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Rippenfellentzündung: Behandlung und Hausmittel
Bei einer Rippenfellentzündung (Pleuritis) entzündet sich das sogenannte Rippenfell. Es ist Teil der Pleura – einer feinen Gewebeschicht im Brustkorb, die aus zwei Häuten besteht: dem Rippenfell und dem Lungenfell. Diese umhüllen die Lunge und ermöglichen ihre Beweglichkeit beim Atmen.
Eine Rippenfellentzündung ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die ärztlich behandelt werden muss. Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Ursache der Entzündung und dem Krankheitsverlauf.
Diese Bildergalerie zeigt, wie die Behandlung einer Rippenfellentzündung erfolgt und inwiefern Hausmittel den Heilungsprozess unterstützen können.
Rippenfellentzündung: Behandlung nach Ursache
Eine Rippenfellentzündung entsteht oft infolge einer Lungenentzündung. Sie kann aber auch durch Tuberkulose, Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder eine Lungenembolie ausgelöst werden. Entscheidend ist daher, die Ursache zu erkennen und gezielt zu behandeln.
Lesetipp: Rippenfellentzündung – diese Symptome sind typisch
Rippenfellentzündung: Wann helfen Antibiotika?
Geht die Rippenfellentzündung auf eine bakterielle Infektion zurück, kommen in der Regel Antibiotika zum Einsatz. Sie bekämpfen die auslösenden Erreger und verhindern eine weitere Ausbreitung der Entzündung. Die Verordnung erfolgt ärztlich. Wird die Entzündung durch Viren verursacht, wirken Antibiotika nicht. In diesen Fällen werden vor allem die Symptome behandelt.
Lesetipp: Pleuraerguss – Symptome bei Flüssigkeit im Brustkorb
Rippenfellentzündung behandeln: Schmerzmittel
Unabhängig von der Ursache ist eine ausreichende Schmerztherapie bei einer Rippenfellentzündung wichtig. Entzündungshemmende Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Diclofenac können die oft stechenden Schmerzen beim Atmen lindern und helfen, eine ausgeprägte Schonatmung zu vermeiden. Tritt zusätzlich Fieber auf, kommen fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol infrage. Welche Präparate geeignet sind, sollte ärztlich abgestimmt werden.
Lesetipp: Paracetamol oder Ibuprofen – welches Mittel hilft wann?
Behandlung bei feuchter Rippenfellentzündung
Die Behandlung einer feuchten Rippenfellentzündung umfasst in erster Linie die Entlastung eines ausgeprägten Pleuraergusses. Dabei sammelt sich Flüssigkeit im Pleuraspalt an – dem schmalen Raum zwischen Lungen- und Rippenfell. Ein solcher Erguss kann Atemnot verursachen und die Lungenfunktion beeinträchtigen. Mitunter ist es notwendig, die Flüssigkeit durch eine Punktion zu entfernen. In manchen Fällen wird zusätzlich eine Drainage eingelegt, um die Flüssigkeit über mehrere Tage abzuleiten.
Rippenfellentzündung mit Hausmitteln behandeln?
Eine Rippenfellentzündung lässt sich nicht durch Hausmittel behandeln. Ergänzend zur ärtztlichen Therapie können jedoch verschiedene Maßnahmen den Genesungsprozess positiv beeinflussen. Generell sollten Betroffene Bettruhe halten und sich körperlich schonen. Zudem gilt die Empfehlung, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Behandlung bei Rippenfellentzündung: Atemgymnastik
Im Rahmen der Behandlung einer Rippenfellentzündung kommt häufig Atemgymnastik zum Einsatz. Der Grund: Viele Betroffene entwickeln aufgrund der starken Schmerzen beim Ein- und Ausatmen eine flache Schonatmung. Dabei wird die Lunge nicht vollständig belüftet, was das Risiko von Verklebungen zwischen Lungen- und Rippenfell erhöht. Regelmäßiges, bewusstes Ein- und Ausatmen fördert die Entfaltung der Lunge und kann solchen Komplikationen entgegenwirken. Die Atemübungen sollten unter ärztlicher oder physiotherapeutischer Anleitung erfolgen.
Hausmittel bei Rippenfellentzündung: Wärme
Zu den weiteren Hausmitteln bei einer Rippenfellentzündung zählt Wärme. Warme Umschläge, eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen können die Muskulatur entspannen und das Schmerzempfinden reduzieren. Bei Fieber oder einem starken Krankheitsgefühl ist auf zusätzliche Wärmeanwendungen zu verzichten. Im Zweifel sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
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Rippenfellentzündung: Husten mit Hausmitteln lindern
Eine Rippenfellentzündung kann mit Husten einhergehen, insbesondere wenn zusätzlich eine Atemwegs- oder Lungenentzündung besteht. Zur Linderung des Hustenreizes sind mitunter warme Getränke oder Honig hilfreich. Auch eine ausreichend befeuchtete Raumluft wird von einigen Betroffenen als angenehm empfunden.
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Rippenfellentzündung: Behandlung bei schweren Verläufen
In manchen Fällen ist eine operative Behandlung notwendig. Sie kommt bei seltenen Komplikationen im Verlauf einer Rippenfellentzündung infrage, etwa bei Eiteransammlungen im Brustraum (Pleuraempyem) oder bei Verwachsungen zwischen Lungen- und Rippenfell. Solche Veränderungen können die Lungenfunktion deutlich einschränken. Ziel des Eingriffs ist es, entzündetes Gewebe zu entfernen oder Verklebungen zu lösen.
Lesetipp: Lungenödem – Symptome, die auf Wasser in der Lunge hinweisen
Bei einer Rippenfellentzündung (Pleuritis) entzündet sich das sogenannte Rippenfell. Es ist Teil der Pleura – einer feinen Gewebeschicht im Brustkorb, die aus zwei Häuten besteht: dem Rippenfell und dem Lungenfell. Diese umhüllen die Lunge und ermöglichen ihre Beweglichkeit beim Atmen.
Eine Rippenfellentzündung ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die ärztlich behandelt werden muss. Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Ursache der Entzündung und dem Krankheitsverlauf.
Diese Bildergalerie zeigt, wie die Behandlung einer Rippenfellentzündung erfolgt und inwiefern Hausmittel den Heilungsprozess unterstützen können.
- Online-Informationen Deutsches Rotes Kreuz Schwesternschaft Berlin Gemeinnütziges Krankenhaus GmbH: Behandlung einer Entzündung des Rippenfells: https://www.drk-kliniken-berlin.de/behandlung-rippenfellentzuendung-mitte (Abruf: 02/2026)
- Online-Informationen von Deximed: Brustfellentzündung (Pleuritis): https://deximed.de/home/klinische-themen/lunge-atemwege/patienteninformationen/infektionen/brustfellentzuendung-pleuritis (Abruf: 02/2026)
- Online-Informationen von DocCheck: Pleuritis: https://flexikon.doccheck.com/de/Pleuritis (Abruf: 02/2026)
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