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Diese 8 Schilddrüsenerkrankungen bleiben oft lange unbemerkt
Ständige Müdigkeit, Gewichtszunahme oder Stimmungsschwankungen? Dahinter können Probleme mit der Schilddrüse stecken. Erkrankungen des kleinen Organs sind weit verbreitet und treten in jedem Lebensalter auf.
Grundsätzlich lassen sich Schilddrüsenerkrankungen in zwei Gruppen einteilen: Zum einen gibt es Störungen, bei denen zu viele oder zu wenige Hormone gebildet werden. Zum anderen können Veränderungen der Schilddrüse selbst vorliegen, etwa Vergrößerungen, Knoten oder Tumoren.
Viele Erkrankungen lassen sich gut behandeln, häufig kommen Medikamente zum Einsatz. Allerdings erfolgt die Diagnose oft spät, weil die Symptome so unspezifisch sind.
Diese Bildergalerie zeigt häufige Schilddrüsenkrankheiten und typische Warnsignale, bei denen eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein kann.
Unterfunktion der Schilddrüse ist häufige Erkrankung
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) bildet das Organ zu wenig Hormone. Der Stoffwechsel läuft langsamer ab. Typisch sind anhaltende Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Auch Gewichtszunahme und depressive Verstimmungen treten auf. Bei Frauen sind zudem Zyklusstörungen möglich. In vielen Fällen ist eine Autoimmunerkrankung wie Hashimoto-Thyreoiditis die Ursache, seltener ein Jodmangel oder andere Gründe.
Erkrankung der Schilddrüse: Hashimoto
Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem das Schilddrüsengewebe angreift und nach und nach zerstört. Frühe Symptome sind oft unspezifisch und fallen nicht weiter auf. Möglich sind etwa Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme. Im weiteren Verlauf entwickelt sich häufig eine Unterfunktion der Schilddrüse mit entsprechenden Beschwerden.
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Erkrankung der Schilddrüse: Überfunktion
Im Gegensatz zur Unterfunktion produziert die Schilddrüse bei einer Überfunktion zu viele Hormone. Der Stoffwechsel ist dadurch dauerhaft beschleunigt. Viele Betroffene fühlen sich ständig angespannt, schlafen schlecht und schwitzen vermehrt. Auch ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust trotz normalen Essverhaltens wird oft beobachtet. Auslöser einer Schilddrüsenüberfunktion sind mitunter die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow oder Schilddrüsenknoten.
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Morbus Basedow: Häufige Schilddrüsenerkrankung
Bei Morbus Basedow handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse dauerhaft stimuliert. Das Organ wird dadurch ständig zur Hormonproduktion angeregt. Typisch sind Beschwerden einer Schilddrüsenüberfunktion wie Herzrasen, innere Unruhe und Schlafprobleme. Die Krankheit lässt sich häufig auch an den Augen erkennen: Sie können hervortreten und wirken oft gereizt oder gerötet. Im weiteren Verlauf verstärken sich die Symptome meist.
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Symptome bei Knoten in der Schilddrüse
Fachleute unterscheiden bei Schilddrüsenknoten zwischen sogenannten heißen und kalten Knoten. Heiße Knoten bilden eigenständig Hormone, während kalte Knoten kaum aktiv sind. Beschwerden treten meist erst auf, wenn ein Knoten größer wird. Betroffene spüren dann ein Druckgefühl im Hals oder haben Probleme beim Schlucken. Heiße Knoten können zudem Symptome einer Überfunktion auslösen. Die meisten Schilddrüsenknoten sind gutartig. In seltenen Fällen steckt eine bösartige Veränderung dahinter.
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Schilddrüsenkrebs: Tumor ist seltene Erkrankung
Hinter einem Schilddrüsenknoten kann sich auch Schilddrüsenkrebs verbergen. Die Erkrankung bleibt meist lange unbemerkt. Auffällig kann eine tastbare Verhärtung am Hals sein. Auch anhaltende Heiserkeit, Atemgeräusche oder Schluckbeschwerden sind mögliche Warnsignale. Wird ein Tumor der Schilddrüse früh erkannt, sind die Heilungschancen in vielen Fällen gut.
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Struma: Wenn die Schilddrüse geschwollen ist
Wird die Schilddrüse größer, sprechen Fachleute von einer Struma, auch Kropf genannt. Ursache ist häufig ein länger bestehender Jodmangel. Das Organ vergrößert sich, um den Bedarf besser ausgleichen zu können. Typisch ist vor allem eine sichtbare Schwellung am Hals. Je nach Ausprägung kann es zudem zu einem Engegefühl kommen oder das Schlucken fällt schwer. Nicht jede Struma verursacht Beschwerden. Dennoch sollte eine Vergrößerung der Schilddrüse ärztlich abgeklärt werden.
Oft schmerzhaft: Entzündung der Schilddrüse
Eine Schilddrüsenentzündung kann plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln. Auslöser sind zum Beispiel Infektionen oder eine Reaktion des Immunsystems, die sich gegen das Organ richtet. Häufig stehen Schmerzen im Halsbereich im Vordergrund. Sie können bis in den Kiefer oder die Ohren ausstrahlen. Auch Fieber, Krankheitsgefühl und starke Erschöpfung sind möglich. Im Verlauf kann es vorübergehend zu einer Über- oder Unterfunktion kommen – mit entsprechenden zusätzlichen Symptomen.
Ständige Müdigkeit, Gewichtszunahme oder Stimmungsschwankungen? Dahinter können Probleme mit der Schilddrüse stecken. Erkrankungen des kleinen Organs sind weit verbreitet und treten in jedem Lebensalter auf.
Grundsätzlich lassen sich Schilddrüsenerkrankungen in zwei Gruppen einteilen: Zum einen gibt es Störungen, bei denen zu viele oder zu wenige Hormone gebildet werden. Zum anderen können Veränderungen der Schilddrüse selbst vorliegen, etwa Vergrößerungen, Knoten oder Tumoren.
Viele Erkrankungen lassen sich gut behandeln, häufig kommen Medikamente zum Einsatz. Allerdings erfolgt die Diagnose oft spät, weil die Symptome so unspezifisch sind.
Diese Bildergalerie zeigt häufige Schilddrüsenkrankheiten und typische Warnsignale, bei denen eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein kann.
- Online-Informationen des Deutschen Schilddrüsenzentrums GmbH: Schilddrüsenerkrankungen: https://www.deutsches-schilddruesenzentrum.de/wissenswertes/schilddruesenerkrankungen/ (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen von DocCheck: Schilddrüsenerkrankung: https://flexikon.doccheck.com/de/Schilddr%C3%BCsenerkrankung (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen der Barmer: Schilddrüse: Funktion und häufige Erkrankungen: https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/wissen/krankheiten-a-z/schilddruese-1055104 (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen des Deutschen Endokrinologischen Versorgungszentrums DEVZ - MVZ GbR: Schilddrüsenerkrankungen: https://www.endokrinologen.de/schilddruese-krankheiten.php (Abruf: 04/2026)
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