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Zeckenarten in Deutschland: Bilder, Unterschiede und Risiken
Sobald die Temperaturen steigen, zieht es viele Menschen wieder nach draußen – zum Wandern, Joggen oder in den Garten. Damit beginnt aber auch für Zecken die Hochsaison: Nach Aufenthalten im Grünen sollten Körper und Haustiere deshalb gründlich abgesucht werden.
Aber nicht jede Zecke ist gleich: In Deutschland kommen verschiedene Zeckenarten vor. Einige von ihnen können Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose übertragen. Durch den Klimawandel breiten sich zudem immer mehr neue Arten aus.
Doch woran lassen sich die einzelnen Zecken erkennen und wie unterscheiden sie sich? Die Bildergalerie zeigt die bekanntesten Zeckenarten in Deutschland im Überblick.
Gemeiner Holzbock: Die häufigste Zeckenart
Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist die häufigste Zeckenart in Deutschland und kann Krankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen. Gegen FSME steht eine Schutzimpfung zur Verfügung.
Typisch für den Gemeinen Holzbock sind der dunkle Rückenschild und die rotbraune Färbung. Ungefüttert sind die Tiere meist nur 3 bis 4 Millimeter groß, vollgesogen können sie jedoch bis zu 14 Millimeter lang werden.
Lesetipp: FSME? Vorsicht bei diesen Symptomen
Auwaldzecke: Große und aggressive Buntzecke
Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) zählt zu den größeren Zeckenarten. Sie wird auch Wiesenzecke oder – wegen ihrer gemusterten Rückenzeichnung – Buntzecke genannt. Sie wartet nicht nur auf vorbeikommende Wirte wie Hunde, Rehe und andere Tiere, sondern bewegt sich gezielt auf diese zu.
Sie gilt als Hauptüberträger der für Hunde tödlichen Babesiose, der sogenannten "Hunde-Malaria". Die Auwaldzecke kann ebenfalls FSME-Erreger auf Menschen übertragen, diese sticht sie aber nur selten.
Hyalomma: Die Riesen-Zecke
Die Hyalomma-Zecke fällt vor allem durch ihre Größe auf: Sie ist etwa dreimal so groß wie der Gemeine Holzbock und besitzt auffällig gestreifte Beine. Anders als viele andere Zecken verfolgt sie ihre Opfer über teils mehrere hundert Meter. Hierzulande kommt die Hyalomma-Zecke bisher nur selten vor. Dem Robert Koch-Institut werden jährlich etwa 2 bis 20 Exemplare gemeldet.
Sie kann das Krim-Kongo-Fieber übertragen – eine schwere Erkrankung mit hohem Fieber und Blutungen. In Deutschland wurden die Viren bislang jedoch nicht in diesen Zecken nachgewiesen.
Häufiges Urlaubsmitbringsel: Braune Hundezecke
Die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) stammt ursprünglich aus Afrika, kommt inzwischen aber auch im Mittelmeerraum vor. Häufig wird sie durch Hunde, die aus dem Urlaub zurückkehren, nach Deutschland eingeschleppt. Mit ihrem rotbraunen Körper ähnelt sie äußerlich dem Gemeinen Holzbock.
Die Zeckenart befällt vor allem Hunde und kann Krankheiten wie Babesiose, Hepatozoonose oder Ehrlichiose übertragen. Sticht sie Menschen, können unter anderem Erreger des Mittelmeerfleckfiebers weitergegeben werden.
Igelzecke: Vor allem bei Igeln verbreitet
Die Igelzecke (Ixodes hexagonus) befällt hauptsächlich Igel, gelegentlich aber auch andere kleine Säugetiere oder Haustiere. Sie lebt häufig in Gärten, Parks oder unter Laub. Äußerlich ähnelt sie dem Gemeinen Holzbock, besitzt jedoch eher eine helle bis weißliche Färbung.
Für Menschen spielt die Igelzecke bislang kaum eine Rolle, da sie diese nur selten sticht. Grundsätzlich kann sie jedoch die gleichen Krankheitserreger übertragen wie der Gemeine Holzbock.
Schafzecke: Diese Zeckenart befällt häufig Schafe
Die Schafzecke (Dermacentor marginatus) lebt vor allem auf Weiden und in ländlichen Regionen. Sie befällt bevorzugt Schafe, Pferde oder Wildtiere. Menschen und andere Tiere werden selten gestochen. Dennoch gehört die Art zu den Zecken, die potenziell Krankheitserreger übertragen können.
Die Schafzecke kommt hauptsächlich in Süddeutschland vor. Wie die Auwaldzecke gehört sie zu den sogenannten Buntzecken und ist äußerlich kaum von ihr zu unterscheiden.
Warum breiten sich neue Zeckenarten aus?
Fachleute beobachten seit Jahren, dass sich manche Zeckenarten weiter nach Norden ausbreiten. Eine wichtige Rolle spielen mildere Winter und längere warme Phasen.
Auch Reisen mit Haustieren oder Zugvögel tragen dazu bei, dass neue Arten nach Deutschland gelangen.
Lesetipp: So lassen sich Zecken richtig entfernen!
Sobald die Temperaturen steigen, zieht es viele Menschen wieder nach draußen – zum Wandern, Joggen oder in den Garten. Damit beginnt aber auch für Zecken die Hochsaison: Nach Aufenthalten im Grünen sollten Körper und Haustiere deshalb gründlich abgesucht werden.
Aber nicht jede Zecke ist gleich: In Deutschland kommen verschiedene Zeckenarten vor. Einige von ihnen können Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose übertragen. Durch den Klimawandel breiten sich zudem immer mehr neue Arten aus.
Doch woran lassen sich die einzelnen Zecken erkennen und wie unterscheiden sie sich? Die Bildergalerie zeigt die bekanntesten Zeckenarten in Deutschland im Überblick.
- Online-Informationen des Robert Koch Instituts: Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Zecken, Zeckenstich, Infektion (Stand: 28.11.2024): https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Zecken/Zecken.html#entry_16925964 (Abruf: 05/2026);
- Online-Informationen des NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.: Mitmachaktion: Zecken entdecken - Gemeinsam die Verbreitung neuer Zeckenarten in Deutschland erforschen: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/36972.html (Abruf: 05/2026);
- Online-Informationen des Umwelt Bundesamt: Schildzecken: https://www.umweltbundesamt.de/schildzecken (Abruf: 05/2026);
- Online-Informationen des Bernhard-Nocht-Instituts: FAQ zu Zecken in Deutschland: https://www.bnitm.de/aktuelles/fragen-und-antworten/faq-zu-zecken (Abruf: 05/2026);