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Nicht immer der Tumor: Woran Menschen bei Krebs sterben
Viele Menschen gehen davon aus, dass Betroffene bei Krebs direkt am Tumor selbst sterben. Tatsächlich sind jedoch häufig Komplikationen der Erkrankung die Todesursache.
Auch wenn Krebs längst nicht immer tödlich verläuft, schreitet die Erkrankung in manchen Fällen so weit fort, dass lebenswichtige Körperfunktionen beeinträchtigt werden oder schwere Komplikationen auftreten. Welche Ursachen dabei eine Rolle spielen können, zeigt diese Bildergalerie.
Organversagen durch Krebs
Viele Tumoren oder deren Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, wachsen in lebenswichtigen Organen oder verdrängen gesundes Gewebe. Wird ein Organ dadurch stark geschädigt, kann es seine Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen. Besonders kritisch ist das etwa bei Tumoren in Lunge, Leber oder Gehirn. Versagt ein lebenswichtiges Organ, kann dies lebensbedrohlich werden. Im Fall der Lunge wird der Körper etwa nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.
Multiorganversagen als Todesursache bei Krebs
Wenn ein wichtiges Organ ausfällt, kann das auch andere Organe stark belasten. Denn im Körper arbeiten viele Organe eng zusammen. Versagt etwa die Lunge, erhält der Körper zu wenig Sauerstoff. Funktionieren Leber oder Niere nicht mehr richtig, können sich schädliche Stoffe im Körper anreichern. Dadurch geraten auch andere Organe zunehmend unter Druck. Sind schließlich mehrere lebenswichtige Organe gleichzeitig betroffen und verlieren ihre Funktion, kommt es zu einem sogenannten Multiorganversagen.
Lesetipp: Multiples Organversagen – Symptome des lebensbedrohlichen Notfalls
Schwere Infektionen sind häufige Komplikationen bei Krebs
Die Krebserkrankung selbst und manche Behandlungen wie etwa die Chemotherapie schwächen häufig das Immunsystem. Dadurch haben Bakterien, Viren oder Pilze leichteres Spiel. Infektionen können sich dann schnell im Körper ausbreiten und schwer verlaufen.
Lesetipp: Was ist Candida auris und welche Symptome verursacht der Pilz?
Sepsis als mögliche Todesursache bei Krebs
Eine besonders gefährliche Komplikation ist die Blutvergiftung (Sepsis). Dabei reagiert der Körper auf eine Infektion mit einer starken Entzündungsreaktion, die mehrere Organe schädigen kann. Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko dafür.
Krebs: Lungenembolie als Todesursache
Krebserkrankungen erhöhen die Neigung des Blutes, zu gerinnen. Dadurch können sich Blutgerinnsel bilden, etwa in den Beinvenen. Löst sich ein solches Gerinnsel und gelangt in die Lunge, kann eine Lungenembolie entstehen. Das ist eine potenziell lebensbedrohliche Situation.
Innere Blutungen sind mögliche Komplikationen bei Krebs
Einige Tumoren können Blutgefäße schädigen oder stark durchblutet sein. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für innere Blutungen, etwa im Magen-Darm-Trakt oder in anderen Organen. Kommt es zu starken Blutverlusten, kann der Kreislauf instabil werden und wichtige Organe werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. In schweren Fällen kann dies zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufversagen führen.
Auszehrung bei Krebs kann zum Tode führen
Viele fortgeschrittene Tumorerkrankungen gehen mit einer sogenannten Tumorkachexie einher. Dabei verliert der Körper stark an Gewicht und Muskelmasse. Auch Herz- und Atemmuskulatur können betroffen sein. Die Erkrankten werden zunehmend schwächer. Durch die starke Auszehrung fehlen dem Körper schließlich wichtige Energiereserven. Dadurch steigt das Risiko für schwere Infektionen oder Organversagen.
Komplikationen der Behandlung als Todesursache bei Krebs
Auch Krebsbehandlungen können den Körper stark belasten. Operationen, Chemotherapie oder Bestrahlung können Nebenwirkungen und Komplikationen verursachen. Dazu gehören zum Beispiel schwere Infektionen, starke Blutungen oder Organschäden. Solche schweren Komplikationen sind selten, können aber insbesondere bei stark geschwächten Menschen auftreten.
Krebs ist oft behandelbar
Trotz dieser möglichen Komplikationen gilt: Krebs führt längst nicht immer zum Tod. Viele Tumoren lassen sich heute erfolgreich behandeln oder heilen, vor allem wenn sie früh entdeckt werden. Fortschritte in der Medizin haben die Überlebenschancen bei vielen Krebsarten in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. Wie hoch das Risiko für einen tödlichen Verlauf ist, hängt unter anderem von der Krebsart, dem Stadium der Erkrankung und den Behandlungsmöglichkeiten ab.
Lesetipp: Harmlose Krebsarten? Diese 7 Tumoren gelten als gut behandelbar
Viele Menschen gehen davon aus, dass Betroffene bei Krebs direkt am Tumor selbst sterben. Tatsächlich sind jedoch häufig Komplikationen der Erkrankung die Todesursache.
Auch wenn Krebs längst nicht immer tödlich verläuft, schreitet die Erkrankung in manchen Fällen so weit fort, dass lebenswichtige Körperfunktionen beeinträchtigt werden oder schwere Komplikationen auftreten. Welche Ursachen dabei eine Rolle spielen können, zeigt diese Bildergalerie.
- Online-Informationen von MSD Manual: Mögliche Komplikationen bei Krebs: https://www.msdmanuals.com/de/heim/multimedia/table/m%C3%B6gliche-komplikationen-bei-krebs (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen von Pharma Fakten e. V.: Warum ist Krebs tödlich? https://pharma-fakten.de/fachbeitraege-krebs/warum-ist-krebs-todlich/ (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen von Healthline: How Does Cancer Cause Life Threatening Complications? https://www.healthline.com/health/how-does-cancer-kill-you (Abruf: 03/2026)