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Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

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  • Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

    Hallo!

    Ich glaube zwar nicht, dass irgendjemand mir hier weiter helfen kann... ich glaube im Grunde noch nicht mal das wirklich jemand versteht, was ich jetzt schreibe... ich bin einfach quasi austherapiert, ich denke hier sind eher Menschen, die noch nie eine Therapie gemacht haben... ich will auch niemandem die Hoffnung nehmen oder so etwas.... deshalb sollte man hier wohl auch nicht weiter lesen, wenn es einem selbst gerade nicht so besonders gut geht....
    ich versuche mich so kurz wie möglich zu fassen....

    Ich war mehrmals zwangsweise in einer Psychiatrie, weil es mir häufig so schlecht ging, dass ich den Zustand nicht mehr ausgehalten habe und dann für Außenstehende irrationale Dinge gemacht habe.
    Auf Eisenbahnschienen laufen, auf Straßen, Autobahne, Brückgeländern... ich habe mich absichtlich in gefährliche Situationen gebracht. Am Anfang um Suizid zu üben. Später weil es mir besser ging, wenn ich quasi in Lebensgefahr war.
    Ich hatte in den Situationen immer extreme emotionale Schmerzen. Also psychische Schmerzen ohne richtigen Grund. Ein Gefühl, wie wenn ein nahestehende Person gestorben ist und man das begreift, oder man verlassen wird. Also dieses Gefühl ohne Bezug zu irgendwas... nur dumpfer und irgendwie allumfassender... dann Traurigkeit ohne Weinen zu können... extreme Anspannung... und das alles wurde so schlimm, dass ich mich dann eben in Gefahr gebracht habe.... immer wieder... weil das diesen Zustand beendet hat...

    Aber irgendwann war ich es auch leid und habe mich absichtlich von der Polizei aufgreifen lassen. Letztendlich habe ich alle Zwangseinweisungen absichtlich provoziert, weil ich Aufmerksamkeit wollte.... bzw. weil ich mich nicht umbringen konnte und ich mir wahrscheinlich irgendwie Hilfe erwartet habe.. auch wenn ich das nicht bewusst gemacht habe. Aber das war auf jeden Fall ein Motiv. Die Zwangseinweisungen haben alles noch viel schlimmer gemacht und mir natürlich gar nicht geholfen. Was soll es einem helfen, wenn man ein paar Monate unter nicht so guten Bedinungnen eingesperrt leben muss und dann wird man entlassen?

    Irgendwann ging es mir noch schlechter... ich habe Drogen genommen... hatte Verfolgungswahn... dachte überall sind Kameras und Leute mischen Drogen in mein Essen. Hatte ständig diese Gedanken auch, wenn ich wusste, dass sie nicht Realität sein können oder ein Teil von mir wusste das. Ich hatte ständig Panikattacken, Derealisation, usw. Ich wollte einfach nur noch sterben. Aber als es mir so schlecht ging, habe ich bemerkt, dass ich das nicht kann und auch meinen Eltern nicht antun möchte.
    Dann habe ich meine erste Psychotherapie abgefangen... es ging mir dann auch besser... aber die Therapie war zuende knaopp 2 Jahre später kam ich wieder zwangsweise in die Klinik. Dieses Mal hatte ich eine Zwangeinweisung absichtlich durch einen Foreneintrag provoziert... weil es mir einfach so schlecht ging und ich das aber nicht anders kommunizieren konnte. Mitten in der Nacht stand dann die Polizei vor meiner Tür. Und jede Zwangseinweisung hat mir mehr geschadet als genutzt. Keine Ahnung, warum ich das immer wieder gemacht habe.
    In der Klinik habe ich dann eine Therapeutin kennengelernt, die mir angeboten hat, dass ich bei ihr die Therapie nach dem Klinikaufenthalt ambulant weiter machen kann. Ich war bei ihr ca. 5 Jahre. Und dazwischen einmal wieder "freiwillig" in der Klinik.

    Da hat man mir auch gesagt, dass ich keine "richtige" Depression habe... sondern eine emotional-instabile PS. ... In den 5 Jahren in denen ich die Therapie gemacht habe, war ich die meiste Zeit auch relativ stabil, ich hatte nie das Bedürfnis in irgendeiner Form mich in Gefahr zubringen, eine Klinikeinweisung zu provozieren o. ä. Die Therapie ist seit einem Jahr zuende. (Meine Therapeutin ist auch in Elternzeit).

    Und keine warum... als ob ich ein kleines Kind wäre, was nie allein klar kommt, aber es geht mir von Woche zu Woche immer schlechter. Ich gehe 40 Stunden in der Woche arbeiten und auf der Arbeit funktioniere ich relativ "normal"... aber wenn ich einen freien Tage habe, komme ich gar nicht klar. Ich habe wieder diese extremen Stimmungsabstürze und eigentlich kam ich die ganze Zeit mit solchen Situationen klar. Aber im Moment nicht. Im Moment möchte ich einfach nur wieder eine Zwangseinweisung provozieren. Auch wenn sich das für andere wahrscheinlich völlig krank anhört, aber ich will mich selbst in Gefahr bringen, damit jemand auf mich Aufmerksam wird - als die Polizei. Aber ich will nicht einfach nur so Aufmerksamkeit, es ist ja eher so, dass ich diesen Zustand dann einfach nicht mehr aushalte. Und ich habe Angst, dass ich das tatsächlich umsetze.
    Aber es hat so viele negative Konsequenzen, wenn ich es tatsächlich umsetze. Ich habe noch keinen Festvertrag und nach einer Zwangseinweisung ist man oft 2 bis 3 Monate eingesperrt und kann nichts dagegen tun. Ich versuche immer die andere Seite in den Vordergrund zu bringen, die das Alles eigentlich nicht will. Aber im Moment fällt es mir einfach so schwer. Ich weiß nicht. Ich würde am liebsten einfach nur an meinen freien Tage in einer Klinik sein... denn wenn ich abreiten gehe, habe ich das am alles im Griff... aber das geht nicht, wegen den Vorschriften der Krankenkasse o. ä., denke ich. Ich versuche zwar, dass ich an freien Tagen nicht so oft allein bin... aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden ... bzw. manchmal geht es mir so schlecht, dass mir gerade egal ist, was nun vernünftig wäre...

