1. Schwangerschaftswoche (SSW)

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (13. Februar 2018)

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Die 1. Schwangerschaftswoche (SSW) zählt ab dem 1. Tag der letzten Periode, das heißt die gewohnte Regelblutung setzt ein und dauert die gewohnte Zeit an. Die 1. und 2. SSW dienen nur der genaueren Berechnung – die Befruchtung findet erst in der 3. SSW statt!

Mit der 1. SSW beginnen

Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft

  • 40 Wochen oder
  • 10 Monate.

Dabei startet die Berechnung etwa

Doch erst zur Mitte des weiblichen Zyklus hin, um den Zeitpunkt des Eisprungs, kann die Eizelle durch ein Spermium befruchtet werden. Somit beginnt eine Schwangerschaft tatsächlich erst mit der 3. Schwangerschaftswoche – zählt aber schon vom 1. Tag der letzten Periode an.

Das ist zunächst verwirrend, hat sich aber bewährt. Denn nicht bei jeder Frau kann rückwirkend der Termin des Eisprungs eindeutig bestimmt werden. Der erste Tag der letzten Regelblutung jedoch ist den meisten Frauen bekannt, sodass eine Befruchtung (je nach Länge des Zyklus) etwa 14 Tage später wahrscheinlich ist. In vielen Fällen kommt es aber auch vor, dass der Arzt nachträglich die Schwangerschaftswoche nach vorn oder nach hinten korrigiert.

Die Mutter in der 1. SSW

Vor einer möglichen Befruchtung tut sich im weiblichen Körper jeden Monat eine ganze Menge. In der später als 1. SSW bezeichneten Zeit ist eine tatsächliche Schwangerschaft natürlich nicht erkennbar, da sie schlicht noch nicht besteht – erst wenn mittels Schwangerschaftstest eine Schwangerschaft festgestellt wurde (frühestens in der 5. SSW), kann der Frauenarzt rückwirkend ermitteln, in welche Zeit die 1. SSW fiel. Der Körper der Frau durchläuft daher in dieser Zeit wie gewohnt den Menstruationszyklus.

Wenn Sie in dieser Zeit vermeintliche Schwangerschaftsbeschwerden bemerken, wie Brustziehen, vermehrte Müdigkeit, Ziehen im Unterleib oder Ähnliches, so können diese Symptome nicht auf eine mögliche Schwangerschaft zurückzuführen sein, sondern müssen eine andere Ursache haben.

Worauf sollte ich achten?

Wenn Sie schwanger werden möchten, sollten Sie besonders auf eine folsäurehaltige Ernährung achten.

Schwangere und Frauen, die schwanger werden möchten, sollten

  • täglich etwa 0,55 Milligramm Folsäure am Tag über die Nahrung aufnehmen und
  • zusätzlich vorbereitend Folsäure einnehmen, um das Risiko für verschiedene Erkrankungen des Babys, wie beispielsweise einen offenen Rücken (Spina bifida), zu senken.

Empfohlen wird eine vorsorgliche zusätzliche Einnahme von 0,4 Milligramm eines Folsäure-Präparats täglich. Diese Menge sollten Sie auch während der ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft weiterhin täglich einnehmen. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat hat die ergänzende Folsäure keine Auswirkung mehr auf die kindliche Entwicklung, kann sich aber positiv auf den Körper der Mutter auswirken, daher können Sie sie auch dann weiter einnehmen (0,4 mg pro Tag).

Der Embryo in der 1. SSW

In der 1. Schwangerschaftswoche (SSW) besteht noch keine tatsächliche Schwangerschaft. Die Periode beginnt wie gewohnt, und die Regelblutung spült die ungenutzte Gebärmutterschleimhaut aus, sodass der weibliche Körper sich im Folgenden erneut auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereiten kann. Eine Befruchtung ist in dieser Woche bei einem durchschnittlichen Zyklus von 28 Tagen noch nicht möglich. Das ist frühestens in der 3. SSW der Fall.

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1. SSW: Weitere Informationen

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 13.2.2018)

Online-Informationen der BZgA: www.familienplanung.de (Abrufdatum: 13.2.2018)

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.: www.dge.de (Abrufdatum: 13.2.2018)

Online-Informationen des Gemeinsamen Bundesausschusses: www.g-ba.de (Stand: 20.7.2016)

Weyerstahl, T., Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

Schneider, H., Husslein, P., et al.: Die Geburtshilfe. Springer Verlag. Berlin Heidelberg 2011

Aktualisiert am: 13. Februar 2018