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Totale Brustentfernung ?

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  • Totale Brustentfernung ?

    Guten tag, ich bin 72 Jahre alt, fühle mich gesund, vital, noch gutaussehend und will Zum 1. okt. in eine neue Wohnung umziehen. Aber, am 12.07. habe ich ganz einfach so, mitgeteilt bekommen, dass ich einen Knoten in der rechten Brust habe. Schock !! Dann einen Tag später Stanz-Gewebe Entnahme. Nun warte ich auf den Befund. Habe aber schon beschlossen, bei positiven Befund mir die Brust radikal abnehmen zu lassen. Nun meine Frage, wer hat Erfahrung damit, wie lange muß man im Krankenhaus bleiben, trotzdem noch Chemo ? Ich will doch unbedingt in die neue Wohnung. Wer antwortet mir ? Gruß Anna

  • Re: Totale Brustentfernung ?

    Hallo Anna-Luise!

    Warum so radikal? Warten Sie doch erst mal das Ergebnis der Stanzbiopsie ab. Daran kann man schon sehr viel über die Art des Tumors erkennen. Auch bei brusterhaltender OP ist nicht zwingend eine Chemotherapie angesagt, allerdings immer Radiotherapie. Das sind 6 Wochen täglich 2 Minuten Bestrahlung.

    Außerdem muss festgestellt werden, ob Lymphknoten befallen sind - das passiert während der OP. Vorher wird der sogenannte Wächter-Lymphknoten markiert. Das ist der Lymphknoten, der dem Tumor am nächsten ist. Wenn der frei von Krebszellen ist, sind es auch die anderen. Sind allerdings Lymphknoten befallen, werden Sie um eine Chemo nicht herumkommen - egal, ob brusterhaltend oder radikal operiert.

    Mein Rat aus eigener Erfahrung: abwarten, was die Pathologen sagen. Dann von Ärzten in einem Brustzentrum (!) beraten lassen und erst dann eine Entscheidung treffen.

    Ich drücke Ihnen die Daumen!
    LG u_sch

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    • Re: Totale Brustentfernung ?

      Hallo,

      es ist überhaupt nicht gesagt, dass dieser Knoten überhaupt Krebs , bzw. Bösartig ist!

      Es kann auch eine Verkalkung sein, die vollkommen Harmlos ist!

      Also BITTE nicht schon vorher so verrückt machen!

      Drücke die Daumen.

      LG, Nesty

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      • Re: Totale Brustentfernung ?

        Hallo, danke für die tröstlichen Antworten. Aber es ist bösartig !! Mein Entschluss steht fest und am Freitag bekomme ich wohl einen Termin beim Ärzteteam im Krankenhaus..Ich hätte zu gerne gewußt, wie so eine Operation abläuft und was auf mich zukommt. Mein Nervenkostüm ist nur noch ein Lumpenbündel ! LG.Anna

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        • Re: Totale Brustentfernung ?

          Hallo,

          wenn bereits feststeht, dass es Bösartig* ist, kann ich den Seelischen Zustand nachvollziehen.

          (* Es stand darüber ja nichts im Beitrag...)

          Je nach Größe und Bereich, wo der Knoten sitzt kann auch Brust-erhaltend Operiert werden, das liegt jedoch am oben geschriebenen.

          Hier einiges zum nachlesen:

          http://www.brustkrebs-info.de/patien...pie/op_bet.htm

          Ich drücke die Daumen für die OP und wünsche baldige Genesung!!

          LG, Nesty

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          • Re: Totale Brustentfernung ?

            Vielen Dank für die Antwort, aber ich will keine Brusterhaltende OP. Zwei von meinen Freundinnen haben so eine OP bevorzugt, dann das volle Programm mit Chemo, Haarausfall usw
            und dann sind beide trotzdem gestorben. Die Krebszellen sind so teuflisch, man könnte denken in ihnen sitzt Satan persönlich. Nein, in meinem Alter brauche ich keine Brust mehr und ich hoffe auf einen schnellen OP Termin und auf Ärzte, die meinen Willen berücksichtigen. Sollte ich alles überstanden haben, so melde ich mich wieder. Nochmal vielen Dank für Ihre guten Wünsche. Anna

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            • Re: Totale Brustentfernung ?

              Ich will keine Angst schüren, aber auch eine komplette Entfernung der Brust ist keine Garantie. Es können noch Tumorzellen an der Brustwand verbleiben. Und dann wären da noch die Tumor-Stammzellen, die man mit keiner OP, Chemo- oder Radiotherapie erwischt, da sie im Knochenmark sitzen. Da sitzen sie entweder ganz ruhig oder sie machen sich über den Blutkreislauf irgendwann auf den Weg.

              So eine komplette Brustentfernung ist schon ein massiver Eingriff. Allerdings kenne ich Frauen, die seit Jahren gut damit zurechtkommen.

              Wie ich schon in meiner ersten Antwort geschrieben habe, ist es nicht gesagt, dass bei brusterhaltender OP eine Chemo folgt. Andererseits kann auch bei Komplettentfernung eine Chemo erforderlich werden. Die meisten betroffenen Frauen, die ich kenne, haben eine Chemo gemacht und haben es teilweise sehr gut weggesteckt. Ja, die Haare fallen aus. Aber sie wachsen - oh Wunder - meist schöner als zuvor wieder nach.

