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Depersonalisation

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  • Depersonalisation

    Meine Tochter (fast 17) hat eine Essstörung fast überwunden, Gewicht ist wieder okay, aber jetzt im Abistress hat sie große Angst durch Gefühle, die einer Depersonalisation ähneln. Allerdings ist auch der Ferritin-Speicher sehr niedrig, sie hat einen Vitamin B 6-Mangel und Vitamin B 12 ist auch sehr niedrig - sie hat sich lange vegetarisch ernährt. Jetzt substituiere ich mit einem Vitamin-Komplex, sie isst auch gerade wieder Fleisch, aber können diese Gefühle und Ängste ("Ich stehe total neben mir" - "Bin wie in Watte gepackt" - "Ich hab so Angst, dass das nie wieder weg geht") daher rühren? Oder sollte ich möglichst schnell eine Therapie anstreben?

  • Re: Depersonalisation

    Vitamin Mangel kann so etwas machen, dass sollte vom Arzt behandelt werden, bei einem starken Mangel helfen die frei verkäuflichen Mittel meist nicht so viel.
    Sie sollte auch nach einem Plan lernen, wo genug Freizeit, Schlaf, Essenszeiten und Aktivitäten mit Freunden berücksichtigt sind, Sport wäre auch etwas das sehr viel bewirken kann.
    Je nachdem was schon untersucht wurde, sollte da vielleicht nochmal die Schilddrüse gecheckt werden und der HA ist auch ein Ansprechpartner für die weitere Vorgehensweise.

    Ob sie eine Therapie braucht hängt auch davon ab wie lange das Problem schon besteht, es kann ja auch mit den Ursachen der Essstörung zusammen hängen, da vielleicht auch mal von einem Psychiater beraten lassen, Therapieplätze sind leider nicht so schnell zu bekommen aber vielleicht ginge es über eine Kinder und Jugendpsychatrie schneller.

    Bei hohem Leidensdruck wäre eine Therapie sicher sinnvoll, ob der nun durch den Stress kommt oder was anderes ist bis man es weiß ja erst mal egal, aber, es kann halt sehr lange dauern bis man da einen Platz bekommt und nach ein paar Absagen solltet ihr euch an die KK wenden, die dann eine private Abrechnung genehmigen muss wodurch es meist schneller geht.

    Lieber nicht zu lange warten und um eine Therapie kümmern, wenn sie am Ende vielleicht doch nicht gebraucht wird ist nicht ja nicht so schlimm als wenn man wartet und wartet obwohl sie nötig wäre.

    Ich denke mal ihr habt da auch noch Kontakte, wegen der Essstörung, die könnt ihr vielleicht wiederbeleben.

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    • Re: Depersonalisation

      "Oder sollte ich möglichst schnell eine Therapie anstreben?"

      Was möchte sie denn selbst?

      Bei einer Psychotherapie ist die eigene Motivation eine wichtige Voraussetzung.
      Aber vorher sollte der Stoffwechsel in Ordnung und körperliche Ursachen ordentlich abgeklärt sein.

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      • Re: Depersonalisation

        Der Abistress, Versagens- und Zukunftsängste? sind aber auch nicht ohne...

        Sie hat ihre Essstörung überwunden...was für eine Form hatte sie denn, und WIE hat sie sie überwunden?

        Hat sie ihr inneres Gleichgewicht/Selbstliebe gefunden, steht stabil da...oder wurde das Verhaltenstherapeutisch "abtrainiert"?

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        • Re: Depersonalisation

          Hi

          Nachdem ich das auch mal hatte, wär so eine Befindlichkeitsstörung heute für mich kein Problem mehr. Ich würde mir sagen, das ist ein vorübergehender "Schwindelanfall", der legt sich wieder, wenn ich wieder meine Mitte gefunden habe.
          Es wird halt etliches durcheinander geraten sein derzeit und manches zu viel, manches zu wenig sein im ganzen Ablauf und wenn man nervös und angespannt ist, dann legt sich vieles Quer. Sorg für ab und an Heiterkeit, betrachtet das als Phase, die rein nur damit zu tun hat, weil vom normalen Modus abgewichen wurde über lange Strecken. Also würde doch am meisten helfen, immer wieder dafür zu sorgen, dass Zeit zum erholen da ist, Zeit zum Finden, Zeit zum zurückkehren zum Ausgangspunkt- weg von Hektik, weg von Fürchten, weg von Besorgnissen aller Art und schon kriegt man sich wieder ein.
          Würde man sie jetzt aufwühlenden Gesprächen ausliefern, dann wär nicht so viel erreicht, als wenn man mit ihr mal langsam und gemütlich Eis essen geht und shoppen, also sie "erinnert" an beiläufige, normale Abläufe.
          Es ist, wie wenn der Geist Ausflüge macht und nicht gleich heimfindet, wurde mal in einem Buch beschrieben. Dieses "Heimfinden" stellt sich am ehesten ein, wenn man sich körperlich beschäftigt und in aller Liebe und Sorgfalt, also konzentriert etwas macht- wie zum Beispiel Ketten auffädeln, oder Bettlaken bügelt und einsortiert in den Schrank. Echt- bei all solch gewöhnlichen Tätigkeiten wird man wieder normal - also die Herumreiserei des Geistes wird abgebrochen. Drum heißt es ja, arbeite und bete- da bist du am ehesten in deiner Mitte. Beten ist für mich, liebevolle Selbstgespräche führen..ich muss mich loben, achten, ehren und mich über mich freuen, das ist beten. Also bete mit ihr, statt dass du mit ihr besprichst, wie krank sie ist. Erinnere sie ans Lächeln, indem du sie zum lächeln bringst. Erinnere sie an Freude, indem du sie erzählen lässt, was sie damals am meisten gemocht hat usw usf.. wenn schon reden, dann mit einem Thema dorthin, wo sie sich gesund gefühlt hat. Zugleich ist sie raus aus dem Thema, wo sie sich krank wähnt.

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