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Struma: Ursachen einer vergrößerten Schilddrüse
Viele Menschen haben eine Struma – die meisten von ihnen, ohne es zu wissen. Eine Struma, umgangssprachlich Kropf genannt, ist eine krankhaft vergrößerte Schilddrüse. Diese ist manchmal als Schwellung am Hals sichtbar. Mitunter wächst sie jedoch auch nach innen und ist dann nur durch einen Ultraschall feststellbar.
Je nach Größe kann sich eine geschwollene Schilddrüse durch Symptome wie ein Druck- und Engegefühl im Hals und einen Räusperzwang bemerkbar machen.
Welche Ursachen häufig dahinterstecken, erfahren Sie in dieser Bildergalerie.
Dicker Hals: Vergrößerte Schilddrüse durch chronischen Jodmangel
Die häufigste Ursache für eine Struma ist chronischer Jodmangel. Jod ist ein wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Einen Mangel des Spurenelements versucht der Körper auszugleichen, indem er die Schilddrüse dazu anregt, mehr zu arbeiten. Diese bildet mehr hormonproduzierende Zellen und wächst dadurch.
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Struma nodosa: Schilddrüsenknoten können Schilddrüse vergrößern
Viele Menschen haben Schilddrüsenknoten. Dabei kann es sich um flüssigkeitsgefüllte Zysten, gutartige Wucherungen (Adenome) oder selten auch bösartige Tumoren handeln. Sowohl einzelne als auch zahlreich vorkommende Knoten sind möglich. Viele oder große Knoten können zu einer vergrößerten Schilddrüse führen. Fachleute sprechen dann von einer Struma nodosa oder multinodosa.
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Morbus Basedow: Häufige Ursache einer Struma diffusa
Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung, die die Schilddrüse betrifft. Dabei regen Antikörper die Schilddrüse dazu an, vermehrt Hormone zu produzieren und zu wachsen. Die Erkrankung führt deshalb oft zu einer Schilddrüsenüberfunktion und einer gleichmäßig geschwollenen Schilddrüse. Fachleute sprechen von einer Struma diffusa. Auch die Augen können bei dieser Erkrankung deutlicher hervortreten.
Hashimoto führt vorübergehend zu einer Struma
Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Antikörper die Schilddrüse angreifen. Dadurch entsteht eine Entzündung, die die Schilddrüse nach und nach schädigt und in funktionsloses Gewebe umwandelt. Anfangs versucht der Körper, den Hormonmangel auszugleichen, indem er die Schilddrüse stärker arbeiten lässt. Dabei kann sie sich vorübergehend vergrößern. Mit der Zeit geht jedoch immer mehr Gewebe verloren, sodass die Schilddrüse schließlich schrumpft und eine Schilddrüsenunterfunktion entsteht.
Schilddrüse geschwollen durch eine Schilddrüsenentzündung
Neben Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto können auch andere Entzündungen der Schilddrüse zu einer Vergrößerung führen. Auslöser sind zum Beispiel Infektionen oder fehlgeleitete Immunreaktionen. Durch die Entzündung schwillt die Schilddrüse an und kann vorübergehend größer werden. Häufig treten zusätzlich Schmerzen oder ein Druckgefühl im Hals auf.
Kropf durch hormonelle Veränderungen
Auch in Phasen mit erhöhtem Hormonbedarf kann sich die Schilddrüse vorübergehend etwas vergrößern. Dazu zählen etwa Pubertät, Schwangerschaft oder die Wechseljahre.In diesen Zeiten muss die Schilddrüse mehr Hormone produzieren, wodurch auch der Bedarf an Jod steigt. Wird dieser nicht ausreichend gedeckt, kann die Schilddrüse wachsen. Meist ist diese Form der Vergrößerung harmlos und bildet sich wieder zurück.
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Selten: Schilddrüsenkrebs als Ursache für vergrößerte Schilddrüse
In seltenen Fällen kann eine Vergrößerung der Schilddrüse durch einen bösartigen Tumor verursacht sein. Häufig ist die Schilddrüse dann nicht im Ganzen verändert, sondern es fällt ein einzelner Knoten auf.
Weitere Ursachen für eine vergrößerte Schilddrüse
Neben Jodmangel können weitere Faktoren die Schilddrüse beeinflussen. So kann auch eine übermäßige Jodzufuhr die Regulation der Hormonproduktion stören und die Schilddrüse vergrößern. Bestimmte Medikamente wie Amiodaron bei Herzrhythmusstörungen oder Lithium bei psychischen Erkrankungen greifen ebenfalls in den Hormonhaushalt ein. Seltener spielen genetische Veranlagung oder Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse eine Rolle.
Viele Menschen haben eine Struma – die meisten von ihnen, ohne es zu wissen. Eine Struma, umgangssprachlich Kropf genannt, ist eine krankhaft vergrößerte Schilddrüse. Diese ist manchmal als Schwellung am Hals sichtbar. Mitunter wächst sie jedoch auch nach innen und ist dann nur durch einen Ultraschall feststellbar.
Je nach Größe kann sich eine geschwollene Schilddrüse durch Symptome wie ein Druck- und Engegefühl im Hals und einen Räusperzwang bemerkbar machen.
Welche Ursachen häufig dahinterstecken, erfahren Sie in dieser Bildergalerie.
- Online-Informationen der Deutschen Schilddrüsenzentrum GmbH: Struma und Schilddrüsenknoten: https://www.deutsches-schilddruesenzentrum.de/wissenswertes/schilddruesenerkrankungen/struma/ (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen von Deximed: Struma (Kropf): www.deximed.de/home/klinische-themen/endokrinologie-stoffwechsel/patienteninformationen/schilddruese/struma-kropf (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Jodmangel-Struma (Kropf): https://www.gesundheitsinformation.de/jodmangel-struma-kropf.html (Abruf: 05/2026)
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