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Diese 7 Medikamente können die Nieren schädigen
Die Nieren haben lebenswichtige Funktionen: Sie filtern Schadstoffe aus dem Blut, steuern den Wasserhaushalt und regulieren den Blutdruck. Einige Medikamente können die Nieren jedoch belasten und zu Funktionsstörungen führen. Vor allem eine hohe Dosierung und langfristige Einnahme bestimmter Wirkstoffe erhöhen das Risiko.
Welche Medikamente die Nieren besonders schädigen können, erfahren Sie in der Bildergalerie.
Schmerzmittel können die Nieren schädigen
Viele Menschen nehmen täglich frei verkäufliche Schmerzmittel wie Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen oder Naproxen ein. Diese Medikamente können die Durchblutung der Nieren hemmen und so die Filterfunktion reduzieren. Vor allem bei einer langfristigen Einnahme oder hoher Dosierung drohen Schädigungen der Nieren.
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Antibiotika belasten die Nieren
Auch einige Antibiotika können die Nieren belasten. Dazu zählen vor allem Medikamente wie Aminoglykoside oder Vancomycin, die bei schweren bakteriellen Infektionen wie Blutvergiftungen oder Lungenentzündungen zum Einsatz kommen. Das Risiko für Nierenschädigungen steigt bei längerer Einnahme, hoher Dosierung und bereits bestehenden Nierenproblemen.
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Schädlich für die Nieren: Kontrastmittel
Bei bildgebenden Untersuchungen wie einer Magnetresonanztomographie (MRT) oder einer Computertomographie (CT) werden mitunter Kontrastmittel verabreicht, um Gewebe und Gefäße besser sichtbar zu machen. Vor allem jodhaltige Kontrastmittel, die bei manchen CTs zum Einsatz kommen, können die Nieren belasten. Deshalb sollten vor Untersuchungen mit solchen Mitteln die Nierenwerte im Blut überprüft werden.
Magensäureblocker können Nieren schädigen
Magensäureblocker wie Protonenpumpenhemmer kommen bei Sodbrennen oder Gastritis zum Einsatz. Diese Medikamente, insbesondere die Wirkstoffe Pantoprazol oder Omeprazol, stehen jedoch im Verdacht, eine nierenschädigende Wirkung zu haben.
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Oft belastend für die Nieren: Blutdruckmedikamente
Bei Bluthochdruck erhalten Betroffene häufig ACE-Hemmer oder Sartane. Diese Medikamente können zwar langfristig die Nieren schützen und möglichen Erkrankungen wie einer Nierenschwäche vorbeugen. Jedoch ist es insbesondere zu Therapiebeginn möglich, dass sich die Nierenwerte vorübergehend verschlechtern. Vor allem eine falsche Anwendung und zeitgleiche Einnahme von Schmerzmitteln können die Nieren mitunter belasten.
Diuretika wirken sich auf Nieren aus
Diuretika sind Medikamente, welche die Flüssigkeitsausscheidung fördern. Sie kommen vor allem bei Herzschwäche, Bluthochdruck oder Wassereinlagerungen zum Einsatz. Bei falscher Dosierung können die Medikamente jedoch die Nieren belasten und beispielsweise zu einem Elektrolytmangel führen.
Chemotherapeutika können Nieren schädigen
Chemotherapeutika können bei Krebserkrankungen gegen Tumorzellen vorgehen. Doch in manchen Fällen schädigen die Medikamente auch die Nieren. Deshalb werden die Nierenwerte während der Behandlung regelmäßig kontrolliert.
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Die Nieren haben lebenswichtige Funktionen: Sie filtern Schadstoffe aus dem Blut, steuern den Wasserhaushalt und regulieren den Blutdruck. Einige Medikamente können die Nieren jedoch belasten und zu Funktionsstörungen führen. Vor allem eine hohe Dosierung und langfristige Einnahme bestimmter Wirkstoffe erhöhen das Risiko.
Welche Medikamente die Nieren besonders schädigen können, erfahren Sie in der Bildergalerie.
- Online-Informationen der Pharmazeutischen Zeitung online: Angriff auf die Nieren https://www.pharmazeutische-zeitung.de/angriff-auf-die-nieren-140372/ (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen des Berufsverbands Deutscher Internistinnen und Internisten e. V.: Nierenschwäche (chronisch): Ursachen & Risikofaktoren: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/nierenschwaeche-chronisch/ursachen-risikofaktoren.html (Abruf: 05/2026)