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Eigenbrauer-Syndrom: Wenn der Körper selbst Alkohol bildet
Wenn Menschen betrunken werden, ohne einen Tropfen Alkohol getrunken zu haben, kann das sogenannte Eigenbrauer-Syndrom (oder Auto-Brewery-Syndrom) dahinterstecken. Bei dieser sehr seltenen Erkrankung produzieren bestimmte Hefepilze oder Bakterien im Darm Alkohol aus Kohlenhydraten der Nahrung.
Die dabei entstehenden Alkoholmengen können ausreichen, um Beschwerden hervorzurufen, die einer Alkoholisierung ähneln. Das Eigenbrauer-Syndrom kann die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Die wiederkehrenden Beschwerden führen bei vielen Betroffenen zu Unsicherheit im Alltag.
Die folgenden Symptome können auf ein Eigenbrauer-Syndrom hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Eigenbrauer-Syndrom: Alkoholisierung als Leitsymptom
Das Leitsymptom des Eigenbrauer-Syndroms ist eine Alkoholisierung ohne vorherigen Alkoholkonsum. Dabei können erhöhte Blutalkoholwerte gemessen werden. Mitunter lässt sich Alkohol auch in der Atemluft nachweisen. Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und reichen in seltenen Fällen bis zu Symptomen einer Alkoholvergiftung.
Eigenbrauer-Syndrom: Schwindel kann Symptom sein
Schwindel ist ein weiteres mögliches Anzeichen des Eigenbrauer-Syndroms. Betroffene haben etwa das Gefühl, dass sich die Umgebung dreht. Ursache ist der im Körper gebildete Alkohol, der das zentrale Nervensystem beeinflusst. Schwindel sollte grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden, insbesondere wenn er plötzlich auftritt oder wiederkehrt.
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Koordinationsprobleme als Symptom des Eigenbrauer-Syndroms
Wenn der Körper selbst Alkohol bildet, kann das die Bewegungsabläufe beeinträchtigen. Betroffene wirken mitunter unsicher, stolpern leichter oder haben Schwierigkeiten, gezielte Bewegungen auszuführen. Nach außen kann dies wie eine klassische Alkoholisierung erscheinen, was für Betroffene zusätzlich belastend ist.
Verwaschene Sprache: Mögliches Anzeichen für Eigenbrauer-Syndrom
Auch eine verwaschene Sprache kann beim Eigenbrauer-Syndrom auftreten. Betroffene sprechen dann häufig langsamer oder weniger deutlich als gewöhnlich. Da ähnliche Symptome auch bei neurologischen Notfällen wie einem Schlaganfall auftreten können, sollte eine plötzliche Sprachstörung grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden.
Eigenbrauer-Syndrom: Konzentrationsstörungen als Symptom
Das Eigenbrauer-Syndrom kann die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Betroffene haben mitunter Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, Gesprächen zu folgen oder Informationen zu verarbeiten. In ausgeprägteren Fällen können Verwirrtheit und Gedächtnislücken (Amnesie) auftreten.
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Magen-Darm-Beschwerden als mögliche Symptome
In vielen Fällen betrifft das Eigenbrauer-Syndrom auch den Verdauungstrakt. Mögliche Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, ein unangenehmes Völlegefühl und Bauchschmerzen. Die Beschwerden werden vermutlich durch die vermehrte Gärung von Kohlenhydraten im Darm verursacht. Teilweise können sie denen eines Reizdarmsyndroms ähneln.
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Eigenbrauer-Syndrom: Müdigkeit und Erschöpfung sind Symptome
Neben akuten Beschwerden berichten manche Betroffene über eine anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung. In Einzelfällen kann die Belastung so ausgeprägt sein, dass sie den Alltag erheblich beeinträchtigt. Auch eine Art Katergefühl ohne Alkoholkonsum ist möglich.
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Eigenbrauer-Syndrom: Beschwerden oft nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten
Viele Betroffene berichten, dass die Beschwerden vor allem nach dem Verzehr kohlenhydratreicher Lebensmittel auftreten. Dazu zählen beispielsweise Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Süßigkeiten oder zuckerhaltige Getränke. Diese liefern den Mikroorganismen im Darm die Grundlage für die Ethanolbildung. Der zeitliche Zusammenhang zwischen Mahlzeiten und Symptomen gilt als wichtiger Hinweis auf ein Eigenbrauer-Syndrom. Im Rahmen der Behandlung kann daher eine kohlenhydratarme Ernährung (Low Carb) empfohlen werden.
Wenn Menschen betrunken werden, ohne einen Tropfen Alkohol getrunken zu haben, kann das sogenannte Eigenbrauer-Syndrom (oder Auto-Brewery-Syndrom) dahinterstecken. Bei dieser sehr seltenen Erkrankung produzieren bestimmte Hefepilze oder Bakterien im Darm Alkohol aus Kohlenhydraten der Nahrung.
Die dabei entstehenden Alkoholmengen können ausreichen, um Beschwerden hervorzurufen, die einer Alkoholisierung ähneln. Das Eigenbrauer-Syndrom kann die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Die wiederkehrenden Beschwerden führen bei vielen Betroffenen zu Unsicherheit im Alltag.
Die folgenden Symptome können auf ein Eigenbrauer-Syndrom hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden.
- Online-Informationen von DocCheck: Eigenbrauer-Syndrom: https://flexikon.doccheck.com/de/Eigenbrauer-Syndrom (Abruf: 06/2026)
- Online-Informationen des Deutschen Ärzteblatts: Eigenbrauer-Syndrom: Wie Darmmikroben Menschen betrunken machen: https://www.aerzteblatt.de/news/eigenbrauer-syndrom-wie-darmmikroben-menschen-betrunken-machen-77b7b5d9-460d-4c8f-9ed0-7fbda52f6ecd (Abruf: 06/2026)
- Online-Informationen der Pharmazeutischen Zeitung (PZ): Was ist das Eigenbrauer-Syndrom? https://www.pharmazeutische-zeitung.de/was-ist-das-eigenbrauer-syndrom-147796/ (Abruf: 06/2026)
- Online-Informationen des Deutschen Apotheker Verlags Dr. Roland Schmiedel GmbH & Co. KG: Was ist eigentlich das Eigenbrauer-Syndrom? https://www.ptaheute.de/aktuelles/2024/06/05/was-ist-eigentlich-das-eigenbrauer-syndrom (Abruf: 06/2026)
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