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Hyperreagibles Bronchialsystem mit Asthma

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  • Hyperreagibles Bronchialsystem mit Asthma

    Hallo,

    ich habe seit 20 Jahren ein empfindliches Bronchialsystem mit einer Asthmakomponente ( Provokationstest!). Seit 10 Jahren habe ich täglich Reizhusten mit glasklarem, schaumigen Auswurf. Sämtliche Asthmatherapien bringen bei mir keine Besserung.

    Mein neuer Lungenfacharzt hat mich bereits zum Thorax-CT geschickt - ohne Befund und möchte zur genauen Abklärung eine Bronchoskopie machen lassen, wohl auch deshalb, weil mich dieser tägliche Husten stört. Bei dieser Bronchoskopie wird aber wohl sicher keine Diagnose herauskommen, die man dann therapieren kann, sondern es wird gemacht um alles andere auszuschließen. Ich habe allerdings vor dieser Bronchoskopie Angst, denn irgendwie ist es für mich wie mit "Kanonen auf Spatzen schießen", d.h. ich empfinde diesen täglichen Reizhusten zwar als sehr lästig und auch körperlich belastend, aber nicht als lebensgefährlich, so dass dann diese Untersuchung gerechtfertigt wäre.

    Fakt ist, dass mein Bronchialsystem bei den Untersuchungen immer etwas eingeengt ist, ansonsten ist die Lungenfunktion in Ordnung.

    Ich möchte gerne wissen, ob es normal ist, dass man bei dieser Diagnose täglich Husten hat oder hat jeder Asthma-Patient seine "eigenen" Symptome?

    Ich hoffe, Sie können mich verstehen.

    Vielen Dank für eine Antwort.

    Freundliche Grüße

    L. Dolores M.


  • Re: Hyperreagibles Bronchialsystem mit Asthma

    Hallo,

    Hauptsymptom bei einem Asthma ist der Husten. Bronchoskopien gehören wie Gastroskopien, Koloskopien, etc. zu alltäglichen Untersuchungen, die vorwiegend ambulant durchgeführt werden. Diese Untersuchungen haben ein relativ geringes Risiko. Es besteht eine Regel die besagt dass jeder Husten der über eine längere Zeit, z.B. bereits 5 Wochen, besteht, bronchoskopisch abgeklärt werden sollte.
    Natürlich sollten vorher andere Ursachen wie z.B. ganz banal zu wenig Trinken, eine gastroösophagiale Refluxkrankheit, ein Schlafapnoe-Syndrom oder andere abgeklärt werden.


    Eine der häufigsten Ursachen für einen Husten kann ein Austrocknen der Atemwege darstellen, z.B. bedingt durch Klimaanlagen, trockene Heizungsluft, Schnarchen, etc.
    Bei einem Reflux handelt es sich um eine Störung bei welcher der Mageneingang nicht richtig schliesst. Dadurch kann Salzsäure aus dem Magen über die Speiseröhre bis in die Lunge geraten und dort zu Verätzungen führen. Durch diese Reizung wird dann ebenfalls Husten ausgelöst.

    Ich nehme nicht an, dass Sie als Asthmatikerin Rauchen oder Passivrauch ausgesetzt sind.

    Bei einer Bronchoskopie erfolgt nicht nur eine Inspektion der Atemwege sondern es wird auch Schleim abgesaugt und Anspülungen durchgeführt, ggf. auch kleine Proben entnommen.
    Diese werden dann auf Bakterien, Tuberkulose und anderweitig untersucht.
    Die Luftröhre des Menschen ist nicht einfach nur ein Rohr sondern hat eine bewegliche Hinterwand, diese bewegliche Hinterwand muss sich bewegen um einen Hustenstoss abzufedern kann aber durch den langjährigen Husten so sehr ausgeleiert sein, dass ein mögliches s.g. Tracheobronchiales Kollapssyndrom Ursache Ihres Hustens sein kann.

    Ich halte daher wenn o.g. Ursachen weitgehend ausgeschlossen sind eine bronchoskopische Abklärung durchaus für sinnvoll.

    Mit freundlichen Grüssen

    Thomas Hagen

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