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Muskelentzündung: Diese Symptome können auf eine Myositis hinweisen
Eine Myositis ist eine entzündliche Muskelerkrankung. Dabei greifen entzündliche Prozesse das Muskelgewebe an, wodurch es zu Schmerzen, Kraftverlust und Funktionsstörungen kommen kann.
Je nach Ursache verläuft die Erkrankung vorübergehend oder entwickelt sich über längere Zeit. In manchen Fällen ist eine Infektion Auslöser, in anderen richtet sich das Immunsystem fehlgesteuert gegen die eigene Muskulatur. Vor allem die Skelettmuskeln, die für willkürliche Bewegungen zuständig sind, sind häufig betroffen.
Welche Symptome typisch für eine Myositis sind, zeigt diese Bildergalerie.
Hinweis: Diese Bildergalerie ersetzt keine ärztliche Diagnose. Ärztliche Hilfe ist ratsam, wenn Muskelschmerzen länger als wenige Tage anhalten, zunehmende Schwäche hinzukommt und der Alltag dadurch beeinträchtigt ist.
Akute Myositis: Muskelschmerzen nach einem Infekt
Eine akute Myositis tritt häufig zwei bis fünf Tage nach Beginn einer Virusinfektion wie einer Grippe auf und betrifft meist Kinder. Das Virus befällt die Muskulatur entweder direkt oder die überschießende Immunreaktion löst die Entzündung aus. Typisches Symptom ist der plötzlich auftretende, starke Muskelschmerz, vor allem in den Waden. Die akute Myositis bildet sich in der Regel innerhalb weniger Tage oder Wochen von selbst zurück und ist nur selten behandlungsbedürftig.
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Bakterielle Myositis: Hohes Fieber kann Symptom sein
Seltener sind Bakterien Auslöser einer akuten Myositis. Bei einer bakteriellen Myositis treten meist plötzlich einseitig Schmerzen und Muskelschwäche auf und es kommt mitunter hohes Fieber hinzu. Unter Antibiotikatherapie klingt die Entzündung ab.
Chronische Myositis: Schleichender Beginn
Bei einer chronischen Myositis lässt sich meist kein klarer Auslöser feststellen. Zwar können Infektionen eine fehlgeleitete Immunreaktion triggern, sie sind jedoch nicht die alleinige Ursache wie bei der akuten Form. Die Erkrankung beginnt schleichend und entwickelt sich über Wochen oder Monate hinweg. Die chronische Myositis kann in jedem Lebensalter auftreten. Sie ist nicht heilbar. Das Fortschreiten der Erkrankung lässt sich durch eine Behandlung jedoch verlangsamen oder aufhalten.
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Muskelschwäche ist Leitsymptom bei chronischer Myositis
Das Leitsymptom der chronischen Form ist eine zunehmende Muskelschwäche, die zunächst meist Schulter- und Beckengürtel erfasst. Bei älteren Menschen können frühzeitig auch die Fingerbeuger beteiligt sein, also die Muskeln an der Innenseite des Unterarms. Anfangs fällt häufig eine ungewohnte Kraftlosigkeit auf. So kann es schwerfallen, aus dem Sitzen aufzustehen oder die Arme über Schulterhöhe zu heben.
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Myositis: Alltag ist zunehmend eingeschränkt
Unbehandelt nimmt die Muskelschwäche langsam zu. Im weiteren Verlauf kann es zu einem fortschreitenden Abbau von Muskelmasse kommen. Alltägliche Tätigkeiten wie Haare föhnen, längeres Gehen oder Treppensteigen werden zunehmend anstrengend. Der Gang kann unsicher werden, und es kommt häufiger zu Stolpern.
Schluck- oder Atemprobleme sind mögliche Symptome bei Myositis
Die Muskelschwäche kann schließlich auf weitere Muskelgruppen übergreifen und beispielsweise zu Problemen beim Schlucken (Dysphagie) oder bei der Atmung führen. Dies ist aber nicht bei allen Betroffenen der Fall.
Schmerzen auch bei chronischer Myositis mögliches Symptom
Etwa die Hälfte der Betroffenen leidet auch bei chronischer Myositis unter Muskelschmerzen unterschiedlicher Intensität. Betroffen sind besonders häufig Schultern, Hüften und Oberschenkel. Gelenkschmerzen können ebenfalls hinzukommen.
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Hautveränderungen: Symptom bei Dermatomyositis
Bei der Dermatomyositis greift das fehlgeleitete Immunsystem nicht nur die Muskulatur, sondern auch kleine Blutgefäße in der Haut an. Dadurch entstehen charakteristische Hautveränderungen. Typisch sind Schwellungen und eine violett-rötliche Verfärbung der Augenlider sowie symmetrische Rötungen im Gesicht, am Dekolleté, Nacken und an den Streckseiten von Armen und Beinen oder an den Handrücken.
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Myositis: Auch Herz und Magen-Darm-Bereich können betroffen sein
Chronisch-entzündliche Myositiden betreffen in erster Linie die Skelettmuskulatur. In seltenen Fällen kann die Entzündung jedoch auch das Herz mit einbeziehen und zu Herzrhythmusstörungen oder einer Entzündung des Herzmuskels führen. Auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich können auftreten, wenn Muskelgruppen des Verdauungstrakts beteiligt sind.
Eine Myositis ist eine entzündliche Muskelerkrankung. Dabei greifen entzündliche Prozesse das Muskelgewebe an, wodurch es zu Schmerzen, Kraftverlust und Funktionsstörungen kommen kann.
Je nach Ursache verläuft die Erkrankung vorübergehend oder entwickelt sich über längere Zeit. In manchen Fällen ist eine Infektion Auslöser, in anderen richtet sich das Immunsystem fehlgesteuert gegen die eigene Muskulatur. Vor allem die Skelettmuskeln, die für willkürliche Bewegungen zuständig sind, sind häufig betroffen.
Welche Symptome typisch für eine Myositis sind, zeigt diese Bildergalerie.
Hinweis: Diese Bildergalerie ersetzt keine ärztliche Diagnose. Ärztliche Hilfe ist ratsam, wenn Muskelschmerzen länger als wenige Tage anhalten, zunehmende Schwäche hinzukommt und der Alltag dadurch beeinträchtigt ist.
- Online-Informationen von Deximed: Myositissyndrome: https://deximed.de/home/klinische-themen/rheumatologie/patienteninformationen/verschiedene-krankheiten/myositissyndrome (Abruf: 02/2026)
- Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V.: Myositis: https://www.dgm.org/muskelerkrankungen/myositis (Abruf: 02/2026)
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