              Lassen Sie sich von den Ärzten beraten! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man über den Krebs und seine Folgen sehr wenig weiß, bevor man selbst betroffen ist. Aus Ihren Rückschlüssen hinsichtlich Ihrer Freundinnen ist ersichtlich, dass es bei Ihnen genauso ist.

              Ich wünsche Ihnen alles Gute!

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              • Re: Totale Brustentfernung ?

                Ich freue mich, dass Sie wieder geantwortet haben.Komme gerade vom Arzt und der OP Termin ist am 4.8.. Ich bin erleichtert, dass der Termin so schnell ist. Jetzt kann ich nur hoffen das der Tumor gut mit dem Brustgewebe entfernt werden kann. Er soll im unteren rechten Quadrat hocken. Sicher muss hinterher bestrahlt werden oder ich muss eine Hormontherapie machen. Alles, alles aber keine Chemo. Nun werde ich mir als positiven Nebeneffekt ein paar schicke Nachthemden kaufen. Wie lange ich im Krankenhaus bleiben muss werde ich dann sehen.
                Nochmal Danke für Ihre moralische Unterstützung. LG Anna

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                • Re: Totale Brustentfernung ?

                  Ich wurde am 10.8. operiert und die rechte Brust total entfernt. Ein wunderbarer Arzt hat die OP durchgeführt und ich hatte hinterher nur ganz leichte Schmerzen. Ich mache nun eine Antihormon- Tabletten Therapie. Diese Tabl. muss ich 5 Jahre einnehmen und denke doch, das meine Lebenserwartung noch ein paar Jährchen dauert. Allerdings psychisch stecke ich alles doch nicht so weg. Ich fühle mich wie ein abgeknickter Zweig. Da muss ich durch. Mein Motto,
                  Ich habe Krebs-- na und ? Trotzdem ist es ein Hammer, dass man mit 72 Jahren noch Brustkrebs bekommt. Was nutzt die ganze Vorsorge, die ich regelmäßig durchführen ließ ? Anna

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                  • Re: Totale Brustentfernung ?

                    Hallo Anna-Luise,

                    Glückwunsch zur offenbar gut verlaufenen OP. Ihre "Beschwerde", dass Sie in Ihrem Alter noch Brustkrebst bekommen haben, habe ich bei einem meiner Besuche im Krankenhaus bei neu betroffenen Patientinnen diese Woche gerade auch gehört.

                    Krebs ist vielfach eine "Alterskrankheit". Mit zunehmendem Alter geht eben manchmal bei der Zellerneuerung etwas daneben. Und die Vorsorge dient der Früherkennung, nicht der Verhinderung von Krebs.

                    Was die Psyche angeht: Sie haben natürlich Anspruch auf Psychotherapie. Es gibt Psycho-Onkologen, die sich auf die Problematik mit Krebspatienten spezialisiert haben. Außerdem würde ich Ihnen gern eine REHA ans Herz legen. Dort - fernab des Alltags - kommt man wirklich mal zu sich selbst. Und man bekommt vielerlei Strategien vermittelt, wie man mit der Krankheit klar kommt: Ernährungstipps, sportliche Aktivitäten, Entspannungsübungen und auch psychologische Hilfe. Ich fand's toll und alle, die ich kenne, auch.

                    Außerdem empfiehlt sich das Aufsuchen einer Selbsthilfegruppe. Dort kann man über alle Ängste, Zweifel und praktische Fragen reden, und zwar mit Leuten, die alles aus eigener Erfahrung kennen. Sie werden merken, dass Nicht-Betroffene manches nicht recht verstehen können.

                    Aber Sie haben insgesamt eine positive Haltung - das ist schon mal gut. Der ein oder andere Durchhänger ist normal und wird mit der Zeit weniger.

                    Ich wünsche Ihnen alles Gute!
                    u_sch

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                    • Re: Totale Brustentfernung ?

                      Herzlichen Dank für Ihre Antwort, liebe u-sch, Ja, die OP ist nun schon 3 Wochen her und die Wunde ist schon gut verheilt. Ich muss nun für 5 Jahre jeden Tag eine Antihormontablette nehmen. Ich sehe es ja ein, denn es können ja noch versteckte Zellen sein. Aber es ist schrecklich, ich höre nur auf das Befinden meines Körpers. Kleine Zwinkerchen, denen ich früher nie große Beachtung geschenkt habe, nehme ich sofort ernst und denke, Oh, das sind die Nebenwirkungen. Ich werde nie mehr unbeschwert leben, denn nun gehöre ich zum großen Kreis der Krebspatienten und muss ständig daran denken. Aber ich bedanke mich für Ihre liebe Begleitung durch meine schwere Zeit.
                      Ich muss selbst erst ein wenig Abstand gewinnen und dann werde ich Kontakt mit anderen betroffenen Frauen aufnehmen. Ich grüße sie recht herzlich Anna

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