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Neuroborreliose: Diese Symptome treten oft erst Wochen später auf
Viele Menschen bemerken den Zeckenstich gar nicht oder erinnern sich Wochen später nicht mehr daran. Umso überraschender sind plötzlich auftretende Beschwerden wie starke Nervenschmerzen, Gesichtslähmungen oder Kopfschmerzen mit Nackensteife. Dahinter kann eine Neuroborreliose stecken. Bei dieser Form der Borreliose ist das Nervensystem betroffen. Welche Symptome typisch sind und warum die Erkrankung oft erst spät erkannt wird.
Hinweis: Diese Galerie ersetzt keine fachkundige Diagnose. Neu aufgetretene oder anhaltende Beschwerden nach einem Zeckenstich sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
Starke Nervenschmerzen bei Neuroborreliose
Ein frühes Warnzeichen der Neuroborreliose sind heftige Nervenschmerzen. Betroffene beschreiben sie oft als brennend, stechend oder einschießend. Häufig treten die Schmerzen im Rücken, Nacken, an Armen oder Beinen auf. Typisch ist außerdem, dass rezeptfreie Schmerzmittel oft kaum gegen die Beschwerden helfen.
Schmerzen treten vor allem nachts auf
Die Schmerzen werden bei einer Neuroborreliose oft nachts besonders stark. Viele Betroffene können deshalb kaum schlafen oder wachen immer wieder auf. Fachleute sehen darin einen wichtigen Hinweis auf eine Beteiligung des Nervensystems. Zwischen Zeckenstich und Beschwerden liegen häufig vier bis sechs Wochen.
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Plötzliche Gesichtslähmung durch Neuroborreliose
Häufig greift die Entzündung auch die Gesichtsnerven an. Dann kann es zu einer einseitigen Gesichtslähmung (Fazialisparese) kommen. Betroffene können etwa einen Mundwinkel nicht mehr richtig bewegen oder ein Auge schlechter schließen. Manchmal sind sogar beide Gesichtshälften betroffen. In der Regel ist die Fazialisparese gut heilbar.
Neuroborreliose: Kopfschmerzen und Nackensteife
Auch starke Kopfschmerzen und ein steifer Nacken können auf eine Neuroborreliose hindeuten. Diese Symptome sprechen dafür, dass die Hirnhäute entzündet sind. Oft kommen zusätzlich Abgeschlagenheit oder Fieber hinzu.
Neuroborreliose-Symptome bei Kindern
Bei Kindern zeigt sich eine Neuroborreliose oft anders als bei Erwachsenen. Besonders häufig treten Kopfschmerzen, Nackensteife und Müdigkeit auf. Manche Kinder wirken ungewöhnlich erschöpft oder ziehen sich zurück. Auch Gesichtslähmungen kommen im Kindesalter relativ häufig vor.
Neuroborreliose: Wenn Arme oder Beine schwächer werden
Breitet sich die Entzündung weiter aus, können Muskeln geschwächt werden. Betroffene bemerken dann zum Beispiel Kraftverlust in Armen oder Beinen. Teilweise treten auch Taubheitsgefühle oder Kribbeln auf, die auf eine Entzündung von Nervenwurzeln zurückgehen.
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Entzündung von Gehirn oder Rückenmark
In seltenen Fällen befällt die Neuroborreliose direkt Gehirn oder Rückenmark. Dann sind Konzentrationsprobleme, Gangstörungen oder Lähmungen möglich. Manche Betroffene fühlen sich verwirrt oder stark beeinträchtigt. Solche schweren Verläufe müssen rasch behandelt werden.
Seltene, aber gefährliche Komplikationen von Neuroborreliose
Sehr selten kann die Entzündung auch Blutgefäße (Vaskulitis) im Gehirn betreffen. Dadurch steigt das Risiko für Durchblutungsstörungen oder sogar Schlaganfälle. Solche schweren Komplikationen treten zwar selten auf, gelten aber als medizinischer Notfall.
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Viele Menschen bemerken den Zeckenstich gar nicht oder erinnern sich Wochen später nicht mehr daran. Umso überraschender sind plötzlich auftretende Beschwerden wie starke Nervenschmerzen, Gesichtslähmungen oder Kopfschmerzen mit Nackensteife. Dahinter kann eine Neuroborreliose stecken. Bei dieser Form der Borreliose ist das Nervensystem betroffen. Welche Symptome typisch sind und warum die Erkrankung oft erst spät erkannt wird.
Hinweis: Diese Galerie ersetzt keine fachkundige Diagnose. Neu aufgetretene oder anhaltende Beschwerden nach einem Zeckenstich sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
- Online-Informationen des Pschyrembel: Neuroborreliose: https://www.pschyrembel.de/Neuroborreliose/P0838 (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen des Berufsverbands Deutscher Internistinnen und Internisten e.V.: Neuroborreliose sicher diagnostizieren und behandeln: https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/neuroborreliose-sicher-diagnostizieren-und-behandeln.html (Abruf: 05/2026)
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