    Das komisch daran ist, dass ich dann am nächsten Tag wieder arbeiten gehe und alles ist wieder ok und es geht mir auch gut...
    aber dann habe ich wieder frei und wieder diesen krassen Stimmungsabsturz...

    Sorry, für den langen Text.



  • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

    Hi,
    ich denke ein aus therapiert sein gibt es in der Psychotherapie nicht, auch nicht in der Psychiatrie, da es immer wieder neue Ansätze gibt.
    Als Betroffener fühlt man sich aber so, wenn man gerade an einem Punkt ist wo es nicht weiter geht und man schon sehr viel probiert hat.

    Hast du es denn schon mal mit Medikamenten versucht?
    Hast du schon mal versucht Kontakt zu einem Sozialarbeiter aufzunehmen?
    Hast du schon mal an ein betreutes Wohnen, oder eine WG gedacht?

    Kommentar


    • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

      Hallo,

      ich würde dir Raten dir eine Vertrauensperson zu suchen mit der du deine freien Tage verbringen kannst.
      Wie sieht es denn mit deiner Familie aus? Wissen die von deiner Situation? Mit jemand nahestehendem zu reden, kann oft eine gute Lösung sein.

      Finde etwas das dich glücklich macht und konzentriere dich in deinen "schweren" (weiß nicht wie ich es sonst ausdrücken soll) Momenten darauf.

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      • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

        Hi

        Du redest, als würden diese Zustände mal kommen, mal gehen, mal laut sein, mal leiser. Beim Job geht's dir "leiser", das ist doch ein Hinweis! ( übrigens alllllleeeeeee Achtung und Wertschätzung, du arbeitest vierzig Stunden trotzdem???????? )

        Ich kann ungefähr nachfühlen, wie du dich fühlst, weil ich so eine Zeit auch hatte. Wie wenn etwas über einen kriecht und schwupps, man ist mitten drin in Horror und extremen Stress und natürlich geht's dann so auf den Nerv, dass man am Liebsten etwas machen möchte, was diesen Horrortrip endlich ausschaltet, ihn beendet- wie sterben zum Beispiel.



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        • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

          Hi,
          Hast du es denn schon mal mit Medikamenten versucht?
          Hast du schon mal versucht Kontakt zu einem Sozialarbeiter aufzunehmen?
          Hast du schon mal an ein betreutes Wohnen, oder eine WG gedacht?
          Medikamente:
          Ja, habe schon verschiedene Antidepressiva versucht. Das Problem bei Medikamenten ist, dass ich mich immer extrem in die Nebenwirkungen reinsteigere. Und ich mich dann irgendwann nicht mehr ablenken kann. Ein Medikament hatte z. B. Einfluss auf den Herzschlag. Was für einen gesunden Menschen wahrscheinlich nicht schlimm ist. Aber ich hatte die ganze Nacht Panikattacken bzw. Angst, dass ich sterben könnte. In andere Nebenwirkungen steigere ich mich auch hinein. Und ich habe schon alle versucht... Ablenken, Beipackzettel lesen, nicht lese usw. Aber es endete immer damit, dass ich dann irgendwann nach ein paar Wochen das einfach nicht mehr konnte und die Medikamente von einen Tag auf den anderen nicht mehr genommen habe.

          Neuroleptika habe ich auch schon genommen, aber die töten alles in einem ab. Damals habe ich auch beschlossen, dass ich es eigentlich eher mit Psychotherapie versuchen will, als mit Medikamenten.

          Zuhause habe ich Lorazepam... was ich aber logischerweise so wenig wie möglich nehmen möchte. Also ich nehme das nur ein paar Mal im Jahr, aber will und sollte es auch nicht mehrmals in der Woche nehmen (wegen der Abhängigkeitsgefahr)... also das ist das einzige Medikament, was mir in manchen Situationen hilft, wenn ich gar nicht mehr klar komme.


          Sozialarbeiter
          Hatte nur in der Klinik Kontakt zu Sozialarbeitern. Aber ich denke, die helfen einen nur bei Papierkram usw.?

          Betreutet Wohnen
          Also mir ist meine Freiheit extrem wichtig. Ich isoliere mich auch eher von anderen Menschen. ... wenn andere Menschen, um mich herum sind, ist das eher Stress für mich. Ich finde, betreutet Wohnen ist auch eher so etwas, was die eigene Selbstständig angreift. Ich glaube, damit würde ich nicht klar kommen, auf Dauer, wenn ich mich an Regeln von anderen Menschen halte müsste... nicht mehr meine eigene Wohnung habe, in die ich mich zurückziehen kann usw.

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          • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

            Hallo,

            ich würde dir Raten dir eine Vertrauensperson zu suchen mit der du deine freien Tage verbringen kannst.
            Wie sieht es denn mit deiner Familie aus? Wissen die von deiner Situation? Mit jemand nahestehendem zu reden, kann oft eine gute Lösung sein.
            Meine Familie weiß nichts davon, dass es mir aktuell so geht. Wir haben auch ein eher distanziertes Verhältnis. Damals als sie davon mitbekommen haben, wegen Klinikaufentalten usw. waren sie auch einfach nur überfordert mit der Situation. So dass ich die ganze Zeit eher das Gefühl hatte, ich müsste sie wieder aufbauen und ihnen vermitteln das alles ok ist. Also das hat mich eher noch weiter runter gezogen. ... weil es meiner Familie dann schlecht ging, weil es mir schlecht geht und sie eben so hilflos waren.
            Ja, habe einen guten Freund hier, den ich schon fast 10 Jahre kenne ... der weiß auch das es mir gerade nicht so besonders gut geht. Das Problem ist, dass er ähnliche Probleme hat .... mit ihm treffe ich mich auch regelmäßig mal, wenn ich frei habe... aber ansonsten habe ich keine sozialen Kontakte hier... mich überfordert das total schnell... schon dieser eine Freund ist mir manchmal zuviel... In Freundschaften muss man ja auch Zeit investieren und irgendwie fehlt mir da das Interesse und die Motivation... wenn es mir gut geht, bin ich auch viel lieber allein...
            ja, aber ich sollte eben wirklich an meinen freien Tage nicht die ganze Zeit zuhause sitzen... ich weiß... müsste mich eben irgendwie nur mehr selbst motivieren, etwas zu unternehmen.

