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Fragen zum Ergebnis Trichoscan

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  • Fragen zum Ergebnis Trichoscan

    Hallo,

    ich bin neu hier und bitte um Rat:

    bin weiblich, 38 Jahre alt und befinde mich in einer Premenopause. Meine Östrogenwerte sind in den letzten 2 Jahren immer mehr gesunken. In Dezember 2007 haben sie einen Tiefpunkt erreicht. Ich bekam plötzlich Seborrhoe und Haarausfall. Eine Haarausdünnung über den gesamten Kopf hatte ich schon länger beobachtet. Von meiner Endokrinologin bekam ich eine Hormonersatztherapie mit Femoston 1/10, die ich bis jetzt sehr gut vertrage.

    Trichoscan und Blutbild wurden bei meiner Hautärztin durchgeführt:
    Frontal 161,0(182) Haare/ 0.651cm2 davon 80% Anagene, 20%Telogene
    occipital 87,0(101) Haare/ 0.651cm2 davon 79% Anagene, 21%Telogene

    Therapievorschalg der Hautärztin
    Aminocarin für 3 Monate
    17-a-estradiol Lösung 0,015%
    Stieprox Shampoo 2x wöch. für die Seborrhoe
    und natürlich die Hormone, die evtl. noch erhöht werden können.
    Nach 8 Wochen Kontrolle, ob die Tendenz der Therapie gut ist.
    Kommentar der Hautärztin: „androgenetischer Haarausfall ist bei Frauen klinisch ohne Bedeutung“ Was meint sie bitte damit?? Ärzte reden heutzutage leider bekanntlich wenig...

    Bin jetzt bei der 5. Woche Therapie, aber leider ohne Erfolg. Seborrhoe ist auch noch da. Es Fallen bei der Haarwäsche zwischen 60 und 80 Haare täglich aus.

    Kann mir eine von euch etwas zu den Trichoscan sagen und, ob die vorgeschlagene Therapie sinnvoll ist? Angeblich kann ich das Haartonikum nur 1 Jahr nehmen, und dann?
    Eine andere Frage: wird man mit der Zeit so oder so Kahl, trotz Medikamentöser Behandlung? Denn bei der AGA wird nicht gerade von Heilung gesprochen...

    Meine Tante mütterlicherseits hat ebenfalls AGA (Stadium: Ludwig zwischen II und III) und lebt in Australien. Sie bekam Cyprone (ich denke Wirkstoff CPA) und bekam nach 3 Monate alle ihre Haare wieder und diese sind dicker denn je. Da das ganze genetisch ist...könnte doch das Medikament bei mir auch wirken, oder?

    Würde mich sehr auf Rat, Infos, Anregungen, Erfahrungen freuen.
    Danke

  • Re: Fragen zum Ergebnis Trichoscan


    Hallo

    Ob die Therapie anschlägt,kann so denke ich in diesem kurzen Zeitraum nicht beurteilt werden.

    Zitat:androgenetischer Haarausfall ist bei Frauen klinisch ohne Bedeutung“

    Zitatende

    Das ist falsch,und anmassend!


    Nach einem Arztwechsel(das würde ich bei solch einer Einstellung umgehend tun!),sollte man den neuen Arzt villeicht mal auf einen Wechsel von Alfatradiol zu Regaine ansprechen.Letzteres wirkt naemlich tatsaechlich.


    Frauen mit AGA....werden in der Regel nicht kahl.So etwas passiert auch eher selten bei schwerwiegenden endokrinologischen Stoerungen.Und selbst dann eher selten.


    gruss tino

    Kommentar


    • Re: Fragen zum Ergebnis Trichoscan


      Hallo Tino,

      vielen Dank für die rasche Antwort.

      Ich werde über einen Arztwechsel nachdenken. Die Hautärztin sprach auch über Regaine, wollte erst die Behandlung mit 17-a-Estradiol versuchen, da Regaine ja "abhängig" macht. Deshalb möchte sie nach 8 Wochen den Erfolg (Tendenz) kontrollieren. Trotzdem finde ich es auch nicht ok, wenn sie sagt, dass die AGA bei Frauen keine klinische Bedeutung hat.

