskraut + Baldrianwurzel + Passionsblumenkraut. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von NEURAPAS balance.

Die Kombination wird bei leichten und vorübergehenden Depressionen eingesetzt, die mit nervöser Unruhe verbunden sind.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Johanniskraut + Baldrianwurzel + Passionsblumenkraut sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Antidepressiva, zu welcher die Wirkstoffkombination Johanniskraut + Baldrianwurzel + Passionsblumenkraut gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • leichte und vorübergehende Depressionen, die von nervöser Unruhe begleitet sind

Dosierung

Soweit vom Arzt nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene ab 18 Jahren dreimal täglich zwei Filmtabletten unzerkaut mit Flüssigkeit ein. Die Einnahme sollte unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Die Dauer der Anwendung ist grundsätzlich nicht begrenzt. Tritt jedoch nach vier bis sechs Wochen keine Besserung ein, ist durch einen Arzt zu überprüfen, ob diese Therapie fortgesetzt werden soll.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Glycerol 85%
  • hochdisperses Siliciumdioxid
  • Indigocarmin (E 132)
  • Magnesiumstearat
  • Talkum
  • Titandioxid (E 171)
  • Croscarmellose-Natrium
  • Eudragit E
  • Lactose-Monohydrat
  • Macrogol 6000
  • Maltodextrin
  • Povidon K 30
  • sprühgetrockneter Glucose-Sirup

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:
Erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Licht (Photosensibilisierung; besonders bei hellhäutigen Personen), allergischer Hautausschlag, Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit, Unruhe, nervliche Missempfindungen.

Wechselwirkungen

Das in der Kombination enthaltene Johanniskraut geht mit vielen anderen Substanzen Wechselwirkungen ein. Insbesondere kann es deren Konzentration im Blut senken und damit die Wirkung abschwächen. Dies ist der Fall beiWird die Kombination zusammen mit anderen Antidepressiva vom Typ der (selektiven) Serotonin-Wiederaufnahmehemmer eingesetzt, kann sie die Konzentration an dem Nervenbotenstoff Serotonin im Gehirn so weit heraufsetzen, dass es dadurch unter Umständen zu einem lebensbedrohlichen Serotonin-Syndrom kommt. Besondere Gefahr dafür besteht bei gleichzeitiger Anwendung mit Paroxetin, Sertralin oder Trazodon. Die gleichzeitige Behandlung mit künstlich hergestellten Beruhigungsmitteln erfordert die Überwachung der Therapie durch einen Arzt.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Substanzen, die die Haut lichtempfindlich machen, ist eine Verstärkung dieser Wirkung möglich.

Gegenanzeigen

Die Kombination darf bei Überempfindlichkeit gegen Johanniskraut, Passionsblumenkraut oder Baldrianwurzel nicht angenwedet werden. Gleiches gilt bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit der Haut, da diese durch Johanniskraut gesteigert werden kann. Aus diesem Grund sollte während der Behandlung eine intensive UV-Bestrahlung (lange Sonnenbäder, Höhensonne, Solarien) vermieden werden.

Nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch einen Arzt und unter seiner Kontrolle darf die Kombination eingesetzt werden, wenn die Leberfunktion eingeschränkt ist oder der Patient erhöhte Leberwerte hat.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Bisher gibt es keine Erfahrungen über die Anwendung der Kombination in der Schwangerschaft. Die Ergebnisse von Tierstudien sind widersprüchlich.

Auch für die Stillzeit gibt es keine verlässlichen Erkenntnise zur Anwendung der Kombination. Untersuchungen mit anderen Johanniskraut-Mischungen zeigten, dass sich der Hauptwirkstoff Hypericin in der Muttermilch anreichert. Ein Risiko für gestillte Säuglinge kann also nicht ausgeschlossen werden.

Aus den genannten Gründen darf die Kombination in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden. Damit wird auch die Anwendung bei Frauen im gebärfähigen Alter, wenn diese keine Schwangerschaftsverhütung betreiben, wegen des Risikos für eine vielleicht bestehende Frühschwangerschaft nicht empfohlen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Kombination darf wegen nicht ausreichender Studien zu Wirkung und Nebenwirkungen bei Personen unter 18 Jahren in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Warnhinweise

  • Möglicherweise auftretende Müdigkeit macht das Autofahren oder das Bedienen von Maschinen gefährlich.
  • Das Medikament ist nicht zur Behandlung von Patienten unter 18 Jahren geeignet.
  • Das Medikament darf nicht wärmer als 30 Grad aufbewahrt werden.
  • Das Medikament enthält Lactose (Milchzucker) und Glucose (Traubenzucker), die von manchen Patienten schlecht vertragen werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
20 Stück Filmtablette
60 Stück Filmtablette
100 Stück Filmtablette
500 Stück Filmtablette

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über NEURAPAS balance sowie weitere Medikamente mit der Wirkstoffkombination Johanniskraut + Baldrianwurzel + Passionsblumenkraut (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Filmtabletten

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihre*n Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.