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            • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

              Ich denke es gibt auch betreutes Wohnen dass so aufgebaut ist, dass du deine eigene Wohnung hast, nur wenn du Hilfe brauchst unterstützt wirst und auch nur wenn du willst am gemeinschaftlichen Aktivitäten teilnehmen kannst.

              Keine Ahnung welche Möglichkeiten es sonst noch gibt, aber auch da sind Sozialarbeiter gut informiert, die kümmern sich nicht in erster Linie um den Papierkram, sondern um den Menschen und das was er braucht.
              Du könntest versuchen Kontakt über den sozialen Dienst aufzunehmen, oder die Klinik. Schauen ob es bei euch einen Verein gibt der sich um psychisch Kranke Menschen kümmert, die bieten meist auch Treffen zum Kaffee und Aktivitäten an und eben Unterstützung durch einen Sozialarbeiter.

              Dein Problem scheint ja zu sein dass dein Befinden vor allem außer Kontrolle gerät wenn du alleine bist, also müsstest du in den sauren Apfel beißen und schauen wie das zu ändern wäre, irgendwo zeigt dein Verhalten ja auch dass ein Teil von dir alles andere als alleine sein möchte.

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              • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                Hi

                Du redest, als würden diese Zustände mal kommen, mal gehen, mal laut sein, mal leiser. Beim Job geht's dir "leiser", das ist doch ein Hinweis! ( übrigens alllllleeeeeee Achtung und Wertschätzung, du arbeitest vierzig Stunden trotzdem???????? )
                Ja, ich arbeite Vollzeit und bin so gut wie nie krankgeschrieben. Ich glaube in 3 Jahren war ich so ca. 5 Tage krankgeschrieben... dann aber wegen körperlichen Krankheiten wie Fieber usw.
                Kann man positiv oder negativ sehen... ich bin es gewohnt mich immer zu überfordern und mehr Energie zu verbrauchen als ich wieder "aufladen" kann. Daran kann man sich tatsächlich gewöhnen.
                Aber natürlich überfordere ich mich dann oft extrem und irgendwann geht es dann gar nicht mehr. Aber irgendwie komme ich damit besser klar, als anders. .... wenn da so Anforderungen von Außen sind, bin ich irgendwie ein andere Mensch. Ich arbeite eben den ganzen Tagen mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammen und jeder will etwas von mir... deshalb habe ich eben kaum so Leerlauf auf der Arbeit. Ich spiele da meine Rolle und das gibt mit irgendwie Halt.. ich bin dann auch nicht so mit mir selbst konfrontiert. Zuhause bin ich ja wieder ich... und alles, was auf der Arbeit ganz automatisch in den Hintergrund getreten ist, kommt dann irgendwie wieder extrem zum Vorschein.,

                Also wenn ich das selbst nicht erleben würde und jemand anders würde mir das erzählen, würde ich es wahrscheinlich auch nicht glauben.
                Aber auf der Arbeit funktioniere ich ganz normal und es geht mir noch nicht mal schlecht. Also vielleicht ein bisschen am Morgen, wenn ich am Tag vorher so einen mega Absturz hatte... aber dann gehe ich arbeiten und weil mir meine Arbeit Spaß macht und ich im Moment auch ein paar Arbeitskollegen habe mit denen ich gut klar komme, geht es mir dann wieder besser... eben durch die Einflüsse von Außen... ich bin da einfach extrem leicht zu beeinfluss, wenn jemand nett zu mir ist usw., geht es mir sofort gut. (aber eben auch das Gegenteil). Ich denke zuhause beeinflusse ich mich ja nur selbst... und meistens eher negativ. Ich weiß zwar nicht genau, wie ich das schaffe... aber irgendwie fühle ich mich dann schlecht und so fängt es irgendwie an... das wäre ja noch ok.
                Aber es ufert dann ja eben in diese krassen Zustände aus und ich habe eigentlich das Gefühl, es wäre ein ganz normaler Tag... und plötzllich geht es mir extrem schlecht... und dann geht es eben immer weiter nach unten und es fällt mir schwer das zu stoppen.

                Dann gehe ich am nächsten Tag arbeiten und es geht mir wieder besser... oder manchmal so zwischendurch habe ich dann plötzlich das Gefühl, ich wäre der glücklichste Mensch der Welt, wegen irgendeiner Kleinigkeit habe ich dann so ein krasse Glücksgefühl und dann habe ich wieder frei... und denke eigentich gestern ging es mir so gut, dieser freie Tag wird bestimmt anders.... ich plane dann den Tag... also das ich vormittags z. B. irgendwelche Sache erledige und nachmittags irgendwas unternehme, was mir Spaß macht... also eben einen ganz normalen Tag und am Tag davor geht es mir gut und ich denke, dass ich das durchziehe und bin extrem motiviert... und am nächsten Tag ist es dann eben wieder ganz anders...

                Ja, so ist das eben. Man könnte natürlich sagen, dass es besser ist, als wenn es einem kontinuierlich gleichförmig schlecht geht... aber ich weiß nicht.. diese Abstürze sind dann irgendwie auch schlimm, weil sie mich selbst völlig irritieren...

                und ich kann mit all dem auch meistens so umgehen, dass es nicht in irgendeiner Form so endet, dass ich mir mit irgendwas selbst Schade... also das Problem ist nicht, dass ich nicht weiß, was ich in diesen Situationen machen könnte, damit es mir besser geht...
                das Problem ist eher, dass mir das alles so unglaublich viel Energie raubt... also ich empfinde meine Freizeit und diese Stimmungsabstürze 10 x anstrengender als die 40 Stunden Arbeit in der Woche. I
                Wenn es mir so schlecht geht, ist das eben extremer Stress so dass die Freizeit auch nicht wirklich erholsam ist.... auf der Arbeit bin ich dann auch eher überdreht, aber eher in die positive Richtung... manchmal kommt dann noch Schlafmangel dazu und dann schaukelt sich das eben so immer weiter nach oben, bis ich irgendwann einfach das Gefühl habe, das ich nicht mehr kann.