      Wenn Sie Zeit haben, können Sie bitte mein Trichoscan kommentieren?

      Und eine letzte Frage: gibt es in Deutschland die Möglichkeit einer Behandlung mit CPA Präparate? Bei meiner Tante in Australien hat diese Behandlung richtig gut funktioniert.

      Danke

      Kommentar


      • Re: Fragen zum Ergebnis Trichoscan


        Hallo

        Also ich wuerde sagen das dein Trichoscan ganz gut aussieht.Eigentlich zeigt sich hier eine normale Anagen und Telogenhaarrate occiptal wie frontal.Aber das sagt nichts aus,bzw kann nicht diagnostizieren,da es einmal nur eine Momentaufnahme ist,und anderseits kann dieses Instrument nicht in den Follikel gucken.Zur Beurteilung einer Therapie eignet es sich eher.Besser ist immer wenn nicht nur Anagen und Telogenhaare,sondern auch der Durchmesser des Haarschafts gemessen wird.Vergrössert sich dieser,zeigt das auch das eine Therapie anschlaegt.


        CPA ist hier standart....das machen die meissten Aerzte.Was bei der Tante wirkt,muss nicht bei ihnen wirken,bzw sind denn die Werte der Tante normwertig?CPA bei AGA ohne abnormale Blutwerte,wuerde ich mir 10 mal ueberlegen.Man kann es ja versuchen...nur ist das Problem,das man wieder staerkeren Haarausfall bekommen kann,wenn man es wegen Wirkungslosigkeit absetzen moechte.

        viele Gruesse

        Tino

        Kommentar



        • Re: Fragen zum Ergebnis Trichoscan


          Tino,

          vielen Dank für Ihren Rat und die Zeit, die Sie sich zum Antworten nehmen.

          Gruß

          Kommentar


          • Re: Nachtrag


            Hallo Gracia

            Ich weiss ich soll ja hier nicht zu wissenschaftlich schreiben.Speziell wegen ihrer Situation mache ich das jetzt aber trotzdem.

            Vorab erstmal folgendes.CPA hemmt auch Testosteron,und damit auch Oestrogen,welches bei ihnen ja schon erniedrigt ist.Bis jetzt muss ich annehmen das ihre Androgenwerte norwertig sind,und lediglich E2(Oestrogen) erniedrigt ist.Testosteron selbst,bzw wenn es nicht erhoeht ist,ist gesund fuer Haar,Gesamtorganismus und Herz.Testosteronwegnahme kann Herzerkrankungen verursachen.Testosteron ist ein lebenswichtiges Hormon.


            Sie sind keine 30 mehr...richtig?

            Wenn ich recht habe,dann lesen sie doch bitte folgendes("aelterer" Text von mir).


            http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1...ubmed_RVDocSum

            Aus der belgischen ELAN-Studie(Etude Liégeoise sur les ANtioxydants),hat man 209 Frauen,fuer Tests bz des Antioxidantiensatus herangezogen.Die Frauen bewegten sich im Altersabschitt 40-48.49 Frauen davon nahmen die Pille ein,119 nahmen keine Pille ein,und 41 nutzten andere nicht orale Verhuetungsmethoden.Es zeigte sich ein deutlich unguenstiger Anstieg der Lipidperoxidation bei den Pillenkonsumentinnen,im Vergleich zu den uebrigen Teilnehmerinnen der Studie.Ausserdem zeigten die Pillenkonsumentinnen signifikante Erniedrigungen der koerpereigenen antioxidativen Kapazitaet,das sich auch in der Verringerung der vitaminoesen Antioxidantien zeigte.Das Selen stieg allerdings an,und einige Vitamine wurden hier in dieser Untersuchung nicht durch Pilleneinnahme absenkend beeinflusst.

            Die Autoren der Studie,ziehen hier den Schluss,das die hier festgestellte prooxidative Belastung,ein Risikofaktor fuer durch Pille beguenstigte kardiovaskulaere Erkrankungen darstellt.


