Clomifen-ratiopharm

Hersteller: ratiopharm GmbH
Wirkstoff: Clomifen
Darreichnungsform: Tablette
Rezeptpflichtig

Wirkung

Clomifen-ratiopharm enthält den Wirkstoff Clomifen. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Clomifen-ratiopharm.

Clomifen wird bei Unfruchtbarkeit der Frau auf Grund eines Ausbleibens des Eisprungs eingesetzt. Dies gilt allerdings nur, wenn der fehlende Eisprung durch eine erniedrigte Konzentration an Sexualhormonen oder Hormonen der Hirnanhangsdrüse bedingt ist. Bei vorzeitigem Funktionsausfall der Eierstöcke darf Clomifen hingegen nicht angewendet werden.

Der Wirkstoff wird als Tablette vom fünften bis neunten Zyklustag eingenommen, wobei der genaue Zeitpunkt dem Zyklus der Patientin angepasst werden muss.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Clomifen sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Antiöstrogene, Zytostatika, zu welcher der Wirkstoff Clomifen gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • zur Auslösung des Eisprungs bei Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch infolge ausbleibenden Eisprungs

Dosierung

Ein Behandlungszyklus sind fünf Tage mit je einer Tablette, beginnend mit dem fünften Zyklustag.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Maisstärke
  • Laktose
  • Magnesiumstearat

Nebenwirkungen

Häufig:
Eierstockvergrößerung, Hitzewallungen, leichte allergische Reaktionen der Haut (Rötung, Brennen).

Gelegentlich:
Unterbauchbeschwerden, Blähungen, prämenstruelles Syndrom, Übelkeit und Erbrechen, Brustspannen, Kopfschmerzen, Sehstörungen.

Selten:
Nervosität, Schlafstörungen, Benommenheit, Schwindel, Lichtempfindlichkeit, vermehrtes Wasserlassen, verstärkte Regelblutung, Müdigkeit, Depressionen, allergische Reaktionen (Nesselsucht, Stevens-Johnson-Syndrom oder Lyell-Syndrom, Gesichtsschwellungen, Hautausschlag), Gewichtszunahme.

Sehr selten:
Leberfunktionsstörungen, stärkere Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Augenflimmern und -flackern, Fleckensehen oder Lichtblitze).

Besonderheiten:
Während der Überstimulation der Eierstöcke kann es zu folgenden Erkrankungen kommen (ohne Häufigkeitsangabe):
  • Bildung von Zysten in den Eierstöcken
  • erhöhte Blutungsgefahr (im Bauchraum)
  • Bauchwasseransammlung (Aszites)
  • Brustwasseransammlung
  • Harndrangverminderung
  • Blutdruckabfall
  • Gefäßentzündungen und Gefäßverstopfungen (Thrombosen).
Bei ersten Anzeichen einer Eierstockübererregung, wie etwa Unterleibsschmerzen, sollte die Patientin ärztlich untersucht und die Behandlung gegebenenfalls abgebrochen werden.

Die Anwendung von Clomifen erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen von Clomifen mit anderen Wirkstoffen sind nicht bekannt.

Gegenanzeigen

Clomifen darf nicht angewendet werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Blutgerinnungsstörungen
  • ungeklärten Gebärmutterblutungen
  • bestehenden oder früheren schweren Lebererkrankungen (wie Leberentzündungen, Gelbsucht, Dubin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom, Porphyrie), zumindest solange sich bestimmte Leberwerte (Transaminasen) nicht normalisiert haben.
  • Krebserkrankungen der Hirnanhangsdrüse oder der Eierstöcke
  • bestimmten Funktionsstörungen der Eierstöcke
  • Bildung von Zysten in den Eierstöcken
  • Endometriose (Gebärmutterschleimhautwucherungen außerhalb der Gebärmutter) mit Beteiligung der Eierstöcke
  • Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Augenflimmern und -flackern, Fleckensehen oder Lichtblitze).
Nach sechs Monaten der Anwendung sinkt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft deutlich ab, da sich der Körper an die Clomifengaben gewöhnt. Aus diesem Grund sollte der Wirkstoff nicht länger als über sechs Monatszyklen angewendet werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die Anwendung von Clomifen während der Schwangerschaft ist nicht erlaubt. Sicherheitshalber sollte vor Beginn einer Behandlung mit dem Wirkstoff eine Regelblutung eingeleitet werden. Keinesfalls darf der Wirkstoff nach Auslösung des Eisprungs eingenommen werden, da es dann zu Störungen des Hormonhaushalts der Mutter kommen kann, die den Embryo schädigen können. Die Verwendung des Wirkstoffs muss daher letztmalig am neunten Tag des Monatszyklus erfolgen.

Es ist nicht bekannt, ob Clomifen in die Muttermilch und damit in den Säugling übergeht. Um Schädigungen des Kindes zu vermeiden, sollte vor Behandlung mit dem Wirkstoff abgestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Das Anwendungsgebiet von Clomifen schließt eine Behandlung von Kindern mit dem Wirkstoff aus.

Warnhinweise

  • Das Reaktionsvermögen kann aufgrund möglicher Sehstörungen beeinträchtigt werden.
  • Die Bedienung von Maschinen kann beeinträchtigt werden.
  • Die Teilnahme am Straßenverkehr kann beeinträchtigt werden.
  • Während der Einnahme von Clomifen muss eine Schwangerschaft unbedingt vermieden werden.
  • Eine Vergrößerung der Eierstöcke während der Behandlung sollte durch ärztliche Kontrolluntersuchungen überwacht werden.
  • Vorsicht bei Blutgerinnungsstörungen und Leberfunktionsbeeinträchtigung
  • Vor Beginn einer Behandlung sollten andere Ursachen der Unfruchtbarkeit (inklusive des Partners) ausgeschlossen werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück Tablette)
10 Stück Tabletten
50 Milligramm Clomifen

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Clomifen-ratiopharm sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Clomifen (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Tabletten

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.