                Aber selbst wenn ich mich ein paar Tage krank schreiben würde, um mal wieder runterzukommen... würde das nichts nützen. ... weil ein paar Tage hintereinander frei zu haben für mich der Horror ist, weil die Abwärtsspirale dann einfach nur länger ist und danach habe ich weniger Energie als wenn ich die paar Tage arbeiten gegangen wäre.

                Und das Problem ist eben, wenn ich dann einfach nicht mehr so die Energie habe...
                dann fällt es mir eben schwer, ständig zu reflektieren, wie es mir geht, warum es mir so geht... was ich jetzt tun sollte damit es mir besser geht... mit welchen Dinge, ich wie genau umgehen muss, damit es mir besser geht... mich selbst von Dingen abhalten, die mir Schaden...
                mir Alternativen überlegen...
                die ganzen Emotionen irgendwie aushalten ...
                und das Alles obwohl ich ja einfach normal leben möchte...
                aber für normale Aktivitäten bleibt dann oft kein Kraft mehr über..
                ich fühle mich ständig Reizüberflutet und habe immer das Gefühl, ich kann das nicht ertragen, wenn ich jetzt rausgehe und Menschen, sehe, Autos, Geräusche, Gerüche, Lichter usw.
                und dann muss ich mich eben auch mal in meiner Wohnung beschäftigen mit DIngen, die mich ein bisschen aus diesem Zustand rausbringen... ja, das ist mir auch alles klar. Aber ich erlebe das Alles ja nicht seit ein paar Wochen oder ein paar Monaten... sondern ein Jahrzehnt... klar, manchmal ist es besser und manchmal ist es schlechter.... aber es ist immer da. Ich kann nie einfach so vor mich hinleben... es holt mich immer ein... und nur weil ich heute besser damit umgehen kann, heißt es ja nicht das es weg ist..
                nur weil ich vielleicht heute nach Außen normaler wirke, ich meistens keine Dinge mehr tue, die mich oder andere in Gefahr bringen...

                hat sich doch letztendlich nichts daran geändert.

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                • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                  Dein Problem scheint ja zu sein dass dein Befinden vor allem außer Kontrolle gerät wenn du alleine bist, also müsstest du in den sauren Apfel beißen und schauen wie das zu ändern wäre, irgendwo zeigt dein Verhalten ja auch dass ein Teil von dir alles andere als alleine sein möchte.
                  Ja, das ist eben die Frage, die ich mir auch schon länger stelle. Aber mich nerven Menschen einfach so extrem. Ich mag sie auch nicht besonders. Die Anwesenheit von Menschen ist immer Stress für mich. Ich freue mich wirklich ehrlich, wenn ich allein sein kann. Es ist einfach so eine extreme Erleichterung allein zu sein.

                  Ich weiß nicht, ob ein Teil von mir nicht allein sein will. In letzter Zeit, denke ich, dass es vielleicht schon einen Teil gibt, der nicht allein sein will. Aber eher nicht so wie ein erwachsener Mensch nicht allein sein will. Eher so, dass ich die Verantwortung für mich an jemand anderes abgeben will. ... das ist so die einzige Situation wo ich mir einen anderen Menschen wünsche....
                  aber ich finde dieser Wunsch ist 1.) nicht besonders gesund und 2.) auch unrealistisch, da niemand die Verantwortung für mich übernehmen kann und ich eben auch kein Kind mehr bin.

                  Und die Anwesenheit von anderen Menschen auf einer anderen Ebene wünsche ich mir wirklich überhaupt nicht.

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                  • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                    Vielleicht kannst du es mal anders herum sehen, dass du Verantwortung für dich und dein Wohlbefinden übernimmst.
                    Geh z.B. Sport machen, dass kann man auch alleine in der Natur und es tut gut.
                    Erlerne Meditationstechniken, die du dann anwenden kannst wenn es dir schlecht geht.
                    Begib dich an Orte wo Mensch sind, du aber dennoch alleine bist, der Wald wäre so ein Platz.
                    Der Mensch kann zwar gerne alleine sein, aber dennoch ist es meist so dass er trotzdem gesehen und wahrgenommen werden will, ohne das kann kaum ein Mensch überleben und dabei gesund bleiben.
                    Da reicht es manchmal einfach nur zu wissen dass andere da sind, ihnen zu begegnen ohne Kontakt aufzunehmen.

                    Und Aufgaben braucht der Mensch, die oben beschriebenen eigenen sich besonders gut für jemanden der andere meiden möchte, die helfen, geben einen Sinn, helfen beim runter kommen und halten zumindest ein Minimum des Kontakts mit der Außenwelt aufrecht, ohne direkten Kontakt zu haben.
                    Setz dir Ziele die dir wichtig sind, dann brauchst du keine Einweisung oder Kümmerer, weil du dich selber kümmerst und dadurch stolz auf dich wirst, das tut deinem Selbstbewusstsein und deinem Selbstwert gut, was dich wieder unabhängiger in deinem Bedürfnis alleine zu sein macht.

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                    • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                      PS
                      Oder versuche du dich zu kümmern, um jemanden oder etwas.
                      Z.B. als Gassigeher einen Hund im Tierheim adoptieren und mit ihm Spaziergänge machen, danach kannst du ihn wieder abgeben ohne weitere Verantwortung übernehmen zu müssen.
                      Damit hättest du jemanden dem du sehr wichtig werden wirst, der dir eine Aufgabe gibt und mit dem du dich nicht großartig unterhalten musst.

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                      • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                        "Und die Anwesenheit von anderen Menschen auf einer anderen Ebene wünsche ich mir wirklich überhaupt nicht."

