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lebermetastasen nach magenkrebs

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  • lebermetastasen nach magenkrebs

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wust,

    meinem Mann (58 J.) wurde am 16.11.09 der Magen entfernt. Diagnose: Fortgeschrittenes subtotales stenosierendes Kardiakarzinom mit Lebermetastasen G3, pT2b, L1, V0, N3, (19/20), R0, M1
    Bei der Gewebeuntersuchung wurde festgestellt, dass von 20 Lymphknoten 19 befallen sind und in der Leber Metastasen sind. Zwei davon wurden während der Operation durch Thermooblation zerstört.
    Am 09.12.09 hat man bei der CT weitere Metastasen entdeckt. Zurzeit wird eine 5-FU (2000mg), FOL Fusor SV 4100ml, Axifolin 1000mg, Chemotherapie durchgeführt.
    Was meinen Sie, ist das genug, oder müssten noch weitere Bestandteile enthalten sein?
    Welche Therapien/Alternativen kämen noch in Frage für ihn? (Kryotherapie, RFA, LiTT, TACE, oder andere?)
    Und Wo? Welche Kliniken sind empfehlenswert, die sich in unserer Nähe befinden? Wir kommen aus Paderborn (NRW). Unser Favorit wäre die Kryotherapie, nur haben wir noch keine Studien darüber gelesen. Mein Mann fühlt sich zur Zeit ziemlich abgeschlagen, müde, oft ein niedriger Blutdruck, vor allem Vormittags. Sollte man das auf die Nebenwirkungen der Chemo zurückführen oder liegt es an der Ernährung, denn er hat bis auf 70kg abgenommen.
    Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus
    Katharina


  • Re: lebermetastasen nach magenkrebs


    Eine zusätzliche lokale Behandlung ist bei sog. oligotoper Metastasierung sinnvoll, d.h. wenn nur wenige Metastasen vorliegen. Wir favorisieren die Brachytherapie, die z.B. in der Uni Magdeburg (Prof. Ricke) durchgeführt wird. Diese Methode ist besonders flexibel, auch bei größeren Metastasen. Aber es muss anhand der CT- besser MR-Bilder geprüft werden. In Magdeburg wird auch die SIRT-Technik angeboten, die bei multiplen Metastasen eingesetzt werden kann. Das ist eine Embolisationstechnik mit einem Radionuklid (Yttrium, Betastrahler). Diese Methode wurde beim kolorektalen Karzinom validiert. Magdeburg ist sicher empfehlenswert. Natürlich gibt es auch andere Orte, wo ablative Verfahren eingesetzt werden (z.B. Prof. Vogl, Frankfurt, aber auch nach den Kosten fragen!).
    Mit der Kryotherapie habe ich keine Erfahrung. Sie ist nach meiner Einschätzung den o.g. Verfahren eher unterlegen.
    Eine mögliche Strategie ist zunächst die Chemo laufen zu lassen und progrediente Metastasen zusätzlich ablativ zu behandeln. Unter der Chemotherapie können die von Ihnen beschriebenen Nebenwirkungen auftreten. Trotzdem sollte das Gewicht gehalten werden.

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    • Re: lebermetastasen nach magenkrebs


      Hallo, Prof. Dr. Wust,
      mein Mann bekommt seit 6.01.10 Chemotherapie 5-FU, Oxaliplatin und Docetaxel. Die CT nach 2 Zyklen am19.03.10 zeigte, dass die Metast. in der Leber sich nicht geändert haben. Der Arzt sagt, dass das ein gutes Zeichen ist. Jetzt bekommt er die Chemo weiter. Meinen Sie dass es jetzt an der Zeit wäre was zusätzlich zu unternehmen?
      Ktahrina

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      • Re: lebermetastasen nach magenkrebs


        Sehr geehrter Prof. Dr. Wust,
        bei meinem Mann wurde die Chemotherapie in einem 2-Wochenrytmus vestgelegt, wird aber immer wieder um eine Woche verschoben (schon 4 mal), wegen schlechten Blutwerten. In dieser Woche können sich die Metastasen weiter vermehren? Die CT nach dem 2. Zyklus zeigte, dass sich an den Metast. nichts geändert hat. Was tun?