            Das kann ich durchaus nachvollziehen.Schliesslich wird hier einmal koerpereigenes E2 unterdrueckt.E2....ein Hauptestrogen,welches antioxidativ wirkt,und nicht mit synthetischem Estrogen vergleichbar ist,bzw scheinbar nicht die gleichen guenstigen Eigenschaften besitzt wie das koerpereigene E2.Dann wird der Metabolismus diverser leberabhaengiger Funktionen veraendert,was sich ganz klar ebenso negativ auf die antioxidative Kapazitaet auswirken kann.Und nicht zuletzt,auch unter Berufung auf andere Studien,werden Vitalstoffe durch Pilleneinnahme gehemmt.

            Hinzu kommt natuerlich das Alter.Ab 40 ist das gesamte System,inc der auch hormonell gesteuerten antioxidativen Kapazitaet,nicht mehr vergleichbar mit dem System einer 20 jaehrigen.Hormone sind ja nicht zum Spass von der Natur gegeben.....im normalen Masse,wirken sie in vieler Hinsicht schuetzend.Das gillt auch fuer Testosteron.Sie steuern u.a das antioxidative Netzwerk,bzw halten es stabil.Das gillt insbesondere fuer das koerpereigene E2.

            Man kann davon ausgehen,das alles was Aterien und Herz belastet,auch Gift fuer insbesondere genetisch zum Ausfall hin tendierendes Haar ist.Oxidativer Stress ist ja nicht nur Giftig fuer das gesamte System und die Haut,sondern auch fuer die Anhaengsel der Haut.....z.b die Haarfollikel.Wenn es durch z.b DHT oder Testosteron,und auch Stress,nicht zu einem prooxidativen Ungleichgewicht in den Zellen kommen wuerde,dann wuerden diese Hormonerhoehungen auch keinen Haarausfall machen.

            In faellen von ovarialen Testosteronerhoehungen,mag die Pille ja einen gewissen Ausgleich schaffen,der gut fuer die Endothelfunktion ist.Aber bei der normandrogenen Frau-insbesondere ab 40,bestaetigt diese Untersuchung mal wieder,das sie dort eher schadet wie nutzt.Und das auf allen Ebenen.


            Dazu gibt es noch mehr untersuchungen,die zu aehnlichen Ergebnissen gekommen sind.Die lasse ich jetzt mal weg...ist eh nur engliches Fachchinesisch.


            Aber eine Dissertation moechte ich euch nicht vorenthalten.Sie ist teilweise sehr laienverstaendlich verfasst wurden,insbesondere die Zusammenfassung am Schluss ist verstaendlich und lesenswert.Man kam auch bei dieser Untersuchung zu aehnlichen Ergebnissen.U.a zeigte sich hier eine Hemmung des antioxidativen Enzyms Superoxid-Dismutase,welches ebenso als multi und Haut/Haarprotektiv gesehen wird.Aber es werden noch mehr Faktoren die dort festgestellt wurden diskutiert.

            Die dort angesprochene Anpassungsreaktion der Enzym und Vitalstoffwertabweichungen,zeugt allerdings eher von metabolischen "Sparflammen",die keinesfalls als foerderlich fuer Neuhaarwuchs zu sehen sind.


            Lest selbst

            http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokser...=967533589.doc


            viele gruesse


            Tino

            Kommentar


            • Re: Nachtrag


              Hallo Tino,

              vielen Dank! Das sind ja wichtige Informationen, gerade weil ich schon mit den Gedanken gespielt habe, Testosteronhemmer zu nehmen. Ich bin normalerweise gegen äußere Eingriffe mit Medikamenten, denn die Natur ist schlau und findet meistens Wege für die eigene Regulation im Körper. Ich habe bis heute alle meine „Problemchen“ mit homöopatischen Mittel bestens in den Griff bekommen. Der Haarausfall stellt aber für mich eine so starke Paniksituation dar, dass man schnell auf sämtliche Mittel greifen würde, um das zu stoppen.