                        Haben Sie denn schon mal eine Partnerschaft oder wenigstens eine kurze Beziehung versucht?

                        Kommentar


                        • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                          Eigentlich......erlebst du das gleiche wie die meisten Leute, die suchen und noch nicht gefunden haben , was echt passt zu ihnen und für ihre Natur wirklich richtig ist.





                          Kommentar


                          • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                            Wieso wundert dich, dass du dich krank fühlst und total meschugge? Wenn du jemand bist, der Herzlichkeit und Wärme braucht, dann geht es dir gut, wenn du diese hast und schlecht, wenn du diese nicht spürst.

                            Das wird so ähnlch sein, wie mit dem Fischlein im Wasserglas, oder einem Delphin im Pool.

                            Dir fehlt etwas, das du seit zehn Jahren und länger heftig vermisst.

                            Wir haben doch alle eine spezielle Natur, eine ganz ureigene, spezifische Art. Wenn wir nicht unserer Art entprechend leben können, dann kriegen wir Stress und Druck in uns und ängstigen uns und alles ist doof.

                            Du sagst, dass deine Arbeit gut tut, also bist du in dieser Hinsicht bereits fündig geworden und hast, was deiner Art enspricht. Privat eben noch gar nicht.

                            Ein Fisch ist auch lieber alleine, als dass er Katzen um sich hat. So viel zu deiner "Katzenallergie", ( deine Aversion auf die "Menschen da draussen").

                            Die RICHTIGE Gesellschaft bräuchtest du. Die ist nicht da. Dein Protest ist groß, deine Tränen dick und dein Schluchzen laut.....
                            Weißt du was, du bist einsam, wie dieses Fischlein im Wasserglas.








                            Kommentar


                            • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                              "Und die Anwesenheit von anderen Menschen auf einer anderen Ebene wünsche ich mir wirklich überhaupt nicht."

                              Haben Sie denn schon mal eine Partnerschaft oder wenigstens eine kurze Beziehung versucht?
                              Ja, meine längste Beziehung dauert fast 4 Jahre. Das war auch die einzige richtige Beziehung. Die anderen hielten nicht mal ein halbes Jahr.

                              Kommentar


                              • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                                Das Blöde ist, dass man mit der Zeit nur mehr vor Wänden steht, also sich selbst nur noch ganz wenig Lebensraum gibt, weil....z.b. die Türe zu der Familie ist blockiert, die verstehen einen nicht, die machen immer so blöde Bemerkungen...dann- nach und nach kann man nicht mehr flirten, man ist gehemmt und somit ist eine Wand zum möglichen Paar-Bilden gebaut, oder: man ist "hingefallen", man hat sich verletzt, ( oder wurde verletzt) also geht man nicht mehr gern unter die Leut- wieder eine Mauer. Der Stress, der Lärm von allen Seiten, also Flucht zurück ins Kämmerchen. Im Kämmerchen wird einem bewusst, dass man alleine ist und man weiß dann echt nicht mehr wohin. Wir sind von selbst gebauten Zäunen und Mauern umgeben, aus Selbstschutz und wissen bald gar nicht mehr aus noch ein.

                                SC* - du hast wenigstens noch ein breiteres Fenster offen, wo frische Luft reinkommt- deine Arbeit. Es gibt aber genug, die haben nicht einmal mehr das.

                                Sag mal, was wär dein größtes Glück, wonach sehnst du dich am meisten, wenn gehen würde, was du dir erträumst?

                                Stell dir mal vor, du bist ab Mittwoch um fünf Milliarden Euro reicher, weil du mitgespielt hast im Lotto und zufällig den Jackpot geknackt hast. Wenn du dir das ausmalst, was du damit dann tust, was du dann als erstes machst, was wäre das?

                                Ich zum Beispiel umgebe mich mit vielen Zutaten, die eigentlich wegfallen würden, wäre ich nicht so vorsichtig geworden mit der Zeit. Ich habe extreme Notsituationen mitgemacht und ein Großteil meines Tagesablaufes wird davon immer noch beeinträchtigt. Man hat regelrecht verlernt sicher zu gehen, wenn man sehr unsichere Zeiten erlebt hat. Die Furcht geht immer mit, auch wenn sie aus der Vergangenheit rührt und heute eher nicht mehr nötig wär.

                                Ich muss mich immer wieder aus dem Kerker der Unsicherheit herausholen, weil der mitgeht, imaginär, obwohl er längst nicht mehr da ist.

                                Wie bei dem Versuch mit Flöhen, kennst du diese Geschichte?

                                Etliche Flöhe wurden in ein Schraubglas gesperrt, Deckel drauf. Die Flöhe haben mit der Zeit kapiert, es geht bloß bis zum Deckel springen, weiter nicht. Dann hat man den Deckel entfernt und ..gelernt ist gelernt..sie hüpften bloß bis zum Rand, nie wieder höher. So ungefähr geht es uns allen.

                                Elefanten haben aufgehört wegzulaufen, nachdem man sie ewig angebunden hatte- es hat alleine schon gereicht später, ihnen ein Seil ums Bein zu legen, dass sie "dachten", sie könnten nicht weg. Erfahrungen machen uns meschugge.

                                Ähnlich kann es bei dir sein- die Erfahrung von früher wird bei dir mitspielen ins heute. Freizeit, Freiheit...??? Hat dich fast umgebracht mal.. die Regeln bei der Arbeit tun dir offenbar gut. Das hast du im Griff- bloß deine "Freizeit" nicht.

                                Wir suchen nicht von ungefähr liebe, nette, warmherzige Leute - die sind wie Familienmitglieder, bei denen fühlen wir uns geborgen in so einer Gruppe. Wir sind ja Herdentiere und Gruppenwesen und normalerweise leben wir in einem gemütlichen Sippenverband, da geht es uns allen gut, wenn wir so einen haben.
                                Den hast du bei der Arbeit, privat nicht ( mehr).