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        • Re: lebermetastasen nach magenkrebs


          Hallo wanja,
          ich glaube die Ärzte und Professoren geben uns nicht wirklich Antworten, mit denen wir was anfangen könne, die uns weiterhelfen und zu neuen Möglichkeiten führen würden. Ich bin ziemlich enttäuscht von den "Experten"... Es ist unglaublich schwer mit diesen ganzen schrecklichen Dingen seit Bekanntwerden einer solchen Horrordiagnose umzugehen! Vielleicht kannst Du einfach mal einen Termin mit dem behandelnden Onkologen Deines Mannes machen und ihm "Löcher in den Bauch fragen". Die Ärzte sind dazu verpflichtet, umfassend Auskunft zu geben und es VERSTÄNDLICH für alle zu formulieren! Laß Dich nicht abwimmeln bis alle Deine Fragen beantwortet sind!
          Falls Du Dich erinnerst - mein Mann hat CCC (von den Gallenwegen ausgehend) und Leberkrebs. Zur Zeit geht es ihm relativ gut. Er geht weiterhin zur Arbeit, hat einigermaßen gute Blutwerte und bekommt Chemo im Zyklus: 2 Wochen (1 Tag) Chemo, 1 Woche Pause usw. Kontrolliert wurde das Ergebnis noch nicht. Vielleicht im Laufe des Mai. Auf die Frage, wie lange die Chemo noch andauern soll, gab es die Antwort: "Es gibt keinen Grund, damit aufzuhören...!!!". Wir warten jetzt erst mal gespannt auf den neuen Befund und versuchen uns mit viel Kraft in Geduld zu üben...!
          Ich wünsche Euch, daß es bald wieder besser wird und Ihr auch mal einen Hoffnungsschimmer seht! Viel Kraft und Stehvermögen!

          lmzk58

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          • Re: lebermetastasen nach magenkrebs


            Eine Chemotherapie bei Lebermetastasen kann leider nur über einen gewissen Zeitraum eingesetzt werden. Entweder tritt ein Progress auf (hier nicht!) oder es treten Unverträglichkeiten auf (z.B. zunehmende BB-Verschlechterungen). Solange die Metastasen konstant bleiben, sollte man ganz zufrieden sein. Es wird Sie nicht zufrieden stellen, wenn ich sage, dass 5 Monate auch schon ein ordentlicher Zeitraum sind.
            Ansonsten ist das Vorgehen in einer solchen Situation immer hoch individuell. Es hängt auch von der Zahl und Ausdehnung der Metastasen ab. Dazu machen Sie keine Angaben. Ich folgere daraus, dass es viele Metastasen sind. In dieser Situation kommt ein Umstieg auf eine Erhaltungstherapie in Frage (z.B. Taxol mono).
            Eine Zweitlinientherapie kommt bei einem Progress in Betracht.
            Natürlich spielt immer der Wunsch des Patienten eine Rolle (z.B. starker oder weniger starker Therapiewunsch). Die Vorstellungen des Patienten und der Angehörigen können dabei auch differieren.

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            • Re: lebermetastasen nach magenkrebs


              Sehr geehrte Prof. Dr. Wust,
              vielen Dank für Ihre Antwort.
              Mein Mann hat am 5.05. die 7. Chemo bekommen (3,5 Zyklen). Es geht ihm dieses mal viel schlechter als die vorherige Male. Er ist sehr schwach, isst und trinkt wenig, liegt und schläft fast den ganzen Tag, am Sonntag (4. Tag nach der Chemo) und heute Abend hat er Fieber (38,6). Was könnte das sein? Ich mach mir sehr große Sorgen.
              Katharina

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              • Re: lebermetastasen nach magenkrebs


                Sehr geehrter Prof. Dr. Wust,
                nun habe ich wieder große Sorgen. Mein Mann hat am 16.06.10 die 9. (von 12) Chemo bekommen und fühlt sich dieses mal ziemlich gut. Nur hat er gestern Abend gemerkt, dass ein Lymphknoten hinten links am Hals geschwollen ist und schmerzt beim tasten, ein anderer vorne am Hals rechts ist auch geschwollen, ist aber weich und tut nicht weh. Was könnte das sein? LK-Metastasen? Kann man was dagegen tun? Wie erkennt man ob nicht noch welche geschwollen sind?
                Ich bitte Sie um eine Antwort und bedanke mich im Voraus.
                Katharina

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                • Re: lebermetastasen nach magenkrebs


                  Hallo zusammen,
                  ich hab mal wieder eine Frage. Main Mann hat am 18.08. die 12. (letzte) Chemotherapie bekommen. Die Untersuchung ist erst am 27.09.. Ist das so normal?

