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Grippe vermeiden: Diese Maßnahmen reduzieren das Risiko
In der Grippesaison ist es kaum möglich, den auslösenden Influenzaviren aus dem Weg zu gehen. Das Gleiche gilt für Erkältungsviren wie RSV und Coronaviren. Ein hundertprozentiger Schutz vor einer Ansteckung lässt sich im Alltag nicht erreichen.
Bestimmte Maßnahmen können das Risiko einer Infektion jedoch deutlich senken. Wer sie konsequent umsetzt, ist in der Grippesaison bestmöglich geschützt. Welche das sind, zeigt diese Bildergalerie.
Schutz vor Grippe: Abstand zu Erkrankten halten
Influenza wird vor allem über Tröpfchen und Aerosole übertragen. Der wirksamste Schutz vor einer Ansteckung ist daher, mindestens ein bis zwei Meter Abstand zu Erkrankten zu halten. Sind Familienmitglieder aus dem Haushalt erkrankt, gilt außerdem: wenn möglich nicht im selben Zimmer schlafen und die Räume regelmäßig lüften.
Lesetipp: Wie lange ist die Grippe ansteckend?
Maske tragen schützt vor einer Ansteckung mit Influenza
Lässt sich der Kontakt mit erkrankten Personen nicht vermeiden, reduziert eine gut sitzende FFP2-Maske das Risiko einer Infektion deutlich.
Lesetipp: Schwerer Grippeverlauf – mögliche Komplikationen bei Influenza
Grippeschutzimpfung kann vor Ansteckung schützen
Eine Grippeschutzimpfung senkt das Risiko einer Ansteckung, kann sie aber nicht vollständig verhindern. Allerdings verläuft eine Infektion bei geimpften Menschen in der Regel milder. Eine Grippeimpfung schützt nur vor Influenzaviren, nicht vor anderen Erkrankungen.
Lesetipp: Grippeimpfung – wann sie sinnvoll ist und mögliche Nebenwirkungen
Grippe: Regelmäßig Händewaschen schützt vor Ansteckung
Nicht nur über Aerosole, auch über Hände und Gegenstände wie Türklinken und Lichtschalter werden Viren übertragen. Daher ist es wichtig, sich nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht zu fassen, insbesondere nicht in Augen, Nase und Mund. Regelmäßiges Händewaschen mit Seife für mindestens 20 Sekunden ist eine wirksame Methode, um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren.
Schutz vor Grippe: Ausreichend Schlaf und Erholung
Schlafmangel und Stress schwächen nachweislich die Immunabwehr. Eine funktionierende Immunantwort ist jedoch Voraussetzung dafür, um Infekte abwehren zu können. In der Grippesaison lohnt es sich daher besonders, auf genügend Schlaf, Erholung und kleine Auszeiten im Alltag zu achten.
Bewegung an der frischen Luft stärkt die Immunabwehr
Bewegung an der frischen Luft unterstützt die Immunabwehr gleich auf mehreren Ebenen. Sie fördert die Durchblutung und bringt Immunzellen schneller dorthin, wo sie gebraucht werden. Gleichzeitig baut Bewegung Stresshormone ab, die die Abwehr schwächen können. Im Freien trocknen die Schleimhäute zudem weniger aus als in beheizten Innenräumen. Gut befeuchtete Schleimhäute können Viren besser abfangen und wieder abtransportieren.
Ansteckung mit Influenza verhindern: Helfen Nasenspülungen?
Nasenspülungen oder Meerwassernasensprays können die Nasenschleimhaut befeuchten und von Schleim, Staub und Erregern reinigen. Gut befeuchtete Schleimhäute sind eine wichtige Schutzbarriere gegen Viren. Sie fangen eingeatmete Partikel besser ab und transportieren sie mithilfe der Flimmerhärchen hinaus. Nasenspülungen können unterstützend sinnvoll sein, insbesondere nach engem Kontakt mit vielen Menschen oder bei Aufenthalt in stark beheizten, trockenen Räumen. Die tägliche Anwendung über längere Zeit kann jedoch die natürliche Schleimhautregulation stören.
Bietet Rotalgenspray Schutz vor der Grippe?
Rotalgen-Nasensprays mit dem Wirkstoff Carrageen (Carragelose) sollen Viren in der Nasenschleimhaut physikalisch binden und so deren Eindringen in die Zellen erschweren. Studien, vor allem aus der Coronazeit, geben Hinweise darauf, dass sich dadurch die Viruslast verringern oder die Dauer von Erkältungssymptomen verkürzen kann. Die Nasensprays können unterstützend eingesetzt werden, sind jedoch kein Ersatz für Impfung und Hygienemaßnahmen.
Lesetipp: Rotalgen-Nasenspray – Schutz vor Coronaviren & Co.?
Gurgeln zum Schutz vor Grippeviren
Gurgeln mit Salzwasser befeuchtet die Rachenschleimhaut und kann Schleim, Partikel und möglicherweise auch Erreger mechanisch entfernen. Nach engem Kontakt mit vielen Menschen kann das unterstützend sinnvoll sein. Auch jodhaltige Lösungen wie Povidon-Iod zum Gurgeln wirken gegen viele Viren und können die Viruslast im Mund- und Rachenraum vorübergehend senken. Sie sind jedoch nicht für Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen oder für Schwangere geeignet und sollten nicht dauerhaft angewendet werden.
Lesetipp: Wundermittel bei Grippe? Was wirklich bei Influenza hilft
Grippe: Nahrungsergänzungsmittel als Schutz vor Infektionen
Vitamin D und Zink spielen eine wichtige Rolle für die Immunfunktion. Eine Nahrungsergänzung kann sinnvoll sein, wenn ein nachgewiesener Mangel besteht. Zink kann bei frühzeitiger Einnahme zudem möglicherweise die Dauer von Erkältungssymptomen verkürzen. Eine routinemäßige Einnahme ohne Mangel ist nicht empfohlen.
In der Grippesaison ist es kaum möglich, den auslösenden Influenzaviren aus dem Weg zu gehen. Das Gleiche gilt für Erkältungsviren wie RSV und Coronaviren. Ein hundertprozentiger Schutz vor einer Ansteckung lässt sich im Alltag nicht erreichen.
Bestimmte Maßnahmen können das Risiko einer Infektion jedoch deutlich senken. Wer sie konsequent umsetzt, ist in der Grippesaison bestmöglich geschützt. Welche das sind, zeigt diese Bildergalerie.
- Online-Informationen der Stiftung Gesundheitswissen: So können Sie Erkältung und Grippe vorbeugen: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/erkaeltung-und-grippe/erkaeltung/erkaeltung-und-grippe-vorbeugen (Abruf: 02/2026)
- Schütz, D., et al.: Carrageenan-containing over-the-counter nasal and oral sprays inhibit SARS-CoV-2 infection of airway epithelial cultures: https://journals.physiology.org/doi/full/10.1152/ajplung.00552.2020 American Journal of Physiology-Lung Cellular and Molecular Physiology, Vol. 320, Iss. 5 (Abruf: 02/2026)
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