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                                • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                                  Die RICHTIGE Gesellschaft bräuchtest du. Die ist nicht da. Dein Protest ist groß, deine Tränen dick und dein Schluchzen laut.....
                                  Weißt du was, du bist einsam, wie dieses Fischlein im Wasserglas
                                  Ja, dies habe mir bis jetzt alle so oder so ähnlich gesagt, den ich davon erzählt habe, dass ich so wenige soziale Kontakte habe (nur nicht so schön metaphorisch wie du ;-) ). Meistens eher in Therapien, weil ich sonst darüber nicht so gern rede. Dass es besser wäre mehr soziale Kontakte zu haben - ein soziales Netz ist ja auch wichtig usw.

                                  Ich bin mir da aber nicht so sicher. Ich habe zum Beispiel Freunde, die ich schon sehr lange kenne. Bei denen weiß ich, dass ich mich auf sie immer verlassen kann, dass sie mich respektieren usw. Also das sehe ich eigentlich als "richtige Gesellschaft". Sie wohnen nur etwas weiter weg, deshalb treffe ich sie nur sehr selten. Und ich finde das gut... wenn ich z. B. jetzt daran denke, meine Freunde anzurufen und mal wieder ein Treffen zu vereinbaren... ich weiß nicht, ich empfinde dabei nur., dass ich das nicht will. Und das ist immer so. Also nicht nur jetzt gerade. Sondern immer. Wenn ich mich dann doch irgendwann mal mit ihnen treffe, dann zwinge ich mich dazu. ... weil es normal ist, Freunde zu haben... und wenn ich mich nie wieder mit ihnen treffen würden, hätte ich sie ja wahrscheinlich verloren. Aber es gibt mir nichts. Es ist zwar ganz lustig... aber ich habe keine innere Motivation sie zu treffen, weil ich Menschen um mich herum haben will... es ist dann eher so, dass ich das Geühl habe, wenn ich bestimmte Dinge allein mache, wird man angestarrt und jeder denkt: "Warum ist die allein hier? Hat die keine Freunde?" Man wird abgewertet dafür. Und deshalb habe ich letztendlich diese Freunde, um von anderen nicht abgewertet zu werden... um nicht als komisch angesehen zu werden. Deshalb treffe ich mich ein paar Mal im Jahr mit ihnen. ... es wäre ja auch komisch Silvester allein zu feiern, allein in den Urlaub zu fahren... als andere würden einen dafür abwerten oder bemitleiden, was schrecklich ist... und manchmal macht es mir ja auch Spaß mit ihnen was zu unternehmen... es ist ja keine besonders schrecklich Sache ab und zu mal Menschen zu treffen... aber eben nicht mehr als 5 bis 10 Mal im Jahr.

                                  Ich fahre z. B. mit ihnen in den Urlaub, um nicht allein zu fahren und angestarrt zu werden und weil es zu zweit sicherer ist. Es macht mir zwar auch wirklich Spaß... aber ich denke, wenn es in unserer Gesellschaft völlig normal wäre alles allein zu machen usw. würde ich das lieber tun. Ich war auch schon allein im Urlaub. Aber besonders wenn man dann Essen geht, ist es echt merkwürdig, wenn man immer die einzige Person ist, die allein am Tisch sitzt. Ich fühle mich da immer extrem beobachtet, abgewertet usw. Es ist ganzn selten so, dass ich mal denke, wenn ich allein bin: Jetzt hätte ich gern einen Menschen um mich herum. Manchmal ist das so, weil ich manchmal zuhause sitze, mich langweile und mich zu sehr in negative Gedanken hineinsteigere... dann denke ich, dass ich jetzt in irgendeiner Form gerne Ablenkung hätte, z. B. andere Menschen.

                                  Und Beziehung ist auch so eine Sache... ja, ich wollte immer eine Beziehung haben... um normal zu sein, um zu zeigen, dass ich das kann, wenn ich will und um es einmal erlebt zu haben.... ja und ich war auch verliebt in die Person mit der ich zusammen war... aber ich weiß nicht, ob es das alles wert war. Als ich mich auf die Beziehung eingelassen habe, habe ich das mit den Gedanken gemacht, dass es eine Sache ist, die ich wenigstens einmal in meinem Leben erlebt haben möchte... die Trennung war ziemlich schlimm für mich und ich kam Jahre darüber nicht hinweg... die letzten Jahr der Beziehung waren auch nicht besonders gut, was aber unter anderem auch an mir lag... und auch in der Zeit war ich dann wieder in einer Klinik.

                                  Ich versuche ehrlich zu mir selbst zu sein und mich zu fragen, ob ich mir selbst etwas vormache... ob ich nicht insgeheim doch mehr soziale Kontakte möchte usw. aber wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, reichen mir sehr, sehr wenig soziale Kontakte. Ich will auch nicht sagen, dass ich komplett ohne Menschen leben könnte. Aber die Kontakte, die ich gerade habe reichen mir vollkommen. Ich meine, wenn man überhaupt nicht das Gefühl hat, mehr Menschen zu brauchen..
                                  auch nicht die "richtigen"... man gar keine Motivation dazu hat...
                                  warum sollte das dann ein Grund sein, warum es einem so schlecht geht...
                                  irgendwie passt das für mich überhaupt nicht zusammen?
                                  Ich habe mich das schon öfters gefragt... wie krass man sich belügen kann... +
                                  ob mir irgendwas an anderen Menschen Angst macht, was mich davon abhält sie zu treffen... also ob ich es eigentlich will aber nicht kann... Aber ich habe da nie was gefunden. Klar, ist es immer ein Riskio sich auf andere Menschen einzulassen.. aber das ganze Leben ist ein Risiko, ich sehe da keinen Grund das nicht einzugehen... aber wenn man keine Motivation dazu hat, warum?
                                  ´. ich könnte es... es würde mir nicht besonders schwer fallen mich auf eine Beziehung einzulassen... aber ich will es im Moment nicht (was allerdings auch daran liegt das ich den Wohnort wechseln will und ich deshalb da erst mal genug Stress haben werde.... und hier auch niemanden mehr kennen lernen will, weil es die Sache nur unnötig verkomplizieren würde...