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                  • Re: lebermetastasen nach magenkrebs


                    Hallo zusammen,
                    sehr geehrter Prof. Dr. Wust,

                    bei meinem Vater (67) wurde Mitte April dieses Jahres Magenkrebs diagnostiziert. Ende April erfolgt die totale Magenentfernung mit einer Klassifikation laut Befund, Ösophagusschema: pT3, G4, pN3, pM1, L1, V1 (Stadium IV), Lymphknotenstatus: multiple carcinomatösinfiltrierte Lymphknoten bzw. Knotenkonglomerate mit vielfach perinodulärer Weichteilgewebsinfiltration und lokaler, teilweise okkludierender Tumorinfiltration und begleitender vonöser Blutleiter (12/15mind).

                    Es wurde keine Chemo zeitlich direkt angeschlossen. Die nachfolgende Reha nutzte meinem Vater sehr viel, vor allem der sehr niedrige Hb konnte wieder in Richtung zweistelligen Bereichs gebracht werden und auch darüber hinaus gewann er wieder an Kraft, auch wenn das Gewicht etwas abnahm. Zurück zu Hause war der Zustand zunächst stabil, jedoch bekam er Mitte August Schmerzen im Bauchbereich.

                    Die Abklärung per CT, Röntgen und Darmspiegelung ergab jetzt, dass (nur) die Leber "mittel - stark" mit Metastasen befallen ist, Lymphknoten seien auch befallen (wie viele, weiss ich leider nicht). Die Leber ist jetzt stark geschwollen und schmerzhaft. Es solle sich eine Chemo anschließen.

                    Für den Moment drängt mich primär die Frage nach einer Prognose: Wie viel Zeit bleibt uns noch mit oder ohne Chemotherapie. Mir ist klar, dass sich das nicht genau sagen lässt, aber ich kann einfach schlecht abschätzen, wie akut unsere Situation ist.

                    Außerdem habe ich jetzt von der Möglichkeit einer begleitenden Misteltherapie (z.Bsp. Iscador) gehört. Gibt es dazu Erfahrungen von Ihrer/Eurer Seite?

                    Vielen Dank
                    Maria

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                    • Re: lebermetastasen nach magenkrebs


                      Sehr geehrter Prof. Dr. Wust,

                      in einem Ihrer Beiträge haben Sie über Nanotherapie geschrieben. Kann denn diese Therapie auch bei Metastasen (in der Leber) angewendet werden, oder nur bei Tumoren?
                      Für Ihre Antwort wäre ich sehr dankbar.
                      Katharina

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                      • Re:Bitte sehr um eine Antwort


                        Sehr geehrter Prof. Dr. Wust,

                        ich bitte Sie sehr meine Frage zu beantworten.
                        Die Krankheit meines Mannes (59J.) habe ich schon früher beschrieben (subtotales stenosierendes Kardiakarzinom mit Lebermetastasen G3 pT2b L1 V0 N3 (19/20) R0 M1). Er hat am 18.08.10 seine letzte 12.Chemotherapie nach dem Schema FLOT bekommen. Gestern bei der CT-Untersuchung wurde festgestellt, dass sich die Metastasen in der Leber verkleinert haben aber nicht weniger in der Zahl geworden sind.Heute soll in der Tumorkonferenz über eine andere Behandlung entschieden werden. Antikörper kommt nicht in Frage. Die körperliche Verfassung meines Mannes ist relativ gut.
                        Was würden Sie in diesem Fall vorschlagen?
                        Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus
                        Katharina

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                        • Re: Re:Bitte sehr um eine Antwort


                          Hallo....ich möchte Dir nur mitteilen das ich es auch sehr schade finde, das man auf die Antworten so lange warten muss. Meine Mutter ist auch schwer krank. Aber auch wenn man lange warten muß ich wünsche Dir und Deinen Mann alles erdenklich gute und viel Kraft.....Lg Rosi

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