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Larvierte Depression: 10 typische Symptome der versteckten Depression
Die larvierte oder maskierte Depression ist eine Form, bei der sich das seelische Leiden vor allem durch körperliche Symptome äußert – etwa durch ständige Erschöpfung oder Magen-Darm-Probleme.
Heute ist der Begriff larvierte Depression allerdings veraltet. Stattdessen sprechen Fachleute von psychosomatischen Störungen, Somatisierungsstörungen oder Neurasthenie. Das Phänomen selbst ist jedoch weiterhin relevant: Viele Betroffene suchen wegen körperlicher Beschwerden Hilfe, für die sich keine organische Ursache finden lässt.
In der folgenden Galerie erfahren Sie, welche körperlichen Warnzeichen auf eine versteckte Depression hinweisen können.
Larvierte Depression: Ständige Erschöpfung
Viele Betroffene mit versteckter Depression fühlen sich dauerhaft müde und antriebslos – auch ausreichend Schlaf bringt keine Besserung. Diese Erschöpfung entsteht unter anderem durch die anhaltende psychische Anspannung.
Versteckte Depression: Körperliche Schmerzen
Anhaltende oder wiederkehrende Kopf-, Rücken- oder Muskelschmerzen zählen zu den häufigsten Symptomen einer larvierten Depression. Typisch für psychisch bedingte Schmerzen ist, dass sie schwer zu lokalisieren sind und oft kaum auf herkömmliche Schmerzmittel ansprechen.
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Larvierte Depression: Magen-Darm-Probleme
Zu den weiteren Symptomen einer larvierten Depression gehören Beschwerden des Magen-Darm-Trakts. Dazu zählen Schmerzen im Oberbauch, Verstopfungen, Sodbrennen, Blähungen und Völlegefühl. Zwischen Gehirn und Darm besteht eine enge Verbindung – die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Chronischer psychischer Stress oder anhaltende Niedergeschlagenheit können sich auf die Magenbewegung und die Produktion von Magensäure auswirken und so Beschwerden verursachen.
Versteckte Depression: Herz-Kreislauf-Beschwerden
Larvierte Depression: Kloßgefühl im Hals
Ein Druck- oder Engegefühl im Hals, das Schlucken unangenehm macht, ist ein bekanntes psychosomatisches Symptom. In den meisten Fällen fehlen organische Ursachen. Dieses sogenannte Empfinden eines "Kloßes im Hals" tritt häufig in Stressphasen auf und kann ein körperlicher Ausdruck seelischer Belastung sein.
Lesetipp: Kloß im Hals – Woher das Gefühl kommt und was hilft
Sexuelle Funktionsstörungen als Anzeichen
Psychische Belastung verändert bei vielen Menschen die Produktion von Sexualhormonen wie Testosteron. Dies führt zu Störungen der Sexualfunktion. Möglich sind ein Verlust der Libido, Schwierigkeiten einen Orgasmus zu bekommen oder – bei Männern – Erektionsstörungen. Gibt es keine körperlichen Ursachen für die Beschwerden, steckt möglicherweise eine larvierte Depression dahinter.
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Larvierte Depression: Gewichtsveränderungen
Die körperliche Regulation von Hunger und Sättigung ist eng mit dem emotionalen Zustand verbunden. Eine unerklärliche Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme ist daher möglicherweise Symptom einer larvierten Depression.
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Schlafstörungen bei larvierter Depression
Schlafstörungen zählen zu den typischen Symptomen einer Depression – auch bei der versteckten Form. Betroffene haben Probleme ein- oder durchzuschlafen und erleben ein klassisches Morgentief mit einem Gefühl der Zerschlagenheit.
Larvierte Depression: Häufige Infekte als Anzeichen
Eine dauerhafte psychische Anspannung kann die körpereigene Abwehr schwächen. Betroffene sind somit anfälliger für Infektionen aller Art – etwa für Erkältungen. Wer häufig krank ist, sollte deshalb auch an seelische Belastungen als mögliche Ursache denken und dies ärztlich abklären lassen.
Versteckte Depression: Urogenitale Beschwerden
Auch Beschwerden des Urogenitaltrakts können auf eine versteckte Depression hinweisen. Manche Betroffene berichten über Brennen beim Wasserlassen, einen unterbrochenen Harnstrahl, schmerzhaften Harndrang oder Druckgefühle im Unterbrauch – ohne, dass sich eine organische Ursache findet.
Die larvierte oder maskierte Depression ist eine Form, bei der sich das seelische Leiden vor allem durch körperliche Symptome äußert – etwa durch ständige Erschöpfung oder Magen-Darm-Probleme.
Heute ist der Begriff larvierte Depression allerdings veraltet. Stattdessen sprechen Fachleute von psychosomatischen Störungen, Somatisierungsstörungen oder Neurasthenie. Das Phänomen selbst ist jedoch weiterhin relevant: Viele Betroffene suchen wegen körperlicher Beschwerden Hilfe, für die sich keine organische Ursache finden lässt.
In der folgenden Galerie erfahren Sie, welche körperlichen Warnzeichen auf eine versteckte Depression hinweisen können.
- Online-Informationen von DocCheck: Larvierte Depression: https://flexikon.doccheck.com/de/Larvierte_Depression (Abruf: 10/2025)
- Online-Informationen des Pschyrembel: Larvierte Depression: https://www.pschyrembel.de/Larvierte%20Depression/K05PU (Abruf: 10/2025)
- Online-Informationen des Berufsverbands Deutscher Internistinnen und Internisten: Versteckte Depression: https://www.internisten-im-netz.de/fachgebiete/psyche-koerper/versteckte-depression.html (Abruf: 10/2025)
- Online-Informationen der Oberberg GmbH: Wenn der Körper spricht – verstehen und behandeln: https://www.oberbergkliniken.de/krankheitsbilder/somatisierte-depression (Abruf: 10/2025)
- Online-Informationen der Georg Thieme Verlag KG: Larvierte Depression: Aufstieg und Fall einer Diagnose: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-2002-30678 (Abruf: 10/2025)
- Online-Informationen des Therapeutischen Zentrums St. Gallen (TPZ): Körperliche Symptome bei larvierter Depression: https://tpz.ch/koerperliche-symptome-bei-larvierter-depression/ (Abruf: 10/2025)
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