              Wie Sie vermutet haben ist im Blutbild das Testosteron nicht erhöht. Das Problem sind die niedrigen E2-Werte, so dass proportional gesehen das Testosteron höher ist. In meiner Situation ist es wahrscheinlich sinnvoller die Östrogene zu erhöhen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Denn es ist klar, dass bei mir eine genetische Veranlagung vorliegt, aber der Auslöser dieser Veranlagung sind die niedrigen Östrogene gewesen.

              Eine Hormonersatztherapie? Tja, kann auch schlimme Nebenwirkungen haben.
              Aber ist der langfristige Psycho-Stress durch Haarausfall nicht genau so schädlich?
              Durch Hormonersatztherapie schade ich nur mir, aber durch den Stress des Haarausfalles schade ich auch meiner Familie, meinen Freunde, meinem Arbeitsumfeld, die täglich sehen müssen in welcher depressiven Stimmung ich mich befinde.

              Übrigens sind das hormonelle Ungleichgewicht und der Haarausfall während eines emotionalen Stresses zeitgleich aufgetreten. Ich bin mir sicher, dass der Stress auch beim Ausbruch des genetisch bedingten Haarausfalls eine große Rolle spielt. Stress kann sich negativ auf dem Hormonhaushalt auswirken. Gerade die Vielfalt der Faktoren macht die Behandlung des Haarausfalles so schwierig...

              Tja, Geduld ist gefragt.

              Gruß

              Kommentar



              • Re: Nachtrag


                Hallo


                Zitat:Übrigens sind das hormonelle Ungleichgewicht und der Haarausfall während eines emotionalen Stresses zeitgleich aufgetreten. Ich bin mir sicher, dass der Stress auch beim Ausbruch des genetisch bedingten Haarausfalls eine große Rolle spielt. Stress kann sich negativ auf dem Hormonhaushalt auswirken. Gerade die Vielfalt der Faktoren macht die Behandlung des Haarausfalles so schwierig...




                zitatende


                Sie sehen das alles vollkommen richtig.Auch das der Stress über die von ihnen genannten Faktoren praedispositionieren kann,sehe ich auch so.

                Es ist nur so,das bei Östrogenmangel,nicht nur das DHT gefährlich wird(Testosteron selbst macht nichts),sondern auch z.b Stress,und zunehmeder Alterungsprozess,bzw der Mangel bschleunigt den Alterungsprozess auf vielen Ebenen.Durch Mangel an antioxidativen Enzymen(werden durch Östrogen aufrecht erhalten),durch das Schwinden von Insulin und IGF-1 Rezeptoren.

                Deshalb ist es auf jeden Fall klüger das fehlende Hormon zu ersetzen......als ein Behandlungsfaktor.


                viele grüsse

                Tino

                Kommentar


                • Re: Fragen zum Ergebnis Trichoscan


                  Hallo Graziella,

                  es gibt einen Unterschied zwischen klinischer und persönlicher Bedeutung, sprich der für Ihre Psyche. Und das sollte alleine ausschlaggebend sein für Ihre Ärztin.
                  Auch ein Arzt ist letztlich Dienstleister und hat die Befindlichkeiten des einzelnen Patienten zu berücksichtigen.

                  HG
                  Jenny Latz

                  Kommentar


                  • Re: Nachtrag


                    tino. schrieb:
                    -------------------------------------------------------
                    > Hallo Gracia
                    >
                    > Ich weiss ich soll ja hier nicht zu
                    > wissenschaftlich schreiben.Speziell wegen ihrer
                    > Situation mache ich das jetzt aber trotzdem.
                    >
                    Ist schon sehr viel verständlicher geworden tino. War auch nicht generell gemeint, sondern nur meine Bitte, ein wenig zwischen den Zeilen zu lesen. Manchem hilft die umfassende Information, manchen macht es eher panisch.
                    Außerdem habe ich mich auch in meinen Büchern immer bemüht, das Fachchinesisch der Ärzte für den Laien verständlich zu machen. Und wir wollen ja mit diesem Forum genau das auch erreichen, oder.
                    Danke für das Verständnis und die Kooperationsbereitschaft!
                    Herzlichen Gruß
                    Jenny Latz

                    Kommentar