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Schilddrüsenknoten: Wann sind kalte und heiße Knoten gefährlich?
Knoten in der Schilddrüse werden meist zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt, da sie lange keine Beschwerden bereiten. Die meisten Schilddrüsenknoten sind harmlos. Selten kann jedoch Schilddrüsenkrebs dahinterstecken. Daher sollten sie immer ärztlich abgeklärt werden.
Eine häufige Ursache gutartiger Knoten ist Jodmangel. Dabei kann sich die Schilddrüse insgesamt vergrößern (Struma). Im Laufe der Zeit verändert sich das Gewebe, sodass einzelne Bereiche stärker wachsen und Knoten entstehen. Auch Entzündungen, Zysten, Schilddrüsenerkrankungen oder altersbedingte Umbauprozesse spielen eine Rolle.
Welche Arten von Schilddrüsenknoten es gibt, mögliche Beschwerden und wann Knoten gefährlich sein können, zeigt diese Bildergalerie.
Schilddrüsenknoten: Kalte Knoten immer untersuchen
Ein kalter Knoten in der Schilddrüse produziert keine oder kaum Hormone. Bei einer speziellen Untersuchung, der Szintigraphie, erscheint er deshalb weniger aktiv als das umliegende Gewebe. Kalte Knoten können verschiedene Ursachen haben, etwa gutartige Gewebeveränderungen wie Adenome, Zysten oder Narben nach Entzündungen. In seltenen Fällen können kalte Knoten bösartig sein.
Kalte Knoten in der Schilddrüse verursachen oft keine Symptome
Beschwerden bereiten kalte Knoten in der Schilddrüse meist nicht. Ab einer bestimmten Größe können jedoch ein Druckgefühl im Hals, Schluckbeschwerden (Dysphagie) sowie manchmal eine tastbare oder sichtbare Schwellung auftreten.
Lesetipp: Diese 8 Schilddrüsenerkrankungen bleiben oft lange unbemerkt
Heiße Knoten an der Schilddrüse produzieren Hormone
Im Gegensatz zu einem kalten Knoten produziert ein heißer Knoten eigenständig Hormone. Fachleute sprechen auch von autonomen Knoten, weil sie unabhängig vom Körperbedarf eigenständig Hormone produzieren. Heiße Knoten treten häufig bei länger bestehendem Jodmangel auf und sind fast immer gutartig. Sie verursachen jedoch oft mehr Beschwerden als kalte Knoten und sind daher meist behandlungsbedürftig.
Schilddrüsenknoten: Symptome bei heißen Knoten
Weil sie Hormone produzieren, können heiße Knoten zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen. Typische Symptome sind Herzklopfen, Nervosität, Gewichtsverlust, vermehrtes Schwitzen oder Schlafstörungen.
Schilddrüsenknoten bei Hashimoto
Bei Hashimoto-Thyreoiditis treten knotige Veränderungen besonders häufig auf. Allerdings handelt es sich dabei oft um Pseudoknoten. Das sind entzündlich veränderte Gewebebereiche, keine echten Knoten. Denn bei der Autoimmunerkrankung wird das Schilddrüsengewebe langsam zerstört und durch funktionsloses Bindegewebe ersetzt. Dadurch kann die Schilddrüse im Ultraschall unregelmäßig erscheinen. Trotzdem sollten auffällige Veränderungen ärztlich abgeklärt werden, da auch bei Hashimoto zusätzlich echte Knoten auftreten können.
Lesetipp: Symptome einer Hashimoto-Thyreoiditis
Bösartige Knoten auf der Schilddrüse: Heiserkeit ist ein Warnsignal
Ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsenkrebs besteht vor allem bei kalten Knoten. Hinweise können etwa ein schnelles Wachstum und eine harte oder unregelmäßige Struktur im Ultraschall sein. Anhaltende Heiserkeit ist ein Warnsignal, weil ein Tumor auf den Stimmbandnerv drücken oder ihn beeinträchtigen kann. Dadurch können sich die Stimmbänder nicht mehr normal bewegen und die Stimme klingt rau oder belegt. Sicher lässt sich Schilddrüsenkrebs meist nur durch weitere Untersuchungen wie eine Feinnadelbiopsie erkennen.
Kalter Knoten in der Schilddrüse: OP ja oder nein?
Ein kalter Knoten muss nicht immer operiert werden. In den meisten Fällen ist er gutartig und wird zunächst regelmäßig kontrolliert. Eine Operation kann jedoch sinnvoll sein, wenn der Knoten schnell wächst oder Beschwerden verursacht. Manchmal reicht es, den betroffenen Teil zu entfernen. Bei Krebsverdacht oder mehreren Knoten kann jedoch eine vollständige Entfernung der Schilddrüse notwendig sein.
Knoten in der Schilddrüse werden meist zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt, da sie lange keine Beschwerden bereiten. Die meisten Schilddrüsenknoten sind harmlos. Selten kann jedoch Schilddrüsenkrebs dahinterstecken. Daher sollten sie immer ärztlich abgeklärt werden.
Eine häufige Ursache gutartiger Knoten ist Jodmangel. Dabei kann sich die Schilddrüse insgesamt vergrößern (Struma). Im Laufe der Zeit verändert sich das Gewebe, sodass einzelne Bereiche stärker wachsen und Knoten entstehen. Auch Entzündungen, Zysten, Schilddrüsenerkrankungen oder altersbedingte Umbauprozesse spielen eine Rolle.
Welche Arten von Schilddrüsenknoten es gibt, mögliche Beschwerden und wann Knoten gefährlich sein können, zeigt diese Bildergalerie.
- Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Gutartige Schilddrüsenknoten: https://www.gesundheitsinformation.de/gutartige-schilddruesenknoten.html (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie: Schilddrüsenknoten: https://www.endokrinologie.net/krankheiten-schilddruese-knoten.php (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen von Deximed: Knoten in der Schilddrüse: https://deximed.de/home/klinische-themen/endokrinologie-stoffwechsel/patienteninformationen/schilddruese/schilddruesenknoten (Abruf: 04/2026)
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