                                  ich habe aber auch nicht das Gefühl, dass das wirklich der Grund ist, warum es mir so schlecht geht. Denn dann müsste ich mich ja in den Situationen in denen es mir schlecht geht einsam fühlen. Das müsste man selbst doch irgendwie mitbekommen... dass dieser Schmerz in Wirklichkeit Einsamkeit ist...
                                  ist er aber nicht... für mich hat das keinen Zusammenhang...

                                  und ich habe viel darüber nachgedacht, weil ich gern auch einfach den Grund wissen würde, warum es mir so schlecht geht.... aber ich kann das nicht richtig greifen...
                                  ich denke, es würde viel vereinfachen, wenn man den Grund wenigstens kennt.

                                  Ich kenne ihn aber nicht.

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                                  • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                                    Könnte es sein dass du Angst hast von Menschen verletzt zu werden, oder sie zu verlieren und es deshalb einfach wesentlich sicherer ist alleine zu sein und natürlich von Vorteil niemanden zu brauchen?
                                    Ich denke mal, wenn es so wäre, dann ist es auch logisch dass du dich alleine besser fühlst, als bei Menschen auf die du dich nicht emotional einlassen kannst, das ist natürlich wesentlich anstrengender.
                                    Manchmal beschließt auch einfach das Unterbewusstsein etwas für uns und deshalb wissen wir nicht warum es so ist wie es ist.

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                                    • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben


                                      Sag mal, was wär dein größtes Glück, wonach sehnst du dich am meisten, wenn gehen würde, was du dir erträumst?

                                      Stell dir mal vor, du bist ab Mittwoch um fünf Milliarden Euro reicher, weil du mitgespielt hast im Lotto und zufällig den Jackpot geknackt hast. Wenn du dir das ausmalst, was du damit dann tust, was du dann als erstes machst, was wäre das?
                                      .

                                      Das größte Glück, wäre vermutlich, wenn ich etwas wirklich sinnvolles machen würde... also was ich sinnvoll finde... und wo ich meine Werte und Ideale so leben könnte... ich denke jeder ist ja mal in der Phase, wo er oder sie denkt, sie könnte die Welt verbessern... bei mir hört sie aber nie auf.. also gegen das Kämpfen, was man selbst als ungerecht empfindet, sich für Schwächere einsetzen... ... ich finde so viele Dinge, die zur Zeit passieren, einfach unerträglich schrecklich .... und ich finde, man kann nicht einfach so zuschauen.

                                      das größte Glück wäre, wenn man finanziell unabhängig wäre und man könnte das tun, was man wirklich will.. das größte Glück wäre für mich diese Freiheit unabhänig vom Geldverdienen... weil man nicht mehr so in dieser modernen Sklaverei gefangen wäre...
                                      Klar, man kann immer was verändern... im Kleinen... ist ja auch nicht so, dass ich das nicht schon versuche... mit viel Geld, würde ich das nur größer aufziehen ... klar, ich versuche auch beruflich in diese Richtung zu gehen..

                                      So materielle Dinge sehr, sehr unwichtig. Mir reicht das, was ich zu Zeit habe...


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                                      • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                                        Könnte es sein dass du Angst hast von Menschen verletzt zu werden, oder sie zu verlieren und es deshalb einfach wesentlich sicherer ist alleine zu sein und natürlich von Vorteil niemanden zu brauchen?
                                        Ja, aber könnte ich mich dann nicht einfach bewusst entscheiden, dass ich dieses Riskio einzugehen und es einfach machen...? Wenn ich es eigentlich will?
                                        Jeder hat doch Angst verletzt, verlassen zu werden und trotzdem habe andere Menschen die Motivation andere Menschen zu treffen und sich mit ihnen zu umgeben... warum habe ich dann überhaupt keine Motivation?

                                        Ich finde das verwirrend... ich kann mir selbst diese Frage nicht beantworten..
                                        Ich fühle mich einfach unter Menschen nicht wohl...

                                        Ich kann den genauen Grund nicht sagen...

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                                        • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                                          Du könntest dich schon bewusst entscheiden einfach zu machen, aber dein Unterbewusstes will dennoch nicht und so könntest du nur über positive Erfahrungen dein Unterbewusstes davon überzeugen dass es auch wollen sollte.

                                          Wenn jemand Angst hat die außer Kontrolle geraten ist, oder Depressionen, oder Zwänge, dann kann er auch bewusst so viel entscheiden wie er will, es geht dennoch nicht einfach so weg, weil das Innerste erst ganz neu lernen muss dass diese Schutzmechanismen nicht mehr nötig sind.

                                          Sicher geht es jedem so, dass der mögliche Verlust präsent ist, aber die meisten Menschen konzentrieren sich auf das was an den Beziehungen gut ist und beschäftigen sich erst mit den schlechten Seiten wenn es soweit ist.
                                          Ein gesunder Mensch überwindet dass dann auch und macht irgendwann weiter, einer der das nicht erträgt hört auf damit einfach weiter zu machen und meidet tiefere Bindungen um sich vor dem Schmerz der daraus entstehen kann zu schützen.

                                          Hattest du denn mal ein Erlebnis dass dich tief getroffen hat, außer der Trennung?
                                          Die Trennung damals zeigt ja auch dass du eine Bindung eingegangen bist die du nicht verlieren wolltest, diese Gesellschaft hast du vermisst, auch wenn du es anders wahrgenommen hast als andere.

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                                          • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben



                                            Das größte Glück, wäre vermutlich, wenn ich etwas wirklich sinnvolles machen würde... also was ich sinnvoll finde... und wo ich meine Werte und Ideale so leben könnte... ich denke jeder ist ja mal in der Phase, wo er oder sie denkt, sie könnte die Welt verbessern... bei mir hört sie aber nie auf.. also gegen das Kämpfen, was man selbst als ungerecht empfindet, sich für Schwächere einsetzen... ... ich finde so viele Dinge, die zur Zeit passieren, einfach unerträglich schrecklich .... und ich finde, man kann nicht einfach so zuschauen.

                                            das größte Glück wäre, wenn man finanziell unabhängig wäre und man könnte das tun, was man wirklich will.. das größte Glück wäre für mich diese Freiheit unabhänig vom Geldverdienen... weil man nicht mehr so in dieser modernen Sklaverei gefangen wäre...
                                            Klar, man kann immer was verändern... im Kleinen... ist ja auch nicht so, dass ich das nicht schon versuche... mit viel Geld, würde ich das nur größer aufziehen ... klar, ich versuche auch beruflich in diese Richtung zu gehen..

                                            So materielle Dinge sehr, sehr unwichtig. Mir reicht das, was ich zu Zeit habe...

                                            Welchen Leuten würdest du als erstes helfen, wenn Geld ohne Ende dafür da wär? Wo würdest du das dann hinstecken? Wer würde es kriegen von dir?

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                                            • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                                              Hattest du denn mal ein Erlebnis dass dich tief getroffen hat, außer der Trennung?
                                              Nein, im Grunde nicht. Natürlich verliert man in seinem Leben mal Menschen, weil sie z. B. sterben. Aber ich denke, dass ich das gut verarbeitet habe.

                                              Ich denke, trotzdem, dass ich eine Beziehung eingehen könnte, wenn ich wollte...

                                              der Hauptgrund, warum ich momentan keine Beziehung möchte, ist auch das ich umziehen möchte in eine andere Stadt.... deshalb macht es gerade auch keinen Sinn sich dahingehend etwas aufzubauen,.. .
                                              aber ich könnte es - theoretisch.

                                              Ich habe auch nicht gemeint, dass ich nie wieder in meinem Leben eine Beziehung will. Nur, dass ich eben keine anderen sozialen Kontakte brauche.Aber jetzt wäre eben einfach auch kein passender Zeitpunkt.
                                              In Beziehungen stresse ich mich leider auch extrem selbst durch verschiedene Dinge... also oft auch nicht nur mich. Ich hoffe einfach, dass ich das in der nächsten Beziehung besser im Griff habe.


                                              Also es kann schon sein, dass es mir gerade nicht so besonders gut geht, weil ich eben umziehen will, Job wechseln will und mir hier auch nicht mehr aufbauen will... klar, das stresst mich irgendwie und ich habe Angst, dass ich das Alles nicht schaffe.

                                              Trotzdem ist es für mich keine richtige Erklärung für so eine krasse Emotion - das mit den wenigen sozialen Kontakten. Leider kann man Emotionen ja nicht so leicht beschreiben. Es ist ja wie so eine krasse Welle die mich überschwemmt, gegen die ich nichts machen kann. Ich bin dann einfach nicht mehr ich, ich existiere eigentlich gar nicht mehr richtig, Es ist einfach nur so ein krasser Schmerz, der einen innerlich zusammenbrechen lässt.
                                              Als ob ich einfach ausgelöscht bin, der ganze Halt ist von einer Sekunde auf die andere zerstört... als ob meine ganze Existenz bedroht ist..
                                              ich meine, ich habe ja auch Phasen, wo das nicht so im Vordergrund steht und da habe ich auch nicht mehr soziale Kontakte.... oder als in der Beziehung war, war das auch nicht verschwunden.

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                                              • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                                                Ich kann das alles relativ gut nachvollziehen, ich denke da steckt auch keine psychische Störung dahinter die ein für alle mal behoben werden kann.
                                                Möglicherweise gibt es solche Störungen, als Folge der Ambivalenzen, aber für mich hört sich die Hauptursache auch nach einem Persönlichkeitsding an, die Persönlichkeit kann man natürlich nicht ändern, aber durchaus beeinflussen.
                                                Man kann schauen wie man eigentlich ist, was sein muss damit es einem relativ gut geht, wo die Ausbrüche her kommen und welche Dinge sich ändern müssten damit das besser wird.
                                                Im Grunde müsstest du dich auf die Suche nach dir selber begeben, deine Mitte finden.
                                                So Sachen wie ein Ehrenamt, wie z.B. Gassigeher, oder auch etwas das mit Menschen zu tun hat denen du ja gerne helfen würdest, und Sport im freien, Meditationen können dabei helfen und natürlich wäre das auch in erster Linie ein Thema für die Therapie.

                                                Ich bin allerdings kein Experte und vielleicht komplett auf dem Holzweg.

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                                                • Re: Keine "richtigen" Depressionen, keine Chance auf normales Leben

                                                  """Krasse Emotion...""" es ist trotzdem nicht mehr, als eine Emotion...



                                                  Weißt du eh, liebe(r?) sC*, schwach fühlend biste jedenfalls net. Wenn, dann groß und voll auspowernd.

                                                  Ich habe mal wo gelesen, ( ich finde den Vergleich sehr gut) das ist ähnlich, wie bei einer Orgel. Emotionen sind die Orgelpfeiffen, wenn die einen zu sind, dann pfeiffts bei einer anderen raus. Oder - je nachdem, welche Taste man gedrückt hält, so ein Ton pfeifft dann. Wind machst du jedenfalls viel, es bläst mal die Freude so richtig, dann wieder der Schmerz- auch so richtig.

                                                  Es gibt Leute, die können bei einem traurigen Anlass nicht anders, sie müssen kichern ( obwohl sie sehr traurig sind!) . Wie wenn ihre Trauer aus einem falschen Ventil pfeifft.

                                                  Dann kenne ich Leute, die lachen, obwohl ihnen zum Heulen ist...

                                                  Das könnte wie bei einem falsch angeschlossenen Kabel bei dir sein- statt Lust geht bei dir Schmerz los. Falsch gekoppelt, irgendwie nicht richtig geleitet, dein Kabelsalat.

                                                  Der beste Elektriker ist die friedliche Ruhe und Gelassenheit. Ganz viele Fehlschaltungen ( die man im Laufe seiner Entwicklung so erfährt) ordnen sich, wenn man tief entspannt ist und irgendwie losgelöst.

                                                  Hast du dich schon einmal mit Hypnose befasst?



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